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Diesmal nicht in Wolfsburg: ICE rauscht an Haltestelle vorbei
DPA

Ärger für Passagiere mit dem Reiseziel Göttingen: Am Mittwochabend verpasste ein ICE ihre Haltestelle und stoppte erst 100 Kilometer weiter. Die Bahn bezeichnete einen solchen Vorfall als "extrem selten".

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Altesocke 16.05.2013, 16:32
20. Kontrolliert falsch?

Zitat von Hans58
Das wurde hier schon plausibel erklärt,
Aber diese 'plausible Erklaerung' setzt voraus, das zwei voneinander unabhaengige Stellen sich einig sind, das weder Goettingen noch (meistens ja) Wolfsburg ICE Haltestellen sind.
Und wo doch die Bahn von 'aeusserst selten' ausgeht, reden die von 6 Richtige plus Superzahl, dann?

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Flari 16.05.2013, 16:34
21.

Zitat von AlexBauer1981
Mal überlegen, dass sind doch dieselben Lokführer bei denen die GdL vor einigen Jahre gesagt hat, dass sie einen - angeblich - so verantwortungsvollen und anstrengenden Job haben, oder? Und die sogar mit Piloten verglichen wurden? Und jetzt sind manche von denen - neben dem Geradeausfahren und Beachten von Schildern - schon mit dem Halten an Bahnhöfen überfordert?
Jaja, wenn ein Automechaniker vergisst die Radmuttern anzuziehen, sollte man der ganzen Branche die Löhne kürzen?

Wieviel müssen Sie für Ihre Beschäftigung zuzahlen?

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lenaddorf 16.05.2013, 16:50
22. optional

alles passiert bei der bahn extrem selten!

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hoperman 16.05.2013, 17:11
23. sehr gro

Ist das jetzt ein Witz oder Ernst? 40 Reisende, die eigentlich dort aussteigen wollten, wurden mit dem nächsten Zug KOSTENLOS aus Hannover zurückgefahren. Das Ausgeben von Wanderkarten wäre der Bahn sicherlich billiger gekommen, sehr großzügig. Und wenn man einen wichtigen Termin verpasst hat?

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einzel haft 16.05.2013, 17:39
24. ... ich auch ...

Zitat von Altesocke
Wenn ein planmaessiger Halt eines Zuges nicht stattfindet, und ich da aussteigen will, wuerde ich natuerlich zu allererst einen Notfall vermuten. Und um schlimmeres auszuschliessen, die Notbremse ziehen. Schliesslich muessten Rotsignale Ueberfahren worden sein, und der Lokfuehrer liegt vermutlich auch im Koma auf dem Totmanschalter
Würde aber wohl nichts nützen, wenn Sie reagieren und der Zug stoppt, sind sie fast in Hannover. Problematisch erscheint mit, dass der ICE dann wohl mit 250 durch den Bahnhof "rauscht", diese kurz nach der Ansage, dass der Zug nach Hannover einfährt.

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Gecko72 16.05.2013, 17:41
25. Mal ein Schwätzchen

mit der "geliebten" Schwiegermutter am Telefon, den EBULA-Fahrplan mal mit einem Tastendruck nebenbei eine Seite weiter und dann snd 5 km mal schnell übersehen, da kann man doch mal die Zugdurchsage "Nächster Halt... folgende Übergangsmöglichkeiten..." schnell überhören, bei 200, naja... Deutsche Bahn, wenn dann "Zwangsbremsung" kommt, dann hama wohl nen rotes Signal übersehen, dank der "Schwiegermutter am Telefon", dank moderner Technik, Toll die Technik, Rückwärtsfahren geht ja dann auch nicht dank "Zwangsbremsung", die Leute sollen sich mal am heimischen PC nen ZugSimulator zu legen ;)

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Hamberliner 16.05.2013, 17:52
26. nichtexistenter Ort

Zitat von sysop
Ärger für Passagiere mit dem Reiseziel Göttingen: Am Mittwochabend verpasste ein ICE ihre Haltestelle und stoppte erst 100 Kilometer weiter. Die Bahn bezeichnete einen solchen Vorfall als "extrem selten".
Wieso Göttingen? Ich dachte, die Stadt, die gar nicht existiert, nennt sich Bielefeld.

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Hans58 16.05.2013, 17:58
27.

Zitat von muehle79
Ich begreife es nicht. Das sind doch keine Haltepunkte mit einem mehr oder weniger provisorischen Seitenbahnsteig an der durchlaufenden Strecke und abgesperrtem, vor sich hinrottendem ehemaligem Bahnhofsgebäude. Nein, das sind Hauptbahnhöfe von Großstädten, die sich auch durch ein entsprechend aufwendiges Gleisfeld und Signalanlagen auszeichnen. ?
Nichts gegen Göttingen, aber schauen Sie sich mal in Google Earth den Bahnhof an.
Zitat von muehle79
Wenn da also ein ICE durchrauscht, dann ist da deutlich mehr schief gelaufen, als das nur ein Lokführer "vergessen" hat, zu bremsen. Da gibt es Vorsignale und Zugbeeinflussungssysteme, d....
Auch dieser Aspekt wurde hier schon mehrfach erläutert, warum es dennoch ab und an mal passiert.
Zitat von muehle79
... Tatsächlich durchlaufende Züge werden doch niemals mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit am mit wartenden Passagieren besetzten Bahnsteig vorbeigeführt, denen noch dazu die Einfahrt des Zuges angekündigt wurde und die daher ggf. mit schwerem Gepäck nahe an der Bahnsteigkante stehen.
Ein ICE fährt nicht mit 200 – 300 km/h durch Göttingen durch. Im Übrigen sollte man nie an der Bahnsteigkante stehen, selbst dann nicht, wenn der Zug „angekrochen“ kommt.
Zitat von muehle79
Und davon bekommen weder Lokführer noch Zugbegleiter und Stellwerker, Bahnhofsaufsicht und was weiß ich wer was mit?
Einige, vor allen die aussteigewilligen Passagiere, dürften es schon mitbekommen haben.
Zitat von muehle79
Der Zug, der so umweltgefährend unterwegs ist, kann noch hundert Kilometer und mehr weiterfahren, bis der Irrtum auffällt und die Passagiere aussteigen dürfen? ?
Umweltgefährdend ist ein ICE, der durch einen Bahnhof durchfährt???
Zitat von muehle79
Nein, nein, so nicht. Warum stoppt man den Zug nicht am nächstmöglichen Halt? Wer überprüft unmittelbar den technischen Zustand des Zuges und die Fahrtauglichkeit des Lokführers nach so einem Fehler?
Ein ICE kann nicht an jedem beliebigen Haltepunkt stehen bleiben, vor allen Dingen dann nicht, wenn der Haltepunkt eine Bahnsteiglänge aufweist, die gerade dazu ausreicht, den Wagon mit dem Bordrestaurant „aufzunehmen“.

Was hat das außerplanmäßige Durchfahren eines ICE mit dem technischen Zustand zu tun? Sie sollten in Betracht ziehen, dass einige ICE-Bahnhöfe nur sporadisch bedient werden (auf der Strecke Frankfurt-Flughafen bis Köln Hbf fahren ICE durch oder halten mal in Montabaur, mal in Limburg, mal in Siegburg, mal am Flughafen Köln/Bonn).
Zitat von muehle79
Was macht die Bundespolizei und das Eisenbahnbundesamt?
Das Durchfahren eines ICE an einem eigentlichen Zwischenhalte-Bahnhof ist weder eine Ordnungswidrigkeit, noch eine Straftat. Was soll also die Bundespolizei machen, außer einem stets guten Eindruck?
Das EBA hier in Bonn hat mit Zulassungs- und Infrastrukturfragen sich zu befassen, nicht mit möglichen Dienstvergehen von Personal der DB.

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albert schulz 16.05.2013, 17:59
28. Die Bahn denkt - leider

Zitat von Emmi
Gibt es denn keinen Bordcomputer o.ä. der anhand z.B. von GPS, Fahrplan und der Uhr feststellt, dass der Zug jetzt eigentlich anhalten müsste und dem Lokführer einen "Tipp" gibt!? Ist denn bei der Bahn noch 19. Jahrhundert!?
Der Computer ist das Problem. Der Fahrer muß nicht mehr denken. Der guckt nur noch, ob der Computer Strom hat. Alles andere macht der Computer (Infos von der induktiven Zugsicherung). Die Computer bei der Bahn sind ein wenig saublöde. So besteht eine Zugauskunft im Internet, am Schalter oder auf den ausgehängten Fahrplänen aus exakt drei Informationen, die relativ wenig miteinander zu tun haben. Immerhin kennen die Jungs bei der Bahn mittlerweile die Tarife. Sie fangen trotzdem oder gerade deswegen wieder an zu bescheißen, man muß höllisch aufpassen.

Neulich wollte mir einer dieser Computerverwalter keine Fahrkarte verkaufen. Ich hatte ein Fahrrad dabei, und das muß einen reservierten Platz bekommen, aber es war nicht herauszubekommen, ob ein freier Platz da war. Ich habe ihn dann gezwungen, mir eine Fahrharte zu verkaufen, und siehe da, der Waggon für Fahrräder war leer, 400 km weit.

Diese Spitzencomputer verstehen im Übrigen nicht, daß man ein Gleis auch falsch herum benutzen kann, wenn man mit einer Weiche hinüberwechselt. Normalerweise setzt die Bahn deswegen Busse ein, weil sie die Signalschaltungen bei Baustellenumleitungen allesamt von Hand machen müßte. Sicherheitshalber hat sie die Weichen alle ausgebaut.

Auch bei der Zugfolgeregelung handelt es sich offensichtlich um Spitzenerzeugnisse der Computertechnik. Bei Tempo 300 (K-F) muß der Abstand zwischen zwei Zügen rund vierzig Kilometer betragen, obwohl man nur zehn zum Bremsen braucht, im Notfall reichen fünf. Dadurch wird die Geschwindigkeit zum absoluten Witz, weil die Kapazität der Strecke dadurch minimiert wird. Deswegen schreit die Bahn jetzt auch nach Doppelstock – ICE, weil sie es nicht mehr gerafft kriegt. Würde sie 250 oder 200 fahren, was nur ein paar Minuten Differenz bei der Reisezeit ausmacht, könnte sie das Mehrfache an Zügen auf der Strecke verkehren lassen. Dummerweise geht das nicht, weil nur der ICE3 die Steigungen schafft.

Ein echtes Kompetenzzentrum ist die Bahn. Ihr Spitzenmann in Sachen logisches Denken baut jetzt einen Flughafen um. Man bräuchte sich wohl kaum wundern, wenn der unter die Erde verlegt wird.

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chb_74 16.05.2013, 18:04
29. Viel Geschwätz...

Hier wird ja teilweise wieder richtig gutes Fachwissen verbreitet... ;-)

Wenn der Tf bewusstlos über dem Totmannschalter hängt, bremst der Zug nach 30 s automatisch zum Stillstand - dafür ist diese Einrichtung da. Da man den Totmannschalter aktiv bedienen muss (in bestimmtem Rhythmus ein Pedal treten und loslassen), setzt das einen "lebenden" Tf voraus. Wenn dann außerdem die Ausfahrt in Göttingen schon gestellt war, durfte der Zug signaltechnisch mit der signalisierten Geschwindigkeit durchrauschen - ein Haltebahnhof hat im Signalsystem keine Bedeutung, sondern nur die Hauptsignale als Wegmarken (angekündigt durch die Vorsignale). Wäre also die Ausfahrt nicht gestellt gewesen, wäre ein zu schneller oder nicht bremsender Zug schon am Vorsignal (bei PZB-Führung) oder bei Anfahrt auf das Signal und Überschreiten der Sollgeschwindigkeit (bei LZB-Führung) gebremst worden. In beiden Fällen wäre die Fahrt für den Tf nach Erreichen des Stillstands bzw. nach Anweisung des Fdl an der nächsten Station zu Ende gewesen, er wäre routinemäßig zur Klärung des Sachverhalts abgelöst worden.

Die deutschen Zugsicherungssysteme sind sehr sicher; Unfälle passieren da, wo eben noch nicht der Soll-Standard verbaut ist, also eher auf kleinen "Nebenstrecken". Hier bestand jedoch überhaupt keine Gefahr, das lässt sich auch aus der Ferne diagnostizieren, auch nicht für die Reisenden am Bahnsteig in Göttingen. Kein Zug wird mit 250 km/h durch einen speziell gesicherten Bahnhof durchgeschickt, denn der Zug würde eine Menge Gedöns vom Bahnsteig einfach mit sich wegsaugen; solche Durchfahrten sind meist mit 100-140 km/h signalisiert.

Hier hat schlicht der Tf verpeilt, dass er halten muss, weil er vielleicht den EBuLa nicht richtig gelesen hat, oder, weil im EBuLa (der auch nur von Menschen geschrieben ist) ein Fehler enthalten war.

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