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Dönerbude schlägt Fernsehturm: Wie Internet-Tipps den Tourismus verändern
DPA

Wer braucht da noch einen gedruckten Reiseführer? Empfehlungen im Internet haben in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Experten beobachten große Änderungen im Tourismus - und warnen vor einer neuen "Mainstream-Falle".

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Leeoos 26.10.2013, 07:58
1. Was soll ...

... dieser Blödsinn mit "Mainstream-Tourismus"???!!!

Mit den gedruckten Reiseführern werden die Menschen auf nur wenige Ziele Aufmerksam gemacht und alle strömen da hin, jetzt gehen sie halt (auch) woanders hin, dorthin, was man früher als persönlichen Geheimtipp weitergab.

Fragt man Reisende, erzählen sie am liebsten von den schönen Dingen, die sie abseits der ausgetretenen Wege entdeckten und nicht unbedingt von den allseits bekannten.

Und mir soll's Recht sein, denn wenn in Berlin alle zur Dönerbude rennen komm ich vllt. endlich mal in den Reichstag ohne stundenlang zu warten ;-)

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sebastianbrzeski 26.10.2013, 08:59
2. Oh man

"Schließlich reicht die Schlange über den halben Berliner Mehringdamm." Verehrter Redakteur, als Kreuzberger fällt mir an Ihrem Text eine Sache ganz
eindeutig auf - Sie waren anscheinend nie vor Ort. Sparen Sie sich Ihre Dramatik und schreiben nicht so ein Blödsinn. Die längste "Schlange" reichte vielleicht gerade mal bis Curry36, aber niemals länger. Und der Geschmack von Mustafa's Döner, gut, Geschmäcker sind unterschiedlich, ist der Rede nicht wert....

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Jasmin Kraft 26.10.2013, 09:38
3. Reisen ohne Smartphone und Navi

"der Eichstätter Forscher Bauhuber (...) erzählt von einem Urlaub in Irland. Dort war er nur mit dem Smartphone unterwegs - ohne Karte, ohne Reiseführer und, wie er sagt, ohne Probleme."

Ich bin beeindruckt ;-) , möchte mir aber nicht ausmahlen was passiert, wenn der Akku von Herrn Bauhuber leer ist. Nur mal so zum Vergleich: Ich fahre ohne Probleme in völlig fremde Städte, vornehmlich in Frankreich, suche mir einen Parkplatz und laufe los. Ich finde auch mein Auto immer wieder und was noch erstaunlicher ist, ich finde auch überall etwas zu essen. Es gibt nämlich Straßenverkehrsschilder und Dönderbuden sind meistens auch als solche gekennzeichnet. Das Leben ohne Navi und Smartphone ist fantastisch, frei, unbeschwert und unabhängig!

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joot 26.10.2013, 09:46
4. optional

Ich kenne den Imbiss nicht, aber der Fernsehturm ist in "oldschool" Reiseführern völlig überbewertet, insofern liegt er vermutlich zu Recht hinter einer guten Essgelegenheit.

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pit1958 26.10.2013, 09:47
5. optional

Was nutzt mir der Tipp eines jungen Hipster, der das Vapiano als Italiener erster Güte betrachtet?

Ich gehe dort genau ein einziges Mal hin, um dann reumütig zur kleinen, leicht vertieften Pizzeria ohne "Ambiente", dafür mit 1a Zutaten eine tolle Pizza für faires Geld zaubert.

Starbucks und Subways brauche ich gar nicht ausprobieren, da brauche ich nur durchs Fenster zu gucken... :-|

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domingo13 26.10.2013, 09:54
6. Leeoos Berlin Tipp

"endlich mal in den Reichstag ohne stundenlang zu warten".
Diese Wartezeiten gibt´s nicht mehr: heute bekommt man online vom Besuchsdienst des Bundestages ein Einlassticket für eine bestimmte Zeit. Damit wartet man max 10min.
Hat man sich den Einlass nicht online gesichert, wartet man allerdings lange vor dem Besucherzentrum. Das passiert allerdings nur uninformierten Besuchern mit veralteten (meist gedruckten) Reiseführern

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Toebbens 26.10.2013, 10:13
7. Nichts neues.

Das gab es so auch schon vor dem Internet. Reisende meiner Generation kennen den Lonely Planet Effekt - jedes authentische, günstige Lokal in einem Lonely Planet Reiseführer hat sich bei Ankunft in eine von den Einheimischen gemiedene Touristenfalle verwandelt.

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corvus cornix 26.10.2013, 10:33
8. ...

Zitat von Jasmin Kraft
"der Eichstätter Forscher Bauhuber (...) erzählt von einem Urlaub in Irland. Dort war er nur mit dem Smartphone unterwegs - ohne Karte, ohne Reiseführer und, wie er sagt, ohne Probleme." Ich bin beeindruckt ;-) , möchte mir aber nicht ausmahlen was passiert, wenn der Akku von Herrn Bauhuber leer ist. Nur mal so zum Vergleich: Ich fahre ohne Probleme in völlig fremde Städte, vornehmlich in Frankreich, suche mir einen Parkplatz und laufe los. Ich finde auch mein Auto immer wieder und was noch erstaunlicher ist, ich finde auch überall etwas zu essen. Es gibt nämlich Straßenverkehrsschilder und Dönderbuden sind meistens auch als solche gekennzeichnet. Das Leben ohne Navi und Smartphone ist fantastisch, frei, unbeschwert und unabhängig!
Machen wir auch gern so und wir sind mit Kindern unterwegs. Und das witzige ist, man trifft unterwegs doch tatsächlich "Eingeborene" mit denen man ins Gespräch kommen kann, die Tipps geben und auch mal helfen. So haben wir diesen Sommer unseren Campingurlaub in Schweden erlebt, das einzige Hilfsmittel war manchmal das Navi im Auto.

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tanzschule 26.10.2013, 10:45
9.

Zitat von domingo13
"endlich mal in den Reichstag ohne stundenlang zu warten". Diese Wartezeiten gibt´s nicht mehr: heute bekommt man online vom Besuchsdienst des Bundestages ein Einlassticket für eine bestimmte Zeit. Damit wartet man max 10min. Hat man sich den Einlass nicht online gesichert, wartet man allerdings lange vor dem Besucherzentrum. Das passiert allerdings nur uninformierten Besuchern mit veralteten (meist gedruckten) Reiseführern
sicher war gemeint spontan ohne warten und anmelden.

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