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Entschädigung nach Insolvenz: Thomas-Cook-Kunden bekommen wohl nicht volle Anzahlung
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110 Millionen Euro stehen nach der Pleite von Thomas Cook zur Verfügung, um die betroffenen Kunden zu entschädigen. Doch das Geld wird nicht reichen, sagt nun der Insolvenzversicherer.

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claus7447 01.10.2019, 14:18
10. Es waren nur SPD Minister....

Zitat von ziehenimbein
"Wir Verbraucherschützer haben immer wieder angemahnt, dass die 110 Millionen Euro nicht mehr zeitgemäß sind, zuletzt 2016. Damals hat das Justiz- und Verbraucherschutzministerium erklärt, es werde ein Gutachten einholen." "Und als sich die Probleme bei Thomas Cook abzeichneten, hat im März die Bundestagsfraktion der Grünen beantragt, die Haftungsobergrenze zu erhöhen. Aber nichts ist passiert." Das geht dann wohl auf die Kappe von Maas und Barley, die jeweils Minister waren. Wie kann man eine pauschale Obergrenze von 110 Mio festlegen, wenn einzelne Veranstalter ein wesentlich höheres Risiko eingehen?
... und die CDU war Minorität.... ja wer es glaubt wird selig.

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Jochenberlin 01.10.2019, 14:19
11. Kein Betrug

Zitat von Klas.w
Betrug. Es ist also keine Versicherung abgeschlossen worden, wie gesetzlich vorgesehen, und die Kunden hat man glauben lassen, dass sie vor Verlusten geschützt sind.
Sie lesen aus dem Artikel etwas heraus, was gar nicht drin steht! Natürlich ist eine Versicherung abgeschlossen worden, anderenfalls hätte das Unternehmen gegen bestehende Gesetze verstoßen, was nicht unbemerkt geblieben wäre. Anscheinend aber liegt der Schaden über der Versicherungssumme, sodass Kunden, die den Reisepreis bezahlt, aber die Reise noch nicht angetreten haben, nur einen Teil des Reisepreises erstattet bekommen. Wie kommen Sie bloß zu Ihrer Meinung, die Kunden bekämen gar nichts??

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thomas0815-1 01.10.2019, 14:21
12. Kapitalismus pur.

Nichts anderes - wir lieben doch alle unsere "soziale Marktwirtschaft"

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Hans58 01.10.2019, 14:25
13.

Zitat von tipsylaird
Der gesetzlich vorgeschriebene Reisepreissicherungsschein verpflichtet den Versicherer, alle vom Endkunden eine Pauschalreise geleisteten Vorauszahlungen in voller Höhe zu erstatten. Der Versicherer, hier offenbar Zurich, kann sich darauf berufen, zu wenig Masse von Thomas Cook zur Verfügung zu haben. Wenn er zuwenig Masse hat, muss er aus eigenen Rücklagen nachlegen, notfalls bis zur eigenen Insolvenz. So ist meines Erachtens die Rechtslage und es ist unredlich, anderes zu behaupten. Ganz abgesehen davon sind die Kundengelder vorrangig.
Nein, der Versicherer beruft sich eindeutig darauf, dass die gesetzliche Versicherungssumme für dies Pleite vermutlich nicht ausreicht!

Eigen Rücklagen der Zurich aufbringen?????

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Hans58 01.10.2019, 14:28
14.

Zitat von Hans-Dampf
Artikel nicht gelesen? Die Versicherung Zurich Deutschland hatte die Reisen mit der deutschen Thomas Cook bis zu 110 Millionen Euro versichert. [...] Für alle Kunden, die bei Thomas Cook eine Pauschalreise gebucht haben, besteht in der Regel ein Insolvenzversicherungsschutz. Dieser wird mit dem Sicherungsschein nachgewiesen, den Verbraucher bei der Buchung einer Pauschalreise erhalten.
Der Satz im Artikel (Ihr Zitat) ist ein wenig irreführend:
"Für alle Kunden, die bei der 'deutschen' Thomas Cook eine Pauschalreise gebucht haben....

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hoeffertobias 01.10.2019, 14:31
15. Wer lesen...

Zitat von tipsylaird
Der gesetzlich vorgeschriebene Reisepreissicherungsschein verpflichtet den Versicherer, alle vom Endkunden eine Pauschalreise geleisteten Vorauszahlungen in voller Höhe zu erstatten. Der Versicherer, hier offenbar Zurich, kann sich darauf berufen, zu wenig Masse von Thomas Cook zur Verfügung zu haben. Wenn er zuwenig Masse hat, muss er aus eigenen Rücklagen nachlegen, notfalls bis zur eigenen Insolvenz. So ist meines Erachtens die Rechtslage und es ist unredlich, anderes zu behaupten. Ganz abgesehen davon sind die Kundengelder vorrangig.
... und denken kann, Ist klar im Vorteil. Auf dem Sicherungsschein ist selbstverständlich aufgeführt, wie hoch die Versicherungssumme ist. Und wer sich mal kurz informiert wird leicht errechnen können, dass diese Summe recht niedrig angesetzt ist. Bevor man jetzt also von Betrug redet oder mal wieder nach Deutschland m Staat ruft, sollte mal hinterfragen, ob es nicht so etwas wie Eigenverantwortung gibt. Im Übrigen gibt es das Insolvenzrisiko nicht nur bei Pauschalreisen, sondern in allen Bereichen des Lebens. Und nur bei Pauschalreisen ist man durch den Sicherungsschein überhaupt geschützt, wenn auch nur teilweise..

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Hans-Dampf 01.10.2019, 14:49
16.

Zitat von Hans58
Der Satz im Artikel (Ihr Zitat) ist ein wenig irreführend: "Für alle Kunden, die bei der 'deutschen' Thomas Cook eine Pauschalreise gebucht haben....
Das ist doch nicht verwirrend. Thomas Cook Group plc (Sitz in London) ist unterteilt in u. a. die deutsche Thomas Cook (Sitz in Oberursel) - und diese hat die Versicherung mit Zurich abgeschlossen. Wenn jemand also mit der deutschen Thomas Cook eine Pauschalreise gebucht hatte, bekam er auch den Versicherungsschein.

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christianwitten 01.10.2019, 14:53
17. Regulierung ist angesagt

In Wirtschaftskreisen wird die Deregulierung beweihreuchert als die Lösung für Alles.
Der Gesetzgeber muß regulieren und den Nachweis einer Insolvenzsicherung für das gesamte Buchungsvolumen des jeweiligen Anbieters als Voraussetzung zur Teilnahme am Wettbewerb machen.
Der CEO organisiert, falls Verstoß gegen die verpflichtende Absicherung gehört wegen vorsätzlichem Betrug eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung ausgelobt, Pfändung der privaten Vermögenswerte incl. den Pensionsansprüchen on top.
Die Zurich ist nicht das Problem, die schlechte Rechtsordnung bedient durch die FDP/CDU Regierungen. SPD schlummert weiter vor sich hin. Packt die Riesen der Tourismusbranche bei den Eiern.

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ulmer_optimist 01.10.2019, 15:01
18. Sicherungsschein?

Reiseunternehmen hatten die Pflicht, einen Sicherungsschein zu veranlassen, also die Zahlungen bei einer Versicherung genau für diesen Fall der Insolvenz abzusichern (BGB 651k). Eine Begrenzung auf 110 Millionen Haftungssumme ist möglich. Eigentlich ist das kleinen Unternehmen gegenüber unfair und führt bei großen dazu, dass nicht gehaftet wird. Aus meiner Sicht sollten sich die Kunden beim Gesetzgeber schadlos halten. Aber nicht aus Steuergeldern, sondern mit persönlicher Haftung derjenigen, die diese Summen begrenzt haben. Eigentlich war doch klar, dass 110 Millionen bei einem großen Reisekonzern nicht ausreichen. Die Kunden haben also brav für alle Reisen höhere Preise bezahlt, damit die Versicherung finanziert wird und schauen jetzt in die Röhre.

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Ordnungswidrig 01.10.2019, 15:01
19. Falsch

Zitat von Klas.w
Betrug. Es ist also keine Versicherung abgeschlossen worden, wie gesetzlich vorgesehen, und die Kunden hat man glauben lassen, dass sie vor Verlusten geschützt sind.
Ein Blick ins Gesetz erspart viel Geschwätz: § 651r Abs. 3, Satz 3 BGB

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