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Entschädigung nach Insolvenz: Thomas-Cook-Kunden bekommen wohl nicht volle Anzahlung
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110 Millionen Euro stehen nach der Pleite von Thomas Cook zur Verfügung, um die betroffenen Kunden zu entschädigen. Doch das Geld wird nicht reichen, sagt nun der Insolvenzversicherer.

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Kiesch 02.10.2019, 08:33
60.

Der Betrugsvorwurf hier geht eher gegen Thomas Cook. Man verkauft Sicherheit mit dem Sicherungsschein und täuscht vor, dass man in Ruhe die Zahlungen im Vorraus leisten kann, so dass der Veranstalter schonmal mit meinem Geld arbeiten kann. Und dann "upps, das Geld ist weg und die Versicherungssumme reicht nicht - tja Pech gehabt, gibts nur nen Teil zurück". Da kommt man sich zumindest betrogen vor. Je nachdem wie das Kleingedruckte dazu aussieht könnte es sogar juristisch Betrug sein (auch wenn ich das nicht glaube).

p.S: Warum man nicht nach Abschluss der Reise zahlt, oder halt bei Ankunft im Hotel etc. erschließt sich mir nicht. Dann habe ich eine Forderung gegen konkrete Beteiligte und nicht gegen einen Reiseriesen der hier mehr oder weniger nur als Bank fungiert indem er sich Geld "leihen" lässt (nix anderes ist das erstmal), mit dem er später MEINE Rechnungen bezahlt. Man muss wohl mittlerweile doch umdenken. Der "Reiseveranstalter" sollte sich aufs vermitteln der Reise beschränken statt seinen Umsatz durch die Abwicklung der Zahlungen künstlich aufzublähen.
Dann hat man zwar vereinzelt auch mal Hotels etc. die Pleite gehen - aber dann hat der Kunde auch noch nichts gezahlt und geht halt in ein anderes Hotel. Flüge mögen da zwar leicht problematischer sein, aber zumindest wäre das Haftungsrisiko deutlich reduziert. Und der Reiseveranstalter kriegt einen Obulus.

--> Hey ich habe grade das Geschäftsmodell von HRS, booking.com etc. erfunden *Sarkasmus* - oder zumindest eine logische Erweiterung um Dienstleistungen um die Reise herum.

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Kiesch 02.10.2019, 08:34
61.

Der Betrugsvorwurf hier geht eher gegen Thomas Cook. Man verkauft Sicherheit mit dem Sicherungsschein und täuscht vor, dass man in Ruhe die Zahlungen im Vorraus leisten kann, so dass der Veranstalter schonmal mit meinem Geld arbeiten kann. Und dann "upps, das Geld ist weg und die Versicherungssumme reicht nicht - tja Pech gehabt, gibts nur nen Teil zurück". Da kommt man sich zumindest betrogen vor. Je nachdem wie das Kleingedruckte dazu aussieht könnte es sogar juristisch Betrug sein (auch wenn ich das nicht glaube).

p.S: Warum man nicht nach Abschluss der Reise zahlt, oder halt bei Ankunft im Hotel etc. erschließt sich mir nicht. Dann habe ich eine Forderung gegen konkrete Beteiligte und nicht gegen einen Reiseriesen der hier mehr oder weniger nur als Bank fungiert indem er sich Geld "leihen" lässt (nix anderes ist das erstmal), mit dem er später MEINE Rechnungen bezahlt. Man muss wohl mittlerweile doch umdenken. Der "Reiseveranstalter" sollte sich aufs vermitteln der Reise beschränken statt seinen Umsatz durch die Abwicklung der Zahlungen künstlich aufzublähen.
Dann hat man zwar vereinzelt auch mal Hotels etc. die Pleite gehen - aber dann hat der Kunde auch noch nichts gezahlt und geht halt in ein anderes Hotel. Flüge mögen da zwar leicht problematischer sein, aber zumindest wäre das Haftungsrisiko deutlich reduziert. Und der Reiseveranstalter kriegt einen Obulus.

--> Hey ich habe grade das Geschäftsmodell von HRS, booking.com etc. erfunden *Sarkasmus* - oder zumindest eine logische Erweiterung um Dienstleistungen um die Reise herum.

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jupp78 02.10.2019, 09:21
62.

Zitat von Kiesch
Der "Reiseveranstalter" sollte sich aufs vermitteln der Reise beschränken statt seinen Umsatz durch die Abwicklung der Zahlungen künstlich aufzublähen.
Weil es eine Pauschalreise ist. Machen Sie sich einfach mal klar, was sich unterscheidet zwischen einer Pauschalreise und einer einfachen Buchung eines Hotels oder eines Fluges. Dann wird Ihnen auch klar, warum solch ein Reiseveranstalter nicht nur vermittelt.

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Hans58 03.10.2019, 13:48
63.

Zitat von Adler70
In meinem Sicherungsschein für Pauschalreisen ist als Reiseveranstalter die Bucher & Öger Tours GmbH benannt. Es gibt hier keinen Hinweis auf die Zugehörigkeit zur Thomas Cook Deutschland etc. und das damit verbundene größere Risiko einer Insolvenz. Nach meiner Auffassung (ich bin juristischer Leihe) konnte ich davon ausgehen, dass "nur" das Risiko einer Insolvenz der Bucher & Öger Tours GmbH mit einer Deckelung von 110Mio. € gedeckt war. Wer kann3 hierzu etwas sagen?
Antwort:
Dann ist Bucher & Öger Tours definitiv der Reiseveranstalter. Er hat die entsprechende Versicherung abzuschließen. Sich auf andere Reiseveranstalter im Fall des Falles zu berufen, ist unredlich.

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Hans58 03.10.2019, 13:58
64.

Zitat von next_generation
….. Und ja, es ist ein Fall von Staatshaftung. Denn die EU-Pauschalreise-Richtlinie ist in dt. Gesetz umgesetzt worden, nicht jedoch die auf 110 MEUR limitierte Höchsthaftungssumme geändert worden. Und genau hier tritt die Haftung des Staates ein, er verstößt gegen die Regelungen der EU Richtlinie.
1. Es liegt kein Fall einer "Staatshaftung" vor. Dieses wäre nur der Fall, wenn ein Amtsträger sich etwas zu schulden hat kommen lassen.

2. Wo steht in der RICHTLINIE (EU) 2015/2302 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 25. November 2015 etwas über 110 Mio Euro?
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32015L2302

3. Das Reiserecht ist NACH Inkrafttreten der Richtlinie verabschiedet worden.

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Hans58 03.10.2019, 14:03
65.

Zitat von intercooler61
... steht im Namen*: den Aktionären. (* "plc" = public limited company) Die Thomas Cook Group ist börsennotiert, d.h., deren Aktien werden öffentlich gehandelt. Es gibt keinen Mehrheitsaktionär; Fosun hält ca. 18%.
Die Aktie fiel von fast 300 (29/06/2007) auf 3,45 (20/09/19).

Kein Handel mehr!

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