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Eröffnung des neuen Gotthard-Tunnels: Ein Weltrekord in Stein gemeißelt
alptransit

In wenigen Tagen wird die Schweiz den längsten Eisenbahntunnel der Welt eröffnen: den neuen Gotthard-Basistunnel. Bis zu 2300 Meter hohes Felsgestein türmt sich über der 57 Kilometer langen Bahnstrecke.

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Shelly 25.05.2016, 07:11
100. Die Schweiz zeigt uns

dass man große Projekte durchaus ohne größere Zeitüberschreitung und vor allem im Kostenrahmen durchführen kann.
Wenn es keine unfähigen, korrupten Politiker gibt, die da unbedingt mitmischen müssen.
Da war Deutschland auch mal führend, das waren noch Zeiten ... sie sind fort und kehren nicht wieder, leider.

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acroflyer 25.05.2016, 08:25
101.

da sollten die deutschen Straßenbauer mal in die Lehre gehen...!

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querulant_99 25.05.2016, 08:40
102.

Zitat von tropfstein
Bei so einem Riesenprojekt wäre doch zu erwarten, dass irgendwo ein Juchtenkäfer oder eine Eidechse geortet wird. In Deutschland hieße das sofortigen Baustopp, Abzug aller Maschinen, Umweltgutachen mit Eidechsenumsiedlung, Neubudgetierung und Neuvergabe, Einspruch durch irgendeine geänderte Landesregierung, und Berschieben um 5 Jahre. Was machen die Schweizer anders?
Scheint so zu sein, dass in der Schweiz Zustände herrschen wie in China, wo Widerstand sinnlos ist, und keiner hat's gemerkt. ;-)

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Tom63 25.05.2016, 08:45
103. Die richtigen Leute zur richtigen Zeit

Die Schweiz hat halt personell das was wir nie haben werden.
Sie sind entschlossen, und haben die Leute die man braucht um solche Projekte zu realisieren

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Sicht aus Frankreich 25.05.2016, 09:47
104.

Zitat von chb_74
Anknüpfend an Beitrag #13: Wenn sich in Deutschland nicht Politiker damit so gerne schmücken würden, es immer billiger und noch billiger machen zu wollen, hätten wir viele Probleme nicht. Bei "Stuttgart 21" hieß es groß "kein Cent mehr als 4,5 Mrd., alles top geplant!" und wir sehen jetzt schon, dass es mindestens 7-8 Mrd., eher mehr kosten wird, und nichts fertig geplant ist und selbst die DB die Frage aufwirft, ob der Schrumpfbahnhof überhaupt reichen wird. Würde man von Anfang an sagen "liebe Leute, wir bauen jetzt einen megagenialen Bahnhof, der uns allen was bringt, aber der auch etwa 10 Mrd. ehrlich gerechnet kostet - zieht Ihr alle mit?", dann wäre das Misstrauen deutlich geringer, die Proteste geringer und man könnte schneller bauen. Durch die offensichtliche und für jeden denkenden Menschen erkennbare Schönrechnerei wird aber nur Misstrauen befördert. Die Schweizer sind in solchen Fragen einfach weniger aufgeladen und nüchterner, und schon läuft das Ganze auch gut. Der Gotthard-Basistunnel sollte als Blaupause dafür dienen, wie man's macht, wenn viel Geld ausgegeben werden muss: genau so und nicht anders!
Ich glaube nicht, dass die Schweizer weniger aufgeladen und nüchterner sind. Ich glaube eher, dass in der Schweiz diskutiert und gestritten wird, das Volk gefragt wird und dann geht es los und wird durchgezogen. Solange in D das Volk nichts zu sagen hat als alle paar Jahre ein Kreuzlein zu machen und dann am besten die Schnauze hält wird weiter so gewurstelt und die Steuergelder der unteren Schicht (sprich Wähler, reich oder arm) herausgeschleudert. Wir sind ja eines der reichsten Länder (nur über 2 Billionen Schulden).
Ja, es ist so, dass vielleicht nicht jede Volkabstimmung das bringt, was es sollte. Aber über all die Jahre der Demokratie in der CH (seit 1848) sind die doch eine lebendige Demokratie mit einem Volk, das mitbestimmen kann und will. Gratulation in die CH!!

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seppvonderalp 25.05.2016, 10:21
105. Blad werden wir ein Enlager haben :-)

Zitat von canterburytales
deswegen hat die Schweiz seit Jahren bereits ein Endlager, gell? Nein, hat die Schweiz nicht.
Wetten dass es eine Frage der Zeit ist den alten Gotthardtunnel (als Zufahrt) zu einem Endlager für radioaktive Abfälle zu nutzen. Mit bestehendem Anschluss ans Schienennetz ......
Möglicherweise nicht einmal die dümmste Idee, zumal die NAGRA schon seit Jahrzehnten versucht einen geeigneten Standort (für unseren Atommüll) im dichtbevölkerten Mittelland zu finden.

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akkzent 25.05.2016, 10:27
106. Mein lieber hanfbauer2

Zitat von hanfbauer2
Liebe Schwitzer, wie wärs mit einem Personalaustausch? Wir schicken euch unsere Koniferen (siehe oben) und ihr schickt uns eure Praktikanten?
Idiome wie "Liebe Schwitzer" kommen bei uns gar nicht gut an, zumal bei uns das Wetter auch nicht wärmer als in D ist und wir daher auch nicht mehr zum Schwitzen neigen. Im Kanton Schwyz (ist sowas wie ein Bundesland) leben zwar Schwyzer, aber landesweit ist die Anrede "Liebe Schweizer" wesentlich besser geeignet.

Im Übrigen ist Ihr Vorschlag natürlich keine Option.^^

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rreniar 25.05.2016, 10:34
107. Bezogen auf welche Summe?

Zitat von tempus fugit
...die Schweizer... SPON/SPIEGEL-like wäre gewesen, drauf hinzuweisen, dass trotz aller Widrigkeiten die Baukosten durchaus dem entsprechen, die kalkuliert wurden! Da sollten sich so manche in Berlin und Hamburg - und in Stuttgart S21 - einnen ganz dicken Gneisbrocken vom Gotthard auf den Schreibtisch stellen! Hin und wieder mit dem Kopp dagegenkloppen, könnte hilfreich sein! Schweizer, bleibt aus der EU raus - ihr schafft das! Glänzend!
Inwiefern entsprechen die realen Baukausten den kalkulierten Kosten bei Baubeginn? Für die gesammte Alpenquerung NEAT wird mit einer Verdopplung der Kosten zum Planungsstand 1998 gerechnet:

http://www.derbund.ch/schweiz/standard/die-erste-zahl-ist-immer-falsch/story/22936514

Wenn man allerdings eine Verdopplung für Normal hält ist ja alles ok. Wenn man dies aber auf öffentliche Großbauten in Deutschland überträgt, halten sich hier die Kosten in dem Sinne auch im Rahmen.

Übrigens war bei Baubeginn geplant, den Gotthardtbasistunnel etwa 2010-12 zu eröffnen ... haben die Schweizer doch glatt ein paar Jahre länger gebraucht...

Es ist trotzdem eine tolle Ingenieursleistung, aber soviel besser bei Planung von Kosten und Bauzeit sind die Schweizer halt auch nicht. :-)

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madmax9999 25.05.2016, 10:36
108. Typisch happy

Zitat von happy2010
Wie wäre es mit der Benennung von Zahlen? A: 8 mal soviel wie Deutschland pro Kopf stecken die Schweizer in die Schiene B: Zudem fährt das komplettpaket SBB über 40% Jahresverlust ein, subventioniert Würden wir dasselbe machen , dann würden Sie sich über eine tolle Bahn freuen, aber gleichzeitig gegen die noch höheren Steuern bashen. Grundsätzlich: Steueroasen können sich schon immer gute Infrastrukturen leisten. Ist eigentlich den Foristen klar, dass die Industriestaaten hunderte von Milliarden Steuergelder aufbringen müssen, Jahr für Jahr, nur weil Steueroasen die Infrastrukturkosten auf die Industriestaaten abwälzen!
Es hindert niemand die BRD sich ein Bahnetz zu leisten wie es die Schweiz tut. Es wäre für den Bürger sicher besser vermittelbar, wieso er Steuern zahlt, wenn dann auch eine zeitgemässe Infrstruktur gebaut würde. Ihr Beitrag reduziert sich auf den Satz: Wenn wir soviel Geld ausgeben würden wie die Schweiz dann... Die Schweiz hat am 27.09.1992 in einer Volksabstimmung die Neat gutgeheissen. Am 01.06.2016 wird der Gotthard-Basistunnel eröffnet. Der Tunnel am Lötschberg ist bereits in Betrieb. Der Ceneri-Tunnel im Tessin wird in 2 Jahren auch fertiggestellt sein. Dann ist eine Flachbahn durch die Alpen fertig, voll und ganz durch die Schweiz finanziert. Ausserdem haben wir seit 2003 die Staatsschulden massiv gesenkt. In diesem Zusammenhang wollen wir nicht vergessen, dass gleichzeitig noch die Durchmesserlinie unter der Stadt Zürich gebaut wurde. Ein Tiefbahnhof unter dem bestehenden Zürcher Hauptbahnhof. Und in der BRD geschieht nichts. Ausser lamentieren. In einem Staatsvertrag von 1996 haben sich die BRD und Italien zum Bau der Anschlusslinien verpflichtet. Geschehen bis jetzt in der BRD nichts und in Italien nur das was die CH finanziert hat. Die Schweiz leistet sich eine Spitzeninfrastruktur, die BRD dicke Berthas, einen unfertigen Hauptstadtflughafen und eine überteuerte städtische Geigenspielhalle (Elbphilharmonie) und einen unausgegorenen Tiefenbahnhof in Stuttgart. Oder anders gesagt wir schaffen in der Schweiz Sachwerte, in der BRD wird nutzlos Geld verbrannt. Und wenn noch höhere Steuereinnahmen vorhanden wären, würde in der BRD noch entsprechend mehr Geld nutzlos verbrannt.

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seppvonderalp 25.05.2016, 10:37
109.

Zitat von querulant_99
Scheint so zu sein, dass in der Schweiz Zustände herrschen wie in China, wo Widerstand sinnlos ist, und keiner hat's gemerkt. ;-)
Möglich :-)
Könnte aber auch sein, dass man (dank der Interventionsmöglichkeiten durch die direkte Demokratie) mehr Vertrauen in die politichen Institutionen und Abläufe hat und im dies im Endeffekt auch für mehr Transparenz bei der Planung und Realisierung zwingt.
A propos China: bei der effizienten Realisierung Realisierung von Grossprojekten wie Flughäfen und Hochgeschwindigkeitsschienennetzen eine echte Option. Die haben hier Erfahrung und Referenzen.

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