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Familienbergtour bei Saas-Fee: Unser erster Viertausender
C. Schrahe/ SRT

Einen Viertausender mit dem zwölfjährigen Sohn erklimmen? Die Tour auf das Allalinhorn bei Saas-Fee scheint zunächst ein Kinderspiel. Doch dann kommt alles anders.

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shukov 31.07.2019, 10:02
1. "Doch dann kommt alles anders."

Nein, kam es nicht. Habe kein Verständnis dafür, dass mit solchem Teaser meine Aufmerksamkeit erhascht wird. Das können Sie jetzt versuchen zu verteidigen, mein subjektiver Eindruck wird bleiben - ich wurde beschissen.

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hugolette 31.07.2019, 10:12
2. So hoffte ich, dass ein Viertausender das Kind reizen würde ....

reizt es das Kind oder die Eltern, unverantwortlich, krank auf einen Berg.

"und ihn seine aufkeimende vorpubertäre Trägheit schon überwinden lassen. So hoffte ich."

Also, wenn ich das lese, denke ich, wozu haben die sich ein Kind angeschafft, Pubertät ist wunderbar, weil es die Eltern-Kind Beziehung auf ein neues Niveau anhebt, es gibt viel zu entdecken und neue Herausforderungen, ja.

Eine schreckliche Bevormundung, Du musst jetzt auf den Berg!

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Macx 31.07.2019, 10:45
3. Fragwürdige Tour

Ich möchte die Tour - gerade unter den genannten Umständen - auch als eher fragwürdig werten. Ein Kind ohne Erfahrung im Umgang mit Steigeisen und Pickel wird virusgeschwächt auf eine Hochtour mitgenommen? Sorry, aber gehen mit Steigeisen kann man auch in geringerer Höhe vorher üben. Und zwar ohne Gipfelziel, dem eventuelle Vorbehalte schnell untergeordnet werden. Es wird genau der Fehler begangen, vor dem hier an anderer Stelle schon gewarnt wurde. Mit der Bahn in hochalpine Regionen hinein und einfach loslaufen. Grundsätzlich finde ich es Klasse Kindern den Eindruck zu vermitteln zu wollen. Aber nicht angeschlagen und ohne vorherige Übung und Beherrschung der Techniken und Ausrüstung. Das es gut gegangen ist freut mich, sollte aber für andere keine Motivation sein es genau so zu machen.

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tonhalle 31.07.2019, 10:47
4. Was für ein Dimension von Egoismus

Ich war mal der jüngste Besteiger des Mutthorn (3.034m) im Berner Oberland und kenne die beschriebene Erfahrung nur zu genau.
Ist dem Vater nicht klar, wie seine Wünsche und Vorstellungen auf das Kind wirken?
Wer kommt bitte auf die Idee mit einem kranken Kind auf 4.000m zu gehen?
Wer beschreibt den Erschöpfungszustand eines in 4.000m Höhe als unproblematisch?
Und jetzt zur weniger objektiven Einschätzung wegen eigener Erfahrung:
Der Junge ist manipuliert und in Wirklichkeit sind es die besonderen Tiererlebnisse, die ihn motivieren, nicht die Höhenmeter. Dazu kann ich noch ergänzen, dass ich den eigenen Sturz am Seil eher als Abenteuer in Erinnerung habe.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der junge eines Tages klettern wird, aber einen großen Bogen um das Bergwandern macht.
Ich bin wirklich schockiert über Ihr Verhalten Herr Schrahe und das obwohl der, der mit mir als Kind die Touren machte sogar Lehrer war, aber das ist ja auch ein Beruf in dem man sehr stark in der eigenen "Blase" lebt.

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danielneu 31.07.2019, 10:53
5. Immer mehr Clickbaiting auf Spiegel Online

Warum wird auf Spiegel Online immer mehr unseriöses Clickbaiting betrieben? „Doch dann kam alles anders!“ - gespannt liest man bis zum Ende und wartet auf den großen Knall - Pustekuchen! Wenn ich mich verarschen lassen will, dann kann ich auch gleich zum Original (Bild, Express) wechseln. Habt ihr das wirklich nötig? Traurig!

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jobi_oro 31.07.2019, 11:07
6. Neues SPON Niveau? Urlaubsphotos?

... ist wahrscheinlich dem Sommerloch geschuldet, dass neuerdings private Urlaubsberichte auf SPON publiziert werden.

Aber im Ernst, das Alaninhorn ist tatsächlich ein sehr leichter 4000er, vor allem mit Seilbahnunterstützung. Trotzdem sollte man auch die - wenn auch nur sehr kurze - Gletscherüberschreitung und Gipfelkletterei nicht unterschätzen, auch hier bestehen die bekannten alpinen Risiken. Eine leichtfertige Berichterstattung kann dazu führen, dass sich immer mehr unerfahrene Urlauber mit der im Fachhandel jüngst erworbenen Vollausstattung und dem Halbwissen aus dem Outdoormagazin alpinen Gefahren aussetzen.

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kratzdistel 31.07.2019, 11:27
7. und wenn das wetter wechselt ........

eine besondere Leistung mit einem Bergführer aus saas fee ist das nicht, wenn man körperlich fit ist. nur wenn das wetter umschlägt, nichts sieht und man die orientierung verliert, kann es auch mit führer sehr gefährlich werden. das ist die eigentliche Gefahr.

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Johanna Remi 31.07.2019, 11:37
8. Was für ein Glück!

Puh, noch so gerade eben das große Glück gehabt, den Gletscher zu besteigen. So der Autor. Der besagte Gletscher ist - mit aller Wahrscheinlichkeit, wie solche Bergxxxperten "befürchten" - schon übermorgen dem Klimawandel zum Opfer gefallen. 1974 "befürchteten" im guten alten SPIEGEL die Klimaforscher noch eine "neue Eiszeit" . https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41667249.html
Fazit: Lassen wir durch sogenannte "Klimaforscher" nicht noch mehr verängstigte Klimawutbürger gedeihen, die den Apokalypse-Populisten in ihre Fänge treibt.

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20InchMovement 31.07.2019, 11:39
9. Qualität, quo vadis?

Was sollen diese Artikel eigentlich? Hat man beim Spiegel denn keine Substanz mehr? Einerseits kommen Artikel über den Massentourismus am Mt Everest und dann Artikel, in denen eine Familie zeigt, wie sie ihren 12jährigen auf 4000m Höhe bringen will/muss.

Das hat alles Züge von Instagram und einem gewissen Maß an Aufmerksamkeitsdefizit.

Traurig, traurig.

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