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Ferienwohnungen in Lissabon: Beste Lage, zu viele Touristen
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Der Touristenboom setzt Portugals Hauptstadt Lissabon zu, Anwohner können sich Innenstadtmieten oft nicht mehr leisten. Nun regt sich Widerstand gegen Airbnb-Vermieter.

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max-mustermann 03.05.2019, 23:17
20.

Immer und überall das gleiche Gejammer, das Geld das die Touristen bringen nimmt mann gerne aber die zugehörigen Touristen will mann dann irgendwie doch nicht haben. Wasch mich aber mach mich nicht naß.

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rainer-rau 04.05.2019, 10:32
21. Weder Billigflüge noch Airbnb

Zitat von alt-nassauer
Also ich verstehe den Artikel so , das nicht das "billige" Fliegen das Problem dort ist, sondern das Airbnb. Weil fast wie überall in großen Städten Wohnraum, also wirklicher Wohnraum für Singles, kleine Familien völlig Zweckentfremdet wird. Mit Airbnb kann man schnell ohne große Probleme und Dauermieter das große Geld machen. Auch wenn es für den Einzelnen im Vergleich zu Hotels und Pensionen dann günstiger ist. Es geht sicher nicht darum, das man Airbnb verbieten sollte. Aber man sollte es nicht weiter erlauben ganze Wohnungen ständig immer wieder so neu zu vermieten. Sollte jemand ein oder doch Tatsächlich zwei Zimmer in seiner Wohnung/Haus haben, die auch vom Vermieter mitgenutzt. Finde ich es in Ordnung. Ich selbst habe das in Berlin noch vor Airbnb schon so gemacht. Im Prinzip einfach für kurze Zeit ein Untermieter. Dazu gab es etwas in Papierform als Verzeichnis und man verwendete das Telefon! Also liegt es doch wieder einmal an der Unvernunft derer die für sich etwas "billiges" wollen. Dabei aber der oder derjenigen Vorort schaden. Was man selbst im eigenen Land anprangert - bezahlbarer Wohnraum. Man kann Airbnb oder andere Portale auch so nutzen, das man nur Unterkünfte bucht die dem Zweck entsprechen. Sind vielleicht ein paar Euro teurerer. Sollte das einem nicht auch mal Wert sein?
sind das Problem, sondern dumme, konsumgesteuerte Oberflächlichkeit. Reiseziele werden gesammelt und abgehakt, nur um damit angeben zu können. Wer weiß schon wirklich etwas über das Land und die Leute, denen er gerade den Wohnraum weggenommen und den Müll hinterlassen hat? Wer will schon die Sklaven in den Katakomben der Kreuzfahrtschiffe sehen, wer fragt danach, ob sein verstoffwechseltes All-you-can-eat-Menue durch eine Kläranlage wandert?

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rainer-rau 04.05.2019, 10:40
22. Wieso ist es übel,

Zitat von fatherted98
...im Süden regt sich Widerstand gegen Touristen....klar ist....Wohnraum darf nicht zweckentfremdet werden....hier ist ein Kontrolle und hohe Strafen ein Weg dem einen Riegel vorzuschieben....aber die Touristen an sich bringen Geld und Umsatz....gerade die Südländer hängen an diesem Tropf....sie sollten nicht auf die Idee kommen die Touristen zu vergraulen (Mallorca macht das gerade vor)....das kann übel enden.
wenn die Einheimischen wieder ein erträgliches Leben führen ? Mit etwas - zugegebenermaßen weltweit wirksamen - Hirnschmalz könnte man seinen Lebensunterhalt auch anders als durch Tourismus verdienen.

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rainer-rau 04.05.2019, 10:45
23. Leider

Zitat von Einhorn
Oh ja, Mallorca ist ein schreckliches Urlaubsziel geworden, seit nackte Besoffene verboten sind, Sex im Freien und Springen vom Balkon in den Pool - ich finde auch, dass das unzumutbare Regeln sind. Interessant finde ich, dass die Buchungszahlen der Deutschen Urlauber in der Türkei im gleichen Maß steigen wie sie auf Mallorca zurückgehen. Wenn es billig genug ist, ist dem Deutschen doch eigentlich alles egal.
werden die Verbote laut einer Reportage im TV nicht ausreichend durchgesetzt.

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kumi-ori 04.05.2019, 11:22
24.

Es ist eine ganz allgemeine menschliche Eigenschaft, dass man Vorteile und Annehmlichkeiten möglichst für sich selbst erstrebt und Nachteile anderen bzw. der Allgemeinnheit aufbürden möchte, und dass wir in der Optimierung aus beiden versuchen, eine exklusive Position nur für uns selber zu ergattern. Das nennt sich freie Marktwirtschaft. Jeder von uns hätte gern das kleine Zwei-Zimmer-Appartment am Tejo vor pottoresker Fischerkulisse mit nur Einheimischen um sich herum, Straßenbahn und urige Tapas-Bar vor der Haustür und das für nr wenige Escudos. Und in der Freizeit schreiben wir auf unserem Balkon hoch über dem Meer einen Artikel für Spiegel-Online, über die dummen Touristenströme, die ... usw.

Sicher verträgt eine Stadt wie Lissabon auch vier oder fünf Lebenskünstler, die Dank Kaufkraftunterschied leben wie die Fürsten, während sich die Bevölkerung zu Tode malocht für ein Gehalt, über das jene nur lachen würden. Und diese Maden im Speck, die sich so sehr über das blöde Touristenvolk erheben, schmarotzen auch vom günstigen Sozialsystem, das die Bewohner für sich selbst hart erarbeiten. Aber leider ist niemand von uns der Einzige, der schlau und etwas Besseres ist, und so knirschen sehr bald die Interessen auf einander. Der, der viel hat, begibt sich gern dahin, wo alles umsonst ist, lässt dort blöde Sprüche ab und kämpft eifersüchtig, dass niemand es ihm gleichtut. Warum zum Beispiel muss eine "amerikanische Künstlerin" in Lissabon leben? Aber unsere Gesetzgebung beruht nun mal auf der Regel, dass das, was einer darf, alle dürfen. Wenn jemand schon das ganze Jahr irgendwo, sgarn wir in Wanne-Eickel, arbeiten und den Dreck aus einer verranzten Frittenbude essen muss, warum soll der nicht in den Ferien dahin fahren, wo es schöner ist? Schließlich ist er es, der die ganze Volkswirtschaft am Laufen hält. Und warum sollte jemand 100 Euro pro Nacht für ein versifftes Hotelzimmer zahlen, wenn er für ein Viertel davon in einer richtigen Wohnung wohnen kann? Ich brauche keinen, der in der Früh mit einem Wägerlchen vor meine Tür fährt und mir den Papierkorb ausleert.

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kumi-ori 04.05.2019, 11:28
25.

Zitat von rainer-rau
wenn die Einheimischen wieder ein erträgliches Leben führen ? Mit etwas - zugegebenermaßen weltweit wirksamen - Hirnschmalz könnte man seinen Lebensunterhalt auch anders als durch Tourismus verdienen.
So unerträglich dürfte das Leben dort auch nicht sein, sonst würde die Mallorquiner es schließlich anders machen. man arbeitet acht Stunden und macht seinen Job, hier wie dort. Mallorca ist nun mal ein Paradies für Proll-urlauber, das hat sich so entwickelt, und die Leute haben immer gut und gern daran verdient. Und ob jetzt die Menschen im Zimmer oder im Freien vögeln - was für ein Skandal! Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die Spanier selbst Jahr-ein Jahr-aus ausschließlich der Keuschheit frönen.

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kraftmeier2000 04.05.2019, 11:35
26. Ich bin dafür,

das Wohnraum auch als solches genutzt wird, und zwar von den Bewohnern dieser Regionen, egal ob in Spanien oder sonst wo. Und dieses Geschäfts Modell von Airbnb sollte man wenn irgend möglich komplett untersagen, hier profitieren wenn überhaupt, nur diejenigen, welche den Hals nicht voll genug bekommen, und ein mehrfaches aus Ihren Wohnungen schlagen wollen, als es bei einer normalen Vermietung möglich wäre, und die sind schon sehr hoch und bringen reichlich Profit.

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alt-nassauer 04.05.2019, 15:38
27. Ich habe den Eindruck...

Zitat von rainer-rau
sind das Problem, sondern dumme, konsumgesteuerte Oberflächlichkeit. Reiseziele werden gesammelt und abgehakt, nur um damit angeben zu können. Wer weiß schon wirklich etwas über das Land und die Leute, denen er gerade den Wohnraum weggenommen und den Müll hinterlassen hat? Wer will schon die Sklaven in den Katakomben der Kreuzfahrtschiffe sehen, wer fragt danach, ob sein verstoffwechseltes All-you-can-eat-Menue durch eine Kläranlage wandert?
Das der Artikel nicht richtig gelesen wurde! Auch Sie haben es nicht richtig gelesen und bestreiten hier zumindest die Schuld an Airbnb. Wenigstens im Punkt Billigflüge Explizit zu dem Bericht komme ich mit ihnen überein. Denn so billig sind Flüge nach Lissabon Hin- und Zurück gar nicht mal. Darüber fällt auch kein einziges Wort, der Klage im Bericht.

Aber was Airbnb angeht, das wird genau im Artikel von Einwohnern bemängelt und sie protestieren auch gegen Airbnb - Unterkünfte. Das wird gleich schon im ersten Absatz deutlich und auch wie sich der Protest gegen Airbnb formiert.

Der ganze Artikel bezieht sich darauf, das Wohnungen nicht dem Wohnungsmarkt (weil auch verspekuliert wurde) zur Verfügung steht. Aber nun dem Tourismus angeboten wird. Das ist zumindest ein Teil des Übels in Lissabon. Zusätzlich und das stimmt - kommen auch noch viele Touristen hinzu. Wird aber nicht so dargestellt, als würde man wegen der Menge auf die Barrikade gehen wollen und wie beim Airbnb-Protest mit einer Art Notrufnummer sich gegenseitig alarmiert.

Im übrigen ist es in einigen Deutschen Städten auch so, das von Amtswegen Meldestellen gibt, wo Bürger/innen Missbrauch von Wohnungen bzw. Zweckentfremdung für Unterkunft oder Airbnb zur Anzeige gebracht werden. Da geht es nicht immer nur auch um die Zweckentfremdung, sondern auch der Steuerliche Aspekt von Nebeneinkünften. Aber so weit scheint man in Lissabon noch nicht zu sein!

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alt-nassauer 04.05.2019, 15:51
28. Die Frage zur...

Zitat von kumi-ori
Es ist eine ganz allgemeine menschliche Eigenschaft, dass man Vorteile und Annehmlichkeiten möglichst für sich selbst erstrebt und Nachteile anderen bzw. der Allgemeinnheit aufbürden möchte, und dass wir in der Optimierung aus beiden versuchen, eine exklusive Position nur für uns selber zu ergattern. Das nennt sich freie Marktwirtschaft. Jeder von uns hätte gern das kleine Zwei-Zimmer-Appartment am Tejo vor pottoresker Fischerkulisse mit nur Einheimischen um sich herum, Straßenbahn und urige Tapas-Bar vor der Haustür und das für nr wenige Escudos. Und in der Freizeit schreiben wir auf unserem Balkon hoch über dem Meer einen Artikel für Spiegel-Online, über die dummen Touristenströme, die ... usw. Sicher verträgt eine Stadt wie Lissabon auch vier oder fünf Lebenskünstler, die Dank Kaufkraftunterschied leben wie die Fürsten, während sich die Bevölkerung zu Tode malocht für ein Gehalt, über das jene nur lachen würden. Und diese Maden im Speck, die sich so sehr über das blöde Touristenvolk erheben, schmarotzen auch vom günstigen Sozialsystem, das die Bewohner für sich selbst hart erarbeiten. Aber leider ist niemand von uns der Einzige, der schlau und etwas Besseres ist, und so knirschen sehr bald die Interessen auf einander. Der, der viel hat, begibt sich gern dahin, wo alles umsonst ist, lässt dort blöde Sprüche ab und kämpft eifersüchtig, dass niemand es ihm gleichtut. Warum zum Beispiel muss eine "amerikanische Künstlerin" in Lissabon leben? Aber unsere Gesetzgebung beruht nun mal auf der Regel, dass das, was einer darf, alle dürfen. Wenn jemand schon das ganze Jahr irgendwo, sgarn wir in Wanne-Eickel, arbeiten und den Dreck aus einer verranzten Frittenbude essen muss, warum soll der nicht in den Ferien dahin fahren, wo es schöner ist? Schließlich ist er es, der die ganze Volkswirtschaft am Laufen hält. Und warum sollte jemand 100 Euro pro Nacht für ein versifftes Hotelzimmer zahlen, wenn er für ein Viertel davon in einer richtigen Wohnung wohnen kann? Ich brauche keinen, der in der Früh mit einem Wägerlchen vor meine Tür fährt und mir den Papierkorb ausleert.
Die Frage zur "amerikanischen Künstlerin" kann man so beantworten.

Nein muss sie nicht und nach "inoffiziellen" Quellen zieht sie auch wieder dort weg.

Gründe dafür warum sie Überhaupt dorthin gezogen ist und wenn sie dort bleiben soll(te). Ist ihr 17 Jähriger Sohn der bei der Jugend von Benfica Fußball spielt.

Ich glaube auch nicht das eine/ein Künstler/in einem Bewohner von Lissabon wirklich bezahlbaren Wohnraum wegnimmt oder wenn sie bis zum Einzug in ihre Residenz Wochen und Monate in einer Hotelsuite lebt.

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weltraumschrott 04.05.2019, 20:17
29. Ich bitte, Folgendes zu bedenken:

Das Kapital Südeuropas besteht nun mal aus Sonne und Meer und somit ist der Tourismus in praktisch allen südeuropäischen Ländern eine wichtige, wenn nicht sogar die Haupteinnahmequelle. Aber bei Airbnb kommt das Geld der Touristen wenigstens bei den kleinen Leuten an: den Menschen, die Privatzimmer und -wohnungen vermieten, den kleinen Lokalen drumherum, den kleinen Lebensmittelgeschäften, in denen sich die meist ebenfalls nicht betuchten Airbnb-Urlauber verpflegen.

Bei einem Hotelaufenthalt - womöglich noch in einem All-Inclusive-Ungeheuer - rauscht das Geld hingegen fast ausschließlich in die Kassen der großen Hotelketten, die meist nicht einmal Einheimischen gehören.

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