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Fern- und Regionalverkehr: Lokführer streiken am Wochenende
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Freie Fahrt am Wochenende? Daraus wird nichts: Erneut treten die Lokführer in den Streik. Personenzüge sollen ab dem frühen Samstagmorgen stillstehen - bis Montag früh.

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Das Pferd 17.10.2014, 16:05
190.

Zitat von sternfalke77
Wen sollte das beeindrucken?
ich mutmaße mal: Lokführer
Wenn es weniger Loks zu führen gibt, gibt es auf Dauer weniger Lokführer, egal wie heftig die dagegen streiken.
Oder kennen Sie noch einen Lokomotivheizer?
Und wie viel Loks fahren, entscheidet kurzfristig der Fahrplan oder auch die GDL, langfristig der Nachfrager von Transportleistung.

Wenn jemand seine Bahncard kündigt, ist das ein Signal langfristiger Umorientierung. Das sollte jemand, der mit dem Führen von Loks seinen Lebensunterhalt verdient, durchaus interessieren.

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MartinS 17.10.2014, 16:09
191. Keine Verhältnismäßigkeit

Ich habe für die Streiks in der Form kein Verständnis mehr. Bisher dachte ich immer, dass die Streiks das Unternehmen treffen sollen und nicht die Kunden. Um der Bahn massiv weh zu tun würde ein Streik beim Gütertransport schon ausreichen,
Ich denke auch, dass in den nächsten Jahren das Thema fahrerlose Züge an Fahrt gewinnt. Sollte doch viel einfacher sein, als fahrerlose Autos.

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Das Pferd 17.10.2014, 16:11
192.

Zitat von justus65
Niemand hat etwas gegen Streik. Es gab früher die Eisenbahmergewerkschaft, die hat alle bei der Bahn Beschäftigten vertreten und auch für die Rechte der Mitarbeiter streiken lassen. Dann haben sich aber die selbsternannten Götter (Lokführer) entsolidarisiert und ihren eigenen Laden gegründet, somit gibt es noch mehr Streiks. Deshalb die Aufregung.
Richtig. Genau bei der Gründung einer Spartengewerkschaft fängt die Entsolidarisierung an. Ohne Fahrkartenknipser oder Schalterkräfte fährt die Bahn erst mal weiter. Man kann als Lokführer zwei Schlüsse daraus ziehen. Entweder man bleibt in der Einheitsgewerkschaft, und setzt seine Schlüsselstellung auch für die Kollegen mit weniger Druckmittel ein, oder man schafft auf deren Kosten sich selbst Spitzenverdienste. Da hilft die Nebelkerze mit dem anderen fahrenden Personal nicht, das ist in der Tendenz eine Entsolidarisierung. Nicht das, was ich von einer Gewerkschaft erwarte.

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dickebank 17.10.2014, 16:12
193. GdED

Zitat von justus65
Niemand hat etwas gegen Streik. Es gab früher die Eisenbahmergewerkschaft, die hat alle bei der Bahn Beschäftigten vertreten und auch für die Rechte der Mitarbeiter streiken lassen. Dann haben sich aber die selbsternannten Götter (Lokführer) entsolidarisiert und ihren eigenen Laden gegründet, somit gibt es noch mehr Streiks. Deshalb die Aufregung.
Die Frage ist ja, warum gibt es die GdEDals Mitglied des dbb denn nicht mehr?

Warum wurde die ÖTV als Mitgliedsorganisation des DGB aufgelöst?

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Humboldt 17.10.2014, 16:16
194. Die wahren Schuldigen!

Zitat von Das Pferd
ich mutmaße mal: Lokführer Wenn es weniger Loks zu führen gibt, gibt es auf Dauer weniger Lokführer, egal wie heftig die dagegen streiken. Oder kennen Sie noch einen Lokomotivheizer? Und wie viel Loks fahren, .....
Wenn jemand wegen der GDL und dem Streik seine Bahncard kündigt, dann ist ihm auch nicht mehr zu helfen.
Die Probleme der Bahn verantworten mit Sicherheit nicht die GDL und die Lokführer. Ganz im Gegenteil: wegen der Flexibilität und Hingabe des Personals in den letzten Jahren (ich sage nur 3 Millionen Überstunden werden vor sich her getragen) ist der ganze Laden uns noch nicht um die Ohren geflogen.

Leute, ich vertehe nicht, warum alle nur auf die GDL einschlagen und nicht mal die Verantwortung für den Zustand der Bahn bei Politik, Vorstand und ja, auch der peinlichen EVG suchen?

Ein Bahncard100 Inhaber!

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Espejo en vivo 17.10.2014, 16:17
195. Widersprüchlich

Zitat von dr.joe.66
Wenigstens können sich die Lokführer bei der Bahn gegen die schlechten Löhne wehren. Die Trucker aus Polen und Rumänien haben da keine Chance. Die schlafen im Winter im kalten Truck und kochen auf ihrem 6-Euro-Grill. Nur damit bei uns die Waren möglichst billig sind. (...) Ich verstehe die Lokführer.
Ich auch. Aber nur aus kurzfristiger, egoistischer Perspektive. Langfristig helfen sie der Konkurrenz auf der Straße, weil die Bahn durch zu hohe Tarifabschlüsse weniger wettbewerbfähig sein wird und/oder verstärkt auf Automatisierung des Lockführerberufes setzt.

Vom Anspruch an die Arbeit her sind Lockführer gegenüber anderen Niedriglöhnern, besonders in den Sozialberufen, schon jetzt eher überbezahlt.

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prince62 17.10.2014, 16:19
196. Schon wieder einer mit wenig Ahnung, aber davon eine ganze Menge.

Zitat von michaelhaeder
Eine Neuausschreibung für das Fernnetz im Bahnverkehr wäre auch nicht schlecht.
Schon wieder, keine Ahnung, davon aber viel zu viel!

Es gibt keinerlei Ausschreibung im Fernverkehr, das gibt es nur im Regionalverkehr, weil hier der Bund über die Bundesländer mit ca. 12 Mrd Euro pro Jahr den Nahverkehr fördert, sprich subventioniert, die Ausschreibungen und Vergabe der einzelnen Bereiche im Nahverkehr erledigen die Bundesländer für sich,
im übrigen bekam die Gute Alte Bundesbahn, also die Behördernbahn für den Regionalverkehr keinen einzigen Pfennig aus der Staatskasse, aber jetzt zahlt der Bund fleißig mit Milliarden pro Jahr, weil die Bahn ja an die Börse gehen sollte, da mußte dann schon was geboten werden,

übrigens beträgt die Gewinnspanneim Regionalverkehr satte 14%, im Fernverkehr nur ca. 3,5%, jetzt wissen Sie auch, warum es im Regionalverkehr vor anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen nur so wimmelt, im Fernvekehr jedoch gibt es keinerlei Konkurrenz zur DB Fernverkehr.
Aber erst einmal, bevor Sie hier Unsinn schreiben, bitte erst einmal über das Thema kundig machen, oder machen Sie auf Politiker, erst reden, dann denken.

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aliena1967 17.10.2014, 16:36
197.

Zitat von b.oreilly
Naja, das muss aber auch bezahlt werden. Wenn die Bahn die Preise um 2 Prozent erhöht, ist Land unter in Deutschland. Zudem wage ich zu bezweifeln, dass es bei der Bahn prekäre Arbeitsverhältnisse gibt. Im Gegenteil, gut bezahlte und vor allem sichere Arbeitsplätze haben die!
Richtig, und ich frage mich auch immer, was diejenigen, die von "prekären Arbeitsverhältnissen" in diesem Kontext sprechen, darunter verstehen. Vielfach handelt es sich vielmehr um Jammern auf hohem Niveau und eine gewisse Betriebsblindheit.

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aliena1967 17.10.2014, 16:39
198.

Zitat von ichzahlsteuern
Früher wollte ich mal Lokführer werden heute bin ich froh das es nichts geworden ist. Da könnte ich Dank Hr. Weselsky nur noch mit gesenktem Haupt durch Deutschland gehen. Solche Profilneurotiker gehören nicht an die Spitze einer Gewerkschaft. Wie kann man unbeteiligten Dritten den Beginn oder das Ende des Urlaubs so vermiesen.
So ist es - treffend ausgedrückt. Und ich denke hier nicht nur an die Urlauber, sondern auch an die Berufspendler. Ich bin selber betroffen und freiberuflich tätig - schön, wenn man Termine nicht halten kann und zur Strafe dann wirtschaftlichen Schaden hat.

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glaubeuchnix 17.10.2014, 16:39
199. Lohn Preis Spirale

Wenn die gdl Lokführer sich so unterbezahlt vorkommen, warum gehen sie dann nicht zu anderen EisenbahnUnternehmen oder werden FernbusFahrer, Taxifahrer oder LkwFahrer ? Und diejenigen, die satte Einkommens Verbesserungen für alle fordern könnten sich mal überlegen wer dies am Ende bezahlt. Und wenn dann eines Tages alle mal zig Prozent mehr in der Tasche haben, was ist das dann noch wert, wenn die Preise entsprechend nachgezogen haben ? Nix !

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