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Flugausfälle am Montag: Personal an Berliner Flughäfen streikt erneut
DPA

Flugreisende in Berlin müssen sich am Montag wieder auf lange Schlangen und ausgefallene Flüge einstellen. Ver.di hat einen 25-Stunden-Streik des Bodenpersonals angekündigt.

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schratz_mich 12.03.2017, 10:39
10. Egoistisch - weiter nichts

Wann werden endlich solche Streiks verboten, die nur die Interessen einer kleinen Gruppe bedienen, aber auf dem Rücken der Allgemeinheit ausgetragen werden? Menschen, die am Montag vergeblich auf ihre Verwandten oder Freunde warten. Arbeitnehmer, die es nicht zu ihren Terminen schaffen und so ihren Job gefährden. Mitarbeiter, denen begrenzter Urlaub auf diese Weise verkürzt wird. Und demnächst womöglich tausende Arbeitslose mehr, weil es Air Berlin sowieso schon nicht so gut geht und jetzt wieder Flüge stornieren muss. Pfui Verdi! Pfui Bodenpersonal!

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Watchtower 12.03.2017, 10:46
11. Verdi interessiert mich nicht...

Als Fluggast bin ich nicht Partei eines Arbeitgeber- Arbeitnehmerkonfliktes. Insofern möchte ich auch nicht in diesen Konflikt mittelbar oder unmittelbar hineingezogen bzw. benutzt werden. Augenscheinlich ist in Deutschland alles mit dem Feigenblatt "Streikrecht" erlaubt...

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tata-susi 12.03.2017, 10:48
12. Kosten für die Passagiere

Das Streikrecht ist ein Grundrecht und sollte auch nicht beschnitten oder eingeschränkt werden. Leiden tun aber kaum die Arbeitgeber sondern vor allem die Passagiere. Diese bleiben auf allen Kosten sitzen wenn sie keine Pauschalreise gebucht haben.
Alle zusätzlichen Kosten und Schadenersatzansprüche der Passagiere sollten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften teilen.
Ich würde wetten das dann 99,9% aller Streiks vermieden würden, weil sich auf Grund des finanziellen Drucks ohne Streik einigt.

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the_master 12.03.2017, 11:03
13. SPD verweigert vernünftige Löhne für die Leistungsträger

Hier sieht man ganz gut, wie die SPD selbst mit ihren Mitarbeitern umspringt. Die SPD-Mitglieder sitzen nämlich für Berlin und den Bund im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft.
Eigentlich sollten Tegel und Schönefeld längst geschlossen sein, dementsprechen heruntergekommen sind die Betriebsmittel. Ständig geht etwas kaputt. Das Bodenpersonal leistet trotzdem sehr gute Arbeit für einen Hungerlohn.

Die gewünschte Lohnerhöhung würde 10 Millionen / Jahr kosten. Die SPD will das aber nicht zahlen. Stattdessen wird Milliarde um Milliarde für den BER rausgeballert. Der gerade herausgeworfene BER-Chef bekommt auch noch 800.000 € Abfindung.

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aktiverbeobachter 12.03.2017, 11:11
14. Logik

Zitat von theo2103
Was soll bitte ein Streik ausrichten, der niemanden weh tut? Nur so lässt sich genau Druck aufbauen, um zu einer Regelung zu kommen.
Und genau das ist die perfide Logik der streikenden Gewerkschaftler. Ich verstehe die Logik an sich durchaus als Mittel dem "Gegner" gegenüber, allerdings tun Streikende bei Streik eben auch völlig Unbeteiligten und an ihrer Situation Unschuldigen weh. Und das dies immer so ignorant in Kauf genommen wird finde ich wirklich verwerflich. Finden Sie doch mal einen Weg Druck aufzubauen ohne Unbeteiligte zu schädigen. Das fände ich mal einen innovativen Ansatz von Gewerkschaften anstatt immer nur in primitive Klassenkampfparolen und -mittel zurück zu fallen.

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iffelsine 12.03.2017, 11:15
15. Dieser Streik ist eine Frechheit !

Wir wollen am Montag zurück nach Berlin, nun sitzen wir zum 2. Mal fest. Der Senat von Berlin hat den großen Fehler gemacht, den Bodenservice zu privatisieren. Nun baden wir Passagiere diesen Fehler aus. Ich habe KEIN Verständnis für diese Mitarbeiter ! Für die ist das einfach: gehen hin zum Flughafen, tragen sich in eine Streikliste ein, bekommen ihr Streikgeld und gehen wieder nach Hause. Für die festsitzenden Passagiere sieht das ganz anders aus: die müssen sich mit den Airlines auseinandersetzen, mit Hotels, Mietwagenfirmen, Reiseveranstaltern, Nachbarn (die für die Katze oder den Hund sorgen), mögliche Termine verschieben und die nicht unerheblichen Kosten tragen. Bei 700 Flügen an einem Tag, die ausfallen, betrifft das 140.000 Passagiere und das, weil 2.000 Mitarbeiter sich unterbezahlt fühlen ? Keiner zwingt sie, diesen Job zu machen ! Dieser Streik auf dem Rücken hunderttausender Passagiere ist dummdreist !

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andneu 12.03.2017, 11:21
16. @Luna-lucia

Zitat von Luna-lucia
Zudem könnte ein gesetzlich festgelegtes Zeitfenster angegeben werden, innerhalb dessen Streiks genehmigt, oder eben verboten werden können.
Am besten Nachts zwischen 2:00 und 5:00 Uhr, wenn der Flughafen geschlossen ist. ;-)

Sie haben den Sinn von Streiks nicht verstanden. Das ist nicht keine Veranstaltung mit Symbolcharakter.

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benzle 12.03.2017, 11:25
17. Muss das sein ..

.. dass sich Gewerkschaften, Bahn, Fluggesellschaften usw.
bei einem Streik immer wieder Millionen kosten lassen nur
um Stärke zu demonstrieren?
Bei verhärteten Fronten sollte es ohne Streik zum Einsatz
eines neutralen Schlichters kommen.

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kunibertus 12.03.2017, 11:26
18. Wer hier das Streikrecht

aufheben oder einschränken will, muss dazu erst mal das Grundgesetz ändern. Das halte ich für aussichtslos. Immerhin leitet sich aus dem Artikel 9 GG die Zulässigkeit von Arbeitskampfmaßnahmen als Teil der Betätigungsgarantie der Gewerkschaften her. Die Gewerkschaft verlangt 1 € mehr Stundenlohn für die Beschäftigten. Die Arbeitgeber, das sind seit 2008, als die Bodenverkehrsdienste privatisiert worden sind, bieten stattdessen 27 Cent. Das halte ich für eine Verhöhnung der Beschäftigten, die den reibungslosen Betrieb auf den Flughäfen aufrechterhalten.Qualität, Pünktlichkeit und Sicherheit sind für einen Ticketpreis von 19,99 EUR nun mal nicht zu haben. Wenn die Luftfahrtgesellschaften angeblich schon am Hungertuch nagen müssen, sollen sie doch die Flugpreise erhöhen. Ein Vorschlag: Pro Ticket ein Aufschlag von 50 EUR für alle in Deutschland startenden und landenden Flugzeuge aller Gesellschaften - dann ist die Gleichbehandlung gewahrt und alle Mitarbeiter - nicht nur das Bodenpersonal können auch anständig bezahlt werden. Es muss doch nicht unbedingt sein, dass scharenweise Leute für einen Billigtarif aus halb Europa in Berlin einfliegen und sich im Görlitzer Park mit Rauschgift versorgen und/oder nachts randalierend durch die Straßen ziehen und den Anwohnern, die am nächsten Tag arbeiten müssen, die dringend notwendige Nachtruhe rauben.

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zensiert&account gesperrt 12.03.2017, 11:34
19.

Zitat von the_master
SPD verweigert vernünftige Löhne für die Leistungsträger Hier sieht man ganz gut, wie die SPD selbst mit ihren Mitarbeitern umspringt. Die SPD-Mitglieder sitzen nämlich für Berlin und den Bund im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft. .....
Von welchen "Leistungsträgern" sprechen Sie bitte?
Es streiken die Check-In-Arbeiter und die Gepäck-Werfer.
Erforderliche Qualifikation: Ein polizeiliches Führungszeugnis. Auf gut deutsch sprechen wir hier also von ungelernten Hilfsarbeitern.
Eine Forderung von real über neun Prozent Lohnerhöhung ist da schon ziemlich dreist.

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