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Flugverspätungen: Warum Vielflieger Millionen verschenken
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Vielflieger aus Deutschland sammeln wegen Flugverspätungen pro Jahr insgesamt Entschädigungsansprüche in Millionenhöhe. Doch fast keiner von ihnen fordert sie ein. Den Airlines ist das nur recht. Sie sträuben sich stur gegen Zahlungen.

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Otoshi 23.12.2013, 07:40
10. Was soll das auch?

Wenn eine Familie in den Urlaub fliegt, dann ist das ok. Aber ein Topmanager soll sich weg. 300 Eur diese Arbeit machen? Ich weiss besseres mit meiner Zeit anzufangen. Und in der Longue ist es ab Senatorlevel auch mal ein paar Stunden auszuhalten.

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flyhi172 23.12.2013, 08:05
11. EU Recht

Leider umfasst das Recht auf Entschaedigung nur Linien die auch ihren Firmensitz in der EU haben, auch wenn sie z.Bsp. Frankfurt anfliegen. So habe ich von Air India keinen einzigen cent Entschaedigung bei einer 8 Stuendigen Verspaetung bekommen, die einzig und allein darauf zurueckzufuehren war, dass nicht genuegend Passagiere fuer den Linienflug zusammenkamen und Air India den Flug deshalb storniert.

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robr 23.12.2013, 08:06
12. Mal wieder kostenlose Werbung für die Abmahnbranche?

Vielleicht ist es den.Abmankanzleien noch nicht in den Sinn gekommen, aber manche Passagiere ist es gar nicht so unrecht wenn das Bodenpersonal den Koffer des fehlenden Passagiers ausladen lässt, wenn der Pilot vor dem.Start die rote Anzeige im Cockpit ergründet. Sicherheit geht vor, auch wenn das weder die Anwälte noch die EU-Kommisare verstehen! Sich immer wiederholende Beiträge sind übrigens SPAM! Übrigens: die allermeisten Flüge sind pünktlich....

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duiveldoder 23.12.2013, 08:11
13. Also ich bin kein Manager..

Aber auf etwa 100 FLuege in den vergangenen 5 Jahren ist mir nur einmal mit der Aeroflot eine Ueberbuchung vorgekommen und wollten die mich tatsaechlich stehen lassen. Ich habe dann sofort gesagt:"Das ist kein Problem, ich rufe sofort Fairplane an, gehe hier sofort zum Bundesbeamte der mir schriftlich bestaetigt dass Sie mir die Mitnahme verweigern, und dann ist gut fuer mich. Alle Kosten werde ich Ihnen anlasten."

Auf einmal waren sogar 8 Plaetze frei! :P

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Bazon_B 23.12.2013, 08:29
14. Da kann ich den Fluggesellschaften nur beipflichten

Was nämlich passiert, wenn wirtschaftliche Erwägungen und Vermeidung von Verspätungen ausschlaggebend sind, kann man anhand dieser Katastrophe gut nachvollziehen:

http://en.m.wikipedia.org/wiki/Nigeria_Airways_Flight_2120

Zitat zur Ursache:
"Prior to departure, the lead mechanic had noticed that the "#2 and #4 tyre pressures were below the minimum for flight dispatch"[1] and attempted to inflate them, but no nitrogen gas was readily available, and the project manager, unwilling to accept a delay, disregarded the problem and readied the aircraft for dispatch."

Sicherheit muss im Flugverkehr immer vorgehen, und wenn ein Flug aus technischen Gründen oder wegen schlechten Wetters nicht möglich ist, dann ist er nicht möglich und sollte nicht wegen geldgierigen Typen trotzdem durchgeführt werden.

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ihawk 23.12.2013, 08:45
15. Blaupause für das was auf uns zukommt

Es wäre ganz einfach zu lösen ... wenn ich mir EINKLAGEN muss, was eindeutige Rechtslage ist, muss der 3fache Satz plus Gerichts- und Anwaltskosten gezahlt werden.

Die Dreistigkeit mit der Großkonzerne geltendes Recht mit Füßen treten muss Konsequenzen haben.

Im Fall der Flugverspätungen ist Schlamperei und Menschenverachtung der Hauptgrund. Die vorgeschobenen Gründe sind überwiegend erstunken und erlogen.

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J M 23.12.2013, 08:48
16.

Das ist eine dreiste Masche der Airlines, die alles tun, um Beschwerden möglichst umständlich zu machen und Gerichtsurteile zu verhindern.

Aktuell läuft zu genau diesem Thema übrigens eine Aktion zur Suche des dreistesten Verstoßes gegen die EU-Passagierrechte: http://www.michael-cramer.eu/presse/single-view/article/rechtlos-auf-reisen/

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ampopolus 23.12.2013, 09:02
17. Das ist so frech!

Im September war unser Flug kurzfristig annulliert. Auf normalen Wege war es natürlich nicht möglich an das Geld zu kommen. Im Internet bin ich auf einen Anwalt aufmerksam geworden, der uns dann vertreten hat. Dann ging alles ganz schnell! Ein Schreiben vom Anwalt, eine Zahlungserinnerung und schon war das Geld da. Die Anwaltskosten hat der Anwalt in seinem ersten Schreiben gleich der Airline in Rechnung gestellt! Wenn es ein weiteres Mal gibt, werde vH es wieder so machen!

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spon_1379832 23.12.2013, 09:07
18. 5-Minuten-Prozess

Ich kann die Darstellung des Artikels nur aus eigener Erfahrung verstehen. Nachdem wir uns aufgrund eines kurzfristig gestrichenen Flugs sinnlos mit Ryanair herumgeschlagen hatten, hat mein Vater kurzerhand Klage gegen Ryanair auf Zahlung der Entschädigung eingereicht. Der Prozess hat 5 Minuten gedauert. Der Richter hörte sich die Argumente meines Vaters an, ging dann zur Gegenseite: Der Anwalt von Ryainair begann, etwas von höherer Gewalt zu faseln, da unterbrach ihn der Richter gleich "Ein technischer Defekte kann niemals höhere Gewalt sein - das ist in der Rechtsprechung eindeutig geklärt, da gibt es auch nichts dran rumzudeuten. Gibt es weitere Argumente von Ihrer Seite? Nein? Gut, dann verkünde ich jetzt im Namen des Volkes folgendes Urteil..." :-)

Und noch etwas - auch wenn das die Lobby der Anwälte und Notare auch nicht gern hört: Man braucht nicht für alles einen Rechtsanwalt vor Gericht. Und schon gar nicht einen auf "Reiserecht spezialisierten". In einem solchen Fall wie diese hier im Artikel aufgezeigten, ist die Rechtslage sowas von sonnenklar, das man das selbst als Nichtjurist locker selbst vor Gericht vertreten kann. Das Risiko ist völlig vernachlässigbar.
Natürlich versucht uns die Lobby der Anwälte zu suggerieren, dass das alles sowas von kompliziert sei und auf keinen Fall ohne ginge... muss ja einen Grund haben, dass sich die Anzahl der Juristen in Deutschland in den letzten 20 Jahren VERDREIFACHT hat.

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Michaelerz 23.12.2013, 09:07
19. Ich kann das Geschriebene nur bestätigen,

Ohne wirklichen Druck bekommt man von den Airlines keine Entschädigung. Nach einem Jahr hin und her bot mir Air Berlin zwei Fluggutscheine. Laut Rechtslage stand uns aber wegen einer siebenstündigen Verspätung je eine Entschädigung von 400 Euro zu. Wegen der Kosten scheute ich bis dahin, einen Anwalt einzuschalten. Dann stieß ich auf Fairplane. Die nahmen das in die Hand. Ich bekam mein Geld zeitnah, bei meiner Frau sollte die Sache vor Gericht gehen (bei völlig gleicher Ausgangslage). Ein paar Wochen vor der Verhandlung kam die Ausladung: Air Berlin war eingeknickt. Ich kann jedem nur empfehlen, im Fall der Fälle einen Dienstleister wie Fairplane einzuschalten.

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