Forum: Reise
Flugverspätungen: Warum Vielflieger Millionen verschenken
AP

Vielflieger aus Deutschland sammeln wegen Flugverspätungen pro Jahr insgesamt Entschädigungsansprüche in Millionenhöhe. Doch fast keiner von ihnen fordert sie ein. Den Airlines ist das nur recht. Sie sträuben sich stur gegen Zahlungen.

Seite 4 von 7
limubei 23.12.2013, 11:02
30. Besondere Neue Einsparungen bei Lufthansa

Ab 2014 gibt es nur noch 50% Meilengutschriften bei der Lufthansa. Statt mehr Service für Vielflieger ein weiterer Schritt, um Kunden zu vergraulen und zu anderen Airlines zu schicken.
Ich war sehr erstaunt bei meiner Buchung.
Auch ist es jetzt nicht mehr möglich Meilen für ein Business upgrade zu verwenden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-10000169171 23.12.2013, 11:08
31. Geht doch. Aber nur mit Nachdruck.

Mein Erlebnis dazu, aus diesem Jahr: Urlaubsflug innerhalb Europas verzögerte sich um > 5 Stunden.
Informationslage war dürftig, wir wurden immer wieder vertröstet. Besonders ärgerlich, weil es nur ein sehr kurzer Urlaub war, dadurch fehlte uns ein halber Tag.
Schreiben an Germanwings (Einschreiben/Rückschein) blieb unbeantwortet, wie auch ein zweites Schreiben mit erneuter Terminstellung.
Mein entsprechender Kommentar auf Facebook wurde dann sinngemäß beantwortet ,mit 'kann gar nicht sein, wir sind doch soo kundenfreundlich'... 'bitte nochmal Mail schicken'.
Also erneute Schilderung per Mail. Antwort: Die von mir angegebene EU Fluggastrichtlinie sei in dieser Sache ohnehin nicht anwendbar (ich hatte mich aber zuvor sehr genau informiert und auch mit einem befreundeten Anwalt gesprochen), man würde mir aber ohne Anerkennung einer Rechtspflicht einen Ausgleichsbetrag von 150,-- pro Person anbieten (2 Personen). Dazu eine kurze Terminsetzung.
Ich habe die Sache dann tatsächlich einem Anwalt übergeben. Meine Rechtsschutzversicherung fand die Sachlage auch sehr eindeutig und hatte mir zuvor die Freigabe erteilt.
Der Anwalt tat nicht viel anderes als ich zuvor auch schon getan hatte: Brief mit Hinweis auf die Sach- und Rechtslage. Allerdings drohte er bei erfolglosem Ablauf der gesetzten Frist mit unmittelbarer Klage.
Schließlich kam zum Fristende die Bestätigung, dass man - wiederum ohne Anerkennung einer Rechtspflicht - die geforderte Zahlung nebst Anwaltskosten leisten würde.
Es scheint, dass zumindest bei Germanwings konkret damit gerechnet wird, dass nur ein winzige Prozentsatz der Passagiere seien Rechte kennt und dann auch bereit ist, für diese zu kämpfen.
Für mich hat diese Sache jedenfalls gezeigt, dass es sich lohnt, wenn die Lage eindeutig ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
drmilzbrand 23.12.2013, 11:28
32. Wo bleibt der gesunde Menschenverstand?

Sicher und den nächsten Handwerker, der mich um drei Stunden versetzt verklage ich dann auch! ...oder meinen Hausarzt samt Arzthelferinnen, wenn ich mich wieder drei vier Stunden im Wartezimmer aufhalten muss. Mal ganz im ernst, irgendwann ist dann auch mal gut!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hans58 23.12.2013, 11:45
33.

Zitat von quaks
Wenn die Rechtslage eindeutig ist, gleich einen Rechtsanwalt nehmen. Dann geht's auf einmal ganz schnell. Das war meine Erfahrung mit Air France, die bei 24stündiger Verspätung zunächst mit ein paar Bonusmeilen abwimmeln wollten. Und die Anwaltskosten mussten die natürlich auch übernehmen!
Ihr letzter Satz hat nur Gültigkeit, wenn man gewinnt. Andernfalls bleibt man auch auf seinen Anwaltskosten etc. nämlich sitzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jo.banana 23.12.2013, 11:50
34. das stimmt .......

Zitat von Das Groschengrab
Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei Dinge. Und: vielleicht verfügen die von Verspätungen Betroffenen ja über ein naturgegebenes Gerechtigskeitsempfinden und klagen deshalb nicht. Daß eine Fluglinie mutwillig und böswillig Verspätungen herbeiführt, glaube ich nicht. Es sind eben gewisse Umstände im Betriebsablauf (auch schlechtes Wetter), die Starts und Landungen nicht möglich machen. Wieso man eine Fluglinie deshalb verklagen kann, leuchtet mir nicht ein. Es gibt Dinge, auf die haben Airline-Mitarbeiter keinen Einfluss.
das stimmt so nicht. es gibt gesellschaften die notorisch verspaetet sind und gesellschaften die puenktlich oder meistens puenktlich sind. so ist in dtld z.b. die lufthansa auf der route fra/hbg/fra meistens verspaetet. da fehlt dann mal das flugzeug, wenn das flugzeug da ist fehlt die crew usw usw.

gegen eine verspaetung von bis zu 30 min hat ja niemand was. aber alles was ueber 2 std hinaus geht ist eine unverschaemtheit. auch sind gruende welche die airlines nicht zu verantworten haben verstaendlich.

nur wenn die airlines durch zu knappe umlaeufe der maschinen verspaetungen verursachen, dann sollen sie auch zahlen, und zwar kraeftig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hans58 23.12.2013, 11:52
35.

Zitat von vorhandgott2201
...und gewonnen. Für das bisschen Aufwand brauch man auch keinen überteuerten RA. An dieser Stelle sei gesagt, dass Beschwerden beim Luftfahrtbundesamt nicht bearbeitet werden. Dieses könnte die Fluggesellschaften zu Strafzahlungen verdonnern - macht es aber nicht. Horde bequemer Beamtenbürokraten. Möchte wissen, was die faulen Säcke dort den ganzen Tag machen...
Selbstverständlich werden Beschwerden beim LBA bearbeitet und man erhält auch eine schriftliche Antwort, die auch lauten kann: für Ihre Beschwerde ist leider nicht das LBA zuständig, sondern ausschließlich Ihre Fluggesellschaft.

Eines wird Ihnen das LBA natürlich nicht mitteilen, wenn Ihre Beschwerde dort zuständigkeitshalber angenommen und bearbeitet wurde: dass eine Airline "bestraft" wurde. Man so etwas auch Datenschutz.....

Aber wenn ich mir so Ihren Beitrag, besonders den letzten Satz, anschaue, kann ich mir gut vorstellen, wie Ihr Schriftsatz an das LBA abgefasst wurde......

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hans58 23.12.2013, 11:55
36.

Zitat von tssd47
Warum sollte ich im Rahmen einer Geschäftsreise die Entschädigungszahlung gerichtlich durchfechten? Wird das Geld erstattet, muss ich es dem Arbeitgeber natürlich zurückgeben und unsere Rechtsabteilung hat wahrlich anderes zu tun als sich um läppische 600 EUR uu kümmern, da ja für die Firma gar kein Verlust eingetreten ist, ich hab ja meine Arbeit geschafft, wenn auch täglich von 7 bis 20 Uhr.
Sie haben den Entschädigungsanspruch, nicht Ihre Firma.
Sie und nicht Ihre Firma müssen ihn notfalls vor Gericht durchsetzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
toledo 23.12.2013, 11:55
37.

Zitat von spon-1280943165745
Erstaunlich das noch keine Verbraucherschutzvereinigung gegen diese Gebühr geklagt hat. Wenn diese nämlich explizit als Versicherung für die Verspätungsgebühr deklariert wird, ist sie nicht rechtmäßig. Warum soll ich für etwas bezahlen auf das ich einen Rechtsanspruch habe,
Hab mich vielleicht etwas unklar ausgedrückt..
Ryanair nahm/nimmt 2 Euro pro Passagier und Flug, um eventuelle Ansprüche aus diesem Topf befriedigen zu können.
Freilich bekommen Sie diese 'Gebühr' nicht erstattet, falls der Flug pünktlich ist! Ryanair versichert sich also selbst gegen die Folgen!

Aber bislang haben Sie ja bei Ryanai auch eine Whellchair Service genannte Gebühr bezahlt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!! ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hans58 23.12.2013, 11:56
38.

Zitat von abschminker
Der Tag wo es nichts zu Fliegen gibt wird kommen, also spart euch lieber diese dämlichen Regress Fabulierungen bis zum Zeitpunkt wo Ihr höchstens Fahrrad fahren werdet.
In anderen, vergleichbaren Diskussionsrunden traten Ihresgleichen meist auf den ersten beiden Seiten auf.....und nicht erst als Beitrag #29

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jo.banana 23.12.2013, 12:02
39. gute idee ..........

Zitat von drmilzbrand
Sicher und den nächsten Handwerker, der mich um drei Stunden versetzt verklage ich dann auch! ...oder meinen Hausarzt samt Arzthelferinnen, wenn ich mich wieder drei vier Stunden im Wartezimmer aufhalten muss. Mal ganz im ernst, irgendwann ist dann auch mal gut!
das sollte man wirklich machen. gute zeitplanung ist das geheimnis und wer das nicht kann soll ZAHLEN.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 7