Forum: Reise
Fotoreise im Tschad: So wüst, so schön
Jörg Reuther

GPS? Schnickschnack! Unsere Führer orientieren sich an den Bergketten am Horizont. Im Nordosten des Tschad zeigt die Sahara ihre Extreme: unendlicher Sand - aber auch riesige Seen.

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emeticart 04.05.2014, 11:32
1. Respekt dafür, ..

... dass man so einen Bericht veröffentlicht, ohne darauf hinzuweisen, dass dieses Land ein Bürgerkriegsland mit immensen Problemen ist. Ich freue mich schon auf die Berichte, in denen es dann von entführten oder getöteten Touristen mit Sandalen und Tennissocken geht. MfG

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jacobwhite 04.05.2014, 12:23
2. Mann geht in die Wüßte...

… und schießt Mittelmäßige Bilder von einer Landschaft = Artikel im Spiegel. Dass das Licht in dieser Region dazu führt dass praktisch jedes Bild "schön" aussieht spielt dabei keine Rolle. Genauso die wirklich Bedeutungslosigkeit jedes Bildes. Es geht nur darum dass hier jemand mit 17 von Vati eine tolle Spiegelreflexkamera geschenkt bekommen hat und ein paar Reisen in die Wüste macht.

Wirklich toll. Das ist das Ende von Photographie, denn es werden die Dinge zelebriert die einfach nur Kitschig sind während die die wirklich was Bewirken oder Künstlerisch Interessant sind unbezahlt und nicht publiziert werden. Die Bilder kann nun wirklich jeder schießen der sich ein paar Monate ein wenig mit seiner Kamera auseinandergesetzt hat, und Safari macht mit Kollegen aus der Verkaufsabteilung.

Am Ende kommt es nur noch darauf an wer denn den Editor bei Spiegel kennt und nicht darum ob etwas irgendeinen Künstlerischen, politischen oder sonst irgendwie einen Anspruch hat.

Das ist in etwas so wie wenn ich einen Außerirdischen treffe, ihn Fotografieren, mehr schlecht als Recht, und am Ende als der größte Fotograf aller Zeiten zelebriert werde.

Klasse.

Also: mal einen gescheiten Kenner einstellen der Gute Photographie von Hobbyisten unterschiedet. Gute Kunst lässt sich eben nicht mit Flugtickets und einer Kamera kaufen. Bitte!

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eunegin 04.05.2014, 12:32
3. Vorsicht Nebenwirkungen!

Michael Martin ist ein Saharaprofi. Dennoch ist das Gebiet selbst für Profis unberechenbar und gefährlich. Nicht unbedingt wegen der Natur, sondern wegen des Menschen. Bewaffnete Konflikte, Islamisten, Bandenkriminalität. Unbedarfte Touristen (auch Abenteuerrentner) leben gefährlich - und unter Umständen kurz. Keine Tourismusregion. Etwas kritischer dürften SPON-Artikel schon sein. Selbst vom großen Eigenvermarkter Michael Martin, den ich sonst sehr schätze.

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ms66 04.05.2014, 12:41
4. kann mich @jacobwhite nur anschliessen

schon bei der ersten Ausgabe dieser "Artikelserie" habe ich mich gefragt, wo denn nun der Unterschied der Fotos zu meinen, zugegeben wirklich hobbymäßig daherkommenden Urlaubsbildern ist ?
Trotz Preisen für Lebenswerk und Geo-Reportage, die hier abgebildeten Bilder sind unterer Durchschnitt, und sind alle schon vor Jahrzehnten von durch die Wüste reisenden Studienräten gezeigt worden.
Wenn sich der Spon schon bemüht besondere Bilder aus einer brisanten Region zu zeigen, möchte ich hier die Relevanz des gezeigten auch erkennen.
Tut mir leid aber so wird das nichts!

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dee_jott 04.05.2014, 12:41
5. Alles recht und schön...

...aber wenigstens um den Sensordreck hätte man sich mal kümmern können. Das wertet die Bilder schon sehr ab, tut mir leid.

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philbird 04.05.2014, 12:45
6. optional

Die Bilder sind wirklich äusserst mittelmässig.
Dazu kommt eine dreckige Linse.
Man beachte den Dreck oben links in fast jedem Bild.

Was bringt ein Artikel über ein solches Thema, wenn man die redaktionelle Ahnungslosigkeit durch solche Bilder unter Beweis stellt?

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gandhiforever 04.05.2014, 12:47
7. Der Autor findet das vielleicht

Zitat von emeticart
... dass man so einen Bericht veröffentlicht, ohne darauf hinzuweisen, dass dieses Land ein Bürgerkriegsland mit immensen Problemen ist. Ich freue mich schon auf die Berichte, in denen es dann von entführten oder getöteten Touristen mit Sandalen und Tennissocken geht. MfG
besonders reizvoll am Tschad.

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jalu-2008 04.05.2014, 13:05
8. Kritik an der Kritik

Zitat von jacobwhite
Mann geht in die Wüßte...… und schießt Mittelmäßige Bilder von einer Landschaft = Artikel im Spiegel. ...
Danke für Ihren Beitrag über den Anspruch der Kunst bezüglich hier publizierter Bilder.
Mich regt es da eher auf, wenn die Rechtschreibung der Kritiker eine Zumutung ist.

Zitat von jacobwhite
...Es geht nur darum dass hier jemand mit 17 von Vati eine tolle Spiegelreflexkamera geschenkt bekommen hat und ein paar Reisen in die Wüste macht. Wirklich toll. ! ...
Abgesehen davon, dass die Fotografen sicher keine 17 mehr sind, ist Ihre Umschreibung leider mehr ein Hinweis auf Neid und Missgunst.


Zitat von jacobwhite
... Am Ende kommt es nur noch darauf an wer denn den Editor bei Spiegel kennt und nicht darum ob etwas irgendeinen Künstlerischen, politischen oder sonst irgendwie einen Anspruch hat. ...
Abgesehen von der Kommasetzung stimme ich Ihnen zu, weil es in kurzer Zeit bereits der zweite Artikel bei SPON über diese Tour ist.


Zitat von jacobwhite
Also: mal einen gescheiten Kenner einstellen der Gute Photographie von Hobbyisten unterschiedet. Gute Kunst lässt sich eben nicht mit Flugtickets und einer Kamera kaufen. Bitte!
An welcher Stelle wurde der Anspruch "Gute Kunst" erhoben?
Mir gefallen die Aufnahmen und über Geschmack...


Im ersten Artikel war zu lesen, dass der Tschad bezüglich der Sicherheit als "stabil" betrachtet wird und bereist werden kann. Damals bereits legte sich meine Stirn in Falten!
Spätestens seit den Kriegen in Libyen oder Mali und den Entführungen und Zwischenfällen in Algerien, Tunesien, Ägypten usw. sollte jeder wissen, dass diese gesamte Region der Sahara derzeit extrem problematisch ist! Die Ländergrenzen existieren auf dem Papier und Extremisten bewegen sich in dieser Region ohne Schwierigkeiten.
Das Militär der angrenzenden Staaten ist mit der Kontrolle überfordert.
Ich würde diese Region auch gern wieder bereisen, aber derzeit sehe ich das als viel zu gefährlich an!

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spon-facebook-1598359484 04.05.2014, 13:22
9.

Zitat von jacobwhite
… und schießt Mittelmäßige Bilder von einer Landschaft = Artikel im Spiegel. Dass das Licht in dieser Region dazu führt dass praktisch jedes Bild "schön" aussieht spielt dabei keine Rolle. Genauso die wirklich Bedeutungslosigkeit jedes Bildes. Es geht nur darum dass hier jemand mit 17 von Vati eine tolle Spiegelreflexkamera geschenkt bekommen hat und ein paar Reisen in die Wüste macht. Wirklich toll. Das ist das Ende von Photographie, denn es werden die Dinge zelebriert die einfach nur Kitschig sind während die die wirklich was Bewirken oder Künstlerisch Interessant sind unbezahlt und nicht publiziert werden. Die Bilder kann nun wirklich jeder schießen der sich ein paar Monate ein wenig mit seiner Kamera auseinandergesetzt hat, und Safari macht mit Kollegen aus der Verkaufsabteilung. Am Ende kommt es nur noch darauf an wer denn den Editor bei Spiegel kennt und nicht darum ob etwas irgendeinen Künstlerischen, politischen oder sonst irgendwie einen Anspruch hat. Das ist in etwas so wie wenn ich einen Außerirdischen treffe, ihn Fotografieren, mehr schlecht als Recht, und am Ende als der größte Fotograf aller Zeiten zelebriert werde. Klasse. Also: mal einen gescheiten Kenner einstellen der Gute Photographie von Hobbyisten unterschiedet. Gute Kunst lässt sich eben nicht mit Flugtickets und einer Kamera kaufen. Bitte!
1. Ich nehme mal an, dass Sie die bei weiterem besseren Fotos machen können, bzw. bereits gemacht haben, die aber leider niemand veröffentlichen wollte – und schon gar nicht der SPIEGEL...
2. Den Fotografen in Ihrem Frust nun als Hobbyisten zu bezeichnen, ist nun wirklich verfehlt. Der Mann ist ausgebildeter Geologe, dazu ein hervorragender und sehr erfolgreicher Fotograf, der sich seit über 20 Jahren mit dem Thema Wüste profund auseinander setzt.
3. Schlimm ist natürlich, dass Ihnen Ihr Vati keine tolle Spiegelreflexkamera geschenkt hat und Sie deshalb um Ihre weltweite Anerkennung als begnadeter Lichtbildner gebracht sind.
4. Wenn Sie mit den gezeigten Fotos nicht zufrieden sind, sollten Sie sich fragen, ob Sie von den richtigen Voraussetzungen ausgehen. Hier ist weder eine gesellschaftspolitische Dokumentation noch ein Kunstprojekt angeteasert, sondern lediglich im Rahmen einer Serie auf kleinem Raum ein vielleicht überlegenswertes Reiseziel gezeigt. Letztlich ist es die Auswahl des Bildredakteurs, die diesen Bericht illustriert. Er sucht aus, worauf es ihm für die Geschichte ankommt. Da bleiben halt auch die großartigsten Bilder auf der Strecke.

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