Forum: Reise
Freiwilligenarbeit im Urlaub: Helfen, sich gut fühlen, abreisen
Dan Archer/@archcomix

Voluntourismus liegt voll im Trend. Die Freiwilligenarbeit in oft fernen Ländern ist gut gemeint, doch sie kann mehr schaden als nützen - insbesondere wenn Kindern geholfen werden soll.

Seite 2 von 2
lvkwge 16.08.2016, 00:11
10. Ich helfe auch!

Und zwar durch die monatliche Zwangsenteignung von meinem Lohn. Im Urlaub tue ich das, was am Besten ist, damit ich fit bleibe, um die Zwangsenteignung auf diesem Niveau aufrecht erhalten zu können: nichts! Und zumindest das ist gut so. Sollen die Ausgeruhten dann was tun...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-1245711913406 16.08.2016, 04:59
11. Ich kann diesem Artikel nur zustimmen

Ich lebe seit einigen Jahren in Siem Reap, Kambodscha; einer Hochburg des Voluntourismuses. Resultat: Waisenhaeuser gefuellt mit falschen Waisen, Leuten die herkommen um eine Wand zu tuenchen oder ein Loch zu graben, arbeiten die ohne weiteres von Kambodschanern gemacht werden koennten und Freiwilligen denen es mehr um den naechsten Tweet als im die Leute geht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vukoff 16.08.2016, 06:55
12.

Krass, mir würde nicht im Traum einfallen im Urlaub arbeiten zu wollen...
Wenn ich als Fachkraft von meiner Firma mit entsprechenden Aufschlägen dort eingesetzt werde sehr gerne aber auf meine Kosten in meinem Urlaub? Hahahahahaaa

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ohnesorg77 16.08.2016, 09:11
13. Hilfe in der Heimat

Voluntourismus ist vom Prinzip her nichts Anderes als Missbrauch. Der Voluntourist missbraucht benachteiligte Menschen und Regionen, um sich ein billiges Wohlgefühl zu verschaffen und mit seinem "erweiterten Erfahrungshorizont" bei Bekannten und Freunden zu hausieren. Wer wirklich helfen will, der tut das zu Hause, gibt Obdachlosen Essen und Kleidung aus, engagiert sich in der Flüchtlingshilfe etc. Und vor allem: Verzichtet auf billige Aufmerksamkeitshascherei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
FrankSeidel 16.08.2016, 10:51
14. Hoffentlich halten die Leser bis zum Ende durch

Eigentlich ein guter Artikel, der leider durch die negative Überschrift und den einseitigen Anfang zu vielen Kurzschlüssen verleitet. Das Wichtigste steht am Ende: "Freiwilligenarbeit sollte nicht verboten werden, im Gegenteil: Menschen sollen helfen aber auf verantwortungsvolle und ethische Weise."

Wie man in Nepal als Freiwilligen helfen kann, steht hier http://www.wegweiser-freiwilligenarbeit.com/freiwilligenarbeit-mit-waisen/nepal-gefahr-durch-waisenhaeuser/

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schweizer 16.08.2016, 13:16
15. Entwicklungshilfe sollte Hilfe zur Selbsthilfe sein

und wo funktioniert das? Selten genug selbst von Fachleuten. Wie sollen ausgerechnet Schulabgänger ohne besondere Qualifikation und Wissen das besser machen, was seid Jahrzehnten oft oder gar überwiegend nicht funktioniert??

Was wirklich hilft ist Kindern einen Schulbesuch und Ausbildung zu ermöglichen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tevje 16.08.2016, 16:03
16. Wer

als Kurzzeitentwicklungshelfer mal gut sein will, sollte etwas tun, was er kann: er kann z.B., wenn er ein bestehendes Projekt findet und die Verkehrssprache des Landes beherrscht, als Elektriker in Indien angehende Elektriker ausbilden helfen und den Lehrlingen eine kleine Grundausstattung an Werkzeugen dalassen - oder ihrer Ausbildungseinrichtung. Als Schreiner an der Elfenbeinküste oder in Nairobi geht das auch. Und auch in vielen anderen Berufen, in denen jemand selbst Profi ist. Alles andere ist Unsinn und hilft niemandem. Die Menschen "da" brauchen kein Mitleid, sie brauchen tatsächlich manchmal Hilfe, auch zur Selbsthilfe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
petra.r. 18.08.2016, 10:24
17. Danke...

...für diese Informationen. Ich war wohl auch mal wieder zu naiv oder gutgläubig, um das Geschäft hinter der Freiwilligenarbeit nicht zu erkennen, bin aber froh, aufgrund der Kosten, an solch einem Projekt teilzunehmen, doch nicht im Ausland "mitgeholfen" zu haben.

Es muss mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
WernerWeb 25.12.2016, 10:41
18.

Voluntourismus, schönes neues Wortgebilde, aber es beschreibt halt auch nur eine Seite der Wirklichkeit, und was für diesen "Voluntourismus" gilt, gilt in gleiche Weise auch für die ehrenamtliche Hilfe insgesamt. Natürlich hilft der Helfer sich auch selbst indem der sich als "guter Mensch" fühlen kann, aber was soll denn daran schlecht sein? In den meisten Fällen wird eine Win-Win-Situation für alle entstehen.
Das ändert allerdings nichts daran das jeder darauf achten sollte das Hilfe nicht zum sinnentleerten Selbstzweck degeneriert, auf keinen Fall sollte man jedoch die Sinnhaftigkeit derartiger Hilfe in Gänze in Frage stellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 2