Forum: Reise
Gestrandet in Manchester: A380-Pilot bricht Flug wegen Überstunden ab
AFP

Es sollte von New York nach Paris gehen. Doch der Air-France-Flieger mit 440 Passagieren landete in Manchester - weil der Pilot die maximal zulässige Arbeitszeit von elf Stunden überschritten hatte. Für die Passagiere begann eine Odyssee.

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vlabs 25.02.2015, 07:22
1. Grotesk

Grenzt das nicht schon an Freiheitsberaubung? Mir ist nicht ganz klar, warum man die Passagiere sieben Stunden lang "gefangen" hält. Und 50 Burger für 440 Menschen rechnen sich auch nicht so ganz.

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kenterziege 25.02.2015, 07:25
2. So etwas nennt man wohl Dienst nach Vorschrift!

Und ich dachte Piloten sind handverlesene Intelligenz-Fitness-Bestien. Die können sich doch während der Atlantik-Überquerung ein wenig ausruhen, weil da der Autopilot die Sache macht. Im Übrigen sind bei der A380 drei Mann im Cockpit.
Ein Anruf bei den Vorgesetzten hätte die Auslegung der Vorschrift leicht ergeben. Im Zweifel bringt man die Passagiere sicher ans Ziel und erstattet Selbstanzeige um die Sache juristisch zu klären!

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trompetenmann 25.02.2015, 07:28
3. Wahnsinn...

Dass das Gepäck der Passagiere nicht einzeln aus dem Gepäckraum geholt werden kann, sehe ich ja ein. Dass die Flug"gäste" über 6 Stunden nicht aussteigen bzw. ihre Reise beenden dürfen, allerdings nicht. Hat vielleicht mit Versicherungen etc. zu tun?

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mēdèn ágān 25.02.2015, 07:28
4. Die tendenziöse Überschrift ...

täuscht darüber hinweg, was der eigentliche Skandal ist. Hier wird kolportiert, die Einhaltung der (aus gutem Grund) maximalen Arbeitszeit der Piloten habe zu diesem Alptraum aus Passagier-Sicht geführt.
Es wird nicht dargestellt, warum es zu einer 6 stündigen Verzögerung des Abflugs kam; nicht, warum in Manchester so unflexibel - auf Kosten der Passagiere - reagiert wurde und wer oder welche Regelungen dafür verantwortlich waren. So kann man nur vermuteten, dass den Amis die Arbeitsschutz-Bestimmungen in der EU ein Dorn im Auge sind, dass eine überzogene sogenannte Anti-Terror-Gesetzgebung Passagiere in inakzeptable freiheitsberaubende Bedingungen zwingt oder Fluggesellschaft / Flughafen einfach unvorbereitet oder schlecht gemanagt sind.

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CobCom 25.02.2015, 07:36
5.

Da sollte ein Staatsanwalt mal Freiheitsberaubung anprüfen:
Festsetzen trotz gegenteiliger Aufforderung, wo einem Zutritt ins Land keine objektiven Gründe entgegenstehen, da Staatsbürger. Versuch der Nötigung durch Zurückhalten des Gepäcks. Das Ganze natürlich, um ein paar Kröten zu sparen, also Habgier... immerhin einer der sog. niedrigen Beweggründe.

Das würde ich glatt mal neben der zivilrechtlichen Schiene versuchen... kann die Position eigentlich nur verbessern.

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xwind1970 25.02.2015, 07:41
6. Stop in MAN

Der Zwischenstop in MAN war sicherlich kein spontaner Einfall sondern geplant und daher dem Flughafenbertreiber, der Airline und den Passagieren bekannt. Wäre die alte Crew an Bord geblieben hätte sie ihre Fludgdienstzeit auch weit überzogen... Ich gehe davon aus, daß bei Ankunft in MAN schon eine komplett neue Crew gewartet hat welche nahtlos hätte übernehmen können. Daher sollte der letzte Absatz im Beitrag eher nach oben und nicht an den Schluß.

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susiwolf 25.02.2015, 07:43
7.

Das 'Ende' dieses Fluges ist hier hinreichend beschrieben ...

Wäre nun der Pilot/die crew nach Paris weiter geflogen -
hier hätte auch ein 'Ende' ohne vorher sehbaren 'Ausgang' passieren können.

Restrisiken eben.
Und bekanntlich sind menschliche Fehler (in der Häufung) der Grund für Katastrophen.
Symptomatisch in der Fliegerei.

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annikath 25.02.2015, 07:44
8. Volles Verständnis für Piloten

Es ist zwar nicht die feine Art, seine Bedürfnisse über die anderer zu setzten, jedoch sollten von der Fluggesellschaft die Vorschriften eingehalten werden!
Ein unkonzentrierter, übermüdeter und gestresster Pilot kann nicht sicher fliegen.
In dem Fall zählt einfach die Sicherheit

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ADie 25.02.2015, 07:55
9. Air France wegen Geiselnahme anklagen?

Wenn Air France schon unfähig ist, zwei A380-Piloten rechtzeitig nach Manchester zu schaffen, dürfen sie wenigstens nicht die Passagiere gefangen halten, um wirtschaftliche Nachteile zu vermeiden. Das muss ein gerichtliches Nachspiel haben.

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