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Heiliger Berg Uluru: Ansturm vor Kletterverbot empört Aborigines
Phil Noble/ REUTERS

Ab Samstag darf der Uluru in der australischen Wüste nicht mehr bestiegen werden. Das Verbot aus Respekt vor den Ureinwohnern sorgte für einen riesigen Andrang - "beschämend" nennen dies Aborigines.

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khnw 23.10.2019, 13:34
1. Respekt

Nur weil man selbst nicht den gleichen Glauben hat, darf man diesen dann mit Füßen treten im wahrsten Sinne des Wortes? Was würde sie davon halten, wenn die Arborigines demnächst in einer christlichen Kirche ein lautstarkes Familienpicknick veranstalten, mit der Begründung, sie würden ja nicht dem christlichen Glauben angehören?

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Fuxx81 23.10.2019, 13:35
2. gut gemacht

Für die Ureinwohner mag der Berg religiöse Bedeutung haben, für aufgeklärte Atheisten ist es bloß ein schöner Felsen. Und deren Standpunkt ist genauso legitim.

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lhorst1311 23.10.2019, 13:36
3. Genau das ist Ignoranz

>>Respektlos gegenüber den Aborigines findet die Touristin ihre Klettertour nicht. "Es mag bei ihrem Volk so sein, weil es ihre heilige Stätte ist", sagte Moore. Sie selbst glaube aber ja nicht daran.

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siebke 23.10.2019, 13:37
4. Gut so ...

....finde ich. Die Religion und die Kultur zu akzeptieren und nicht nur weil es HIPP und TOLL ist dies nicht zu akzeptieren.
Denke oft wo ist die Rücksichtnahme und Empathie geblieben ?

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nokaner 23.10.2019, 14:15
5. Richtig so!

a.) ist es ein Zeichen des Respekts, sich dem dort lebenden Volk "anzupassen" bzw. deren Gepflogenheiten zu wahren. Auf den Uluru wird nun einmal nicht geklettert. Das ist für mich okay. Ich schaue mir den Berg an und bleibe unten. Ich würde auch keine Buddha-Statuen in Japan hochklettern...

b.) "Schleifen" sich diese Steine bzw. Berge irgendwann mal ab. Nach Millionen von Kletterern hinterlässt das Spuren. So mancher Berg in Korea (die werden wirklich sehr traktiert) sind quasi mehr oder weniger an vielen Stellen abgeschliffen, die Stellen sind teilweise dermaßen glatt, dass man schlichtweg ausrutscht und auf die Nase fällt. Diese abgeschliffenen Stellen müssen teilweise präpariert oder überbaut werden. Millionen von gummierten Schuhen sind nicht gut fürs Gestein.

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112211 23.10.2019, 14:35
6. Absehbar

Das war doch absehbar: besteige den Felsen, solange es noch geht! Das kennt man doch von vielen anderen Bereichen ("letzte Tankstelle vor der Grenze" usw.). Warum sollte das hier anders sein?

Daher für das nächste Mal: ein Verbot oder eine Einschränkung mit nur kurzer Frist verlautbaren. Schließlich wird niemand daran sterben, nicht auf dem heiligen Felsen zu stehen. Für den Uluru ist es zu spät, aber für die andere überlaufene Attraktionen noch nicht. Pech für den Reisenden, der trotz des gebuchten Ausflugs doch rauf/rein/runter kann.

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cabeza_cuadrada 23.10.2019, 15:25
7. legitim

dann dürften irgendwelche Sekten die an Wiedergeburt oder ähnliches glauben auch eine Party auf den Gräbern ihrer verstorbenen Angehörigen feiern? Sind wir denn nur noch von respektlosen Egoisten umgeben?

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Tom Joad 23.10.2019, 17:08
8. Wieso ...

... wurde mein Beitrag nicht veröffentlicht, in dem ich darauf hingewiesen habe, dass es sich bei den "Kletterern" - wie das Foto zeigt - um ganz gewöhnliche Touristen handelt? Der Text ist diesbezüglich missverständlich.

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DerBlicker 23.10.2019, 17:35
9. Sie verwechseln da etwas

Zitat von cabeza_cuadrada
dann dürften irgendwelche Sekten die an Wiedergeburt oder ähnliches glauben auch eine Party auf den Gräbern ihrer verstorbenen Angehörigen feiern? Sind wir denn nur noch von respektlosen Egoisten umgeben?
Gräber und Kirchen werden von Menschen geschaffen, da ist in der Tat Respekt zu zollen. Der Ayers Rock wurde aber nicht von den Aborigines geschaffen, ich finde es eher respektlos und anmaßend von den Aborigines, dass sie einen Berg, der ihnen nicht gehört, den sie nicht geschaffen haben, einfach so für sich reklamieren.

Nun, wenn man nicht mehr drauf klettern darf, dann fliegt man halt mit dem Helicopter drüber. Macht viel mehr Krach, aber die Aborigines wollten es mit ihrem engstirnigen Kletterverbot ja wohl so.

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