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ICE versus TGV: Deutsche Bummel-Bahn
Julian Stratenschulte/ DPA

Theoretisch könnte der ICE der der Deutschen Bahn mit bis zu 300 km/h durchs Land rasen. Tatsächlich schleicht er die meiste Zeit über die Gleise. Der Vergleich mit dem französischen TGV zeigt die Gründe.

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g_bec 15.04.2019, 12:18
150. Dann

Zitat von kumi-ori
Wenn ich heute eine längere Strecke mit der Bahn fahre, dann sehe ich in Bahnhöfen wie Erfurt, Fulda, Kassel oder Montabaur gerade mal zwei Personen aussteigen. Die arbeitende Bevölkerung verabschiedet sich aus der Fläche und für die Kurzstrecke nehmen die Leute ohnehin das Auto.
Dann sollten Sie mal zu normalen Reisezeiten fahren. Die ICE-Bahnsteige in Erfurt zumindest sind IMMER voll. Erst mit Einsteigern, danach mit Aussteigern. In Kassel oder Montabaur oder Fulda wird es nicht anders sein. Zumindest die Sitzplatzreservierungsanzeigen legen das auch nahe.

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.patou 15.04.2019, 12:19
151.

Zitat von g_bec
Weil solche Verbindungen wie M-HH nicht ausreichend nachgefragt werden, es gibt keinen ausreichenden Bedarf dafür. Punkt. [...] Es fahren in der Summe eben mehr Menschen von Erfurt nach Nürnberg oder von Berlin nach Halle oder von Halle nach München oder von Bamberg nach Erfurt als nur von Berlin nach München. Ein ICE mit 20 Minuten kürzerer Direktreisezeit lohnt sich in D nicht und belegt die Trasse.
Ich lasse mich zwar gerne vom Gegenteil überzeugen, halte Ihre Behauptung aber für fraglich. Der Bedarf ist ganz sicher da. Das Gros der Reisenden zwischen den Städten Hamburg, München und Berlin hat sich angesichts der desolaten Zug-Verbindungen ins Flugzeug geflüchtet. Und Menschen, die wirklich auf's Geld achten müssen und nicht beruflich auf schnelle Verbindungen angewiesen sind, nehmen den Fernbus. Gäbe es schnelle, zuverlässige und halbwegs günstige Zug-Verbindungen, würden sicher viele diese Option sehr begrüßen

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Swissey 15.04.2019, 12:19
152. Schweiz: Alpen-Transversale

Wo sind die Verlade Terminals für den EU- Schwerverkehrs-Transit auf deutscher und italienischer Seite?

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pm40 15.04.2019, 12:19
153. Telefongespräche verbieten?

Zitat von kenterziege
Pünktlichkeit, Sauberkeit, erwartbare Wagenfolge, ausreichendes Platzangebot, Durchgriff bei Unordnung, striktes Verbot für Handy-Gespräche außer dafür vorgesehen Bereichen und saubere und sichere Bahnhöfe stehen bei mir oben an.
Sonst noch von was anderem genervt? Dann bitte auch schnell verbieten.

Dann müsste man auch Gespräche zwischen Mitreisenden verbieten, die sind auch meistens fürn A... und nerven.

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thequickeningishappening 15.04.2019, 12:20
154. Der Zug ist abgefahren

Statt Die Schiene zweigleisig aufzubauen wurde abgebaut. Nebenstrecken (auch groessere) stillgelegt. Der Gueterverkehr auf Die Autobahn? Subventionierte (von Der Mineralölsteuer befreite) Billigflüge ?!

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bartsuisse 15.04.2019, 12:21
155. Nicht nur der ICE

es ist ja nicht nur die HG, die diesen Namen gar nicht verdient, weil sie auf alten Gleisen rumholpert. Nein es ist die ganze DB die schlapp ist im Vergleich. Das Argument der sozialen Bahn, die im ach so dicht besiedelten unvergleichbaren Deutschland jeden ans Ziel bringen soll ist ein Hohn. Das macht eine SBB aber bestimmt nicht die DB. Bei halber Frequenz und grösster Unpünktlichkeit westeuropas klappt das eben nicht. Es sind ja nicht 5 min Verspätung sondern 30 und mehr, verpasste Anschlüsse etc. und das bei sehr gemütlicher Performance, eben 50%....bei Güter sinds nur deren 30% , also noch lausiger. Dazu werden wichtige Arbeiten wie Anschlüsse an europ. Achsen schlicht verpasst....mit mindestens 15 Jahren Verspätung und Nichteinhaltung von Staatsverträgen. Die Elektrifizierung liegt bei lausigen 60% (Italien 72%)....es reicht kurz über den Rhein zu schauen...Lörrach-Waldshut...doppelgleis aber Dieselstrecke....noch schlimmer Lindau München, das endlich mit schweizer Finanzierung ausgebaut wird...immerhin zwischen zwei Metropolen: Zürich-München. Heute ist Flixbus schneller. Zwischen Basel und Rosenheim gibt es nicht eine ausgebaute Strecke. Auch Deutschen sind Zubringerstrecken zum nächsten Knoten zumutbar wenns von dort an vorwärts geht. Die Verkehrspolitik Deutschlands ist eine Katastrophe. Lieber werden 5 Milliarden jährlich Diesel subventioniert, als in die Bahn gesteckt. Das Resultat? Eine schlechte Bahn

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pm40 15.04.2019, 12:22
156. Wieso das denn nicht?

Zitat von haimerl1
Und mal ehrlich: München - Berlin in 4 Stunden. Mit dem Auto nicht machbar.
Bei Schnitt 130 4,5 Std.

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.patou 15.04.2019, 12:23
157.

Zitat von bartsuisse
Rennes und Bordeaux sind natürlich grösser als Freiburg, aber es ändert natürlich nichts an der lausigen Performance der DB
Rennes hat 10.000 Enwohner weniger als Freiburg, Bordeaux etwa 20.000 mehr. Also eigentlich durchaus vergleichbar.

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mantrid 15.04.2019, 12:25
158. Mogelpackung Inter-CITY-Express

City, dass sind für mich die Millionenstädte Berlin, Hamburg, München und Köln, ergänzt um Frankfurt, aber nur wegen des Flughafens. Alle anderen sind vielleicht wiúnderschöne, lebenswerte Großstädte, aber mit City ist da rein gar nichts und deswegen sollten da auch keine ICE's halten, auch nicht aus poltischen Gründen, weil doch zumindest die Landeshauptstadt angeschlossen sein soll. Nein, Kiel, Stuttgart, Karlsruhe, Dresden usw. sind keine Cities, sondern "nur" Provinzhauptstädte, hart, aber so ist es nun einmal. Wenn wir nicht an jeder Milchkanne 5G brauchen, dann erst recht keinen ICE-Halt.

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Humboldt 15.04.2019, 12:27
159.

Zitat von the_argonaut
Ich fahre gerade von Peking nach Shanghai - mit dem Zug 1200 km in 4h23min - garantiert pünktlich. Man stelle sich vor, Berlin-Paris, selbst Madrid wäre einfach mit dem Zug zu erreichen. Übrigens 4G gibt es durchgehend - auch in dünn besiedelten Gebieten. Der Bau der Strecke hat übrigens 4 Jahre gedauert. Mir werden zurück in Deutschland im Land der Sparknechte, der schwarzen Nullen und Aufschieber ganz schnell die Tränen kommen. Ups - da bin ich gleich schon da - sekundengenau.
Grundsätzlich teile ich Ihre Kritik über die Verantwortlichen im Verkehrsministerium und der Bundesregierung. Und die Schnelligkeit der Umsetzung in China ist beeindruckend und ja, auch wir müssen in der Umsetzung von Infrastruktuiprojekten schneller werden.*

Aber ich bin nichtr bereit, für diesen Preis in einem totalitärem Staat mit einem neofaschistischen Belohnungs- und Tadelpunktesystem zu leben.

P.S.: Sie hatten Glück, dass Sie den Zug von Shanghai nach Peking überhaupt nutzen dürften. Wenn Sie im neuen Punktesystem durch zuviel eigene Meinung oder gar Kritik an Fehlentwicklungen aufgefallen wäre, dürfen Sie unter einem bestimmten Wert an noch nicht einmal mehr eine Fahrkarte kaufen. Wohl bekomms!


*welche übrigens sich vor allem Verzögern nicht etwa wegen den Bürgerinitiativen und lokalen Protesten dagegen (welche uns als freie demokratischen Gesellschaft gut anstehen), nein dies ist eine Legende, immer gerne von interessierter Seite in den politischen Diskurs geworfen.
Die geradezu absurd langen Umsetzungszeiten von inzwischen bis zu 30 Jahren bei großen Schienenprojekten liegt in den heute fehlenden Planungskapazitäten auf allen öffentlichen Ebenen, von den Ministerien, der Deutschen Bahn bis hinunter in die Kommunen. Der "schlanke Staat" hat in den letzten 30 Jahren ganze Arbeit geleistet. Das war mal ganz anders, hier ist Personal und vor allem Fachkompetenz beim Staat verloren gegangen.
Hinzu kommt, dass viele Projekte selbst im Bundesverkehrswegeplan "unter vordringlichen Bedarf" gelistet, nicht durch den Haushalt komplett durchfinanziert sind. Dies kann zu abrupten Finanzierungslücken und deutlichen Verzögerungen führen.
Und 3. ist die mangelnde personelle Ausstattung der Verwaltungsgerichte auf allen Ebenen der Grund, dass Verfahren sich über Jahre hin ziehen. Dies müsste nicht sein, selbst beim Gang durch alle Instanzen könnte dies auf maximal unter zwei Jahre begrenzt werden. Aber hier fehlt der politische Wille. Und Klagen von Bürgerinitiativen und Umweltschützern sind auch so schön praktisch, um von der eigenen Inkompetenz und dem eigenen Versagen als verantwortlicher Minister und Fachpolitiker abzulenken.

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