Forum: Reise
Iran-Reisetagebuch: "Du bist jetzt unser Gast!"
Helena Henneken

Aus einem Zwischenstopp in der kurdischen Kleinstadt Paveh wird ein fünftägiger VIP-Aufenthalt. Helena Henneken wird von einer Familie zur anderen gereicht, erlebt Tanzstunden und begegnet Frauen, die reisen wollten, aber nicht dürfen.

Sabi 02.07.2014, 18:16
1. damals

Wie war's damals in der DDR, oder CSSR - die Leute waren sehr freundlich und auch gastfreundlich.
Das ist passée . So ist es auch im Iran. Wo Repression
und Diktatur herrscht halten die Leute zusammen und
sind auch freundlich zu Gästen.

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ugt 03.07.2014, 15:19
2.

... Nacheinander sitze ich vor drei Klassen sehr aufgeweckter Teenager und beantworte eine Flut von Fragen: "Woher kommst du?" - "Bist du verheiratet?" - "Wie findest du die Iraner?" - "Was arbeitest du?" - "Magst du Fußball?" Die Mädchen sind auf den ersten Blick neugieriger und weniger schüchtern als die Jungen. Für besonders großes Staunen sorgt, dass ich mit 35 Jahren keinen Ehemann, kein Auto und - ganz besonders seltsam! - keinen Fernseher habe. ...

Ja so sind sie, kein Erbarmen und wenn man in den Bauch kein Loch mehr fragen kann, dann ist der nächste Körperteil dran.
Und der ganze Bericht zeigt wie offen und menschlich doch die ach so bösen Iraner sind. Neugierig, begierig etwas aus der fernen Welt zu hören.
Wir Teutonen sollten von diesen Menschen etwas lernen!! Gastfreundschaft, uns furchtlos Fremden zu nähern. Mit ihnen Reden uns für sie als Menschen interessieren.

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javaurlaub 05.07.2014, 11:11
3. Rundreise Java Bali Lombok

Danke Helena für die Artikel, interessante Artikel. Mindestens bekomme ich neue Info über Iran.

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alexanderlord 08.07.2014, 10:33
4. Trauriges Weltbild

Zitat von Sabi
Wie war's damals in der DDR, oder CSSR - die Leute waren sehr freundlich und auch gastfreundlich. Das ist passée . So ist es auch im Iran. Wo Repression und Diktatur herrscht halten die Leute zusammen und sind auch freundlich zu Gästen.
Also gibt es Ihrer Meinung nach gastfreundliche Menschen nur in unterdrückten Ländern? Das ist ein sehr trauriges Weltbild, dass sie da haben. Und wirklich informiert sind Sie anscheinend auch nicht: In Iran herrscht keine "Diktatur", da nicht nur der Präsident gewählt wird, sondern auch der Revolutionsführer, der durch den Expertenrat indirekt vom Volk gewählt wird und übrigens auch wieder abgesetzt werden kann.

Nehmen Sie sich ein Beispiel an Frau Henneken und gehen Sie in den Iran und plappern Sie nicht ideologischer Propaganda nach.

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alexanderlord 08.07.2014, 10:42
5. Lob an Henneken

Helena Henneken schafft das, was viele Redakteure im Hinblick auf Iran nicht geschafft haben: Ausgewogenheit. Einerseits macht Sie auf die vielen Fakten aufmerksam, die zeigen, dass Iran ganz anders ist, als wir denken, die Menschen anders denken als wir denken, und gleichzeitig macht sie auf die Klagen und Wünsche einiger Iraner aufmerksam und weist auf, inwiefern sie auch so denken wie wir denken. Was mir an Henneken gefällt: Sie politisiert das Thema nicht und berichtet über die zahlreichen und überwiegenden guten Seiten Irans, ohne dabei die Klagen, Wünsche und Probleme der Iraner auszublenden. Henneken hat sich eben nicht nur in Teheran aufgehalten, sondern hat - wie man zum Beispiel in diesem Auszug sieht - Orte besucht, in denen die Minderheiten leben. Diese schreien nicht um Hilfe, sprechen aber ihre Probleme deutlich an und Henneken stellt dies dar, ohne in sensationslüsterne Dramatisierungen zu verfallen.

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