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Jahrhundertprojekt: So soll der neue Hauptbahnhof in Hamburg aussehen
DB Station+Service AG/ Deutsche Bahn

Für die Bahn ist es eine Mammutaufgabe: die Erweiterung des chronisch überlasteten Hamburger Hauptbahnhofs. Jetzt sind erste Pläne vorgestellt worden - hier sehen Sie die Bilder.

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andreasostwald 18.01.2019, 18:12
1. nicht der Hbf ist ein Flaschenhals = "Grube ist die Flasche"

Das ist doch weder infrastrukturell oder konzeptionell gedacht! Altona wird geschlossen / Diebsteich nicht gebaut / Dammtor weniger frequentiert / und eine Verlängerung auf 70 Meter gibt etwas mehr Ladenflächen, aber bestimmt keine Entlastung auf den Bahnsteigen > Vor allen Dingen, wenn die Zugreihung immer wechselt ... Diese Planungsbehörden zeichnen sich vor allem durch die Unkenntnis von Planung aus. Alle prozeßualen Schritte werden negiert, alle Alternativen nicht einmal angedacht ... Falsche Analogien führen zu gar keinem Ergebnis Herr Grube ..

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mantrid 18.01.2019, 18:20
2. Potentieller Glutofen

Glas sieht schick aus, heizt sich im Sommer aber blöderweise extrem auf. Da wird man auf teurere Wärmeschutzverglasung zurückgreifen müssen. Hoffentlich denkt man gleich daran, sonst gibt es wieder unliebsame Kostensteigerungen.

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Klugschnacker 18.01.2019, 19:01
3. U-Bahnen

Die Stadt braucht dringend neue U-Bahnen! Diese könnten über Dammtor, Jungfernstieg etc. gute Alternativen zum Hbf bilden. U-Bahnen ohne großen Schnick-Schnack, schlicht und funktional. Hamburg wächst und wächst und die Öffis halten nicht mit. Hier würde eine mutige und konsequente Politik echte Zeichen setzen. Es reicht nicht alle Jahre einen neue Prämiumhaltestelle einzuweihen.

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burlei 18.01.2019, 19:10
4. Und das soll den Flaschenhals beseitigen?

Ein bisschen mehr Halle, ein paar Geschäfte mehr. Nicht ein Gleis mehr, nicht ein Bahnsteig länger. Wie man auf Karten wie Google Maps sehen kann, reichen die Bahnsteige schon unter dem Steintordamm hinaus. Diese verbreitern und verlängern hieße auch, das Bahnhofsvorfeld mit den Weichen zu verkleinern. Weniger Weichen - weniger Flexibilität. Also viel Aufwand und sehr viel Geld für ein paar Eimer Tünche. Die Probleme bleiben.

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carranza 18.01.2019, 19:29
5. Sollen die sich doch zunächst um wichtigere Dinge kümmern

Welchen Nutzen habe ich als Kunde von einem solchen Palast? Der mag mich zwar vor Regen und Langeweile bewahren, nicht aber vor dem Zuspätkommen auf der Arbeit.
Sollen die doch zunächst ihre Strecken in Schuss halten und ausbauen und ihren Fuhrpark in einen technisch einwandfreien Zustand bringen und die Preise attraktiver gestalten, um die Kundschaft von der Straße zu holen. Wenn dann noch etwas übrig bleibt, dann könnt ihr den Rest gerne mal einen Prunkbau investieren..

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j.w.pepper 18.01.2019, 19:35
6. War ja klar...

...erste Vorschläge ohne Verbindlichkeit, aber gleich fallen die Besserwisser darüber her. Der EX(!)-Bahnchef wird im Artikel lediglich mit der vermutlich objektiv zutreffenden Äußerung zitiert, Hamburg Hbf sei der größte Flaschenhals der Bahn, aber sogleich von den üblichen Verdächtigen wegen der Planung, die in Wahrheit noch keine ist, heruntergemacht. Über die DB trollen die meisten eben am liebsten.

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Sleeper_in_Metropolis 18.01.2019, 19:36
7.

Zitat von andreasostwald
Altona wird geschlossen / Diebsteich nicht gebaut / Dammtor weniger frequentiert / und eine Verlängerung auf 70 Meter gibt etwas mehr Ladenflächen, aber bestimmt keine Entlastung auf den Bahnsteigen > Vor allen Dingen, wenn die Zugreihung immer wechselt
Das stimmt doch nicht so ganz :

-Wieso sollte Diebsteich nicht gebaut werden ? Die aktuelle Debatte um fehlende Autoverlademöglichkeiten sowie die ohnehin immer irgendwo auftretenden Besitzstandsbürgerinitiativen sorgen dafür, das sich das ganze weiter verzögert, aber gebaut wird es schon noch - irgendwann.

Und Altona wird nicht geschlossen, sondern zu einer normalen Bahnstation zurückgebaut - aber auch erst nachdem Diebsteich irgendwann mal in Betrieb ist.

Einer der meistüberlasteten Bereiche im Hbf ist der Südsteg, und der dürfte durch Maßnahmen, wie sie z.B. auf Bild Nr. 3 zu sehen sind schon deutlich entlastet werden - momentan quetscht sich nämlich alles durch die beiden Ausgänge am Ende des Südstegs.
Da in der geplanten Verlängerung auch neue Zugänge zu den Bahnsteigen angedacht sind, dürfte sich auch hier eine Verbesserung ergeben.

Einzig das Übel mit der Zugreihung und der immer noch nicht vernünftig beschilderten Mehrfachbelegung der Bahnsteige wird sich dadurch nicht verändern. Das wird sich aber hoffentlich irgendwann mit der Inbetriebnahme der S4 sowie dem Bau des Bahnsteigs Nr. 9 ein wenig verbessern.

Schlimm an dem Projekt ist, das mit einer Umsetzung erst irgendwann in den dreiziger Jahren gerechnet wird - wobei das Problem der völligen Überlastung des Hbf ja schon seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten bemängelt wird. Das Projekt könnte zeitlich schon zweimal fertig sein, wenn nicht alle Beteiligten immer wieder schlafen würden und sich erst dann bewegen, wenn der Supergau schon fast eingetreten ist.

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Stäffelesrutscher 18.01.2019, 19:43
8.

Offenbar geht die Studie davon aus, dass die Straße dann so gut wie nicht mehr für den privaten Autoverkehr benötigt wird. Prima. Wie will man das hinbekommen, wo doch derzeit der Verkehr vierspurig staut?

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nesmo 18.01.2019, 19:45
9. Wieder Einkaufscenter mit Gleisanschluss

Fehlt nur noch ein überdimensionaler Quasi Duty free shop, durch den alle Fahrgäste zwagsweise gelotst werden, damit die Kasse klingelt. Die Bahn will unbedingt von den durchreisenden Massen mehr abzocken, egal wie häßlich das Ganze aussieht. Die Fahrgäste brauchen aber kein riesiges Einkaufscentrum. Sie wollen einen funktionalen BAHNHOF, mit kurzen Wegen, guter Verkehrsanbindung, Übersichtlichkeit und , wäre ganz toll, pünktlichen Zügen. An angrenzender Glaspalast wirkt neben dem alten Bahnhof sschlichtöde und häßlich, und den Supermarkt braucht keiner.Ab Hamburg fahren 25 % der Züge schon zu spät los, weil die Züge nicht rechtzeitig aufbereitet sind. Da muss vielmehr etwas geändert werden.

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