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Kabelschaden auf der "AidaAura": Jetzt muss an Deck gegrillt werden
picture alliance / Eventpress

Auf dem Kreuzer "AidaAura" hat es mitten auf dem Atlantik einen Kabelschaden gegeben. Rund 1000 Passagiere sitzen auf den Kapverdischen Inseln fest - ohne warme Küche.

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toll_er 20.10.2018, 12:34
20. Feinstaub

Und jetzt kommt zu dem Dreck aus den Schornsteinen noch der Dreck beim Grillen dazu.. nicht mit Strom, nicht mit Gas, nicht mit Holzkohle, stilecht für eine Kreuzfahrt mit Diesel oder Schweröl aus dem Bunker. Ich bin mal gespannt auf die Klagen, die jetzt eingereicht werden... bei Mindestkosten von ca 13.000 Euro für 117 Tage müssten doch 20.000 Euro Entschädigung drin sein...

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Pierre30 20.10.2018, 12:36
21. Ich hatte vor Jahren das Glück einer normalen Reise

auf einem normalen Oceanliner. Da gab es keine kurzen Höschen an Deck. Da zog man sich zum Dinner um. Da gab es Stewards und keinen "Herr Ober". Da hatte man gute Manieren, sprach Englisch oder eine andere Weltsprache, spielte Shuffleboard und kannte keine Animateure. Da war man ein kultivierter Reisender und kein Tourist aus Kötzchenbroda. Mit anderen Worten: da gab es keine Kreuzfahrtpest auf den Weltmeeren. Und eine Panne überspielte man lässig mit gepflegter Konversation. Leider ist das schon eine ganze Weile her.

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jujo 20.10.2018, 12:38
22. ....

Zitat von genugistgenug
Irgendwas passt hier nicht, wenn zum Normalbetrieb 2 Stromgeneratoren notwendig sind, dann wäre es doch normal, eine Reservemaschine mit gleicher Leistung einzubauen. Obwohl das sind Überlegungen VOR der "manischen Kostenreduzierungsmanie" und von technischer Seite. Die Frage ist nun auch: Wer prüft diese Schiffe auf Sicherheit, wenn bereits so ein Ausfall die sichere Fahrt gefährdet. Denn so eine Maschine muss ja auch mal wegen Wartung, usw. abgeschaltet werden. "Geschirr von Hand gespült" wow, was für eine Leistung - doch sicher wird nicht so heiß/hygienisch gewaschen wie in einem Geschirrspüler.
Ich nehme mal an das es auf den Kreuzfahrtschiffen ähnlich ist wie auf großen Containerschiffen, da gibt es drei Generatoren plus ein Notstromgenerator, dieser muß(!) im Notfall von alleine anspringen, die Notstromversorgung des Schiffes, vor allem aber auf der Brücke und in der Maschine sicherstellen, alle unwichtigen Verbraucher sind dann nicht in Betrieb. Auf See, läuft die Hauptmaschine und ein Hilfsdiesel, dieser sollte im Normalfall auch den Hafenbetrieb mit der Stromversorgung sicherstellen. Bei Überlast, sollte sich ein zweiter Diesel automatisch (!) zuschalten. So wie ich es aus dem Bericht entnehme, liegt das Problem nicht an defekten Hilfsdiesel sondern an den Kabelverbindungen von der Hauptschalttafel, so kam es vermutlich zum Stromausfall nur (?) für die Küche. Mit Bordmittel ist es anscheinend nicht gelungen eine Überbrückung herzustellen? Ich kann da nur vermuten.

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Hamberliner 20.10.2018, 12:41
23. Re: Kreuzfahrtschiffe

Zitat von giostamm11
sollte man eben bei Fincantieri kaufen, beim mit Abstand grössten Hersteller der Welt und nicht in Wismar...
Dass der Vergleich nichts mit Einzelkomponenten, z.B. Generatoren, zu tun hat, erst recht nicht nach so vielen Jahren, haben anderen schon erklärt. Trotzdem: Eine Kreuzfahrtschiffs-Werft ist Systemintegrator, sie integrieren Dienstleistungen und Produkte vieler Zulieferer. Wie bei jedem Schiff gehört auch die Untersuchung, Optimierung und Bescheinigung der hydrodynamischen Eigenschaften mit dazu. Ich weiß nicht, ob sich Fincantieri beim Einkauf von Generatoren auch so verhält, aber bei den hydrodynamischen Eigenschaften ist Fincantieri bekannt dafür, dass die Herrschaften sehr empfindlich und wählerisch sind und immer etwas genervt, wie die Prinzessin auf der Erbse, und dauernd von einem Dienstleister zum nächsten rennen, wobei sie jeweils vorjammern, was die böse Konkurrenz alles falsch gemacht hat. Larmoyanz und Jammern zu kultivieren, das können Italiener ja besonders gut. Wenn sie mit allen Konkurrenten durch sind, wenn sich das Karussell einmal gedreht hat, geht es wieder von vorne los. Ich weiß nicht, ob das für die Qualität des Endprodukts besser ist als wenn man jahrelang seinen Partnern und Zulieferern treu bleibt und deren Besonderheiten akzeptiert.

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wauz 20.10.2018, 12:52
24. Noroviren sind kein vergleichbarer Fall

Die bekannten und beliebten Noroviren sind schlicht und einfach Pech. Da hilft selbst die beste Hygiene nichts: wo so viele Menschen auf engem Raum sind, verbreitet sich so ein Virus ganz fix.

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toll_er 20.10.2018, 13:21
25.

Zitat von Pierre30
auf einem normalen Oceanliner. Da gab es keine kurzen Höschen an Deck. Da zog man sich zum Dinner um. Da gab es Stewards und keinen "Herr Ober". Da hatte man gute Manieren, sprach Englisch oder eine andere Weltsprache, spielte Shuffleboard und kannte keine Animateure. Da war man ein kultivierter Reisender und kein Tourist aus Kötzchenbroda. Mit anderen Worten: da gab es keine Kreuzfahrtpest auf den Weltmeeren. Und eine Panne überspielte man lässig mit gepflegter Konversation. Leider ist das schon eine ganze Weile her.
Ja, Sie waren halt etwas Besseres. Und wie man die Panne überspielt hat, damals, als wirklich früher... da spielte die Band auf dem Erstklassedeck die Melodie „Näher mein Gott zu dir“ ...
Schön, dass Sie das hier mal los geworden sind. Ist schon very shocking, dieser Pöbel auf Ihren Weltmeeren..

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p.weiand 20.10.2018, 13:33
26.

Zitat von DownStairs
"Kreuzfahrtschiffe sollte man eben bei Fincantieri kaufen, beim mit Abstand grössten Hersteller der Welt und nicht in Wismar..." - wohl eher ein unqulifizierter beitrag. gross, eventuell - aber firmengroesse ist keine garantie gegen schaeden. ich wuerde fast wetten, wenn man intensiv rechargieren wuerde wuerden sich einige schaeden waehrend des betriebes an fincantieri produkten finden. aber ohne grosse suche, die Costa Concordia comes to mind....
Ach Sie Schlaumeier, und die CC ist wohl wegen technischer Schäden gesunken?

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p.weiand 20.10.2018, 13:43
27.

Zitat von wauz
Die bekannten und beliebten Noroviren sind schlicht und einfach Pech. Da hilft selbst die beste Hygiene nichts: wo so viele Menschen auf engem Raum sind, verbreitet sich so ein Virus ganz fix.
Interessant, dass die AIDAPerla vor rund vier Wochen in Rotterdam für mehrere Stunden in Quarantäne gelegt wurde (Verdacht Norovirus), was in einigen niederländischen Medien
auch berichtet wurde, aber offenbar nicht bis Deutschland bekannt wurde.

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p.weiand 20.10.2018, 13:44
28.

Zitat von Hamberliner
Dass der Vergleich nichts mit Einzelkomponenten, z.B. Generatoren, zu tun hat, erst recht nicht nach so vielen Jahren, haben anderen schon erklärt. Trotzdem: Eine Kreuzfahrtschiffs-Werft ist Systemintegrator, sie integrieren Dienstleistungen und Produkte vieler Zulieferer. Wie bei jedem Schiff gehört auch die Untersuchung, Optimierung und Bescheinigung der hydrodynamischen Eigenschaften mit dazu. Ich weiß nicht, ob sich Fincantieri beim Einkauf von Generatoren auch so verhält, aber bei den hydrodynamischen Eigenschaften ist Fincantieri bekannt dafür, dass die Herrschaften sehr empfindlich und wählerisch sind und immer etwas genervt, wie die Prinzessin auf der Erbse, und dauernd von einem Dienstleister zum nächsten rennen, wobei sie jeweils vorjammern, was die böse Konkurrenz alles falsch gemacht hat. Larmoyanz und Jammern zu kultivieren, das können Italiener ja besonders gut. Wenn sie mit allen Konkurrenten durch sind, wenn sich das Karussell einmal gedreht hat, geht es wieder von vorne los. Ich weiß nicht, ob das für die Qualität des Endprodukts besser ist als wenn man jahrelang seinen Partnern und Zulieferern treu bleibt und deren Besonderheiten akzeptiert.
Schön, welche differenzierten Pauschalurteile Sie so an der Hand haben.

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Racer2017 20.10.2018, 14:25
29. Wie kann man nur

mit so einer Dreckschleuder rumschippern. Man sieht immer nur Wasser. Langweilig.

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