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Katalonien: Barcelona-Besucher zahlen ab November Bettensteuer
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Katalonien bittet zur Kasse: Ab November wird im Nordosten Spaniens eine Steuer für Touristen fällig. Barcelona-Besucher und Costa-Brava-Urlauber müssen dem Hotelier dann bis zu 2,50 Euro pro Nacht extra zahlen.

Übungsleiter 15.03.2012, 17:31
1.

Zitat von sysop
Katalonien bittet zur Kasse: Ab November wird im Nordosten Spaniens eine Steuer für Touristen fällig. Barcelona-Besucher und Costa-Brava-Urlauber müssen dem Hotelier dann bis zu 2,50 Euro pro Nacht extra zahlen.
So verständlich es ist Geld in die Staatskasse bekommen zu wollen, so unverständlich ist die Lernresistenz der Regierenden.
In Holland wird eine Flugsteuer eingeführt und die Urlauber fliegen ab Deutschland. Nachdem die Holländer die Flugsteuer wieder abgeschafft haben, kommt die deutsche Regierung auf die Idee eine Flugsteuer einzuführen. Jetzt fliegen die Deutschen ab Holland. Wenn nächstes Jahr der Touristenstrom nach Valencia oder noch weiter in den Süden abwandert, wird Barcelona ab 2015 wieder "steuerfrei" sein.

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AnnachBCN 15.03.2012, 18:07
2.

Wenn nächstes Jahr der Touristenstrom nach Valencia oder noch weiter in den Süden abwandert, wird Barcelona ab 2015 wieder "steuerfrei" sein.[/QUOTE]

Also das glaube ich nicht. Barcelona ist nicht Valencia, mit Verlaub. Mag sein, dass Reisende mit begrenztem Budget wegbleiben, aber die bringen ohnehin wenig Umsatz in die Stadt. Barcelona hat jährlich ca. 11 Mill. Übernachtungen, verständlich, dass man bei der klammen Kassenlage daraus Kapital schlagen will. Außerdem stellen die Touristenströme auch eine erhebliche Belastung für die Stadt da, ich finde es in Ordnung, dass sie einen kleinen Obulus leisten. Mit besten Grüßen aus .. Barcelona!!!

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Emil Peisker 15.03.2012, 18:40
3. Konfliktpotential

Zitat von AnnachBCN
Wenn nächstes Jahr der Touristenstrom nach Valencia oder noch weiter in den Süden abwandert, wird Barcelona ab 2015 wieder "steuerfrei" sein.
Also das glaube ich nicht. Barcelona ist nicht Valencia, mit Verlaub. Mag sein, dass Reisende mit begrenztem Budget wegbleiben, aber die bringen ohnehin wenig Umsatz in die Stadt. Barcelona hat jährlich ca. 11 Mill. Übernachtungen, verständlich, dass man bei der klammen Kassenlage daraus Kapital schlagen will. Außerdem stellen die Touristenströme auch eine erhebliche Belastung für die Stadt da, ich finde es in Ordnung, dass sie einen kleinen Obulus leisten. Mit besten Grüßen aus .. Barcelona!!![/QUOTE]

Ein dreiwöchiger Urlaub an der Costa Brava, den eine Familie dort verbringt, wird dann unter Umständen 100€ mehr kosten.

Da sehe ich doch schon mächtiges Konfliktpotential.

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piuwe37 15.03.2012, 19:00
4.

Leute, das ist doch wirklich lächerlich. Da kommen die feisten Urlauber aus Deutschland und knausern wegen 2,50€ herum. Also, wer sich das nicht leisten kann, der soll doch dann bitteschön woanders hinfahren. Aber er möge dann auch bitte bedenken, dass hier viele Bürger nach der Hälfte des Monats ihr mageres Gehalt verbraucht haben, und sich keinen Kaffee in den touristenverseuchten Bars mehr leisten können.
Geiz ist ja sooo geil!!

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toledo 15.03.2012, 19:23
5. ....

Zitat von piuwe37
... Kaffee in den touristenverseuchten Bars mehr leisten können. Geiz ist ja sooo geil!!
Bringen Touristen nicht überall Geld auf der Welt in die Kassen der Gastgeber? Geben die kein Geld für eh schon 'steuerversuchtes' Essen, Trinken und Unterkunft aus?
Kaufen die keine Andenken, fahren die nicht Taxi?
Diese MiniSteuern bringen niemandem was, ausser negativer Werbung!
Wenns gar zu arg wird, zieht die Karawane eben weiter.

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geotie 16.03.2012, 01:05
6. yooh

Zitat von sysop
Katalonien bittet zur Kasse: Ab November wird im Nordosten Spaniens eine Steuer für Touristen fällig. Barcelona-Besucher und Costa-Brava-Urlauber müssen dem Hotelier dann bis zu 2,50 Euro pro Nacht extra zahlen.
Eine Tourist, der zum Beispiel nur 100 Euro für seinen Urlaub übrig hat, kann nur 100 Euro ausgeben. Ob er eine Tasse Kaffee weniger trinkt und somit nicht dort seine Steuer bezahlt, wobei der Wirt der Leidtragende ist, ist egal.
Ich für mein Teil werde den Ort aussuchen, an dem mir für mein Geld am meisten geboten wird. Mag sein das da eine kleine Bettensteuer nicht so sehr ins Gewicht fällt, aber ich werde diese in meine Planung einbeziehen.

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Übungsleiter 16.03.2012, 11:29
7.

Zitat von geotie
Eine Tourist, der zum Beispiel nur 100 Euro für seinen Urlaub übrig hat, kann nur 100 Euro ausgeben. Ob er eine Tasse Kaffee weniger trinkt und somit nicht dort seine Steuer bezahlt, wobei der Wirt der Leidtragende ist, ist egal. Ich für mein Teil werde den Ort aussuchen, an dem mir für mein Geld am meisten geboten wird. Mag sein das da eine kleine Bettensteuer nicht so sehr ins Gewicht fällt, aber ich werde diese in meine Planung einbeziehen.
Genau mein Punkt. Barcelona ist als Urlaubsziel toll. Meine Frau wohnt in der Nähe, ich leide also nicht unter der Bettenabgabe. Aber der "gemeine" Tourist bezahlt für etwas, ohne eine Gegenleistung zu erhalten. Und bevor jemand mit Infrastruktur, etc. kommt: Die ist schon da und könnte prima von Gemeindeabgaben finanziert werden, die ALLE Konsumenten mittelbar entrichten.

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