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Klimadebatte: Warum ich nicht mehr fliege
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Eine Vielfliegerin war sie nie - trotzdem hat Meike Lobo sich entschieden, auch auf ihren einzigen Urlaubsflug pro Jahr zu verzichten. Hier erklärt sie, warum ihr trotzdem nichts fehlt.

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Little_Nemo 13.07.2019, 13:34
20. Was man glaubt, was einem zusteht

Da ich in meinem Leben, das inzwischen schon ein halbes Jahrhundert andauert, bislang überhaupt noch nicht geflogen bin und auch keine Kreuzfahrt unternommen habe, müsste ich ja ein gewaltiges Guthaben in Sachen CO² angehäuft haben, das ich freilich wohl niemals ausgezahlt bekommen werde. Im Gegenteil, ich werde wohl in Zukunft mindestens so sehr für die Klima-Misere bluten dürfen wie alle jene, die sorglos und uneinsichtig zu ihren eifrigsten Verursachern zählen. Wen interessiert's, gell?

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daddeldumm 13.07.2019, 13:36
21.

Meine Güte, ein "Prozess der Bewußtwerdung"? Wo hat die Autorin denn die ganze Zeit gelebt? Mein letzter Flug war 2003, davor 2002, davor 1996. Nicht mehr. Weil wir schon 1996 wußten, daß ein Flug nach Neuseeland klimatechnisch katastrophal ist. Aber daraus haben wir uns keine Goldplakette der inneren Bewußtwerdung geschmiedet, die wir nun schön prahlerisch vor uns her tragen können. Zumal das Nicht-Fliegen eh wurscht ist: Ich kann soviel Treibnhausgase gar nicht einsparen, wie mein Bruder aus beruflichen Gründen verballert. Ach Berliner, geht Soja-Latte trinken.

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carsten.ellberg 13.07.2019, 13:37
22. Wenn Frau Lobo ...

nicht mehr fliegen will, darf sie das tun. Wir leben (noch) in einem freien Land. Und wenn Frau Lobo das der Leserschaft des SPPIEGEL mitteilen will, darf sie auch das tun, denn hier gibt es (noch ) Pressefreiheit und Meinungsfreiheit. Wenn Frau Lobo damit bei anderen ein schlechtes Gewissen erzeugen will, .sei ihr auch das unbenommen.
Wenn ich mit diesem Beitrag erreiche, dass Menschen sich frei entscheiden, was sie tun und lassen und nicht einem Trend hinterherlaufen, der gerade gehypt wird, dann habe ich mein Ziel erreicht.

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Komakino75 13.07.2019, 13:39
23. Einfach Klasse...

Allerdings ernährt mich die Branche....Fliegen ist ok aber bitte nicht in den aktuellen Ausmaßen....ich meide schon vom Prinzip her alle Städte die diese irische Heuschrecke anfliegt. Dieses Publikum macht mich aggressiv. Für einen Tag nach Mailand um Schuhe zu kaufen....Sorry. Die Fliegerei wird enden so wie sie begonnen hat. Nur für einen elitären Kreis. Die aktuelle Entwicklung beschleunigt allerdings dieses absehbare Ende. Entschleunigung ist angesagt....

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dagmar1308 13.07.2019, 13:39
24. Und?

Wenn man älter wird, hat man das meiste, was einen interessiert schon gesehen und einmal alte Steine gesehen, dann hat man alle gesehen (Antike Ruinen z.B.). Da ist es ein leichtes, im Umfeld eher Urlaub zu machen. Geht mir auch so, egal ob mit Auto oder Flieger. Mit PKW schon Mersin, Südspitze Sizilien, Schottland, Algarve usw. da reichen mir heute 5 Fahrstunden völlig, trotz 80 000 km p.a. wegen des Jobs bis vor 4 Jahren.
Ist alles keine Ruhmestat.

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foollii 13.07.2019, 13:40
25.

Ich finde es gut und richtig, auf Flugreisen zu verzichten. Sofern der CO2-Rechner des Umweltbundesamtes halbwegs stimmt, entspricht in meinem Fall der CO2 Verbrauch für eine Flugreise nach New York in etwa dem CO2 Verbrauch für zwei Jahre heizen. Da verzichte ich im Zweifelsfall doch lieber auf die Flugreise als aufs Heizen...

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hardy.stiefel 13.07.2019, 13:42
26. Auf ein Wort

In der Regel gibt es 2 Arten von Flügen.
1 - Der Urlaubsflieger mit Pauschaltouristen. Dieser Flieger wird zusammengestellt und fliegt die Touristen hin und zurück. Kapazität des Fliegers: Bis 200 Personen. Angenommen, es entschließt sich die Hälfte, nicht zu fliegen. Ich bin mir sicher, die vertraglichen Bedingungen würden diesen Flieger auch abheben lassen. Wenn also 100 Personen = 50% sich entschließen, nicht zu fliegen, es würde kein einziges CO2 einsparen. Auch dann nicht, wenn diese es wegen der CO2-Steuer nicht bezahlten können. Die anderen 50% könnten diese Steuer aufbringen - der Flieger hebt dennoch ab.
2 - Geschäftsreisende. Für Geschäftsreisende gibt es einen Linienverkehr wie bei der Bahn auch. Ein Flieger z.B. München-Athen (Lissabon, Dublin usw.) wird fliegen. Denn er müsste auch die rückkehrende Fluggäste wieder zurückholen. Wenn auch hier die "Flugscham" greift und entsprechend weniger diese Linie bucht, sie wird dennoch bedient - und das Flugzeug fliegt 2 - 4x diese Strecke am Tag. Nach Flugplan, wie die Bahn und die Busse, nur mit einem anderen Massentransportmittel, aber auch auf "Luftstraßen".
Schlussbemerkung - Es wird immer billige Flüge geben. Werden Flugzeuge mit einer Auslastung von z.B. 70% - 80% gerechnet (bin kein Reiseverkehrkaufmann), dann wäre der Rest fast schon zum "herschenken", also ideale "Masse" für Werbepreise. Nur den Anteil an Ticketabgabe, Mehrkerosinbedarf und sonstige Umlagen. Die summieren sich nicht auf riesige Beträge.

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klarheit2020 13.07.2019, 13:44
27. Wir als Konsumenten...

...können und müssen auch unseren Beitrag zum Klimaschutz beitragen. Ich selbst habe auch letztes Jahr beschlossen nicht mehr zu fliegen. Letztlich sollten wir als Konsument unser Anliegen an die Fluggesellschaften und Flugzeug Hersteller adressieren, endlich Flotten und Techniken einzuführen, die wiederum CO2 freie oder zumindest CO2 neutrale Flugreisen ermöglichen...
Vor Jahren habe ich einmal gelesen, dass die komplette Air Force auf Algen bedienenden Kraftstoff fliegen kann....hier sind anscheinend die Trumpies, vermutlich aus anderen Beweggründen, schön weiter als wir.

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Phil2302 13.07.2019, 13:45
28. Ich fliege selten

mir sind Urlaube in der Ferne einfach zu teuer, wer nebenher für ein Haus spart, der freut sich über eine Woche Nordsee für 500 €. Aber die Intention der Autorin verstehe ich nicht. Eine einzige Person ändert absolut gar nichts, daher ist es nur für das eigene Selbstgefühl relevant. Am Klimawandel ändert sich durch diese Entscheidung absolut gar nichts, und keinesfalls ist "wenn alle so denken würden" hier ein Argument. Ich würde mich persönlich nie in meiner Freiheit beschneiden, wenn es absolut keine Auswirkungen hätte. Gleiches gilt für Veganer z.B.

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Watchtower 13.07.2019, 13:46
29. Na dann...

Jedem das seine...Die Klimadiskussion im spiegel nimmt skurrile Züge an. Losgelöst von der globalen Vernetzung der deutschen Industrie und dem Bedürfnis vieler Menschen, neue Kulturen zu entdecken, gehört die unbeschränkte Mobilität zu den Grundbedürfnissen der Menschheit. Außerdem sind Insellösungen, die auf Deutschland beschränkt sind, ein wahrer Witz.

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