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Klimadebatte: Warum ich nicht mehr fliege
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Eine Vielfliegerin war sie nie - trotzdem hat Meike Lobo sich entschieden, auch auf ihren einzigen Urlaubsflug pro Jahr zu verzichten. Hier erklärt sie, warum ihr trotzdem nichts fehlt.

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Marin Wood 13.07.2019, 13:46
30. Selbstgenügsamer Nationalismus

Wer keine anderen Länder und Kulturen kennenlernen möchte, kann sich in der Tat in Bottrop, Berlin und Bayern amüsieren. Daraus jedoch einen selbstgenügsamen Nationalismus zu begründen, ist Quatsch. Nicht das Fliegen ist das Kernproblem, sondern die Flugzeuge. Wir brauchen klimaunschädliche Transportmittel. Wo bleibt die entsprechende, groß angelegte Innovationskampagne, Herr Scheuer und Frau Karliczek? Mehr individuelle Bescheidenheit beim Fliegen, Autofahren und Fleischverzehr sind dennoch sinnvoll.

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kurt. 13.07.2019, 13:46
31. Schönreden von Verzicht

Ja, für den, der Flugreisen mit Kärnten assoziiert, mag es noch stimmen, dass man nicht grundsätzlich auf Erlebnisse verzichtet, die man als Deutscher auch zu Hause haben könnte. Aber wer ernsthaft behauptet, es sei kein Verlust an Lebensqualität, niemals die endlosen Weiten des amerikanischen Kontinents, die quirligen Straßen Hongkongs oder die endlose Ruhe eines neuseeländischen Strandes unter dem Südsternhimmel mit seiner fremdartigen Flora erlebt zu haben, der macht sich etwas vor. Wie dichtete doch Äsop: "Die Trauben sind viel zu sauer und noch nicht reif genug", sagte der Fuchs, als er die für ihn unerreichbaren Trauben sah.

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heinzmueller213 13.07.2019, 13:47
32. Super

dann fallen die Ticketpreise und ich kann einmal mehr in den Urlaub fliegen...
Erinnert mich an Reinhold Messner, der mittlerweile vom Besuch der Berge abrät, damit man sie nicht zerstört... nachdem er selbst auf allen Bergen der Welt stand.

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weltverbesserer75 13.07.2019, 13:47
33.

Ich kann es verstehen, wenn Geflüchtete oder Menschen mit einer Migrationsgeschichte ab und an in die alte Heimat fliegen und dort die Familie besuchen. Warum jedoch deutsche Bürgerinnen und Bürger ohne Migrationsgeschichte fliegen müssen, erschließt sich mir nicht. Ein freiwilliger Verzicht, wie von der Autorin, ist aller Ehren wert. Ich glaube jedoch, die Masse an Mallorca- und Städtetouristen erreicht man damit nicht. Hier müsste eine CO2-Steuer für Preise sorgen, die sich der Durchschnittsbürger einfach nicht mehr leisten kann.

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oppag 13.07.2019, 13:48
34. absolut der richtige Weg

es bringt nichts, wenn man fürs gute gewissen Grün wählt oder von seinem sauer verdienten Geld noch mehr (CO2-)Steuer(n) zahlt. man muss selber aktiv werden. nur das bringt die Wende. Kerosin höchstbesteuern, ÖPNV fördern und vor allem Zuhause mal schauen was jeder Einzelne machen kann.

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spon_2513064 13.07.2019, 13:48
35. Ich war Verkehrspilot...

und lange Jahre auch Ausbilder. Als technikaffiner Mensch wurde mir das klimaschädigende Verhalten von Fliegern und Passagieren schon Anfang der 2000er klar. 2005 habe ich dann sämtliche Lizenzen (ATPL) im Alter von 50 Jahren fallen lassen. Mein Einkommen erwirtschafte ich ohnehin anders. Ich fliege nun noch maximal einmal im Jahr zu Verwandten. Urlaube mache ich nun zuhause oder in Deutschland. Wir sind nun Veganer, fahren elektrisch, heizen CO2-frei usw. Das Leben ist besser geworden und hat nicht zuletzt durch die Entschleunigung erheblich an Qualität gewonnen.

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mb2000 13.07.2019, 13:49
36. Wie in aller Welt....

...kommt denn die Autorin mit Flugzeug an den Weissensee in Österreich? Abgesehen von einer stressigen Fahrt mit dem Auto könnte man auch per Bahn anreisen. Ich
mache mit meiner Familie nach 14 Jahren Kärnten zum ersten mal eine Flugreise auf die Kanaren. Und so wie das aussieht auch das letzte mal.

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foollii 13.07.2019, 13:51
37.

zum interkulturellen Austausch: ich habe den leisen Verdacht, dass die Intensität des interkulturellen Austausches nicht unbedingt von der Häufigkeit von (Flug-)Reisen ins Ausland abhängt. Nicht jeder macht Couchsurfing. Sofern per Flieger isolierte Wellnesshotels in Ägypten oder deutsche Kreuzfahrtschiffe in der Karibik angesteuert werden, würde ich jedenfalls bezweifeln, das die bereisten Länder und Kulturen wirklich kennengelernt werden...

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woffi22 13.07.2019, 13:53
38.

Da werden die Millionen gerade vom Fahrrad ins Auto gestiegenen und jetzt auch in andere Länder fliegenden Chinesen und Inder aber begeistert sein und sich ein Vorbild an den Klimarettenden Deutschen nehmen. Bravo.

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mpigerl 13.07.2019, 13:53
39. Ganz tolle Wurst

Da freut sich die AFD. Deutsche macht nur noch in Deutschland Urlaub! Da besteht dann auch keine Gefahr mehr, dass man andere Sprachen sprechen muß oder mit anderen Kulturen in Berührung kommt. Am Besten stellen wir auch die internationale Zusammenarbeit komplett ein. Das hilft dann sicher auch dem Klima (nicht).

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