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Klimadebatte: Warum ich nicht mehr fliege
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Eine Vielfliegerin war sie nie - trotzdem hat Meike Lobo sich entschieden, auch auf ihren einzigen Urlaubsflug pro Jahr zu verzichten. Hier erklärt sie, warum ihr trotzdem nichts fehlt.

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heikhen 13.07.2019, 13:59
50. ich bedanke mich bei der Autorin

für ihren Verzicht. Das macht es mir leichter zu Fliegen. Obwohl leichter; eigentlich habe ich keine Flugscham. Es gibt halt einfach Ziele die ohne Flieger nicht erreichbar sind. Also nochmals Danke, ich werde es zu nutzen wissen.

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strag 13.07.2019, 13:59
51.

Ich will viel von der Welt sehen und nutze meine vielen Urlaubstage um ca. 3-4 mal im Jahr zu fliegen.
Habe ich ein schlechtes Gewissen deswegen?

Nein, ich fahre mit dem E-Bike auf die Arbeit, ein Auto besitze ich nicht. Ich habe kein Haus gebaut (Zementerzeugung bewirkt mit den größten CO2 Ausstoß). Kinder habe ich auch keine, also kein Anteil an der Überbevölkerung und zukünftige CO2 Verbraucher.

Da habe ich wegen den 2.69% CO2 Ausstoß die die Luftfahrt erzeugt, garantiert kein schlechtes Gewissen.
https://www.klimaschutz-portal.aero/klimakiller-nr-1/

Mir kommt es eher so vor als wolle man den Flugverkehr zum Buhmann machen, damit man beruhigt an anderer Stelle, moralisch unbemerkt, CO2 erzeugen kann.

Mir kommt es eher so vor, Fliegen muss man nicht unbedingt, ist auch teuer, da kann man leicht sagen das man darauf verzichtet. Und es ist doch schön, wenn man diesen Verzicht, den man ohnehin ausübt, noch als moralische tolle Sache verkauft.

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Xyzfood 13.07.2019, 13:59
52. Horizont

Nicht auszudenken, wenn die Welt wieder nur aus Menschen bestünde, die den eigenen Kirchturm für den Nabel der Welt halten. Das hatten wir schon. Mit (klimaschädlichem) Volldampf zurück ins Mittelalter. Na dann gute Nacht

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elmo_cgn 13.07.2019, 14:00
53. Fakten prüfen

Jeder der die Bahn als extrem Umweltfreundliche Alternative sieht sollte erst die Fakten prüfen.
Dann wird man sehen das das Flugzeug und Auto nicht schlechter dastehen.
Die Bahn wurde auch nicht als umweltfreundliches Verkehrsmittel entwickelt sondern als schnelle und komfortable Alternative zu Kutsche und Auto.
https://www.google.de/amp/s/m.faz.net/aktuell/wissen/klima/klimabilanz-der-bahn-noch-eine-unbequeme-wahrheit-1488587.amp.html

Auf Langstrecke ist das Flugzeug mit Sicherheit umweltverträglicher, es müssen keine Trassen gebaut werden, Tunnel gegraben , etc.
Auf Kurzstrecke bis 300 km ist das Auto besser wenn man nicht gerade am Bahnhof wohnt.

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jolly-arthur 13.07.2019, 14:00
54. Für Europa benötigt man wahrlich kein Flugzeug ...

..., es reichen die Bahn und ein gutes Fahrrad. Ich mache seit ca. 8 Jahren Urlaub in ganz Europa, ohne ein einziges Mal geflogen zu sein. Ich war in Dänemark, Italien, Belgien, Niederlande, Österreich ... Entweder direkt von zu Hause oder Anreise mit der Bahn. So beginnt der Urlaub auch jedesmal, wenn ich das Rad vom Hof schiebe. Wohne in Hamburg, erreiche alle Orte, die ich möchte. Und es stehen noch eine ganze Menge auf meiner Liste, reicht noch für ein Leben. Und ich bin keine 30 und durchtrainiert, ich bin 62, habe Arthrose im Fußgelenk, und bin im letzten Jahr knapp 15.5oo km mit dem Rad gefahren. Ich kann wirklich nicht nachvollziehen, wozu ich fliegen sollte. Auch bikepacking mit dem Zelt, einfach nur für ein Wochenende, an der Ost- oder Nordsee, was gibt es schöneres. Und auch meine Kinder und Enkel finden es deutlich schöner als in überfüllten Hotspots Ihre Zeit zu verbringen.

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vulcan 13.07.2019, 14:01
55.

Die lächerliche Idee, irgendetwas Nennenswertes am 'Klima' ändern zu können, ist schon vermessen genug, nun treibt sie auch noch so seltsame Blüten wie diesen Artikel.
"Ich fliege nicht mehr", "Ich fahre nicht mehr Auto", "Ich mache keine Kreuzfahrt mehr", "Ich esse kein Fleisch mehr", usw., usw.
Alles völliger Blödsinn. Entweder haben wir hier eine Industriegesellschaft oder nicht. Und beileibe nicht nur wir. Wollte man wirklich alles menschenmögliche tun, um 'das Klima zu retten' (was für eine Arroganz!), dann müsste man Deutschland komplett in einen reinen Agrarstaat umfunktionieren. Und China auch. Und die USA auch und überhaupt jeden.
Vieles andere ist Unsinn - der größte Unsinn ist die CO²-Steuer; als ob sich 'das Klima' kaufen ließe. Was für ein Schwachsinn, alles nur Augenwischerei - ich muss mehr für's Tanken bezahlen, kann aber genausoviel fahren, wie ich will. Trifft nur die Mittelschicht und alles darunter. Herrn und Frau 100000 Euro-Auto ist das völlig schnuppe.

Nicht falsch verstehen - Umwelt- und meinetwegen Klimaschutz (albernes Wort) sind soweit ok. Jedenfalls, wenn man es in vernünftigen Dimensionen und verwertbaren Ergebenissen praktiziert und nicht mit solchen Scharaden wie einer Steuer.
Oder eben mit o.g. Extremmaßnahmen - will nur keiner. Nicht mal die selbsternannten 'Klimaschützer', die von einem Termin zum anderen jetten.
Eins weiß ich jedenfalls - für jede Steuer oder Abgabe, die der Staat meint, mir für 'Klima' aufbrummen zu müssen, werde ich finanziell entsprechend Patenschaften und meine Unterstützung für diverse Umwelt- und andere Organisationen zurückschrauben. Notfalls bis auf Null. Das kann ja dann mit der CO² Steuer und den anderen Heuchelei-Abgaben finanziert werden.
Langfristig sollte man international mal verschärft daran arbeiten, die Weltbevölkerung drastisch zu reduzieren - das würde buchstäblich allem und jedem helfen. Aber dafür ist der Mensch zu sehr Tier.
Und hier in Deutschland brauchen wir ja 'ganz dringend' immer mehr Menschen - damit wir so weitermachen können wie bisher.

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rassmann 13.07.2019, 14:01
56. mit Verlaub, zu kurz gedacht !!!

…...nun bin ich fast 66 Jahre alt, und in den letzten Jahrzehnten sehr viel geflogen, innerhalb Europas, aber auch außerhalb. Jede, aber auch wirklich jede Reise hat mich nachhaltig geprägt, weil ich Menschen getroffen und
Freunde und gute Bekannte gefunden habe. Mich interessiert heute alles was in Malaysia, Vietnam, China, Sri Lanka, Rumänien, Bulgarien, Italien, Spanien, Frankreich, etc. etc. passiert, weil ich mit Menschen aus diesen
Ländern die aktuelle Situation diskutiere. Ich bin mit einer Vietnamesin verheiratet, wir haben einen Sohn. Soll ich dem nun sagen. Nein, Du kannst Deine Oma, Deine Cousins und Cousinen nicht mehr besuchen. Solange ich es finanziell darstellen kann, soll mein Sohn fliegen und Menschen treffen, nur so schaut man über den Tellerrand hinaus und versteht die Welt. In einem Punkt haben Sie jedoch recht. Deutschland ist wunderschön. Nächster Urlaub: Ratzeburger See/Ostsee. Aber bitte Leute sprecht mit Menschen aus anderen Ländern, besucht sie und versucht deren Denkungsart zu verstehen. Deutschland darf kein Schneckenhaus werden. Gruß

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im_ernst_56 13.07.2019, 14:03
57. Alles richtig

Alles richtig. Wenn aber alle nur noch an den Orten Urlaub machen, die mit der Bahn und dem Auto (mit E-Antrieb) in zumutbarer Zeit erreichbar sind und wir auf die ebenfalls klimaschädlichen Kreuzfahren verzichten, dann werden sich alle Urlauber an wenigen Küsten und Bergen konzentrieren, mit negativen Einflüssen auf die dortige Umwelt. Man wird also vermutlich eine Art Urlaubslenkung durch den Staat oder die EU durchführen müssen. Man wird sich auch Gedanken darüber machen müssen, was mit den Arbeitsplätzen in den Urlaubsländern wird, die bisher mit nur dem Flugzeug erreichbar waren. In Griechenland zum Beispiel, für das der Tourismus ein ganz wesentlicher Wirtschaftsfaktor ist. Und vielleicht sollte man auch daran denken, dass das Klima und die Welt nicht dadurch gerettet wird, dass die Deutschen jetzt den Gürtel ganz eng schnallen. Ich würde auch nicht darauf vertrauen, dass Deutschland insofern für andere Länder ein Vorbild wäre.
Dass wir auch im Guten kein Vorbild für andere Länder ist, haben wir zuletzt im Herbst 2015 gesehen. Da ist niemand unserem guten Beispiel gefolgt. Das sage ich, obwohl mein letzter Urlaubsflug fünf oder sechs Jahre zurück liegt und ich mir den Luxus leiste, noch nie ein Auto besser zu haben und mich mit der Bahn, dem ÖPNV und dem Fahrrad sowie per pedes fortbewege. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass der Verzicht auf Flugreisen mehrere Aspekte hat, die auch bedacht werden wollen.

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funkstörung 13.07.2019, 14:03
58. für andere

natürlich ist es löblich und ein pluspunkt auf dem persönlichen moralischen wohlfühlkonto auf grund klimatechnischer erwägungen auf das fliegen zu verzichten.

wenn dies millionen ähnlich sehen könnte vielleicht sogar etwas messbares verändert werden.

wirklich radikal wird sich nur etwas über verbote oder extreme verteuerung erreichen lassen, leider mit dem unvermeidlichen nebeneffekt, dass die unteren bevölkerungsgruppen in zukunft niemals einen sonnenuntergang im pazifik erleben werden oder einfach mal mit dem auto auf einem caffee nach paris düsen können, das bleibt dann nur den priviligierten vorbehalten, also denen die sich die verbote, die verteuerungen und die damit verbundenen lebenseinschränkungen für andere ausgedacht haben.

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ogg00 13.07.2019, 14:04
59. Kann man so machen, aber...

JedeR muss sich selbst entscheiden, auf welchen Luxus er verzichten möchte. Richtig ist ja, dass fast nichts von dem was wir tun oder besitzen *notwendig* ist. Theoretisch reicht uns bis heute ein geheizter Raum, Wasser und Brot und vielleicht ein Arzt als Fortschritt. ALLES ANDERE ist Luxus.

Ich persönlich liebe Strand, Sonne und verlässliche (!) Wärme. Letzeres bekommen wir nur in Flugentfernung hin und bevor ich darauf verzichte, bessere ich meinen "Abdruck" damit auf, nicht dauernd neue Möbel oder Klamotten zu kaufen und fahre ein sehr kleines Auto und alle Strecken von 100km - 400km mit der Bahn.

Langstrecken könnte man natürlich auch mit der Bahn fahren aber bevor ich 6-12h im Zug oder Auto sitze, gewinne ich mehr Lebenszeit mit dem Flieger. Aber jeder wie er meint. Hauptsache wir sind tolerant genug, das zu ertragen.

Auf Dauer wird Klimaschutz aber nicht durch Rückschritt gelingen, denn dann macht der Rest der Welt nicht mit. Flugzeuge mit Brennstoffzelle etc. sind die Lösung und dann kann auch wieder geflogen werden.

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