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Klimadebatte: Warum ich nicht mehr fliege
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Eine Vielfliegerin war sie nie - trotzdem hat Meike Lobo sich entschieden, auch auf ihren einzigen Urlaubsflug pro Jahr zu verzichten. Hier erklärt sie, warum ihr trotzdem nichts fehlt.

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stevie25 13.07.2019, 14:24
70. Umweltschutz ist ein Menschenrecht.

Ich reise beruflich fast ausschließlich mit dem Zug und innerdeutsch ist für mich die DB das perfekte Verkehrsmittel. Inlandsflüge sind da völlig überfüssig. Nach Österreich fahre ich mit dem Auto ( Diesel ) seit dem die Bahn die Autozugverbindung eingestellt hat. Ich würde mich schon als einen Menschen bezeichnen, der sich umweltbewusst verhält. Schon deshalb sind Kreuzfahrten für mich kein Thema. Trotzdem gönne mir aber regelmäßig innereuropäische Flüge und auch mal den Kurztripp nach London oder Lissabon. Auch wenn viele dieser Tripps von der Sache her völlig überfüssig sind ( aber sind das andere Dinge nicht auch ? Alkohol trinken z.B. . ) werde ich nicht darauf verzichten. Es ist für mich Teil meines europäischen Lebensgefühls, übers Wochenende in die Kultur anderer EU Staaten einzutauchen. Und die EU ist nun mal groß. Kaum vorstellbar, dass Amerikaner ihren Aktionsradius auf einen Bundesstaat beschränken. Ich habe deshalb kein schlechtes Gewissen. Zu einem gesunden Klima gehört für mich auch das politische Klima in einem Land. In einem Land, in dem Menschen politisch verfolgt werden, würde ich nie meinen Urlaub verbringen. Unabhängig davon mit welchem Verkehrsmittel ich dieses Land erreichen könnte.

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verdad12 13.07.2019, 14:24
71. Jeder ist für sich alleine verantwortlich

wir sollten nicht moralisieren und den Splitter in Auge des Anderen sehen, den Balken im eigenen Auge jedoch nicht.
Da offensichtlich erkennbar wird dass sich die Menschheitsfamilie künftig immer mehr einschränken wird müssen, sollten wir doch vernünftigerweise mit dem Abrüsten beginnen.
Laut Studie kaufte das US-Militär 2017 269.230 Barrel Öl pro Tag und emittierte dabei mehr als 25.000 Kilotonnen Kohlendioxid durch das Verbrennen dieser Treibstoffe. Den größten Anteil hatte die US Air Force. Allein sie habe im Jahr 2017 Treibstoffe im Wert von knapp fünf Milliarden US-Dollar (4,4 Mrd. Euro) bezogen, so die Ergebnisse der Studie. Die Marine gab im selben Jahr rund 36 Mio. Dollar für Treibstoff aus.

Die US-Streitkräfte als großer CO2-Emittent würden aber meistens unberücksichtigt gelassen, so die Kritik der Studienautoren. Es sei zum einen sehr schwierig, Daten zu bekommen. Zum anderen hatten die USA beim 1997 beschlossenen Kyoto-Protokoll, das erstmals völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern festlegte, darauf bestanden, für die Emissionen des Militärs eine Ausnahme zu machen und diese nicht melden zu müssen.

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karlsiegfried 13.07.2019, 14:24
72. Stört mich nicht

Übrigens, von Berlin nach Kärmtem fährt auch ganz komfortabel. Deshalb ist das auch kein Hit, sondern nur Selbstlob. Sollen nun weltweit 50% Prozent allerFlugzeuge verschrottet und die Flugpreise um das 10fache erhöht werden? Ehrlich, irgendwo hört es auf mit dem Klimaschutz, der doch nicht wirkt. Beweis: Siehe in 20 jahren.

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mucschwabe 13.07.2019, 14:28
73.

Falls Sie mal die Mecklenburgische Seenplatte besuchen wollen, kann ich Ihnen eine Kanufahrt wärmstens empfehlen. Wenn sie ganz früh morgens schon starten, können Sie den Fischadler beim jagen beobachten. Wir hatten mal das Glück, dies zu sehen und es war eins meiner schönsten Erlebnisse. Bei Morgengrauen, wenn sich der Frühnebel lichtet im Kanu diesen wundervollen Greifvogel zu beobachten.

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interessierter Laie 13.07.2019, 14:29
74. @jolly-arthur

ich bin in meinem Leben viermal in einen Urlaub geflogen. Beruflich kam allerdings locker das vierfache zusammen. Das Suche ich mir aber nicht aus. Und selbst da waren einige Reisen dabei, die mit einem vernünftigen Bahnangebot locker auch so hätten erledigt werden können. Aber wo ist das? Ich beneide meine französischen Kollegen. Wenn die französische Bahn nicht streikt ist man ruckzuck überall, der Service passt, der Preis ist angemessen. Was sie deutsche Bahn abzieht ist mir hingegen peinlich. Bestes Beispiel: Nachtzüge. Ein solcher braucht nichtmal schnell zu sein um für Strecken bis 1500 Kilometer eine Alternative zu sein. Und was macht die Bahn?! Kaputtsparen und dann an die ÖBB geben! Ich würde gerne mal untersuchen lassen, ob dahinter nicht ein medizinisches Wunder steckt: Säugetiere ohne Gehirn!

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ThomasS79 13.07.2019, 14:30
75. Falsche Verhältnismäßigkeiten.

Die Intention und Konsequenz von Frau Lobo ist vorbildlich. Es gibt per se nichts gegen jede Kleinigkeit zum Schutz unseres Klimas einzuwenden. Trotzdem erachte ich den generellen Aktionismus in seiner aktuellen Ausrichtung für bedenklich. Unsere Gesellschaft, WIrtschaft und Politik muss dringendst ein Bewusstsein für klimafreundliche Industrie, Energie und Güterverkehr entwickeln! Der private Verzicht auf Flugreisen wirkt sich auf das Klima in etwa so aus als trage ich, auf einer Müllhalde wohnend, ein Stück Abfall von A nach B und wundere mich, warum es eine Müllhalde bleibt. Dabei wird vieles aus einer westlichen Image-Komfortzone heraus als klimafreundlich und ökologisch angepriesen, was es aber in letzter Konsequenz nicht ist. Mehr noch, es steuert ein Meinungs- und Erwartungsbild zu einem individualisierten, vermeintlich klimafreundlichen Lebensstil, der aber in seiner Verhältnismäßigkeit nichts damit zu tun hat. Wenn man dann noch davon ausgeht, dass sich solches Verhalten in der Breite etabliert, sind vielerlei die infrastrukturellen Voraussetzungen nicht vorhanden oder eben durch Überfrequentierung der klimafreundliche Aspekt schon wieder verloren. Meine Frau und ich sind zuletzt vor 8 Jahren in den Urlaub geflogen, meine Firma fördert Geschäftsreisen mit dem Zug schon seit Jahren, unsere Urlaube verbringen wir (wegen unserem Hund) in Mitteleuropa. Deshalb sind wir keine besseren Menschen.

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KR-Spiegel 13.07.2019, 14:32
76. Biosprit oder e-Fuel

Das CO2 - Problem von fossilen Energieträgern ist seit Jahren bekannt. Allerdings haben gerade die heutigen 'Verzichter' massiv alternative Energieträger bekämpft. Daher gibts eher dann Klimaschutz, wenn möglichst viele Menschen möglichst weit fliegen, damit endlich Techniker neue Energieträger entwickeln dürfen.
Zukunft geht nur ohne weinerliche Ökos.

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linoberlin 13.07.2019, 14:32
77. damit retten Sie nicht

die Welt. Oder bleibt das Flugzeug jetzt aufgrund gleicher Einsicht gleich am Boden? Nein, es fliegt weiter nach Plan. Flugzeugbauer, Fluggesellschaften usw. werden weiter Wachstum, Wachstum, Wachstum verzeichnen.

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someoneunreal 13.07.2019, 14:32
78.

Was ist das jetzt hier? Grüne online-Journalisten-Elite beweihräuchert sich selbst?
Keine Sorge, Frau lobo - ich fliege für sie mit.
Alles hat seinen Ausgleich. Auch ihr Verzicht.
Freundliche Grüße vom Flughafen

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wolf39 13.07.2019, 14:33
79. Warum ich nicht mehr fliege

Frau Lobo beschließt also nicht mehr zu fliegen. Das Flugzeug fliegt aber auch ohne sie. Resultat: Kein CO2-Gewinn für die Menschheit.

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