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Krankheitserreger in Flugzeugen: Bloß nichts anfassen!
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Fliegen ist bequem, aber für das Immunsystem eine Zumutung. Eine Reise-Website hat jetzt getestet, wo im Flugzeug die meisten Krankheitserreger lauern. Ergebnis: Die schlimmste Bazillenschleuder liegt direkt vor dem Fluggast.

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hagr 08.09.2015, 09:58
40. Diese und ähnliche Kommentare

Schonmal überlegt, dass unser Immunsystem sich in einer Zeit entwickelt hat, als die Menschendichte wesentlich geringer war als heute in Ballungsräumen? Waren sie schon einmal in den Bergen oder in Regionen dieser Welt, wo die Menschen und Infrastrukturdichte gering ist. Es reicht schon ca. 1000km in Richtung Osten zu fahren, in die Wälder Polens oder ins tschechische Riesengebirge. Von mir aus auch Mal eine Wandertour durch den Norden Finnlands. Da finden sie Verhältnisse, wie sie unserer ursprünglichen Umbegung und der, für die wir gebaut sind, ein wenig näher kommen.
Und die Unterschiede sind frappierend, obwohl man auch dort weit von wirklich klarer Luft und Freiheit von menschgemachten Einflüssen entfernt ist.
Ich bin in all diesen Regionen schon gewandert. Das Erste, was mir aufegallen ist, ist die Luft. Da reichen schon die Alpen. Sie steigen aus dem Auto und haben sofort einen Eindruck, was klare und relativ saubere Luft ist. In den Alpen können sie riechen, wenn ein Auto an ihnen vorbei gefahren ist. In weiten Teilen Deutschlands riechen Sie das nicht mehr, weil die Luft ständig nach Abgas stinkt und das Gehirn das ausblendet.
Kennen sie diese fettige Schmierschicht, die man am Körper hat, wenn man nicht täglich duscht, eigentlich müsste man beinahe zweimal am Tag duschen, zumindest in dem Ballungsgebiet, in dem ich wohne.
In Finnland oder dem Riesengebirge können sie eine Woche wandern und schwitzen und diese Schicht bildet sich nicht, selbst wenn sie nicht duschen. Sie wachen morgens auf und der Kopf klebt nicht. Können Sie sich das vorstellen? Ich bin jedesmal baff erstaunt, wenn ich das erlebe.
Die Keimdichte in Ballungsräumen ist so groß, dass jedes Immunsystem bis an die Grenzen gefordert ist. Es macht Sinn, in so einem Umfeld auf Hygiene zu achten, weil auch das beste Immunsystem irgendwann kapitulieren muss. Im Riesengebirge hätte ich hingegen kein Problem, mein Brötchen auf den Boden zu legen, es wieder aufzuheben und weiterzuessen, wenn Sie verstehen, was ich damit sagen will.

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Daniel Fleck 08.09.2015, 10:01
41. Oh wie schlimm, ein paar Keime ...

Da auf jedem mensch etwa 100 Billionen Keime leben, tun die paar kaum weh, es sei denn man hatte Sagrotanmuttis, die meinten, dem Baby durch sterile Umgebung ein gesünderes Leben zu ermöglichen. Ignorierend (wie viele Ärzte), dass die Menschen auch ohne Sagrotan überlebt haben. Vor 2 Tagen veröffentlichte SPON einen Artikel, dass Kinder die auf Bauernhöfen aufgewachsen sind, eben WEGEN der Keime gesünder waren als Stadtkinder.
Vernünftiges Vorleben von Hände Waschen vor dem Essen, etc. sind mehr als ausreichend und diese unsinnigen Keimzahlen absolut unseriöse Pankimache. Die Keime in unserem Körper heilen übrigens auch Krankheiten (Da sich unsere Darmflora bei Krankheit verändert, sondern auch die Keime dort andere Stoffe ab, die uns gesund machen)

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Maler 08.09.2015, 10:02
42.

Bus und Bahn fahren ist sicher erheblich gesundheitsgefährdender als Fliegen. Gegen einen großen Bahnhof ist ein Flughafen ja geradezu klinisch sauber, von manchen an Bahnhöfen herumlaufenden Leuten, die man nicht mal mit der Kneifzange anfassen mag mal ganz zu schweigen.
Im Flugzeug - und ich bin über 100mal geflogen - habe ich mir noch nie eine Krankheit geholt, in Bahn/U-Bahn aber schon.

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leo19 08.09.2015, 10:03
43. Wir haben mehr keime im Körper als Zellen!

Was sollen da ein paar Keime auf den Klapptischchen? Die spinnen, die Amis. Sollen doch mit Sagrotan-Air fliegen.

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Marv89 08.09.2015, 10:06
44.

Zitat von neinsagen
bin 57 und nur 2 mal in meinem Leben geflogen. 1985 und 2014; ich denke das das genug ist
Der Zusammenhang mit diesem Artikel ist welcher?

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Wofgang 08.09.2015, 10:20
45.

Zitat von alzaimar
Woher kommt bloß diese panische Angst vor Keimen? Keime sind da, wir haben ein Immunsystem ...
Genau das frage ich mich auch immer. Die meisten Neurodermitis Fälle kommen aus keimfreien Umgebungen, wo das Sagrotan immer in eichweite ist und extremer Wer auf Keimfreiheit gelegt wird. Die Kinder können gar kein funktionierendes Immunsystemaufbauen.

Es ist nicht entscheidend, wie viele Keime vorhanden sind, sondern wie viele Gefährliche!

Im Haus ist der Ort übrigens nicht die Toilette, wie so oft vermutet, sondern die Spülmaschine und der Spülschwam bzw. Spülbürste.

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h_harz 08.09.2015, 10:21
46. Zum einen...

stimmt das wohl alles, aber andererseits, wie hier im Forum schon geschrieben, hält das menschliche Immunsystem schon einiges aus, zumindest wenn man es lässt und einen Helikoptermami nicht unter einer Käseglocke aufgezogen hat.
Andererseits, wann bitte soll denn eine gründliche Reinigung stattfinden?
Eine normale Verkehrsmaschine oder ein Touristenbomber fliegt von A nach B.
Dort wird so schnell wie möglich alles abgeworfen, Gepäck, Menschen, etc... und während hinten die letzten noch hinaus gekehrt werden, kommen vorne die ersten schon wieder rein.
Zeit ist Geld, die Maschinen müssen so lange und oft wie möglich in der Luft sein.
Je nach Strecke noch die Besatzung tauschen und auftanken und schon geht es wieder los, dieses Mal von B nach A.
So geht das immer weiter, bis zum nächsten, vorgeschriebenen Check, bzw. bei Kurzstrecken bis die Nacht anbricht.
Ich kann mir vorstellen, dass so ein Airbus A320 fünf mal an einem Tag die Strecke Frankfurt - Mallorca
schafft.
Flugzeit ist 2:15, los geht es Morgens um 4:30 Uhr.
Dreimal hin, zweimal zurück macht 11:15 Stunden, jeweils eine Stunde Aufenthalt am Flughafen, dann sind es 15:15 Stunden.
Ein bisschen Verspätung auch noch, 16:00 Stunden.
Bleiben noch acht Stunden in der Nacht, in der Zeit in der man eh nicht fliegen darf.
Diese Zeit wird für Wartung gebraucht und vielleicht auch zum sauber machen.
Ergo haben im für die Gesellschaft günstigsten Fall an jedem Platz fünf Personen pro Tag gesessen.
Aber dafür ist es schön billig und Geiz ist ja bekanntlich geil....

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geboren1969 08.09.2015, 10:23
47. Keimzahl

sagt leider überhaupt nichts über die Gefährlichkeit der Keime aus. Die Studie ist also etwas halbherzig. Wobei bewiesen wurde, dass in bestimmten Bereichen nicht anständig geputzt wird. Eine Chance für die Airlines. Da es aber nur darum geht, den Vogel schnellstmöglich wieder in der Luft zu haben sehe ich nicht viel Potential für Verbesserungen.

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5b- 08.09.2015, 10:30
48. Nicht repräsentativ, nicht vergleichend, nicht wichtig

Da hat mal einer wo gemessen. Na toll.
Und dann wird mit Zahlen um sich geworfen. Wie wäre es mit einem Vergleich? Wieviel Keime gibt es in normalen Wohnungen? Wieviel gibt es generell auf der Haut? Was soll uns die Anzahl der Keime sagen? Wieviel der Keime gelangen in unseren Körper wenn man Besteck verwendet?

Ich hoffe inständig, dass nicht angefangen wird zu desinfizieren, sonst wird aus der harmlosen Bazille bald ein Superbakterium das und alle tötet. So wie auf Krankenhausfluren.
Eine Frage: Wenn Sagrotan und andere 99% der Bakterien entfernen, was passiert mit dem einen Prozent das übrig bleibt? Und wieviel Bakterien kann man mit einer normalen Seifenlauge entfernen?

Ich fliege oft und seit acht Jahren mindestens einmal per annum. Was mir zusetzt ist die trockene Luft, der beengte Raum und der Schlafentzug. Habe noch nie eine Magenverstimmung oder andere "Krankheiten" auf den Reisen bekommen. Ich wasche mir die Hände vor dem Essen da ich Brötchen u.ä. mit jenen zum Mund führe. Das sollte reichen.
Immer diese unnötige Angstmacherei. Lieber auf die Gefahren eines Freihandelsabkommens und andere wichtige Dinge hinweisen. Das würde mehr Lebensqualität retten.

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wll 08.09.2015, 10:41
49. Kein Titel

Zitat von skal666
... nehme ich an. Wieso aber die Passagiersitze und Tische nicht geputzt werden erschliesst es mir nicht ganz. Schliesslich wird da mit dem Essen rumgekrümmelt, selbst wenn es diese Bezeichnung nicht verdient, und es verschüttet mal immer wieder jemand ne Cola.
Weil es Zeit kosten würde - und damit Geld. Der Flieger muss so schnell wie möglich wieder in die Luft, um die Standzeit am Boden, die Geld kostet und in der nichts verdient wird, zu minimieren. Zudem bedeutet natürlich ein längerer Einsatz der Putzkolonne auch höhere Lohnkosten für die Fluggesellschaft (höhere Rechnung vom Dienstleister oder mehr Personalbedarf, da weniger Flugzeuge pro Tag abgefertigt werden können)...

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