Forum: Reise
Kreuzfahrt: Hapag-Lloyd Cruises verzichtet ab 2020 auf Schweröl
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

In der Klimadebatte kommt die Kreuzfahrt besonders schlecht weg. Nun hat Hapag-Lloyd Cruises bekannt gegeben, künftig ohne Schweröl in See zu stechen. Doch Umweltexperten reicht das nicht.

Seite 1 von 3
mullertomas989 30.09.2019, 13:06
1. Fahrt mit Öko-Fuel!!

Und macht großflächig Werbung damit!! Eure Kunden können das zudem auch zahlen. Großer Luxus und nur geringe Emissionen, attraktiver geht's doch gar nicht!

Beitrag melden
chjuma 30.09.2019, 13:13
2. Ein erster Schritt

Trotzdem ich der Meinung bin dass die Kreuzfahrt als solches per sè verboten gehört, ist das ein erster kleiner Schritt den allergröbsten Dreck zu vermeiden. Auch lese ich, dass der erste Gedanke, Schweröl von den Meeren zu verbannen, aufgeschrieben ist. Da Schweröl ein Abfallprodukt ist und die Schifffahrt damit Giftmüllverbrennung betreibt wird nun über kurz oder lang das Problem mit der Entsorgung des Schweröls auf die Agenda treten. Mal schauen wie das in den Griff zu kriegen ist.

Beitrag melden
BruderJohannes 30.09.2019, 13:36
3. Gesetzlich gefordertes Greenwashing.

Lasst Euch doch nicht von denen vor den Karren spannen! Ab 1.1.2020 ist Schiffskraftstoff mit weniger als 0,5% Schwefel zu fahren. Weltweit! Das zu erreichen, ohne Destillatkraftstoffe einzusetzten wird schwierig bis unmöglich denn bis heute weiß niemand, was die Ölgesellschaften zum Jahreswechsel hin anbieten. Vielleicht wird es einen mix aus Marine-Gasöl und Schweröl geben aber das ist sehr unwahrscheilich. Schließlich muss die Hauptmaschine das Zeug auch schlucken können. Ausserdem müssen nicht nur Passagierschiffe umstellen. Das Gesetzt gilt für alle Schiffe über 500 BRZ in der kommerziellen Fahrt!
Also nicht alle Märchen der Werbung glauben...

Beitrag melden
antilobby 30.09.2019, 13:42
4.

Zitat von chjuma
Da Schweröl ein Abfallprodukt ist und die Schifffahrt damit Giftmüllverbrennung betreibt wird nun über kurz oder lang das Problem mit der Entsorgung des Schweröls auf die Agenda treten. Mal schauen wie das in den Griff zu kriegen ist.
Da wo vorher Erdöl gelagert war, kann man auch Schweröl wieder zurückbringen.

Beitrag melden
Gluehweintrinker 30.09.2019, 13:44
5. Welche Mengen "Öko-Fuel" stehen denn bereit?

Zitat von chjuma
1. Fahrt mit Öko-Fuel! Und macht großflächig Werbung damit!! Eure Kunden können das zudem auch zahlen. Großer Luxus und nur geringe Emissionen, attraktiver geht's doch gar nicht! 2. Trotzdem ich der Meinung bin dass die Kreuzfahrt als solches per sè verboten gehört, ist das ein erster kleiner Schritt den allergröbsten Dreck zu vermeiden. Auch lese ich, dass der erste Gedanke, Schweröl von den Meeren zu verbannen, aufgeschrieben ist. Da Schweröl ein Abfallprodukt ist und die Schifffahrt damit Giftmüllverbrennung betreibt wird nun über kurz oder lang das Problem mit der Entsorgung des Schweröls auf die Agenda treten. Mal schauen wie das in den Griff zu kriegen ist.
1. Die Kombination "Meinung bei gleichzeitiger Abwesenheit von Ahnung" ist besonders beliebt, wenn es um Kreuzfahrtschiffe geht, denn es stellen sich diverse Fragen: 1. welche Menge "Ecofuel" steht zur Verfügung? Es reicht gerade mal aus, um KFZ-Treibstoffe um ein paar Prozent anzureichern. 2. Schiffsverkehr operiert international, und nach dem Recht des jeweiligen Flaggenstaats 3. Für Regionen außerhalb der Hoheitsgewässer gelten überhaupt keine nationalen Regeln. 4. Wer Reeder mit nationalen Alleingängen kommt, verlagert den Verkehr auf Länder, die dieses nicht tun, um von der Verlagerung zu profitieren. 5. 400 hochseetauglichen Passagierschiffen stehen 90.000+ Frachter und viele weitere Schiffstypen gegenüber.

2. Sie wollen also die Kreuzfahrt verbieten? Warum nicht den Containerschiffsverkehr? Wer muss denn Klamotten und Plastikschrott aus Asien kaufen? Man kann es doch auch bei uns produzieren. Warum kann man nicht den Autoverkehr verbieten oder das Fliegen? Selten so viel Blödsinn gelesen - Schiffe haben übrigens Flaggenländer, die mit EU-Vorschriften so gut wie nichts am Hut haben. Deswegen heißen sie auch Billigflaggenländer. Schweröl ist ein Abfallprodukt der Raffinerien, ganz recht. Wenn Sie es statt zu verbrennen lieber endlagern möchten, stellen Sie bitte zuerst einen Platz in Ihrem Hinterhof oder Keller zur Verfügung.

Ja, es ist immer eine sehr bequeme Art um sich als Umweltbesorgter zu präsentieren, indem man bevorzugt gerade auf den Dingen herumdrischt, die einen persönlich nicht interessieren. Geht's aber an den eigenen Lebenswandel in Form von Fleischkosnum, KFZ, Wohnfläche, Fliegerei, Textilien, Konsumverhalten allgemein, da hört der Spaß dann schlagartig auf, nicht wahr?

Beitrag melden
indigohh 30.09.2019, 13:51
6. Vielleicht sollten Sie einmal den Artikel lesen...

Zitat von BruderJohannes
Lasst Euch doch nicht von denen vor den Karren spannen! Ab 1.1.2020 ist Schiffskraftstoff mit weniger als 0,5% Schwefel zu fahren. Weltweit! Das zu erreichen, ohne Destillatkraftstoffe einzusetzten wird schwierig bis unmöglich denn bis heute weiß niemand, was die Ölgesellschaften zum Jahreswechsel hin anbieten. Vielleicht wird es einen mix aus Marine-Gasöl und Schweröl geben aber das ist sehr unwahrscheilich. Schließlich muss die Hauptmaschine das Zeug auch schlucken können. Ausserdem müssen nicht nur Passagierschiffe umstellen. Das Gesetzt gilt für alle Schiffe über 500 BRZ in der kommerziellen Fahrt! Also nicht alle Märchen der Werbung glauben...
Dort ist IMO 2020 nämlich erwähnt. Und selbstverständlich ist jetzt bereits klar, wo und wie LSFO (Low Sulphur Fuel Oil) angeboten wird.

Also bitte in Zukunft erst informieren, dann schreiben. Vielen Dank.

Beitrag melden
captalfa 30.09.2019, 13:52
7. Mal wieder eine irreführende Meldung von SPON

Journalisten sollten einfach mal recherchieren, bevor sie einen Beitrag schreiben:
Hapag-Lloyd verhält sich mitnichten besonders umweltbewusst, sondern erfüllt im nächsten Jahr die dann geltenden Bestimmungen hinsichtlich der zulässigen Brennstoffe.
Ab 1.1.2020 sind weltweit nur noch Brennstoffe mit weniger als 0,5% Schwefel erlaubt. Statt Schweröl wird dann MDO (Marine Diesel Oil) verbrannt. Das kann jeder Schiffsmotor ohne irgendwelche Umstellungen, da dies auch schon bisher in vielen Seegebieten (SECA-Gebiete: u.a. auch Nord- und Ostsee, engl. Kanal, Teile des Mittelmeers, Küsten der USA etc..) seit etlichen Jahren zwingend vorgeschrieben und seitens der nationalen Behörden genauestens kontrolliert wurde. Richtig, MDO ist um den Faktor 2-3 teurer als HFO (Heavy Fuel Oil), was sich natürlich auch auf die Kosten einer Kreuzfahrt niederschlagen wird. Aber es wird ja niemand gezwungen, eine solche anzutreten...

Beitrag melden
Chris_Christensen 30.09.2019, 13:52
8. Cheat devices - der abgeschiedene Schwefel ins Wasser...

Zitat von BruderJohannes
Lasst Euch doch nicht von denen vor den Karren spannen! Ab 1.1.2020 ist Schiffskraftstoff mit weniger als 0,5% Schwefel zu fahren. Weltweit! Das zu erreichen, ohne Destillatkraftstoffe einzusetzten wird schwierig bis unmöglich denn bis heute weiß niemand, was die Ölgesellschaften zum Jahreswechsel hin anbieten. Vielleicht wird es einen mix aus Marine-Gasöl und Schweröl geben aber das ist sehr unwahrscheilich. Schließlich muss die Hauptmaschine das Zeug auch schlucken können. Ausserdem müssen nicht nur Passagierschiffe umstellen. Das Gesetzt gilt für alle Schiffe über 500 BRZ in der kommerziellen Fahrt! Also nicht alle Märchen der Werbung glauben...
...so sieht es aus. Der Schwefel wird aus den Abgasen rausgewaschen und dann ins Wasser abgelassen.

https://www.independent.co.uk/environment/shipping-pollution-sea-open-loop-scrubber-carbon-dioxide-environment-a9123181.html

Beitrag melden
märz123 30.09.2019, 13:52
9. Feinstaub

Da verwechseln sie wieder Emmision mit Immison, Feinstaub aus Schiffen ist total egal.
Als erstes sollten Holzöfen verboten werden, die stehen direkt in den Wohngebieten und es gibt uns 15 Millionen.
Und kommt mir jetzt keiner mit , die Schiffe im Hamburger Hafen blasen Feinstaub in die Stadt, Nein !
Volliger blödsin

Beitrag melden
Seite 1 von 3
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!