Forum: Reise
Langzeitreisen mit dem Trekkingrad: "Ich erlebe ständig neue Abenteuer"
Jannik Jürgens

Mit kleinem Budget und wenig Gepäck radelt Jannik Jürgens immer wieder für mehrere Monate hinaus in die Welt. Am Ziel ist er auch nach 20.000 Kilometern nicht.

klausleim 25.05.2019, 12:31
1. Da ich noch

Brötchen verdienen musste, konnte ich nur am Wochenende auf Tour gehen. Mit 5 verschiedenen Bikes habe ich in 45 Jahren über 250.000 km/mls ( 6,3 mal rund Erde ) zurückgelegt. 2/3 davon in Westeuropa, den Rest nach dem Beginn der Rente, in Florida. Leider habe ich am Anfang nicht gewusst, was ich alles in dieser Zeit erleben werde. Ich habe es leider versäumt, Tagebuch zu führen. Ich wünsche dem Jannik noch alles Gute für seine weitere Reise.

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Papazaca 27.05.2019, 07:27
2. Reisen bedeutet auch, mal Pausen machen ....

um sich auf andere Welten einzulassen. Viele dieser kilometerfressenden Weltreisenden sind fast immer in Bewegung und bleiben selten irgendwo länger. Wenn man aber nur unterwegs ist, lernt man Straßen, Natur und andere Reisende kennen, eher selten die Menschen der Länder, die man durchfährt. Für mich sind Menschen aber mindestens so wichtig wie Sehenswürdigkeiten und Natur. Aber irgendwie passt dieser Ansatz nicht zu vielen Reisenden, für die ist Reisen in erster Linie Bewegung. Gut, das muß jeder letztlich für sich selbst entscheiden.

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Hamberliner 29.05.2019, 09:15
3. grenzwertig

Wirklich frei ist er nicht, das bildet er sich nur ein. Ich meine, sich mit Menschen einer völlig anderen Denke aus einem anderen Kulturkreis zu unterhalten ist zwar hochinteressant, es kostet aber auch allerhöchste Konzentration, genau zuzuhören und jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Wenn man sich von anderen zum Übernachten einladen lässt soll man also fünf Minuten nach allerhöchster Konzentration einschlafen können? Und, wenn es Muslime sind, sich die Tortur antun ohne Bier oder Wein einzuschlafen? Dann ist man nicht frei, das ist Folter. Unfrei macht ihn auch seine selbst ausgesuchte Armut. Er setzt sich zum Betteln hin anstatt sich zu bewegen, dabei ist er unfrei, und er macht denen Konkurrenz, die wirklich betteln müssen. In Barcelona, meiner Ex-Heimatstadt, hat er sich höchstens eine Freiheit genommen, um die ihn niemand gebeten hat, nämlich ohne Gitarre spielen zu können wie Paco de Lucia und ohne so romantisch katalanischen Folk zu beherrschen wie Lluis Llac oder Maria del Mar Bonet irgendwelche beliebige Straßenmusik zu machen. Auf den Ramblas hätten ihn sowieso die Mossos d'Escuadra vertrieben, aber auch anderswo ist solche von Betteltouristen importierte Straßenmusik ein kultureller Angriff auf diese Stadt.

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