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Lieblingstouren der Fahrradblogger: Nachradeln dringend empfohlen
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Eine Tour an der Ostsee, eine Kinder-kompatible Strecke, eine Fahrt durchs deutsch-belgische Grenzgebiet: Fahrradblogger verraten ihre Lieblingstouren in Deutschland.

jkbremen 17.07.2018, 07:34
1. Komoot

Wer die hervorragende Fahrrad-App Komoot aufs Handy lädt, bekommt neben einer tollen Tourenplanungs- und Navi-App auch einen riesigen Fundus an bebilderten, unmittelbar nachfahrbaren Fahrradtouren in D und ganz Europa.
Für mich das beste Fahrradzubehör neben dem Lenkerhalter fürs Handy Finn-Universal.
Kleiner Tip: Powerbank in der Lenkertasche mit Handyladekabel verbinden und den ganzen Tag entspannt Fahrradnavigation genießen.

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Sibylle1969 17.07.2018, 09:13
2.

Ich bin den Vennbahn-Radweg Sonntag vor einer Woche von Aachen nach Monschau und zurück mit dem Rennrad gefahren. Der Weg ist wirklich toll, die Steigung bis auf wenige Abschnitte kaum merklich. Bis auf 3 km bei Konzen komplett asphaltiert und bis auf ca. 5 km zwischen Brand und Walheim eine Superqualität des Belags. Richtig einsam war es an einem Sonntag im Juli mit schönem Wetter natürlich nicht, aber auch lange nicht so voll, wie ein vergleichbarer Weg in der Nähe von Frankfurt wäre. Es waren auch sehr viele Gepäckradler unterwegs. Alles in allem sehr zu empfehlen.

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mr.pixel 17.07.2018, 10:40
3.

@1 Komoot ist wirklich super, da stimme ich Ihnen zu! Ein Tip aber noch von mir: Tarp, Isomatte und Schlafsack einpacken, Smartphone zu Hause lassen und einfach mal losradeln. Der Nase lang quasi. Das ist für das Abenteuerfeeling ziemlich förderlich. Natürlich bekommt man beim planen einer Tour inkl. Smartphone die schöneren Sehenswürdigkeiten zu sehen, aber ohne Plan ist auch mal nett. Mountainbike oder geländetaugliches Trekkingrad ist bei sowas allerdings anzuraten ;)

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interessant......... 17.07.2018, 11:26
4.

Ich kann @mr.pixel nur zustimmen. Entlang der "ausgetreten" Wege gibt es leider jede Menge Dienstleister (Pensionen, Restaurants), die wissen, dass man am Abend nach 100km nicht noch 50km dranhängt, weil man in der angebotenen Unterkunft nur widerwillig übernachten mag. Ich habe entlang des Elberadwegs in jedem durchfahrenen Bundesland in ekligen Unterkünften geschlafen und mich in ebenfalls hygienisch inakzeptablen "Restaurants" verpflegen müssen. Natürlich gibt es, im wahrsten Sinne des Wortes, auch Lichtblicke.
Wenn ich soetwas aber nochmals in Angriff nehmen würde, dann mit Isomatte und Schlafsack, so kann ich wenigstens in meinem eigenen Dreck schlafen...
Nichtsdestotrotz, geht raus, z.Bsp. mit dem Rad und erkundet die reale Welt. Es gibt nichts Schöneres...

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Papazaca 18.07.2018, 09:21
5. Macht richtig Lust aufs Radeln.

Jetzt mal ohne jedes Meckern: Das habt Ihr richtig gut gemacht und den vier Radlern ein dickes Danke. Ich weiß gar nicht, welche der vier Touren ich als erste fahren werde. Ostsee oder Eifel? Auch die Fotos motivieren zu den Touren.

Hier noch ein kleiner Tipp. Besonders für Weinliebhaber bieten sich die 95 Km der (Pfälzer) Deutschen Weinstraße an. Die 95 Km von Bockenheim nach Schweigen sind leicht wellig, ohne große Steigungen, also gut zu fahren. Mit dem Gault Millau Weinführer kann man sich die besten Weingüter raussuchen und gute Weine probieren. Restaurants gibt es genug, aber ein Picknick in den Weinbergen mit Baguette, Wein und Käse ist unübertroffen. Zur Orientierung: Bockenheim liegt bei Worms, Schweigen bei Weißenburg, an der französischen Grenze. In drei Tagen ist die Tour mit Weinproben gut zu fahren.

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achterhoeker 18.07.2018, 10:57
6. Die Lösung

Mal schnell am Wochenende Elberadweg. Da kann man auch auf der Autobahn Kolonne fahren, gerade im Großraum Dresden. Auch durch den Gegenverkehr macht das "Spaß", man kriegt dafür nichts von der Landschaft mit.
Belgien ist auch ein schöner Plan für's Wochenende. Anfahrt 600km, Unterkunft Fragezeichen, Rücktour wieder 600km. Radfahren ist dann wirklich Öko. Und wann fahre ich dann die Tour?
Komot habe ich die News ausgeschaltet, jede Mail preist meine Gegend an weil jemand wieder um ein Tagebaurestloch geradelt ist und das der Welt mitteilen müsste. Dabei sieht jedes wassergefüllt Loch gleich aus. Und die Radwege drumherum? Werden jetzt kaputtgespart.

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Papazaca 18.07.2018, 11:32
7. Die Radfahrerwelt, ein Jammertal. Gute Besserung!

Zitat von achterhoeker
Mal schnell am Wochenende Elberadweg. Da kann man auch auf der Autobahn Kolonne fahren, gerade im Großraum Dresden. Auch durch den Gegenverkehr macht das "Spaß", man kriegt dafür nichts von der Landschaft mit. Belgien ist auch ein schöner Plan für's Wochenende. Anfahrt 600km, Unterkunft Fragezeichen, Rücktour wieder 600km. Radfahren ist dann wirklich Öko. Und wann fahre ich dann die Tour? Komot habe ich die News ausgeschaltet, jede Mail preist meine Gegend an weil jemand wieder um ein Tagebaurestloch geradelt ist und das der Welt mitteilen müsste. Dabei sieht jedes wassergefüllt Loch gleich aus. Und die Radwege drumherum? Werden jetzt kaputtgespart.
Ja, Ihr Kommentar kommentiert wirklich das blanke Radfahrerelend. Glauben Sie denn, das es auch gute Touren gibt? Oder ist die Radfahrerwelt ein einziges Jammertal, ohne Hoffnung.

Ich empfinde Deutschland eher als ein Radfahrerland: Viele Radfahrerwege, gute Ausschilderungen, gute Infrastruktur, viele Läden, falls Reparaturen anfallen. Und viele schöne unterschiedliche Landschaften. Kommen Sie mal nach Westafrika, Sie würden sich wundern.

Nein, beim besten Willen kann ich Ihre pessimistische Sicht nicht teilen. Und auf vielen Touren habe ich selbst am Wochenende wenig Leute getroffen. Und wenn, dann freundliche Radfahrer. Also, viel Gluck bei ihren nächsten Touren!!!

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