Forum: Reise
"Lonely Planet"-Ranglisten: Dies sind die Trendziele für 2020
Steve Photography/ Shutterstock

Bhutan und Aruba haben es auf die "Lonely Planet"-Liste der besten Reisespots 2020 geschafft. Der Verlag gibt dazu Tipps für nachhaltiges Unterwegssein. Passt das?

Seite 1 von 4
eunegin 22.10.2019, 06:08
1. LP - der gemeinsame run auf Trend- und "Geheim"ziele

Schon als ich vor 30 Jahren mal mit dem Lonely Planet unterwegs war, hat man lieber die großen Empfehlungen vermieden und die B-Ziele gewählt. Sonst sitzt man dort mit all den anderen. Für die grobe Richtung und praktische Tips gut, eigenes entdecken hat aber mehr gebracht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rubraton 22.10.2019, 09:01
2. Aruba ???

als ich vor vielen Jahren durch eine Kreuzfahrt auf Aruba gelandet bin war ich mehr als enttäuscht. Aruba gilt als das Mallorca Amerikas. Massen an Bettenburgen, das es mir buchstäblich die Sprache verschlagen hat. sicherlich hat Aruba auch seine schönen Ecken keine Frage. Es aber zu einem Hotplace zu benennen, finde ich schon sehr gewagt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alsterherr 22.10.2019, 09:04
3.

Also eine List der Ziele, die man 2020 meiden sollte!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
damp2012 22.10.2019, 09:16
4. Nr. 3 ... stimmt!....

.. und dann das Buch noch bei A. kaufen, mit dem Flieger und Schiff unterwegs sein... Och, Leute - hört doch endlich mal auf und backt kleinere Reiseziele ....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pogle 22.10.2019, 09:20
5. Na dann ...

wieder Empfehlungen, die mit Klimaschutz ideal zusammenpassen. Oder gibt es da Fahrradwege dorthin ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Humanfaktor 22.10.2019, 09:32
6. Heuchlerisch

Was halte ich davon, dass in Videos, Büchern, Reisberichten und Co. "Geheimtipps" gegeben werden, wohin sich die Massen als nächstes Bewegen könnten, um auch noch die letzten mehr oder weniger unberührten Flecken der Welt mit ihrer Anwesenheit und der importierten Anspruchshaltung - euphemistisch verklärt als Kultur und Zivilisation - zu beglücken? Nichts. Gar nichts.
Dass Menschen Reisen 'wollen', wird uns aus rein pekuniären Gründen als Grundimpuls des Seins verkauft. Schon hier beginnt die Lüge. Es geht niemandem, der seine Tipps verkauft darum, der Welt etwas Gutes zu tun, sondern um die Honorare und Verkaufserlöse. Es geht ums Geld. Und anderen geht es darum, das zu tun was sie wollen, koste es den Rest der Menschheit was es wolle. Die Neugier auf die Fremde kann man auch anders befriedigen, Wissensdurst und Interesse anders bedienen, als durch Fernreisen in Massen und eigenes Erleben vor Ort. Doch das wird heute als das einzig wahre verkauft. Nicht, weil es stimmt, sondern weil das Umsatz bringt. Es gibt auch kein Grundrecht auf "ich will das mal selbst gesehen haben". Sich als Einzelner in der Herde selbst zu versichern, dass das schon nicht so schlimm sein kann, wenn man auch mal... das alles dient nur als Alibi für die Selbstbefriedigung zu Lasten anderer. Ob als Backpacker, oder als All-inclusive-Tourist - die unterscheidet nur die Steigerungsform der Ignoranz.
Wenn alle alles machen wollen, und auch tun, ist alles ganz schnell im Arx. So einfach ist das.
Und darüber so empfehlend wie auflagestark zu schreiben, wo es sich noch 'lohnt' hinzufliegen, zu fahren oder zu gehen, wo noch niemand zuvor war, ist nichts anderes als die Einladung dazu, die guten Eigenschaften der Destinationen, die eben noch betont wurden, zu konterkarieren und das, was dort sehenswert ist, in relativ kurzer Frist zu zerstören.
Das Ganze abschließend mit ein paar Feigenblättchen ermahnender Worte zum ökologischen Gedöns und verantwortlichen Umgang zu bemänteln und kaschiren, ist pure Heuchelei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
olli0816 22.10.2019, 10:12
7. Ich bin dankbar für solche Trendbücher

Da weiß doch jeder, wo er hinreisen muss. Der Massentourismus wird kanalisiert. Bhutan bekommt von jedem Touristen 250 $/Tag, das ist Entwicklungshilfe pur. Swasiland als sonst nicht beachtetes Land bekommt auch ein paar Devisen.

Leider wissen die Leute von Salzburg auch ganz ohne Lonely Planet. Die kommen so schon in Kohorten, dann sinds ein bisschen mehr. Fällt in der Enge nicht weiter auf.

Das gute ist, dass - auch wenn es zeitliche Moden gibt - der Tourismus in jedem Land kanalisiert wird. In Deutschland fahren die Leute z.B. nach Neuschwanstein oder München und vielleicht noch Nürnberg. Auch Rothenburg könnte japanisch sein, zumindest findet man Speisekarten mit dieser Sprache, so wie es in München Läden gibt, wo man auf chinesisch einkaufen kann.

Das ist wie mit den Bergen: Die Zugspitze und der Wendelstein (bei beiden kann man mit der Bahn auf den Gipfel fahren) sind zubetoniert und bevölkert wie am Stachus. Prima, bringt massig Geld, viele Fotos in der ganzen Welt und alles sammelt sich dort. Berge in der unmittelbaren Umgebung sind dafür ganz leer. Deshalb möchte ich eine Lanze für diese Bibel brechen. Die ganzen Selfiejäger werden zu normierten Plätzen hingelotst. Da kann man zwar nicht mehr hinfahren, aber alles darum ist besser besuchbar. Also, alle hübsch rein ins vatikanische Museum oder in den Louvre, 10 Sekunden die Mona anschauen und sich für den Rest nicht interessieren. Weitermachen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
querulant_99 22.10.2019, 10:13
8. @6

Sie sind wahrscheinlich nur für das Buch von Evelyn Sanders zu begeistern, mit dem Titel: "Muss ich denn schon wieder verreisen?"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sponuser936 22.10.2019, 10:23
9. SPON und die Halbwahrheiten

Aruba hat nicht Sonnencreme generell verboten, sondern nur Sonnencreme, welche Oxybenzon beinhaltet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4