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Lufthansa: Streik der Flugbegleiter gestartet - 1300 Flüge abgesagt
ARMANDO BABANI/EPA-EFE/REX

Rund 180.000 Passagiere sind betroffen: Bei der Lufthansa hat um Mitternacht ein 48-Stunden-Streik der Flugbegleiter begonnen.

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Gluehweintrinker 07.11.2019, 02:21
1. Das Landesarbeitsgericht stärkt Arbeitnehmerrechte

Gerade in diesen Zeiten, da wir des Falls des Eisernen Vorhangs gedenken, erfüllt es mich mit Freude, Erleichterung und Genugtuung, dass ich in einem Rechtsstaat lebe, der Arbeitnehmern und jedem Individuum unveräußerliche Rechte zubilligt. Die Reichen und Mächtigen sowie auch die Regierenden sind vor dem Gesetz ebenso gleich wie jeder einzelne.

Jeder, der nun lospoltert und die Streikenden beschimpft mit immer senselben Hasstiraden, dass man ja nicht wisse wie gut man es habe, und alles auf dem Rücken der Passagiere, die zu ihren Familien fliegen wollten, ein Kreuzfahrtschiff erwischen müssten und all die kindischen Klischees von Opferrolle und Übervorteilung bedienen, sollten sich in Grund und Boden schämen. Das Streikrecht ist eine der wichtigsten Säulen demokratischer Rechte, es garantiert Teilhabe und faire Arbeitsbedingungen und niemals haben Streiks den Wohlstand gemindert oder das Gemeinwesen geschwächt. Hört also auf damit Euch zu entsolidarisieren, sondern seid froh darüber, dass wir in einer SOZIALEN Marktwirtschaft leben dürfen, um die uns Milliarden beneiden. Das, was heute wieder mal als Problem benannt wird, ausgelöst durch diesen Streik, quittiert man anderenorts mit Kopfschütteln, weil, wer keine echten Probleme hat, sich solche sucht, an denen er sich abarbeiten kann. Man kann sich nur fremdschämen, wenn man erlebt, dass Arbeitnehmer auf andere Arbeitnehmer eindreschen, weil sie es wagten für ihre Rechte einzustehen. Mehr Solidarität bitte!

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transatco 07.11.2019, 05:00
2. 1300 Flüge fallen also aus!

Die Umwelt wird das freuen! - Wir sollten damit beginnen Informationen nicht immer nur vom herkömmlichen Standpunkt aus zu beurteilen!

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joomee 07.11.2019, 08:38
3. Niemand stellt Streikrecht in Frage

Zitat von Gluehweintrinker
Gerade in diesen Zeiten, da wir des Falls des Eisernen Vorhangs gedenken, erfüllt es mich mit Freude, Erleichterung und Genugtuung, dass ich in einem Rechtsstaat lebe, der Arbeitnehmern und jedem Individuum unveräußerliche Rechte zubilligt. Die Reichen und Mächtigen sowie auch die Regierenden sind vor dem Gesetz ebenso gleich wie jeder einzelne. Jeder, der nun lospoltert und die Streikenden beschimpft mit immer senselben Hasstiraden, dass man ja nicht wisse wie gut man es habe, und alles auf dem Rücken der Passagiere, die zu ihren Familien fliegen wollten, ein Kreuzfahrtschiff erwischen müssten und all die kindischen Klischees von Opferrolle und Übervorteilung bedienen, sollten sich in Grund und Boden schämen. Das Streikrecht ist eine der wichtigsten Säulen demokratischer Rechte, es garantiert Teilhabe und faire Arbeitsbedingungen und niemals haben Streiks den Wohlstand gemindert oder das Gemeinwesen geschwächt. Hört also auf damit Euch zu entsolidarisieren, sondern seid froh darüber, dass wir in einer SOZIALEN Marktwirtschaft leben dürfen, um die uns Milliarden beneiden. Das, was heute wieder mal als Problem benannt wird, ausgelöst durch diesen Streik, quittiert man anderenorts mit Kopfschütteln, weil, wer keine echten Probleme hat, sich solche sucht, an denen er sich abarbeiten kann. Man kann sich nur fremdschämen, wenn man erlebt, dass Arbeitnehmer auf andere Arbeitnehmer eindreschen, weil sie es wagten für ihre Rechte einzustehen. Mehr Solidarität bitte!
Ich kenne niemand der das Streikrecht infrage stellt.

Die Frage bei der LH ist nur diese, ob es denn sein kann, dass verschiedene Arbeitervertretungs-Organisationen immer den gleichen Laden niederlegen können.

Das gibt es bei anderen Industrien/Unternehmen ja auch nicht. Stellen Sie sich vor, dass bei Daimler zuerst die Schlosser streiken, dann die Informatiker, dann die kaufmännische Abteilung usw.

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laracrofti 07.11.2019, 09:18
4. Dann informieren Sie

sich doch warum es bei Fluggesellschaften mehrere Arbeitnehmervertretungen gibt. Die Frage die Sie stellen sollten wäre auch die, warum ArbeitnehmerInnen erst streiken müssen, um teilweise gesetzlich vorgeschriebene Leistungen oder Arbeitsbedingungen zu erhalten vom Arbeitgeber.

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Geopolitik 07.11.2019, 09:22
5. Schön blöd

... wer Lufthansa fliegt. Weniger zu futtern auf der Langstrecke und andauernd Streik. Da sucht sich EasyJet wohl besseres Management und Personal aus.

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stollenreiter 07.11.2019, 09:34
6. #1 Zuviel Pathos

Streik ist Streik und wenn man sich als Glühweintrinker bezeichnet ist damit die Freizeitaktivität gemeint die man zusätzlich durch den Streik gewonnen hat? Na dann Prost, ich trinke auf ihr Pathos das sie bereits bei jeder kommentierbaren Meldung hier zum Besten gegeben haben, immer auch als Erster was Fragen aufwirft. Es gibt auch Opfer ihres Klassenkampfes der die ganz Falschen getroffen hat! Mich zum Beispiel, mit dem Streik wären fast meine Urlaubspläne zunichte gemacht worden, dringend nötig nach etwas mehr als sechs Wochen Montage im europäischen Hinterland bin ich gestern nur nach einer Flugodyssee mit dem fast letzten Flieger nach Frankfurt gekommen. Heute geht ja keiner, aber zum meinem Glück geht mein Flug in die verdammt nötigen Ferien morgen mit Emirates, die sind zigmal besser als die schnöde LH und deren zig Gewerkschaften. Versuchen sie mal ihren Pathos dahin zu packen wo er hingehört, in die Tonne und versuchen sie mal von ihren hohen Roß abzusteigen, die dazugehörige Leiter haben Sie offensichtlich schon lange verloren und wollen nicht verstehen, dass sie nur tief fallen können. Sie selbst wohlgemerkt, nicht die Streikenden, für die hab ich sogar Verständnis.

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stollenreiter 07.11.2019, 09:50
7. Großartiger Kommentar

Zitat von Geopolitik
... wer Lufthansa fliegt. Weniger zu futtern auf der Langstrecke und andauernd Streik. Da sucht sich EasyJet wohl besseres Management und Personal aus.
Das müssten Sie mal erklären wie man "schön blöd" sein sollte wenn es gar keine andere Möglichkeit der Verbindung gibt? Schön blöd wenn man sich sein Ziel nach der Flugesellschaft raussucht, da klappt es entweder mit der Arbeit nicht wirklich oder der Urlaub ist nur ein halbgarer Kompromiss. So richtig weitergedacht ist das nicht.

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homann5 07.11.2019, 09:50
8.

Zitat von laracrofti
sich doch warum es bei Fluggesellschaften mehrere Arbeitnehmervertretungen gibt. Die Frage die Sie stellen sollten wäre auch die, warum ArbeitnehmerInnen erst streiken müssen, um teilweise gesetzlich vorgeschriebene Leistungen oder Arbeitsbedingungen zu erhalten vom Arbeitgeber.
Dann informieren Sie sich bitte darüber, warum es zu diesem Streik gekommen ist. Auslöser ist nicht die Verweigerung von Gehaltserhöhungen, besseren Arbeitszeiten oder ähnlichen Verbesserungen, sondern ob UFO aufgrund möglicher eigener Fehler überhaupt verhandeln darf. Das Gericht hat sich aber um eine Antwort gedrückt. Dabei wäre genau das zu klären gewesen.

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neurobi 07.11.2019, 10:54
9.

Zitat von joomee
Ich kenne niemand der das Streikrecht infrage stellt. Die Frage bei der LH ist nur diese, ob es denn sein kann, dass verschiedene Arbeitervertretungs-Organisationen immer den gleichen Laden niederlegen können. Das gibt es bei anderen Industrien/Unternehmen ja auch nicht. Stellen Sie sich vor, dass bei Daimler zuerst die Schlosser streiken, dann die Informatiker, dann die kaufmännische Abteilung usw.
Natürlich ist es besser, wenn die Arbeitnehmer in einem Betrieb sich unter einem Dach sammeln, als einzelne Sparten für sich und teilweise auch gegen die Kollegen.
Das müsste man intelligent lösen, aber nicht wie im Tarifeinheitsgesetz.
Bei der Gelegenhait könnte man auch das Streikrecht liberalisieren und Streiks gegen unternehmerische Entscheidungen zulassen.
Es kann nicht sein, dass für ein paar Cent ein Laden lahmgelegt werden darf, bei existeziellen Entscheidungen aber nicht.

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