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Luftsicherheit: Deutsche Flughäfen wollen Passagiere in Risikogruppen einteilen

Im Anti-Terror-Kampf wollen deutsche Flughäfen zu*umstrittenen Maßnahmen greifen: Passagiere könnten bei Kontrollen künftig in Risikogruppen eingeteilt und unterschiedlich scharf überprüft werden. Nach israelischem Vorbild sollen dabei Alter, Geschlecht und ethnische Herkunft eine Rolle spielen.

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jimknopf107 28.12.2010, 17:00
370. Frage des Standpunkts

Zitat von altersack88
Natürlich haben viele hier Recht, wenn sie den Aufwand der Kontrollen zu den geschehenen/geschehenden Terrorakten vergleichen, dazu kommt, daß es keine 100%-ige Sicherheit gibt, es sei denn, man fliegt gar nicht mehr. Aber wenn schon diese Kontrollen, dann wenigstens mit möglichst geringem Zeit- und Kontrollverlust für die Niedrigrisiko-Gruppen. Egoitstisch, aber in dem Falle für die Mehrheit Nutzen bringend.
Man kann es ja sehen wie man will und ich verstehe auch die Befürchtungen der ewiggestrigen älteren Bevölkerung hier, die einen Rückfall zu Nazi-Methoden darin sieht, wenn der Staat eben eigentlich genau das Gegenteil der Nazis erreichen möchte, nämlich die größtmögliche Sicherheit der Bürger. Aber mir ist es doch lieber, es werden die Leute kontrolliert, die schon so so oft die Weltöffentlichkeit hinters Licht geführt und getäuscht haben, als die Allgemeinheit, die auf diese Weise für die Taten Anderer letztlich im Kollektiv gleich "mitbestraft" wird. Wenn beispielsweise Taxifahrer besonders gerne falsch Parken, warum sollten dann alle anderen Autofahrer deswegen auch ein Knöllchen zahlen?? Nur damit die Taxifahrer sich in ihrer eigenen Empfindlichkeit nicht gestört fühlen?

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Mulharste 28.12.2010, 17:01
371. -

Zitat von seine_unermesslichkeit
Jeder, der ein bisschen Ahnung von Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik hat, sollte wissen, dass ein arabisch aussehender Passagier mit weitaus grösserer Wahrscheinlichkeit eine Bombe bei sich hat als ein Mann mit deutschen Gesichtszügen!
Jup - und iwe wahrscheinlich ist es, bei einem solchen Attentat ums Leben zu kommen?

BTW: 2x hintereinander eine 6er im Lotto zu haben, ist wahrscheinlicher.

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Mulharste 28.12.2010, 17:03
372. -

Zitat von Kniefall
Ich komme aus der Luftfahrtbranche und finde die Einteilung in Risikogruppen vollkommen angebracht. Die Israelis haben seit Jahren gute Erfahrungen damit gemacht. Seit Ewigkeiten gab es bei denen keine Anschläge mehr, obwohl sie nun wirklich zu den prädestinierteren Zielen des islamischen ....
Weider so ein Fall:

ICH bin nicht betroffen, ergo nciht mein Problem und mir egal. Wenn die Lusftfahrtbranche aber aus irgendnem Grund mal "Risikogreuppe" ist, ist das Geschrie groß. Diskriminierung, was kann ich für meinne Job, wir sind doch nicht alle so - pauschalurteil ..blablabla

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tetaro 28.12.2010, 17:04
373. ..

Zitat von seine_unermesslichkeit
Jeder, der ein bisschen Ahnung von Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik hat, sollte wissen, dass ein arabisch aussehender Passagier mit weitaus grösserer Wahrscheinlichkeit eine Bombe bei sich hat als ein Mann mit deutschen Gesichtszügen!
Dass es noch niemals gefährliche Mitteleuroopäer gegeben hat, ist mir neu.
Im Übrigen zeigt der Wunsch nach Aufteilung nur eins: Dass man offensichtlich nicht in der Lage ist, alle Passagiere gründlich zu kontrollieren, so dass man sich einen Weg überlegen muss, wie man das Schludern rechtfertigen kann.

Es muss dann nur einer kommen, der in der falschen Grupppe gestanden hat und das war's.
Bedeutend lieber wäre mir, wenn man alle gleichermaßen effektiv kontrollieren würde, das würde mein Gefühl der Sicherheit deutlich verbessern, als diese halbgare "pragmatische" Lösung.

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Ein Daniel 28.12.2010, 17:05
374. Üblich und bewährt

Zitat von rüdiger68
wer hier Diskriminierung wittert, soll sich mal mit der Polizeiarbeit in der BRD auseinandersetzen (...).
Profiling ist üblich und notwendig, ansonsten müssten aus falsch verstandener politischer Korrektheit eben alle ausnahmslos behandelt werden, als stünden sie unter Generalverdacht - auch wenn diese schon von vorneherein ausscheiden aus dem Täterprofil. Profiling ist nicht ohne Fehler, natürlich nicht. Die Alternative wäre es, eben ohne Eingrenzung zu arbeiten - dann wird eben doch die hier bekannte 80 jährige Großmutter und erkennbar muslimischen Glaubens mit ihren Enkeln auf dem Rücksitz in der Nähe der Diskothek am Samstag Abend, wo es zu mehreren Alkoholexzessen und Unfällen Jugendlicher kam, heraus gewunken, um diese auf Alkohol und andere Drogen zu untersuchen, auch wenn diese versicherte, Alkohol dürfe sie nicht einmal anfassen und Drogen hätte sie noch nie konsumiert.

Wir wollen die Jugendlichen ja nicht diskriminieren und auch nicht durch Kontrollen schützen (da eben diskriminierend), da können wir ihnen ja gleich eine Binde um den Arm vorschreiben mit einem J für Jugendlich! So zumindest die Argumentation hier von einigen, wie sie auf mich wirkt.

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kit_fisto 28.12.2010, 17:05
375. Au weia...

Zitat von Semonides
Swisair 330 wurde mit einer Paketbombe gesprengt. Wie verhindern Sie das mittels Risikoklassen bei Passagieren?
Wie wäre es, wenn wir weiterhin Paket- UND Passagier-Kontrollen durchführen, und damit, dass Sie erst einmal nachdenken, bevor Sie mit so einem intelligenten "Entweder-Oder" Argument kommen?

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Mulharste 28.12.2010, 17:06
376. -

Zitat von rüdiger68
am besten man führt am Flughafen 2 Terminals ein: einer ohne Kontrollen bzw. mit Kontrollen wie bisher und einen mit den neuen Methoden. Ich gehe dann freiwillig zum letzteren und die Guti's können dann zeigen, dass sie mit ihren Kindern in den ersten gehen, .....
Serh schön, das BEispiel fehlte mir.
Ich gegeh selöbstverständlich in Terminal 1!
HAb ich nämlich die ganzen Siocherheitsfanatiker nicht vor mir und muss meine Zanpasta nicht extra einpacken. Den Flieger wird dann kaum jemand sprengen, weil "unsereins" wohl nicht Zielgruppe für Anschläge wäre.

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tetaro 28.12.2010, 17:06
377. ..

Zitat von jimknopf107
Man kann es ja sehen wie man will und ich verstehe auch die Befürchtungen der ewiggestrigen älteren Bevölkerung hier, die einen Rückfall zu Nazi-Methoden darin sieht, wenn der Staat eben eigentlich genau das Gegenteil der Nazis erreichen möchte, nämlich die größtmögliche Sicherheit der Bürger.
Wieso, das wollten die Nazis doch auch? Nur, wen sie dabei überhaupt erstmal als Bürger definiert haben, war die Neuerung an der Sache.

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Mulharste 28.12.2010, 17:07
378. -

Zitat von anders_denker
wurde zeit, sich mal gedanken über ein effektives system zu machen. der russe führt im übrigen auch so seine personenkontrollen durch. die wissen ganz genau, welche personengruppen regelmäsig gefickt werden müssen. da könnten auch unsere polizisten noch was lernen. nicht opa august im strich8er sondern risikogruppen im vollkrassdraiabmw!
Nunja, mir fiele auch eine Personengruppe ein, die ich regelmäig ficken würde ;-)

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BBTurpin 28.12.2010, 17:07
379. Mal was ganz Neues ...

Wie sang doch der österreichische Barde Arik Brauer schon Anfang der 1970er Jahre, als an der Grenze vor ihm der Teufel in seinem Mercedes durchgewinkt wird, er selbst jedoch hochnotpeinlich untersucht wird?
"An Teifi lassens aane, aber mi, weil I an schwarzen Spitzboart hob ..."
Bravo, ich fühle mich gleich viel sicherer am Flughafen!

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