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Marihuana-Legalisierung: Tourismusbranche in Colorado fürchtet Imageschaden
REUTERS

Drogen erlaubt, aber bitte nicht kiffen! Seit Marihuana im US-Bundesstaat Colorado als legales Genussmittel gilt, plagt Touristiker eine schlimme Vorahnung. Ein neues Amsterdam wird Denver wohl nicht - obwohl der Spitzname der Stadt Potential dafür birgt.

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Atheist_Crusader 12.11.2012, 17:42
1.

Zitat von sysop
Die Tourismusindustrie sorgt sich indessen ums Geschäft und fürchtet große Umsatzeinbußen. "Die Marke Colorado wird schwer beschädigt", sagte Richard Scharf von Denver Travel in einer öffentlichen Erklärung. Es sei mit rückläufigen Buchungen bei Tagungen und Freizeitreisen zu rechnen.
Sie verlieren die schlimmsten Moralisten, aber dafür bekommen sie immerhin die Hippies hinzu. Sollen sie halt ein bisschen Kiffertourismus mit all-you-can-smoke-Komplettpaketen anbieten.

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crowjoke 12.11.2012, 17:51
2. klassisches Reaktionsmuster....

Zitat von sysop
Drogen erlaubt, aber bitte nicht kiffen! Seit Marihuana im US-Bundesstaat Colorado als legales Genussmittel gilt, plagt Touristiker eine schlimme Vorahnung. Ein neues Amsterdam wird Denver wohl nicht - obwohl der Spitzname der Stadt Potential dafür birgt.
.... der Anti-Cannabis-Mafia. Die übliche Einstiegsdroge-Verwahrlosungs-Einschüchterungsmaschinerie hat diesmal nicht gegriffen, jetzt wird halt die ökonomische Keule ausgepackt und mit dem wirtschaftlichen Niedergang gedroht, weil wegen des bösen neuen Drogenparadieses, das da jetzt herrscht, jetzt keine braven, anständigen Touristen mehr kommen...

Ein lächerliches und armseliges Rückzugsgefecht, was die reaktionäre Front da führt...

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Narn 12.11.2012, 18:13
3.

Tourismus in Denver?!?!?!

"So, what've you planned for today?"
"We're going down to visit Denver."
"Oh, how nice. And what you gonna do in the afternoon?"

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rosstrappe 12.11.2012, 18:28
4.

Heute schon ein Brot auf dem Schwarzmarkt mit'ner Packung Camel-ohne bezahlt, und vor dem Schutzmann geflohen?
Auswirkungen auf die Kriminalitätsrate gibts auch nur in einer Prohibitions-Era!
Man, wir rauchen doch sowieso schon alle (53%). Wir kaufen es, und wir verkaufen es.
Nur die dumme Politik, die dummen Massenmedien und, natürlich: die Alkohollobby und die ihnen angehängten Organe, wollen dass Lieschen Müller kriminalisiert bleibt. Dealer im Park, Marihuana-Bringdienst deutschlandweit, alles ok.
Wann beginnt der Staat endlich das zu regulieren? Daran zu verdienen!
Deutschland 2013, Bravo!
Prost.
PS: Der nächste der etwas von "Einstiegsdroge Marihuana" stammelt, bekommt vom küssen Kinder.

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bushdoctor 12.11.2012, 18:30
5. Das Gegenteil ist richtig

Der Tourismusverband will nur rechtzeitig darauf aufmerksam machen, dass Cannabis nächstes Jahr legal in Colorado ist. Also ergeht die Botschaft: "Hallo Leute, alle mal her hören, ihr braucht nicht weiter zu überlegen, wo ihr nächstes Jahr euren Urlaub verbringen wollt, kommt nach Colorado, da gibt´s legales Cannabis zu kaufen!!! Konsum garantiert stressfrei!"
...natürlich würde das niemand SOOO offen sagen, deshalb "wird ein Imageschaden befürchtet"...

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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rootessunbeam 12.11.2012, 18:38
6. optional

Ja mei, da muss jetzt einfach wieder die persönliche Konditionierung geändert werden. Die Leute werden sich schon daran gewöhnen. Hi Hi....

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weltoffener_realist 12.11.2012, 18:40
7. Von Tennessee lernen

Zitat von sysop
Drogen erlaubt, aber bitte nicht kiffen! Seit Marihuana im US-Bundesstaat Colorado als legales Genussmittel gilt, plagt Touristiker eine schlimme Vorahnung. Ein neues Amsterdam wird Denver wohl nicht - obwohl der Spitzname der Stadt Potential dafür birgt.
Woher die Berührungsängste? Wie man Drogenmissbrauch touristisch erfolgreich ausschlachtet, macht doch seit Jahrzehnten Tennessee vor. Und Nevada.

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rosstrappe 12.11.2012, 18:45
8. Internet: Einfluss der großen Wissenschaftsmagazine sinkt

"Doch in Zeiten des Internets schwindet ihre Vormachtstellung allmählich. Denn immer mehr Forschungsergebnisse sind kostenfrei zugänglich. Die Informationsgesellschaft profitiert davon.."
(Spiegel.de, heute)

Aus diesem Grund lässt sich auch niemand mehr von Teilen des "Bundesbeteubungsmittelgesetztes" für doof verkaufen.
Man kann alles nachlesen.
Die grossen Gefahren lauern im "guten Tropfen".
Millionenfach.
Besteuert.

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Greyjoy 12.11.2012, 21:24
9.

In Amsterdam hat die liberale Cannabispolitik dem Tourismus auch keinen Schaden zugefügt.
Ganz im Gegenteil, Amsterdam lebt zum Teil von der Cannabiskultur und ist eine der vielfältigsten Städe die ich kenne.
Sie wird auch von der Wirtschaft noch ernt genommen. Es ist absolut nicht so, dass man sich da diesem "Kifferparadies" fern bleibt. Dort zahlt man zum Teil richtig saftig für ein einfaches Hotelzimmer. Seit die rechte VVD aber überlegt Ausländer aus den Coffeeshops auszusperren, dreht man in Adam quasi durch da man einen Zusammenbruch des Tourismus fürchtet.

Auch in Colorado hat man jetzt die Möglichkeit von der Relegalisierung zu profitieren. Denn Cannabishandel und Konsum werden sich wohl kaum explosionsartig vermehren. Es wird höchstens das öffentlich, was es schon seit Jahrzehnten gibt. Wer mir das nicht glauben will, der soll bitte mal nachlesen wie die Niederlande oder Portugal mit der Entkriminalisierung zurechtkommen. Außerdem ist es ja nicht so, dass "Cannabistouristen" kein Geld ausgeben. Es sollte doch für die Tourismusbranche egal sein ob jemand für ein Hotelzimmer zahlt, weil der gerne Kiffen möchte oder um nur mal die Stadt zu sehen. Cannabis ist ja auch schon längst nicht mehr die klassische Droge für arme Leute.

Gegen einen möglichen Drogentourismus gäbe es übrigens ein einfaches Mittel und das ist die landesweite Relegalisierung.

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