Forum: Reise
Mit dem Fahrrad durch 18 Länder: "Wenn die Kette in der Wüste reißt, bist du erledigt
Martijn Doolaard/ Gestalten Verlag

Sein Entschluss loszufahren, fällt von heute auf morgen. Kurze Zeit später sitzt Martijn Doolaard auf dem Rad. 16.000 Kilometer fährt der Holländer, von Amsterdam bis Singapur. Ein Abenteuer mit einigen Lektionen.

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wwwradtouren4ude 27.03.2017, 06:48
1. Abenteuer kann man heute noch erleben!

Auch wenn man es kaum mehr glauben mag, es gibt sie noch, die Natur, die Abenteuer, unerwartete Momente, auch wenn man heutzutage digital gut vernetzt sein kann. Heinz Helfgen, der direkt nach dem zweiten Weltkrieg um die Welt geradelt ist, bleibt Inspiration für Generationen. Jedes Mal, wenn von jungen Radabenteurern geschrieben wird, kommen mir seine Bücher wieder in den Sinn. Seine Radiosendung waren regelrechte Straßenfeger, wie man sie heute allerdings nicht mehr kennt. Man kann den nicht jungen Menschen heute nur zu rufen: nehmt euch euer Fahrrad, und fahrt in die Welt! Und nehmt einen Nietendrücker mit, damit man die Kette zusammen mieten kann, wenn sie in der Wüste reißen sollte.

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radnomade 27.03.2017, 06:49
2. was für eine dumme Überschrift

bzw. was für ein dummer Ansatz eines Radreisenden. Wenn ich weiß das ich über längere Zeit fernab von irgendwelchen Versorgungswegen unterwegs bin, dann nehme ich gefälligst auch Dinge mit, welche essential für ein Weiterkommen sind. Eine Kette gehört so selbstverständlich mit dazu wie auch Reifen, Schlauch, Innenzüge, etc.

Wir selbst sind 5 Jahre mit dem Rad um den Globus herum unterwegs gewesen (www.bicimundo.de) und bis auf einen Rahmentotalschaden (durch einen Autounfall) konnte alles von uns unterwegs (notfalls*) selbst repariert werden.

Und ehrlich gesagt, weil viele immer meinen das man dafür unbedingt die Besten und Teuersten Räder benötigt, oder man vorher topfit trainiert sein muss um so eine Reise starten zu können, da sage ich zu beidem nur "Nonsens!". Das Material was man unterwegs benötigt (wie z.B. die Räder oder ein Zelt) sollte den entsprechenden Anforderungen unterwegs gewachsen sein. Dafür sollte es ausreichend stabil und qualitativ hochwertig sein, es bedarf aber bei weitem nicht, dass das nur mit den teuren Topmodellen zu gewährleisten ist. Und was das eigene Training anbelangt, so mag es zwar durchaus hilfreich sein, wenn man fit startet, aber wir sind zu allen unseren Touren ohne großes Vortraining gestartet und haben uns unsere Fitness unterwegs auf der Tour antrainiert.

BG Eric


*) 'notfalls' müsste eigentlich eher bedeuten, die bevorzugte Wahl der Reparatur. Wenn man nämlich sieht wie in abgelegenen Teilen dieser Erde Räder repariert werden, so war z.B. das Hauptwerkzeug in einer 'sogenannten' Fahrradreparaturwerkstatt in Ägypten ein grosser Hammer, dann ist man wirklich froh wenn man dieses dann selbst bewerkstelligen kann.

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mcpoel 27.03.2017, 06:56
3. Schön!

Was aber nicht erwähnt wurde: Es wurden Strecken überbrückt und nicht alles geradelt. Und warum ist man beim Kettenriß "erledigt"? Eine Ersatzkette ist nicht besonders schwer. Ansonsten eine schöne Idee, es inspiriert, auch für kleinere Touren zu zweit oder zu dritt. Wichtig ist ein solides Reiserad mit gutem Rahmen und Gepäckhaltern. Persönlich würde ich heiße Länder mit drückender Hitze aber meiden.

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stonki 27.03.2017, 07:35
4. @mcpoel, @radnomade: bitte lesen!

die Kritik an fehlenden Ersatzteilen kann nur jemand aussprechen, der nur die Überschrift, nicht aber den Text gelesen hat. und wenn der Text gelesen wurde, dann mangelnde Lesekompetenz

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soldev 27.03.2017, 08:04
5.

Zitat von stonki
die Kritik an fehlenden Ersatzteilen kann nur jemand aussprechen, der nur die Überschrift, nicht aber den Text gelesen hat. und wenn der Text gelesen wurde, dann mangelnde Lesekompetenz
Im Text steht, dass er Teile dabei hatte, aber trotzdem ist die Überschrift Murks. Es reicht übrigens ein kleines Stück Kette und ein paar Kettenschlösser. Mit der Anzahl der Fernreisen, wird die Anzahl und das Gewicht des mitgenommenen Krams immer weniger, denn vor Ort findet sich immer eine Lösung.

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realpress 27.03.2017, 08:08
6. Martijn Doolaard

ist Niederländer. Gruss aus Amsterdam

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radnomade 27.03.2017, 08:09
7.

Zitat von stonki
die Kritik an fehlenden Ersatzteilen kann nur jemand aussprechen, der nur die Überschrift, nicht aber den Text gelesen hat. und wenn der Text gelesen wurde, dann mangelnde Lesekompetenz
steht denn nicht klar in meiner Kommentar-Überschrift das sich das klar auf die (Beitrags-)Überschrift bezieht?

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saraphi 27.03.2017, 08:11
8. Warum nur ...

... ist das Mitteilungsbeduerfnis so vieler Fernradler derart ausgepraegt?
Ich bin seit Jahren Mitglied bei Warmshowers, einer Internet-Cummunity, die Fernradlern Unterkunft bietet, und geschaetzt die Haelfte der Kandidaten, die bei uns vorbeikommen (pro Jahr im Schnitt 8), schreibt ein Buch ueber die Tour, die andere Haelfte pflegt einen Blog. Und wer liest die Erguesse? Mutti und zwei, drei enge Freunde ...
Wer selbst richtig weite Distanzen radelt/geradelt ist, sollte doch eigentlich wissen, wie viele andere genauso unterwegs sind; das sind heutzutage hunderte, ohne Quatsch.
Heute gibt's bei uns uebrigens Kartoffelsalat, nachher kommt noch der Sepp zu Besuch, und das Katzenklo muss ich auch noch saubermachen ...
BTW - Wer in der Wueste wg. einer gerissenen Kette erledigt ist, sollte besser nicht durch die Wueste fahren (... um das mal ganz hoeflich auszudruecken) ...

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Kleinunternehmer 27.03.2017, 08:47
9.

Zitat von saraphi
... ist das Mitteilungsbeduerfnis so vieler Fernradler derart ausgepraegt?
Gegenfrage: warum sollte es das nicht sein?
Jeder schreibt und empfindet anders, hat andere Erlebnisse - obwohl er dieselbe Reiseroute wählt. Dazu wählen viele ja auch noch ganz andere Routen. Das merkt man, wenn man mal ein paar dieser Berichte liest :-)

Auf jeden Fernradler kommen eben einige tausend Leute, die gerne die Reiseberichte lesen und die Erlebnisse in ihre eigenen Träume einbauen können (so wie wir).
Es ist doch wunderbar, von fernen Ländern und Menschen träumen zu können.
In uns hat das jedenfalls noch mehr die Lust geweckt, es irgendwann selbst zu versuchen (unsere Tandemwandertouren hier in DE zähle ich jetzt mal nicht dazu, obwohl die auch schon toll sind).

Und: es wird ja niemand genötigt, die Berichte zu lesen :-)

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