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Nach Stromausfall am Hamburger Flughafen: Keine Entschädigung für Passagiere
DPA

Auch wenn der Betrieb am Hamburger Flughafen wieder angelaufen ist, es gibt weiterhin Verspätungen und Flugstreichungen. Die vom Stromausfall betroffenen Passagiere können nicht auf Entschädigung nach EU-Recht hoffen.

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DerBlicker 04.06.2018, 13:33
1. falscher Ansprechpartner

Natürlich müssen die Airlines nicht zahlen, aber der Flughafen muss zahlen. Er hat klar Schadenersatz zu leisten, weil er keine Notstromversorgung vorgehalten hat, dazu ist ein sorgfältiger Flughafenbetreiber aber schon aus Sicherheitsgründen verpflichtet. Eine Klage gegen den Hamburger Flughafen hat daher sehr wohl Aussicht auf Erfolg.

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sikasuu 04.06.2018, 14:02
2. Ja, & sich auf HÖHERE Gewalt zu berufen dürfte auch schwierig sein!

Zitat von DerBlicker
Natürlich müssen die Airlines nicht zahlen, aber der Flughafen muss zahlen. Er hat klar Schadenersatz zu leisten, weil er keine Notstromversorgung vorgehalten hat, dazu ist ein sorgfältiger Flughafenbetreiber aber schon aus Sicherheitsgründen verpflichtet. Eine Klage gegen den Hamburger Flughafen hat daher sehr wohl Aussicht auf Erfolg.
Die gab es sichtbar (Wetter, Streik usw.)nicht!
.
Un. soweit mit bekannt befreien höhere Planungfehler bzw. erhöhte Dum ..it nicht von einer Pflicht, für nicht erbrachte, massiv fehlerhaft Leitungen zu haften!
.
Da sehe ich im Zivilprozess auch gute Chancen für die Geschädigten.
(Noch ein Grund mehr, endlich Sammelklagen-bzw. Musterklagen in solchen Fällen in Recht aufzunehmen!)

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noalk 04.06.2018, 14:15
3. Moment mal!

Hat nicht der HH-Airport verkündet, die Streichung von Flügen, zumindest am Montag, läge ausschließlich im Ermessen der Fluchgesellschaften? Zitat: "Am Sonntagabend waren auf der Homepage des Hamburg Airport auch für den Montag mehr als ein Dutzend gestrichene Flüge aufgelistet. Es seien die Airlines, "die entscheiden, ob ein Flug stattfindet oder gestrichen wird", twitterte der Flughafen."

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sikasuu 04.06.2018, 14:15
4. Bin mir nicht ganz sicher! Wer ist Vertragspartner? Die Airline!

Zitat von DerBlicker
Natürlich müssen die Airlines nicht zahlen, aber der Flughafen muss zahlen. Er hat klar Schadenersatz zu leisten, weil er keine Notstromversorgung vorgehalten hat, dazu ist ein sorgfältiger Flughafenbetreiber aber schon aus Sicherheitsgründen verpflichtet. Eine Klage gegen den Hamburger Flughafen hat daher sehr wohl Aussicht auf Erfolg.
Wer hat die Panne zu vertreten, der Flughafen als Erfüllungsgehilfe der Airline, schadenersatzpflichtig gegenüber dem Endkunden ist mMn. immer der Vertragspartner, der sich dann im Innenverhältnis an seinen Sub-&Hilfsunternehmen schadlos halten kann.
.
Ein Hersteller haftet auch für Fehler der Zulieferer usw.
.
Wird mMn. eine spannende Sache für die Juristen & schreit nach einen Grundsatzurteil:-)

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danreinhardt 04.06.2018, 14:29
5. Erst Airline dann Flughafen?

Wie schaut es mit einer Regresshaftug aus? Schließlich sind ja doch die Airlines der erste Ansprechpartner, könnten aber im Anschluss ihre Zahlungsverpflichtungen auf den Flughafen abwälzen.

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chk_23 04.06.2018, 14:50
6.

Zitat von DerBlicker
...Er hat klar Schadenersatz zu leisten, weil er keine Notstromversorgung vorgehalten hat, dazu ist ein sorgfältiger Flughafenbetreiber aber schon aus Sicherheitsgründen verpflichtet. ...
Entschuldigung, aber das vollkommener Unfug - woher haben Sie diese Behauptung?
Es gab natürlich eine Redundanz. Und dies entsprach vollkommen dem Standard: Im Bezug auf externe Anbindung, Brandschutzzonen usw, usw.

Und wenn eines dieser komplexen Systeme nicht mehr zur Verfügung steht - hat man eben das redundante System. Aber nicht mehr als das! Und um eben dann nicht irgendwelche Risiken einzugehen, wird der Betrieb kontrolliert beendet. Das hat aber überhaupt nichts mit ihren Phantasien zu tun.

Natürlich könnte man weitere Sicherheitsnetze vorhalten (wie etwa die Flugsicherung dies tut, tun muß). Dies ist aber mit erheblichen Kosten verbunden. Kosten für Wartung, Tests, Aktualisierung usw, usw.

Merke: Erst informieren, dann überlegen, dann schreiben.
Und sich auch die Frage gefallen lassen, ob man bereit ist für das Ticket nach Malle 5 Euro mehr zu bezahlen.

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Ein PKW- Fahrer 04.06.2018, 14:52
7. Fluggastrechteverordnung wozu?

Wir haben hier sie Situation, daß Flüge ausfielen und dieses für die Passagiere nicht absehbar war, wie es bei Katastrophen üblich ist.
Folglich haben nach gesundem Menschenverstand die Passagiere einen Anspruch, genauso, wie sie den haben, wenn ein Flug wegen eines Defektes am Flugzeug ausfällt.
Da die Airlines kein Verschulden für die Ausfälle trifft, sollte es selbstverständlich sein, daß der Verursacher der Ausfälle für den schaden der Airlines haftet. Jetzt bleibt nur zu überprüfen, ob die Flughafengesellschaft vielleicht den Schaden auf einen Zulieferer abschieben kann oder dieses durch eine Versicherung gedeckt ist.
Die Aussage an den kleinen Passagier: "Keine Entschädigung für Dich" ist eine Frechheit und notfalls muß _sofort_ das Gesetz angepaßt werden, wenn es ein Versagen der Infrastruktur durch mangelnde Vorschau bzw. Instandhaltung nicht abdeckt.

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unger-w 04.06.2018, 14:57
8. Betreiberpflichten

Die Betreiber des Flughafens sind die Stadt Hamburg und Hochtief!!!
Zu deren Pflichten gehört u.a.die Sicherstellung der technischen Verfügbarkeit inkl.Notstromversorgung. Dafür sind Wartungspläne zu erstellen, Notfallpläne auszuarbeiten und das Ganze regelmäßig zu prüfen.Qualifiziertes Personal ist Voraussetzung, davon war in der Krise nichts zu hören. Die Äußerungen der Verantwortlichen waren erschreckend unqualifiziert. Das ruft nach Konsequenzen. Technische Störungen sind nie ganz auszuschließen aber die Auswirkungen können minimiert werden

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dr.schnabel 04.06.2018, 15:00
9. Hey

Zitat von DerBlicker
Natürlich müssen die Airlines nicht zahlen, aber der Flughafen muss zahlen. Er hat klar Schadenersatz zu leisten, weil er keine Notstromversorgung vorgehalten hat, dazu ist ein sorgfältiger Flughafenbetreiber aber schon aus Sicherheitsgründen verpflichtet. Eine Klage gegen den Hamburger Flughafen hat daher sehr wohl Aussicht auf Erfolg.
wow, und das haben Sie alles binnen 10 Minuten herausgefunden? Ohne irgendeine Sichtung und Wertung von Beweisen, ohne jede vertiefte juristische Betrachtung? Ohne jede Kenntnis, was im Detail eigentlich passiert ist?

Das ist toll, da können wir uns den ganzen Rechtsfirlefanz mit diversen Gerichten, studierten Leuten, Beweisen, Zeugen, Sachverständigen, Gesetzen und Anwälten schenken.

In Zukunft sitzen Sie unter eine Palme, neben sich die Orakel-Ziege und zack ... es werde Recht.

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