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Nach Stromausfall am Hamburger Flughafen: Keine Entschädigung für Passagiere
DPA

Auch wenn der Betrieb am Hamburger Flughafen wieder angelaufen ist, es gibt weiterhin Verspätungen und Flugstreichungen. Die vom Stromausfall betroffenen Passagiere können nicht auf Entschädigung nach EU-Recht hoffen.

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dr.schnabel 04.06.2018, 16:37
20. Als

Zitat von moev
Tatsächlich hat der zu spät kommende Autofahrer einen Schadensersatzanspruch gegen den Unfallverursacher. Das wird sogar noch in der Fahrschule unterrichtet. In der Praxis wissen die meisten das nur nicht mehr oder winken wegen der schwierigen Durchsetzung gleich ab und versuchen es gar nicht erst. Aber ein Unfallverursacher ist deswegen haftbar.
unmittelbar Unfallbeteiligter, ja.
Nicht als Betroffener in der Schlange 3 km unfallabwärts.
Können Sie mir glauben, ich habe es nicht in der Fahrschule gelernt, sondern an einer Universität ;-)

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nocheinwort 04.06.2018, 17:12
21. Gleiches Recht wie bei der Bahn

Warum gibt es unterschiedliche Regelungen für Bus, Bahn und Flugzeug? Nur die Bahn muss, egal aus welchem Grund die Verspätung entstand, in jedem Fall entschädigen. Bus und Flugzeug werden hier ohne ersichtlichen Grund besser gestellt? Es wird Zeit für eine Gleichbehandlung.

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Bastian__ 04.06.2018, 18:09
22. Hobbyjuristen

Es ist schön die ganzen Hobbyjuristen zu lesen. Bei so vielen Fällen lohnt es sich z.B. über FlightRight einen (eventuell sehr speziellen Fall) vor Gericht durchzuziehen. Da können dann ein Dutzend Juristen die ganzen Verordnungen und Durchführungsbestimmungen Wochenlang durcharbeiten um dann zu einem Urteil zu kommen, ob wirklich keine Entschädigung durch die Fluggesellschaften möglich ist.
- Definitiv wurden die Flüge von den Fluggesellschaften nicht durchgeführt. -
Da ist etwas anderes, als wenn man den Flug wegen eines Staus verpasst. Da wäre z.B. zu klären, ob die Fluggesellschaften die Flüge (mit leeren Flugzeugen, da die Passagiere nicht einsteigen konnten) hätten durchführen können. Auch ab wann die Fluggesellschaften zuständig und der Flughafen nur Erfüllungsgehilfen ist, gehört geklärt.
Was anderes wäre es gewesen, wenn der Bundesgrenzschutz seine Arbeit verweigert hätte und dadurch die Sicherheitskontrolle (die unter Aufsicht des Bundesgrenzschutzes steht) nicht durchgeführt werden können, das wäre ausserhalb des Einflusses der Fluggesellschaften, da es hoheitliche Aufgaben wären.

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myonium 04.06.2018, 18:35
23. Mal wieder ein echter "DerBlicker" ...

Zitat von DerBlicker
Natürlich müssen die Airlines nicht zahlen, aber der Flughafen muss zahlen. Er hat klar Schadenersatz zu leisten, weil er keine Notstromversorgung vorgehalten hat, dazu ist ein sorgfältiger Flughafenbetreiber aber schon aus Sicherheitsgründen verpflichtet. Eine Klage gegen den Hamburger Flughafen hat daher sehr wohl Aussicht auf Erfolg.
Verraten Sie uns auch noch, aufgrund welcher Vereinbarung zwischen Ihnen und dem Flughafen dieser schadensersatzpflichtig sein soll?

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DerBlicker 04.06.2018, 19:16
24. nein eben nicht

Zitat von Hans58
Die Klage hat keine Aussicht auf Erfolg, da das gleiche Argument für den Betreiber gilt wie für die Airlines.
Die Airlines können nichts dafür, wenn am Flughafen der Strom ausfällt, aber der Flughafenbetreiber schon, denn er muss dafür sorgen, dass das nicht passiert. Wenn mein Stromversorger zuhause länger ausfällt, und mir deshalb im Kühlschrank die Wurst kaputt geht, muss der Stromversorger auch dafür aufkommen, zumindest bis zu 5000 Euro pro privatem Anschluss.

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DerBlicker 04.06.2018, 19:20
25. da braucht es keine Vereinbarung

Zitat von myonium
Verraten Sie uns auch noch, aufgrund welcher Vereinbarung zwischen Ihnen und dem Flughafen dieser schadensersatzpflichtig sein soll?
Der Flughafen haftet deliktisch wegen BGB 823, wenn zumindest Fahrlässigkeit vorliegt. Das wird hier zu prüfen sein. Und Sie können Gift drauf nehmen, dass schon einige Rechstanwälte prüfen, deshalb sagt der Flughafen auch nicht, was los war, denn dann wäre die Prüfung der Anwälte deutlich einfacher.

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siezmichnicht 05.06.2018, 09:04
26. Re: falscher Ansprechpartner

Zitat von chk_23
Entschuldigung, aber das vollkommener Unfug - woher haben Sie diese Behauptung? Es gab natürlich eine Redundanz. Und dies entsprach vollkommen dem Standard: Im Bezug auf externe Anbindung, Brandschutzzonen usw, usw. Und wenn eines dieser komplexen Systeme nicht mehr zur Verfügung steht - hat man eben das redundante System. Aber nicht mehr als das! Und um eben dann nicht irgendwelche Risiken einzugehen, wird der Betrieb kontrolliert beendet.
Richtig, und mir kommt diese Regelung vor wie ein gewaltiger Schildbürgerstreich. Wenn zwei Stromversorgungen vorgeschrieben sind, aber sobald eine kaputt geht darf man die andere nicht benutzen, dann ist das Ergebnis doch fast dasselbe als wenn es keine Redundanz gäbe. Der Unterschied ist doch eine lächerliche Farce. OK, die Rechner können noch kontrolliert herunter gefahren werden, die Gepäckbänder können noch ein paar Minuten laufen um sie leer zu räumen, Räumlichkeiten die verlassen werden müssen haben noch ein paar Minuten Licht, aber dafür braucht man doch nicht eine vollwertige zweite Stromversorgung mit eigenem Kraftwerk, da wären doch dezentrale batteriegestützte Systeme (USV) viel sicherer und billiger. Zwei vollwertige Stromversorgungen haben doch nur dann einen Sinn, wenn es beim Ausfall einer von beiden zulässig ist, für die Dauer der Reparatur die andere zu nehmen und den Betrieb weiterlaufen zu lassen.

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