Forum: Reise
Nachhaltig reisen: Die coolsten Öko-Hotels der Welt
Rhiannon Taylor/ BonVoyage/ gestalten 2019

Solarenergie und Stil? Dachgewächshaus und Design? Wer hinter ökologischen Hotels verstaubte Etablissements vermutet, täuscht sich. Ein Buch präsentiert die schönsten Boutique-Hotels für umweltbewusste Urlauber.

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juttakristina 20.02.2019, 13:44
40.

Zitat von Mikrohirn
das merkt man hier ganz deutlich daran, dass die Kommentatoren/innen, die sich für wahnsinnig nachhaltig halten (und den Sinn dieses Wortes gar nicht verstanden haben) Laut geben, wenn man ihnen den entlarvenden Spiegel vorhält. Im Übrigen Fahradfahren: Das ist auch nur dann "nachhaltig" wenn man Rohstoffgewinnung und Bau der Straßen nicht mit einkalkuliert - und nicht die Autoschlangen hinter den nachhaltigen Radlern.
Mikirohirn,

wow, mal pauschal die Leute diffamiert, die versuchen, in ihrem Leben die Ökologie nicht ganz aus den Augen zu verlieren... Und Sie können natürlich verallgemeinernd beurteilen, was die Leute verstanden oder eben nicht verstanden hätten?

Also, bisher, und das mindestens seit den fünfziger Jahren, sind die Straßen, die gebaut wurden und noch gebaut werden hauptsächlich für den Autoverkehr ausgelegt. Wenn Radfahrer die Straßen für die Autos mitbenutzen, welcher Rohstoffanteil ginge dann genau zu ihren Lasten? Die rote und die weiße Farbe für die Abtrennung des handtuchbreiten Radfahrbereichs, der von Autofahrern sowieso gerne ignoriert wird? Welche Autoschlangen hinter nachhaltigen Radlern? Wenn, dann sind das kurze Schlangen und wenn der Radfahrer z. B. an engen Straßen nicht Platz macht, ähnlich wie z. B. ein Traktor, wird er sehr schnell überholt und den meisten Autofahrern ist es dabei ziemlich Wurst, wieweit sie den Mindestabstand beim Überholen unterschreiten.

Wo wäre nochmal irgendein vermeintlich entlarvender Spiegel? Bitte erst einmal nachdenken, bevor Sie die nächste pauschale und damit schon von vornherein falsche Unterstellung loslassen.

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juttakristina 20.02.2019, 13:52
41.

Zitat von Hamberliner
Mit reisen hat es nichts zu tun, wenn man den gesamten Urlaub am gleichen Ort verbringt. Beispielsweise meine Reise 2012: Hamburg, Katovice, Lviv, Vinnytsia, Odessa (paar Tage Aufenthalt), Fähre nach Batumi, Tiflis, Dilijan (Armenien), Akhaltshikhe (Georgien), Ardahan, Trabzon, Samsun, Zonguldak, Istanbul (Tag Aufenthalt), Kavala (paar Tage Aufenthalt), Sofia (paar Tage Aufenthalt & Ausflüge), Craiova, Oradea, Wien (Tag Aufenhalt), Autozug Wien-Hamburg. Ein Reisetag besteht bei mir typischerweise aus ca. 6 Std. fahren und 1-2 Std. den Ort erkunden und kennenlernen und sich dabei ein passendes Hotel aussuchen. Danke für die Buchreklame, aber ich glaube zum Reisen ist dieses Buch völlig wertlos.
Hamberliner,

1 - 2 Stunden (kleine Anmerkung einer "DIN-5008-Geschädigten", Ihre Schreibweise ist nur ein Bindestrich und steht NIE für "bis"), um einen Ort zu erkunden und "kennenzulernen"? Entschuldigung, aber ich behaupte mal, in dieser Zeit haben Sie keinen einzigen der o. g. Orte "kennengelernt", maximal einen sehr oberflächlichen Eindruck gewonnen.

Und natürlich hat auch der Urlaub an einem Ort etwas mit Reisen zu tun, denn die An- und die Abreise zählen nun einmal auch mit dazu. Dass Sie persönlich für sich irgendwelche Rundreisen bevorzugen, ist Ihr ganz persönliches Ding, ändert aber nichts am allgemeinen Sprachgebrauch.

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mrsa 20.02.2019, 16:01
42.

Zitat von Celegorm
Es bedeutet eher, dass man die ökonomischen Prinzipien verstanden hat, nach welchen unsere Gesellschaft funktioniert (wohl oder übel). Höhere Preise bedeuten halt nun einmal niedrigere Nachfrage, womit halt der Verbrauch sinkt. Vermutlich auch von muellerthomas selber, entweder direkt weil er aufgrund weniger verfügbarem Geld zwar noch fliegt aber nicht mehr so oft, oder indirekt weil er auf anderes verzichtet. Ebenso reduzieren/verzichten halt alle anderen, denen Flugreisen die höheren Preise nicht wert sind. Das kann man natürlich als "ungerecht" schmähen weil dann nicht mehr jeder Billigheimer für 30 Euro nach Mallorca kommt und darum vielleicht darauf verzichtet. Aber Fakt ist, dass das wohl oder übel der einzig wirklich funktionierende Mechanismus ist. Wenn jemanden diesen unterstützt, ist das darum per se begrüssenswert, ganz unabhängig davon, wie oft derjenige selber fliegt. Natürlich kann man da moralisieren und Heuchelei oder Wohlstandsarroganz vorwerfen. Man kann auch hoffen und beten, dass plötzlich alle zu Asketen werden und nur noch auf Balkonien urlauben. Aber leider bringt das alles bei der Lösung des Problems überhaupt nichts. Pragmatismus bringt in solchen Fällen darum wesentlich mehr als dogmatische Prinzipenreiterei.
Hallo Celegorm, bedauerlicherweise muss ich Ihnen bezüglich der ökonomischen Prinzipien recht geben, wenn man mittelfristig die Anzahl der Flugreisen senken möchte.
Aber ich gebe zu bedenken, dass die Einschränkung der Lebensweise und Mobilität der gering verdienenden Bevölkerungsschichten ebenso mittelfristig zu komischen Entscheidungen an der Wahlurne führen kann. Die Erhöhung der Flugpreise vielleicht nicht allein, in Kombination mit unbezahlbaren Wohnraum (wegen Energie-Sanierung), Verbot alter PKW, City-Maut etc. könnte aber ein Umschlagen bewirken.
Daher kann ich Ihren Satz "Wenn jemanden diesen unterstützt, ist das darum per se begrüssenswert, ganz unabhängig davon, wie oft derjenige selber fliegt." nicht unterschreiben. Wer Wasser predigt, sollte sich auch daran messen lassen oder das Predigen sein lassen.
Der Umwelt- und Klimaschutz ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft und nicht nur der Geringverdiener.
Gerade das Empfinden von Ungerechtigkeiten und Heuchelei sind eine starke Triebkraft an der Urne und ich möchte ungern komische Gestalten in der Regierung sehen.

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mrsa 20.02.2019, 16:58
43.

Zitat von juttakristina
Es fällt schon auf, wie viele Leute regelrecht hämisch darüber herfallen, dass ggf. die Anreise zu den genannten Hotels per Flieger nicht gar so ökologisch sei. Das stimmt natürlich auch, wobei so einige Ziele ja durchaus auch beispielsweise per Bahn erreicht werden könnten. Allerdings ist es wohl doch noch ein Unterschied, wenn ich z. B. einmal im Jahr so einen Urlaub mache und ggf. für meinen Flug eine Kompensation zum CO2-Ausgleich zahle oder ob ich alle Nase lang per Billigflieger zur Party nach Mallorca, zum Shoppen nach New York oder London, zur Städtetour nach Barcelona fliege usw. usw. Auch hier wieder ist es eine Frage des Maßes, der Verhältnismäßigkeit. Aber klar wird dann gerne die Gelegenheit genutzt, pauschal über den "grünen Lieblingsfeind" herzuziehen. Die Grünen und die DUH sind ja vorzugsweise sowieso an allem Schuld...
Hallo juttakristina, ob ein Unterschied zwischen den Reisen besteht, hängt in Bezug auf die Umwelt ganz allein von der emittierten Menge an Abgasen, insbesondere während des Fluges ab (Anreise per Auto, Bahn, Fahrrad oder auf Schusters Rappen lasse ich an dieser Stelle außen vor).
Der Menge an CO2 in der Luft und dem Klimawandel ist es schlicht egal, ob Sie in den Urlaub fliegen, um die Völkerverständigung zu betreiben, sich am Strand volllaufen zu lassen oder um shoppen zu gehen. Mehrere Kurztrips schädigen die Umwelt weniger als ein Fernflug, solange in der Summe weniger Abgase produziert werden.
Die moralische Bewertung der Urlaubsinhalte ist rein subjektiv, in alten Zeiten wären alle Formen als "Lustreisen" bezeichnet worden. Sie dienen alle dem egoistischen Ziel der eigenen Erholung.

Und ja, wenn ich weit fliege, müsste ich vermutlich mehrere Jahrhunderte das gleiche Handtuch nehmen, um den Flug zu kompensieren. Daher macht das mehrfache Benutzen eines Handtuchs eine Flugreise nicht einmal im Ansatz umweltfreundlich.
Im Übrigen, Billig-Flüge sind effizienter als Linien(fern)flüge, da diese in der Regel vollständig ausgebucht und enger bestuhlt sind. P.S.: CO2-Ablasszertifikate kann man auch ohne Langstreckenflug kaufen.

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ich2010 21.02.2019, 10:56
44.

Zitat von mrsa
Hallo Celegorm, bedauerlicherweise muss ich Ihnen bezüglich der ökonomischen Prinzipien recht geben, wenn man mittelfristig die Anzahl der Flugreisen senken möchte. Aber ich gebe zu bedenken, dass die Einschränkung der Lebensweise und Mobilität der gering verdienenden Bevölkerungsschichten ebenso mittelfristig zu komischen Entscheidungen an der Wahlurne führen kann. Die Erhöhung der Flugpreise vielleicht nicht allein, in Kombination mit unbezahlbaren Wohnraum (wegen Energie-Sanierung), Verbot alter PKW, City-Maut etc. könnte aber ein Umschlagen bewirken. Daher kann ich Ihren Satz "Wenn jemanden diesen unterstützt, ist das darum per se begrüssenswert, ganz unabhängig davon, wie oft derjenige selber fliegt." nicht unterschreiben. Wer Wasser predigt, sollte sich auch daran messen lassen oder das Predigen sein lassen. Der Umwelt- und Klimaschutz ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft und nicht nur der Geringverdiener. Gerade das Empfinden von Ungerechtigkeiten und Heuchelei sind eine starke Triebkraft an der Urne und ich möchte ungern komische Gestalten in der Regierung sehen.
mal abgesehen davon, dass wir auch jetzt schon komische Gestalten in der Regierung sitzen haben - das wird sich mit der Zementierung einer 2-Klassengesellschaft weit massiver auswirken.
Eine der Errungenschaften in den letzten 70 Jahren war ja genau die, dass nicht nur die Reichen in den Urlaub fliegen, sondern auch die kleinen Leute. Soziale Teilhabe nennt man so etwas. Wenn der Urlaub in fernen Ländern (und sei es "nur" Türkei, Griechenland und Co) aufgrund irgendwelcher Ökosteuern für den Normalverdiener nicht mehr bezahlbar wird, wenn er dann zusätzlich nicht mal mehr mit dem Auto fahren darf, dürfte das den Hass und die Empörung noch weit mehr anheizen.
Umweltschutz etc. ist wichtig, wenn das aber mit Gewalt durchgesetzt wrid und v.a. die Normal- und Geringverdiener die Leidtragenenden sind, wird das definitiv nicht funktionieren. Radikale Schritte haben noch nie funktoniert, man muss hierbei immer die sozialen Komponenten im Auge behalten. Ansonsten geht der Schuss nach hinten los.

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