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Neue Economy-Klassen im Flugzeug: Fliegen, so unkomfortabel wie möglich
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Um nicht von den Billigfliegern abgehängt zu werden, verkaufen immer mehr etablierte Airlines Tickets zum Schnäppchentarif. Wer darauf einsteigt, muss einiges über sich ergehen lassen.

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DerBlicker 11.02.2017, 11:37
280. das Problem ist eher der Preis

Zitat von joomee
Viel schlimmer finde ich allerdings, wenn man Langstrecke mit der Turkish Airlines oder vor allem mit Emirates & Co. reist, man oft mitten in der Nacht in Istanbul oder in Dubai umsteigen muss und im zweifelsfall einige Stunden Aufenthalt hat. Und ganz ehrlich: In Istanbul haben Sie beim Zubringerflug oft eine Außenposition und sind Sie schon mal mit dem Bus zum Gate transportiert worden? Ich hatte sowas noch nie erlebt - ein Viehtransport ist nichts dagegen, so voll wurde der Bus gestopft. Es gibt also überall Licht und Schatten. Ich fühle mich bei der LH wohl und sicher aufgehoben und man kann mit deren Business Class sehr komfortabel reisen und die Vorteile überwiegen meistens die Nachteile.
Die Business Class Qatar Airways ist deutlich komfortabler, das Essen ist besser als bei Lufthansa, die Sitze sind auch besser bei QR. Warum soll ich dann bei Lufthansa deutlich mehr bezahlen, nur damit es direkt geht? Zumindest wenn man privat in den Urlaub fliegt, lohnt sich die Lufthansa in den teuren Klassen nicht. Zudem bekommt man bei Lufthansa immer noch das gouvernanntenhafte Gehabe der Stewardessen gratis dazu, das brauche icht nicht. Ich weiß Lufthansa sieht das al unterkühlt professionell an, moch stört es gewaltig im Vergleich zum freundlichen Kabinenpersonal aus Asien. Das fällt mir sogar immer wieder im direkten Vergleich auf Lufthansa Flügen anhc Asien auf, wo immer auch asiatisches Personal an Bord ist. Die Asiaten lächeln freundlich, die Deutschen sind mürrisch oder künstlich überdreht freundlich (vor allem männliches Personal).

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criticalsitizen 11.02.2017, 18:49
281.

Zitat von login37
Das ewige Verteufeln der Luftfahrt ist primitiv und sinnfrei. Da wo wir die umweltfreundlichen, kostenneutralen, technischen Alternativen haben, nutzen wir sie einfach nicht (z.B. Thema Heizen, zunehmend auch Straßenverkehr). Aber da wo wir technisch noch keine Alternativen haben, wie bei der Luftfahrt, da reiben wir uns pausenlos dran. Die Umweltschädigung beim Fliegen ist nicht wegzudiskutieren, aber es gäbe eine einfache Lösung: Vor einigen Jahren wurden in Deutschland die neue Luftverkehrabgabe eingeführt (40 EUR für Langstrecken). Angeblich auch aus Umweltgründen. Daneben gibt es den CO2-Emissionszertifikatehandel. Beides ist ein moderner Ablasshandel. Das Geld fließt in den normalen Steuerhaushalt und stabilisiert u.a. die marode Rentenkasse. Umwelteffekt nahe null. Statt der Luftverkehrabgabe hätten wir Ansätze wie Atmosfair verbindlich vorschreiben wollen. Das ist kein Ablasshandel, sondern Emissionen werden damit komplett kompensiert und Fliegen ist dadurch völlig Klimagasneutral. Ein Flug Frankfurt-Johannesburg und zurück kostet dann z.B. 79 EUR mehr. Angsichts der Gesamtkosten einer Südafrikareise wird wegen 79 EUR kaum jemand auf die Reise verzichten. Fliegen wäre dann aber umweltfreundlicher als Bahn und Bus und das Problem komplett gelöst.
Die 40 EUR sollten ja für Kurzzstrecke gelten, die 25 EUR für Mittelstrecke und die 8 EUR für Langstrecke.
Leider hat die Politik ja die Sprache verlernt:
Steuer kommt vom Steuern.
Nemand fliegt mit dem ICE nach New York, aber bei 40 EUR Luftverkehrsabgabe auf Kurzstrecken (übrigens innderdt. inkl. MwSt ausgewisen, (außer bei online gebucht nicht ausgewiesener aber dennoch ebenso teurer Steuer) würden den Billgreisenden zum Bahnfahren bewegen, der Geschäftsreisende zahlt es ggf. gern, kmmt er ja ggf. schneller an als mit dem Zug.

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criticalsitizen 11.02.2017, 19:09
282. Warum glaubt der Mensch, online sei alles gefüht 105% billiger?

Es ist meist sogar teurer.
So z.B. hier eine Familie, will von DUS nach ROM, über Christi Himmelfahrt, 2 Erwachsene. 1 Kind 1 Kleinkind 1 Jahr alt:
Easyjet nimmt €366 inkl. Gepäck (ja im Reisebüro kann man die auch buchen...) online kostete es aber auch mit Nebenkosten €330 plus €40 Gepäck), x 3. Kinder-Ermäßigung, nix da...
Plus €49,98 für das Kleinkind.
Das Reisebüro aber buchte dann stattdessen
Lufthansa -Tickets, €310 (x2) 1 x € €250, inkl. je 1 x Gepäck 23kg, Dazu €33 für das Kleinkind, inkl. 1 x 10kg Gepäck.

Das ist gefühlt natürlich teurer als der erst auf dem Schnäppchen-"Portal" angezeigte Preis, aber siehe oben natürlich nicht billiger.

Muss es auch nicht, gefühlt is es online ja immer billiger, egal was es kostet.
Wer online kauft, zahlt jeden Preis.
Davon leben die Billigflieger und Schnäpppchenportale.
Digitale Ahenda.

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criticalsitizen 11.02.2017, 19:15
283. Billigflieger gibt es über den Atlantik m.E. nur 2: Emirates und Air Transat: 10 statt 9, 9 statt 8 Sitze pro Reihe

Zitat von Sumerer
Eigentlich nur, wenn man sich nicht darüber im Klaren ist, dass es keineswegs spaßig ist über Stunden im Flieger eingepfercht zu sein. Zum Beispiel war es relativ egal für mich mit Air France oder einem Billiflieger nach Canada zu jetten. Nach 4 Stunden hielt mich nix mehr auf meinem Platz. In der 747 war lediglich etwas mehr Raum für meinen Stehplatz als in einer A320. Für das Ticket habe ich bei Air France den dreifachen Preis bezahlt. Gut, die Stewardessen waren schon auch hübscher und freundlicher.
Die "777" hatte normalerweise 9 Plätze pro Reihe Economy, der A330 8.
Emirates und andere nu n auch stopfen 10 (3-4-3)nebeneinander in die 777, Air Transat 9 in den A330 (3-3-3).
Das gab es vorher m.E. nur bei "Hapag Lloyd Flug" im Airbus A310 3--3-3.
Air France 747 hatten 3-4-3 weil dieses Flugzeug breiter ist.

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criticalsitizen 11.02.2017, 19:44
284.

Zitat von Chico73
Ich glaube es geht hier ganz vielen gar nicht um geiz ist geil, sondern darum, dass man schon den Eindruck hat, von den Fluglinien über den Tisch gezogen zu werden. Ich buche keine Billigtickets nach London, Madrid oder NY. Aber für mich ist die ECO bei den meisten dt. Fluggesellschaften in der Tat eine Zumutung. Mir geht es auch nicht um den Service, Getränke, Freigepäck etc. sondern einzig um die Platzfreiheit. Wenn ich für meine Familie (4p) einen Fern-Flug buche und dafür mind. 4-5k hinblättere erwarte ich einfach "angemessene" Platzverhältnisse. Was AirBerlin, Condor und Eurowings und mittlerweile auch die meisten Linienfluggesellschaften (außer die viele asiatischen und arabischen) da in der Eco anbieten ist einfach eine Frechheit. Klar kann man für 150,- mehr pro Person "premium" Eco buchen (wenn es die überhaupt gibt bzw. verfügbar ist). Aber das hat eigentlich auch nichts mit "Premium" zu tun. Denn was bei diesen Gesellschaften als Premium verkauft wird, war und ist bei anderen Gesellschaften Standard in der Eco. Und bevor jetzt wieder die Neunmalklugen daherkommen und meinen, man bräuchte ja nicht fliegen und Komfort kostet halt und außerdem und sowieso - dem kann ich nur beipflichten und ziehe daher auch die Konsequenzen und buche keine Fernflüge mehr. Für BC bin ich nicht bereit (soviel) mehr zu zahlen und bei EC stimmt leider das Preis/Leistungs-Verhältnis überhaupt nicht mehr. Daher buche ich es nicht mehr.
Das stmmt nicht ganz. Premium Eco ist oft besser, so bei LH, BA, AF, Eva Air und viele anderen.

Emirates hat m.E. mit zuerst die Bestuhlung der Boeing 777 auf 10 (3-4-3) statt 9 pro Reihe (früher entwde 2-5-2 oder 3-3-3) in der Eco erhöht. Andere zogen m.E. dann nach.
Das ist eng, zumal diese Flugzeige auch für Strecken über 14 Stunden eingesetzt werden.

Premium Eco ist teilweise kaum schlechter als die vor ca. 20 Jahren übliche Business Class Bestuhlung ohne Flatbed, so Premium Eco bei LH z.B. auf der 747 (statt Eco 3.-4-3) nur 2-4-2:
Mit extra Beinfreiheit, breiteren Sesseln mit mehr Sitzneigung und z.B. einem kleinen Getränk schon .am Boden nach dem Boarding und meist doppeltem Freigepäck gegenüber den klassischen Economy-Tarifen.
Der Name "Premium-Economy" ist für diese angenehme und dafür preiswerte Klasse deshalb, damit z.B. Controler in Großfirmen ihrem Personal diee Klasse noch erlauben, wenn Business Class nicht mehr gestattet ist.

So bieten die arab. Linien m.E. diese Klasse nicht oder fast nicht an, auch m.E. nicht auf der Ultra-Langstrecke mit ihren Fluggeräten, z.B. Abu Dhabi-Sydney oder Dubai-Auckland).

Nicht zu verwechseln ist Premium Economy-Klasse mit z.B. "Economy+" bei United, da sind nur die ersten Reihen de Economy Kabine ca. 5-7 cm weiter auseinander (das macht aber viel aus bei langen Flügen) und Plätze dort werden nur gegen Entgelt von ca. $80 reserviert. (Internet-Bucher zahlen ca. $120).

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criticalsitizen 11.02.2017, 19:50
285. Ja, im

Zitat von general_failure
Kann jedem nur empfehlen sich bei anderen Airlines umzusehen. Ich hab's getan und steige seitdem auch nicht mehr in FRA (Horroairport), sondern in AMS (angehmer Airport mit super Bodenpersonal) um. Unterm Strich zahle ich deutlich weniger und habe meistens, jedenfalls in Richtung Asien auch noch kürzere Reisezeiten. Am besten auf irgendeinem Reiseportal nachsehen, wer die gewünschte Strecke anbietet und dann direkt bei der Airline buchen.
"Portal" ist das neue Wort für E-Kommerz-Webseiten.
Man denkt dann ehrfürchtig an z.B. den Dom zu Köln. Digitale Agenda.
Bei der Airline zu buchen ist das selbe, man bucht über das E-Kommerz-Netz. Welche Airline hat noch ein Kundenbüro?
Reisebüros dagegen bieten objetive Beratung und bieten alle Fluglinien an, ohne E-Kommerz-Schnäppchenjäger-Nebenkosten und den Reisenden benachteiligende Internet-AGB, wie z.B. 100% Stornokosten und Sofortzahlung bei Buchung.

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criticalsitizen 11.02.2017, 20:33
286. Billigflieger müssen teurer anbieten

Das Geschäftskonzeppt lässt es anders nicht zu.
Es fehlen u.A. die Einnahmen aus dem "Interline"-Geschäft (Umsteiger, Umladung) bei Umsteige bzw, Umladeverbindungen für Passagiere und Fracht, die Einnahmen aus Business Class/First Class/Premium Economy Class und die Frachteinnahmen.
Deshalb ist z. B. Air Berlin kein Billigflieger, denn die sind ja als Linienfluggesellschaft im Verbund, die Billigflieger (z.B Ryanair, Easyjet, Allegiant, Wizz) glauben ja naiv und E-Kommerz-gesteuert , dass sie ohne Partner auskommen.
Und deren Shareholder ebenso.
Bis das Gerüst zusammenbricht, wenn der E-Kommerz-Schnäppchenjäger nicht mehr bereit ist, für sen Schnäppchenjagen so viel draufzuzahlen, weil es meist teurer ist, als Linienflugbuchungen im Reisebüro.

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criticalsitizen 11.02.2017, 20:46
287. Gewichtsgrenzen je Stück

Zitat von Hans58
Hätten Sie geschrieben, dass ist in Frankreich gesetzlich geregelt, hätte ich meine Frage nicht gestellt. Da es in Deutschland kein Arbeitsgesetz gibt, kann auch hier nichts gesetzlich geregelt sein, so einfach ist das.
Es waren immer 32 kg maximales Gewicht pro Gepäckstück,
dieses sind internationale Arbeitschutz-Regeln der Gewerkschaften.
Schwereres Gut muss vorab aufgegeben were, da es nur mit Geräten verladen wird.
Und die Airlines senkten das Standart Gepäckstück für Economy-Passagiere auf max. 23/20 kg (Natürlich nicht für Business- und First Class Passagiere, die über ihr Reisebüro buchen).
Um dann die Anzahl der z.B jahrezehntelang auf Nordatlantikstrecken erlaubten 2 Gepäckstücke á 32 kg auf eines á 20 oder 23 kg zu reduzieren.
Und bald dank E-Kommerz auf 0.
Da ist ja gefühlt billiger, so zahlt der Online-Bucher gern 'drauf...

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Hans58 12.02.2017, 12:23
288.

Zitat von criticalsitizen
Es waren immer 32 kg maximales Gewicht pro Gepäckstück, dieses sind internationale Arbeitschutz-Regeln der Gewerkschaften. Schwereres Gut muss vorab aufgegeben were, da es nur mit Geräten verladen wird. ... Und die Airlines senkten das Standart Gepäckstück für Economy-Passagiere auf max. 23/20 kg (Natürlich nicht für Business- und First Class Passagiere, die über ihr Reisebüro buchen).
Letztmals OT:
Wenn es "internationale Arbeitsschutzregeln der Gewerkschaften sind" müssen diese Regeln auch in Deutschland schriftlich als "Arbeitsschutzregeln" niedergelegt worden sein.
Sie sind es aber nicht!

Die 32 kg-Grenze basiert auf einer Absprache der Airlines auf einer älteren IATA-Tagung.

Wie kommen Sie auf die Idee, dass über Reisebüro gebuchte First- und Business Klasse Tickets andere Gewichtsgrenzen gelten sollen als die von der jeweiligen Airline festgelegten?

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