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Öffentlicher Verkehr: Mehr Zugausfälle bei der Deutschen Bahn
DPA

Rund 140.000 Züge sind laut einem Medienbericht 2017 ausgefallen - 20.000 mehr als im vergangenen Jahr. Die Grünen kritisieren, dass die Ausfälle nicht in der Pünktlichkeitsstatistik der Deutschen Bahn berücksichtigt würden.

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Olli Ökonom 07.05.2018, 13:03
1. Wundert mich nicht!

Die Deutsche Bahn ist doch nichts weiter als die Inkompetenz auf Rädern. Völlig überbezahlt und dienstleistungsfeindlich. Dazu ein Kundeninformation, die nur zur Desinformation beiträgt. Dort müsste man man sämtliche Gehälter auf den Mindestlohn setzen und das wäre bei der gebotenen Leistung noch deutlich zuviel.

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charlybird 07.05.2018, 13:09
2. Man soll ja eigentlich nicht zurückschauen

und schon gar nicht dieses ''Früher war alles besser'' Syndrom hervorkramen.
Aber was die gute alte Bahn angeht, komme ich nicht umhin festzustellen, früher war die deutlich besser, pünktlicher, preiswerter, komfortabler, sozialer, bisschen beamtenmuffig und natürlich langsamer, aber dafür meist gemütlich und sicherer.
Das neuzeitlichere Management der letzten Jahrzehnte hat offenbar versucht die Bahn immer mit dem Flugverkehr gleichzusetzen, das ist ihr auf einigen Luxusstrecken gelungen, leider zum Nachteil und preislich beleidigend für Millionen von Pendlern und Reisende, die auf die Bahn angewiesen sind.
Es ist grausam, wer sich da alles versaubeutelnd als Boss versucht hat.
Stuttgart 21 ist dabei das letzte Glanzstück vollkommen zukunftsfanatischer Ideologisierung.
Ein Zug ist weder eine U-Bahn, noch kann er fliegen, sollte man dem nächsten ''Boss'' in die Agenda schreiben.
Dass sich ein Grünenbahnexperte da nun meldet ist aber ein Treppenwitz, die GRünen hatten es in der Vergangenheit mehr als in der Hand hier einmal die Weichen richtig zu stellen.

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Skeptiker99 07.05.2018, 13:15
3. Dumme Frage

"Welche Pünktlichkeit ordnet man einem Zug zu, wenn er an einer bestimmten Stelle seiner Fahrt ausfällt?"
Natürlich die Zeit, bis der nächste Zug die Strecke fährt. Wenn ich eine Stunde auf den nächsten Zug warten muss, ist das für mich eine Verspätung von 60 Minuten. Wenn nur ein mal am Tag ein Zug kommt, und der dann ausfällt, macht macht das dann eben eine Verspätung von 24 Stunden.

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schlaumeier54 07.05.2018, 13:32
4. Immer die Bahn....

taucht regelmäßig bei Spiegel online auf. Meistens nichts Gutes. So berechtigt das auch ist. Aber....Ist hier schon mal festgestellt worden, wie „pünktlich“das Auto ,dank der doch jetzt schon auf nahezu jeder Autobahn befindlichen Baustellen , eigentlich ist? Nein, schweigen im Walde. Das wird , auch hier, nicht thematisiert. Staus ohne Ende, stundenlange Wartezeiten, LKW Unfälle etc. All das wird als Gott gegeben hingenommen. Stattdessen wird immer und immer wieder jedes kleinste Detail der Bahn auseinander genommen. Natürlich zu Recht. Aber warum werden die anderen Mängel und Fehlplanungen und deren Folgen nicht genauso ins Visier genommen? Demgegenüber sind die Mängel bei der Bahn eine Kleinigkeit! Ich bin froh, dass die Bahn mich, trotz allem, immer heil und gesund ans Ziel bringt. Für die LKW herrschen offenbar andere Sicherheitsstandards, sowohl bei Petsonal und Material. Leider !

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Marvin__ 07.05.2018, 13:48
5. Gab es schonmal ...

... vor ungefähr 20 Jahren in den Niederlanden.
NS, die dortige Eisenbahngesellschaft, hat die gleichen Programme gefahren wie hier: Erst Kostensenkungen beim Unterhalt, bis die Verspätungen aus dem Ruder liefen. Dann Pünktlichkeitsvorgaben. Die der Vorstand erreichte, in dem späte Züge einfach angehalten wurden - Ausfälle zählten nicht als Verspätung.

Irgendwann dann die Einsicht, dass es doch mehr Züge braucht, um die Fahrpläne ein zu halten.
Warum müssen wir alle Fehler noch mal selber machen, anstatt Experten in Aufsichtsrat und Bahnvorstand zu holen, die sich auskennen?

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c.PAF 07.05.2018, 13:50
6.

Zitat von schlaumeier54
taucht regelmäßig bei Spiegel online auf. Meistens nichts Gutes. So berechtigt das auch ist. Aber....Ist hier schon mal festgestellt worden, wie „pünktlich“das Auto ,dank der doch jetzt schon auf nahezu jeder Autobahn befindlichen Baustellen , eigentlich ist? Nein, schweigen im Walde. Das wird , auch hier, nicht thematisiert. Staus ohne Ende, stundenlange Wartezeiten, LKW Unfälle etc. All das wird als Gott gegeben hingenommen.
Ja und? Das kann ich planen. Mit dem PKW habe ich noch nie einen Termin verspätet erreicht.
Bei uns am Bahnhof stehe ich im Regen, wenn ein Zug verspätet oder garnicht kommt. Der Folgezug hat dann oft nur noch Stehplätze.

Im PKW im Stau habe ich es bequem, kann Radio hören, mir die Klima passend einstellen oder am Fensterheber rumspielen. Und ich habe es trocken...
Und selbst wenn ich mal mit dem Auto länger brauche als der Zug, wäre es mir das Wert. Der Komfort ist um Welten besser!
Zu 98% bin ich jedoch nur Pendler und das Auto rechnet sich einfach nicht. So ettrage ich es halt, daß ich verpätet (erst heute früh 17 Minuten) unterwegs bin und oft in Wagen mit defekter Klimaanlage vor mich hin transpiriere...

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burlei 07.05.2018, 14:09
7. @Olli Ökonom, #1

Na, dafür schlägt in Ihrem Beitrag ja die geballte Kompetenz zu. GehörDazu kommen nen Sie nicht auch zu den Bundesbürgern, die Beifall zur Privatisierung der DB und DR geklatscht haben? Nun, jetzt haben Sie doch Ihre private Bahn. Sicher, sie etwas unpünktlicher geworden. Aber dafür werden die über 700 Firmen, die die Bahn heute bilden doch nicht mehr von Beamten geführt, sondern von aufstrebenden Führungskräften mit BWL-Studium. Die zig Firmen wie Abelio usw, die sich auf dem Nahverkehrssektor tummeln, gehören natürlich nicht dazu. Auch nicht die riesige Anzahl Anbieter im Güterverkehr. Nicht mehr dazu gehören natürlich auch die mehr als 300.000 Mitarbeiter von DB und DR, die nach und nach "freigesetzt" wurden. Aber da das alles schon mehr als 20 Jahre her ist, interessiert das ja auch niemanden. Unsere Lokführer, unsere Fahrdienstleiter, also die die Menschen und Güter sicher von A nach B bringen sollen sind jung und hip. so hip, dass sie auch nicht mehr die 3,5 Jahre Ausbildung benötigen, sondern das auch als angelernte Kräfte schaffen. 90 Tage Ausbildung reichen schließlich. Ist dazu auch schön, dass sie nicht mehr das für die Tätigkeit eigentlich notwendige Gehalt beziehen, sondern deutlich weniger. Aber keine Sorge, selbst Mindestlohn würde nicht schrecken, sind sie doch nicht weit davon entfernt. Wenn Sie mal mit der Bahn fahren sollten, denken Sie doch mal dran, dass Ihr Lokführer unterbezahlt und schlecht ausgebildet ist, wenn es bei den modernen Plaste-Triebwagen mal zu einer Störung kommt.

Und noch was zur Desinformation. Ich schrieb ja schon von den 700 Firmen, aus denen die DB AG besteht und kurz was von zig anderen, privaten Anbietern. "Früher", also zu Zeiten der unflexiblen Staatseisenbahnen konnte ein Lokführer in Flensburg mit einem Wagentechniker in Mittenwald telefonieren, sogar Telefonate eines Fahrdienstleiters in Aachen West mit einem in Karl-Marx-Stadt waren normal. Das geht heute nicht mehr. Heute ist es nicht mehr die Aufgabe der genannten. Heute wird eine endlose Informations-Kette gebildet, die normalerweise im Nirwana endet. Ein Lokführer der na sagen wir mal Westfalenbahn der unter dem Fenster eines DB-AG-Stellwerks steht, darf dem darauf tätigen Fdl der DB-AG nicht mitteilen, dass der Triebwagen defekt ist. Er kann seine Firma anrufen, die ruft einen festgelegten Gesprächspartner der DB AG an und dieser gibt die Meldung weiter. Wohin? Keine Ahnung, interessiert heutzutage auch niemanden mehr. Desinformation ist mittlerweile ein Geschäftsmodell geworden. Hunderte ehemalige BWL-Studenten probieren bei der Bahn an verantwortlicher Stelle ihre erste Schritte im "an-die-Wand-fahren" einer Firma. Wenn abzusehen ist, dass sie fast erfolgreich darin sein können, werden sie nach oben weggelobt und der nächste Aspirant kommt. Klar, er hat wie die anderen auch mal kurz bei der Bahn reingeschnuppert, das war aber auch alles. Jetzt führt er den Laden.

Aber egal, falls Sie mal das Pech haben, mit der Bahn fahren zu müssen, wünsche ich Ihnen viel Vergnügen.

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rainerwäscher 07.05.2018, 15:42
8. Die Bahn ist besser als ihr Ruf.

Natürlich ist nicht alles perfekt und früher war es auch nicht besser, sondern langsamer. Ich fahre regelmäßig zwischen SH nach BW und erst einmal in 10 Jahren bekam ich wegen einer Verspätung von mehr als 1 Stunde 25% des Fahrpreises erstattet. Dank Bahnapp erwischt man heutzutage trotz Verspätung am Umsteigebahnhof noch Züge, die ihrerseits zu spät kommen und so schaukeln sich die Verspätungen gar nicht erst hoch.

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Telon 07.05.2018, 16:43
9. Pünklichkeit der Züge und Pünktlichkeit der Reisenden ...

Die DB bezieht sich auf pünktlich fahrende Züge - nicht auf pünktlich ankommende Reisende! Und da liegt die Krux.
Es ist schon sinnweisend, wenn die Bahn Schwierigkeiten hat, einem ausgefallenen Zug eine "Pünktlichkeit" zuzuweisen. Für den davon betroffenen Reisenden dagegen ist es relativ leicht. Wann kommt man mit dem nächsten Zug an das geplante Ziel. Also wenn ich mit dem ausgefallenen Zug um 07:00 angekommen wäre und der nachfolgende Zug erst um 7:45 am Zielbahnhof eintrifft, dann würde ich mal sagen, die Bahn hat 45min Verspätung!
Sagt die Bahn aber nicht. Der erste Zug fällt aus der Statistik und der zweite Zug war ja pünktlich. Also alles auf grün ;-)
Und noch was ... ist schon mal aufgefallen, dass bei längeren Bauphasen auf einmal neue Fahrpläne aushängen? Da braucht der Pendler nun statt der gewohnte 38min auf einmal wochenlang 50min - aber die Züge sind alle pünktlich im Fahrplan gewesen .... auch so ein Gag der DB AG.

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