Forum: Reise
Ohrendruck, Wartefrust, Hunger: Zehn Tipps fürs Fliegen mit Baby und Kleinkind
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Mit Baby per Flugzeug zu verreisen ist die härteste Disziplin des Familienurlaubs. Wie übersteht man die lange Reise? Was ist beim Buchen zu beachten? Und was tun gegen Ohren-Aua? Zehn Tipps für Eltern.

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st_anja 18.06.2019, 17:07
90.

Zitat von christianbernard
Die Urlaubsreisen mit dem Auto waren sicher schön. Früher war der Weg auch ein Stück weit das Ziel. Heute sieht das allerdings etwas anders aus. Lassen Sie mich raten: Sie sind in Papis Waren herumgeklettert, haben auf dem Sitz gelegen um zu schlafen und ab und an den Leuten neben und hinter Ihnen zugewinkt. Heute muss ein kleines Kind stundenlang festgezurrt in einem Sitz verbringen. Das ist mit dem Spaß von früher nicht zu vergleichen. Es haben bei weitem nicht alle Kinder Probleme beim Fliegen. Es ist die Minderzahl. Und es kann schlichtweg eine unvorhersehbare schlechte Tagesform sein, die 30 Minuten vor dem Abflug eingetreten ist. Daraus kann man keine generelle Fluguntauglichkeit von Kindern herbeileiten. 15 Stunden Zwangssitz gegen 1,5 Stunden mit flugbegeistertem Kleinkind im Flugzeug? Wir nehmen das Flugzeug!
nicht ganz........wir mussten uns damals schon anschnallen.

Der Spass lag darin, dass jederzeit angehalten werden konnte und wir rumspringen konnten....oder unerwartet im Sommerurlaub unterwegs Schnee vorfanden.

Kinder haben in meinen Augen nichts im Flieger verloren, wenn es um reine Urlaubsreisen (ohne Verwandtenbesuch) geht.
..dem Kind und der Reisenden wegen.

Nicht alle Eltern kümmern sich um ihre schreienden und um sich tretenden Kinder im Flugzeug. Diese Randale geht nicht.

An diejenigen, die die Deutschen wegen Kinderfeindlichkeit beschimpfen.

Das um sich tretende und schreiende Kind und ihre ignorante Mutter wurden auch von den mitreisenden Franzosen, Italienern und Afrikanern böse angeschaut und entsprechend gab es Kommentare.

Der Höhepunkt war dann beim Umsteigen, als die Mutter mit ihren Kind im Arm an allen in der Warteschlange vaorbeirannte und sich massive Vorteile verschaffte. immerhin war sie ja mit Kind unterwegs, wie sie betonte.
Also nur Rechte, keine Pflichten. Als deutsche Reisende war da massiv fremdschämen angesagt.

Übrigens, italienische Schimpfworte versteht man auch ohne Sprachkenntnisse :)

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madameping 18.06.2019, 17:18
91.

Erst einmal vorab: Ihre Antwort war so lang, dass sie nicht mehr mit meinem Post an Sie veröffentlicht werden konnte, weil der Platz dazu wohl nicht reichte - schlicht gesprochen :-) Ich kenne das. In solchen Fällen setze ich dann vorsichtshalber den Namen des Foristen in die Überschriftzeile.
Okay, nun zu Ihren Zeilen: Ich glaube, wir sind mehr einer Meinung, als es danach aussieht. Was Sie zu dem gefühlten Lärm geschrieben habe, finde ich interessant - da steckt durchaus Wahrheit dahinter. Hier spielt der persönliche Toleranzpegel eine erhebliche Rolle und auch die Tagesform. Da wird etwas als viel störender wahrgenommen, als es war oder ebenso als viel leiser. Das Problem im Flugzeug ist das, dass auf sehr engem Raum sehr viele Menschen zusammensitzen. Da geht mir schon manchmal der Hintermann auf den Keks, wenn der beim Aufstehen und wieder hinsetzen jedesmal an meiner Lehne zerrt oder so. Oder jemand redet lauthals und man bekommt das Gespräch mit, obwohl man viel lieber lesen möchte oder dergleichen. Ich kann im Flugzeug zum Beispiel nicht schlafen, egal, ob's nach Ost oder West geht. Keine Chance. Ich bin knallwach - und höre damit natürlich mehr, sogar mit Ohropax.
Im Zug kann man sich dem leichter entziehen. Im Flugzeug nicht. Da ist man dem Lärmpegel ausgeliefert. Also kommen wir wieder auf den alten Punkt von vorhin: Rücksicht und Verständnis. Da diese Rücksicht aber nicht immer geleistet werden kann und gleichermaßen auch nicht für alles Verständnis abgefordert werden kann, dazu sind es zu viel Menschen auf einem Haufen, sollten Fluglinien vielleicht tatsächlich darüber nachdenken, geschlossene Bereiche für Familien mit Kindern einzurichten.
Doch ob sich das einrichten lässt, ist fraglich, denn was ist, wenn die Mutter schlafen will - aber nicht kann, weil um sie herum alles kreischt und tobt...
Also ist fraglich, ob man, nach Ihren Worten, Eltern mit Babies und Kleinkindern das Fleigen verbieten darf. Natürlich nicht, denn auch Familien mit kleinen Kindern haben ein berechtigtes Interesse, mit dem Flieger von A nach B zu gelangen - wobei ich allerdings meine, dass es nicht notwendig ist, mit einem 4-Monate alten Säugling ausgerechnet zum Urlaub nach Bali zu fliegen - weil es eine Quälerei für das Kind ist.)
Also bleibt nur der Appell an die Eltern, den Kindern das Fliegen angenehm zu gestalten, damit alle möglichst schön entspannt sind. Auch die Mitmenschen. Genau das liest sich aus dem Artikel.

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madameping 18.06.2019, 17:19
92. christianbernard Heute, 16:43 85. Das ist nicht kinderfeindlich.

Ich glaube, wir sind mehr einer Meinung, als es danach aussieht. Was Sie zu dem gefühlten Lärm geschrieben habe, finde ich interessant - da steckt durchaus Wahrheit dahinter. Hier spielt der persönliche Toleranzpegel eine erhebliche Rolle und auch die Tagesform. Da wird etwas als viel störender wahrgenommen, als es war oder ebenso als viel leiser. Das Problem im Flugzeug ist das, dass auf sehr engem Raum sehr viele Menschen zusammensitzen. Da geht mir schon manchmal der Hintermann auf den Keks, wenn der beim Aufstehen und wieder hinsetzen jedesmal an meiner Lehne zerrt oder so. Oder jemand redet lauthals und man bekommt das Gespräch mit, obwohl man viel lieber lesen möchte oder dergleichen. Ich kann im Flugzeug zum Beispiel nicht schlafen, egal, ob's nach Ost oder West geht. Keine Chance. Ich bin knallwach - und höre damit natürlich mehr, sogar mit Ohropax.
Im Zug kann man sich dem leichter entziehen. Im Flugzeug nicht. Da ist man dem Lärmpegel ausgeliefert. Also kommen wir wieder auf den alten Punkt von vorhin: Rücksicht und Verständnis. Da diese Rücksicht aber nicht immer geleistet werden kann und gleichermaßen auch nicht für alles Verständnis abgefordert werden kann, dazu sind es zu viel Menschen auf einem Haufen, sollten Fluglinien vielleicht tatsächlich darüber nachdenken, geschlossene Bereiche für Familien mit Kindern einzurichten.
Doch ob sich das einrichten lässt, ist fraglich, denn was ist, wenn die Mutter schlafen will - aber nicht kann, weil um sie herum alles kreischt und tobt...
Also ist fraglich, ob man, nach Ihren Worten, Eltern mit Babies und Kleinkindern das Fleigen verbieten darf. Natürlich nicht, denn auch Familien mit kleinen Kindern haben ein berechtigtes Interesse, mit dem Flieger von A nach B zu gelangen - wobei ich allerdings meine, dass es nicht notwendig ist, mit einem 4-Monate alten Säugling ausgerechnet zum Urlaub nach Bali zu fliegen - weil es eine Quälerei für das Kind ist.)
Also bleibt nur der Appell an die Eltern, den Kindern das Fliegen angenehm zu gestalten, damit alle möglichst schön entspannt sind. Auch die Mitmenschen. Genau das liest sich aus dem Artikel.

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strixaluco 18.06.2019, 17:23
93. ego, ego, ego...

Ich finde es erschreckend, wie viele Beiträge sich hier mit möglichen Belästigungen durch Kinder beschäftigen und wie wenig sich die "Gestörten" für das Wohl der Kinder interessieren. Ich habe bereits geschrieben, dass ich Spassflüge mit Kindern absolut nicht empfehlenswert finde. Aber manche haben Verwandte im Ausland und sonstetwas. Und Eltern können nicht unbedingt im Voraus wissen, ob das Kind fliegen mag oder nicht. Das weiss man, wenn man es probiert hat. Und dann kann es eben passieren, dass das Baby brüllt. Armes Baby, arme Eltern, und ein müder Geschäftsreisender ist da vielleicht genervt, aber das Kind und seine Eltern leiden mit Sicherheit mehr unter der Situation. Auch vollkommen friedliche Babies können schlechte Tage, Bauchweh, sonstetwas, haben und dann aus unerfindlichen Gründen brüllen, auch stundenlang. Da können Eltern oft wenig machen, und wie gesagt, wenn Oma und Opa in Mittelasien wohnen oder sonstwo, ist der einzige gangbare Weg das Flugzeug. Insofern - wäre schön, wenn die Diskussion etwas menschlicher wäre.

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lestat3006 18.06.2019, 17:30
94. Nur ein Tipp

Nur ein Tipp: bleibt zu Hause bis das Kind reif fürs Fliegen ist. Oder verreist mit eurem Auto. Mir ist egal, ob ihr Stress habt, ich bezahle nicht hunderte Euro für einen Flug, um euren Nachwuchs den ganzen Flug über plärren zu hören. Dem Baby ist es egal, ob es auf Mallorca oder zu Hause ist. Nur ihr könnt keine zwei Jahre ohne große Urlaubsreise/Flugreise auskommen. Leider gibt es bei Flugreisen wie bei der Bahn stille Abteile zu buchen. Also bitte, bleibt zu Hause, verschont eure Mitmenschen vor eurem Nachwuchs.

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Pickle__Rick 18.06.2019, 17:32
95.

Zitat von christianbernard
(...)Und wenn viele Foristen hier daraus ein praktisches Flugverbot für Eltern mit Kindern generieren wollen, dann bin ich sehr gegen diesen pauschalen Ansatz.(...)
Das ist mit Sicherheit der falsche Ansatz. Ich sehe hier allerdings niemanden, der ein Verbot fordert. Ich würde mir wünschen, dass eine etwas andere Flugkultur etabliert wird. Sehen Sie sich doch mal diesen Artikel dazu an: https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/klimaschutz-debatte-hat-kaum-einfluss-auf-deutsche-urlaubsplaene-a-1272489.html
Seit Wochen sind die Friday for Future Demos in aller Munde und jeder betont wie wichtig und richtig das doch sei. Ja, das lobende Blabla ist gut für's grüne Gewissen aber in Wahrheit geht es den meisten Leuten offenbar am A*sch vorbei, was für eine Belastung der heutige Flugverkehr ist. Eltern liegen einem wegen Zukunftssorgen in den Ohren und jetten dann für 20€ über tausende Kilometer irgendwo an's Meer. Am besten um dann die ganze Zeit in der Hotelanlage zu gammeln.
Es würde einfach helfen wenn wir uns alle mal überlegen würden ob die ganze Fliegerei überhaupt in dem heutigen Umfang sein muss. Dieser Thread hier ist teilweise erschreckend. Als könne man ohne Flugreise nicht anständig Urlaub machen und als wäre der Verzicht auf Fliegen mit Babys und evtl. Kleinkindern eine nicht zumutbare Schikane.

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christianbernard 18.06.2019, 17:53
96. Nachvollziehbar.

Der Ärger über ein solch schlechtes Benehmen ist natürlich nachvollziehbar. Das ist ein klares Fehlverhalten der beschriebenen Mutter. Ich bin fern davon so etwas zu entschuldigen.
Aber den Bezug zur deutschen Kinderfeindlichkeit sehe ich hier nicht so richtig gegeben.
Das beschriebene Verhalten ist schlecht und falsch. Dies zu sagen ist sicher nicht kinderfeindlich.
Was aber sehr wohl kinderfeindlich ist, ist das böse Anblicken wenn man mit seinem ruhigen und entspannten Kind an der Hand einfach nur ein Lokal betritt, ein Flugzeug besteigt, in eine Bahn einsteigt oder das Kind einen Gehweg benutzen lässt, ohne dass es schon mehrere Meter vor Eintreffen eines entgegenkommenden Erwachsenen gefälligst zu Luft wird. Selbst von Leuten auf Fahrrädern werde ich in der Großstadt nahezu täglich von Leuten angemacht das Kind solle aus dem Weg gehen. Auf dem Gehweg!
Ich (und aus Erzählungen viele andere Eltern auch) erlebe dies täglich. Die reine Anwesenheit eines Kindes wird von zu vielen Leuten als solche schon abgelehnt, oder zumindest als potentiell störend empfunden.
Und glauben Sie mir - das ist gelebte Realität. Ich bin doch nicht schon mein ganzes Leben lang ein tunnelblickendes Elternteil. Ich kenne doch auch das Leben ohne Kind, und den Unterschied dazu. Es ist sicher nicht die Mehrzahl der Leute die ablehnend eingestellt sind. Aber es sind zu viele. Und es sind signifikant mehr Leute als in vielen vanderen Ländern die wir kennen.
In Fernost sind wir mit Kind völlig entspannt durch eine Gigametropole gelaufen. Es war voll, es war warm. Alles kein Problem. Die Leute haben das Kind einfach als einen selbstverständlich gleichberechtigt auf dem Gehweg anwesenden Menschen gesehen. Es gab in der Zeit ein eiziges plötzlich genervt davorstehend blickendes Gesicht zu sehen. Das einer deutschen Frau im fortgeschrittenen Alter.
Das leider traurige Wahrheit.

Und ich finde Ihre Einstellung tatsächlich nicht richtig, wenn Sie sagen, dass Ihrer Meinung nach Kinder nichts im Flieger verloren haben.
Natürlich spreche ich Ihnen Ihre Meinung nicht ab, aber ich halte sie in ihrer Pauschalität für bedauerlich. Wenn Eltern und Kinder mit gutem sozialen Benehmen im Flugzeug sind, dann ist das meiner Meinung nach nicht abzulehnen. Wenn Sie aber mit Ihrer Einstellung solche Leute im Flugzeug sehen, haben Sie doch automatisch eine negative Grundhaltung diesen Leuten gegenüber. Ist das gut und richtig? Ich denke nicht.

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Pless1 18.06.2019, 18:00
97. Der wichtigste Tipp fehlt

Der wichtigste Tipp fehlt, er lautet: fliegen Sie mit Kindern nicht, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt!

Wer keine Angehörigen in Übersee hat oder ähnliches sollte sich zwei, drei mal überlegen, ob es denn wirklich die Flugreise sein muss. Ihre Kinder können Sie mit exotischen Fernzielen nicht beeindrucken, das zieht eher ab dem Teenager-Alter. Ich kann nur sagen, dass wir nicht mehr geflogen sind, seit wir Kinder haben (insgesamt drei zwischen 8 und 13 Jahren) und dies nie bereut haben. Vielen ist gar nicht bewusst, was es für tolle Reiseziele gibt, die sich auf dem Landweg, also mit Auto oder Bahn, erreichen lassen. Ein reserviertes Familienabteil bei der Bahn ist total entspanntes Reisen mit kleinen Kindern, sehr empfehlenswert. Von der Klimabilanz beim Fliegen ganz zu schweigen.

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christianbernard 18.06.2019, 18:03
98. "Über" Ihrem Beitrag lesen.

Zitat von Pickle__Rick
Das ist mit Sicherheit der falsche Ansatz. Ich sehe hier allerdings niemanden, der ein Verbot fordert. Ich würde mir wünschen, dass eine etwas andere Flugkultur etabliert wird. Sehen Sie sich doch mal diesen Artikel dazu an: https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/klimaschutz-debatte-hat-kaum-einfluss-auf-deutsche-urlaubsplaene-a-1272489.html Seit Wochen sind die Friday for Future Demos in aller Munde und jeder betont wie wichtig und richtig das doch sei. Ja, das lobende Blabla ist gut für's grüne Gewissen aber in Wahrheit geht es den meisten Leuten offenbar am A*sch vorbei, was für eine Belastung der heutige Flugverkehr ist. Eltern liegen einem wegen Zukunftssorgen in den Ohren und jetten dann für 20€ über tausende Kilometer irgendwo an's Meer. Am besten um dann die ganze Zeit in der Hotelanlage zu gammeln. Es würde einfach helfen wenn wir uns alle mal überlegen würden ob die ganze Fliegerei überhaupt in dem heutigen Umfang sein muss. Dieser Thread hier ist teilweise erschreckend. Als könne man ohne Flugreise nicht anständig Urlaub machen und als wäre der Verzicht auf Fliegen mit Babys und evtl. Kleinkindern eine nicht zumutbare Schikane.
Ihr Themenansatz bezüglich der Klimafrage ist sicher berechtigt.
Darauf will ich aber gar nicht weiter eingehen. Nicht aus Desinteresse oder Ablehnung, sondern weil es ein anderes Thema ist.
Ich möchte hier lediglich in Bezug auf Ihren zweiten Satz Ihren Blick auf den direkt vor Ihrem Beitrag (Nr.95) geposteten Beitrag Nr.94 richten.
Das ist was ich meine.

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christianbernard 18.06.2019, 18:09
99. Ja.

Zitat von madameping
Erst einmal vorab: Ihre Antwort war so lang, dass sie nicht mehr mit meinem Post an Sie veröffentlicht werden konnte, weil der Platz dazu wohl nicht reichte - schlicht gesprochen :-) Ich kenne das. In solchen Fällen setze ich dann vorsichtshalber den Namen des Foristen in die Überschriftzeile. Okay, nun zu Ihren Zeilen: Ich glaube, wir sind mehr einer Meinung, als es danach aussieht. Was Sie zu dem gefühlten Lärm geschrieben habe, finde ich interessant - da steckt durchaus Wahrheit dahinter. Hier spielt der persönliche Toleranzpegel eine erhebliche Rolle und auch die Tagesform. Da wird etwas als viel störender wahrgenommen, als es war oder ebenso als viel leiser. Das Problem im Flugzeug ist das, dass auf sehr engem Raum sehr viele Menschen zusammensitzen. Da geht mir schon manchmal der Hintermann auf den Keks, wenn der beim Aufstehen und wieder hinsetzen jedesmal an meiner Lehne zerrt oder so. Oder jemand redet lauthals und man bekommt das Gespräch mit, obwohl man viel lieber lesen möchte oder dergleichen. Ich kann im Flugzeug zum Beispiel nicht schlafen, egal, ob's nach Ost oder West geht. Keine Chance. Ich bin knallwach - und höre damit natürlich mehr, sogar mit Ohropax. Im Zug kann man sich dem leichter entziehen. Im Flugzeug nicht. Da ist man dem Lärmpegel ausgeliefert. Also kommen wir wieder auf den alten Punkt von vorhin: Rücksicht und Verständnis. Da diese Rücksicht aber nicht immer geleistet werden kann und gleichermaßen auch nicht für alles Verständnis abgefordert werden kann, dazu sind es zu viel Menschen auf einem Haufen, sollten Fluglinien vielleicht tatsächlich darüber nachdenken, geschlossene Bereiche für Familien mit Kindern einzurichten. Doch ob sich das einrichten lässt, ist fraglich, denn was ist, wenn die Mutter schlafen will - aber nicht kann, weil um sie herum alles kreischt und tobt... Also ist fraglich, ob man, nach Ihren Worten, Eltern mit Babies und Kleinkindern das Fleigen verbieten darf. Natürlich nicht, denn auch Familien mit kleinen Kindern haben ein berechtigtes Interesse, mit dem Flieger von A nach B zu gelangen - wobei ich allerdings meine, dass es nicht notwendig ist, mit einem 4-Monate alten Säugling ausgerechnet zum Urlaub nach Bali zu fliegen - weil es eine Quälerei für das Kind ist.) Also bleibt nur der Appell an die Eltern, den Kindern das Fliegen angenehm zu gestalten, damit alle möglichst schön entspannt sind. Auch die Mitmenschen. Genau das liest sich aus dem Artikel.
Vielen Dank für die Antwort. Ich wage sogar die Behauptung dass wir komplett einer Meinung sind.
Bei einer Sache bin ich jedoch ein Stück strenger.
Eltern haben kein Recht auf Schlaf wenn die Kinder toben. Nieeeeemals! ;-)
Und eigentlich auch sonst nie. Tja, so isses.






leider.......

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