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Outdoor-Kleidung: Tücken der Zwiebeltaktik

Teuer sind sie, und inzwischen auch im Freizeitbereich extrem angesagt: Noch nie waren Outdoor-Klamotten so weit verbreitet wie heute. Doch die beste Hightech-Membran bringt wenig, wenn der Benutzer beim Kombinieren Fehler macht. Mit diesen Tipps sind Sie für die kalte Jahreszeit gerüstet.

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wanderprediger 16.11.2010, 12:07
80. JW - Tatze oder Pfote? Ich meine Pfote

Zitat von meridiannet
Und sonst hab i eben ned das Gefühl, ein Stilwächter zu sein. Im Gegenteil. Die grosse Mehrheit leistet sich ja Ihre Tatzen, Mammuts und was immer... Toleranz ist da. Ignoranz nicht. Und wenn jemand seine Meinung darüber äussert, dass er diese Art von Kleidung doof findet, sollte auch im Gegenzug die Toleranz nicht fehlen und man vielleicht seine Argumente zur Kenntnis nehmen?

Ich finde von niemanden seine Kleidung doof. Doof ist auch kein Argument. Stil wird immer wieder gerne als Argument vorgeschoben und jemanden Stillosigkeit zu bescheinigen zeit einfach Intolleranz. Nur wer bestimmt den Stil? -Hier handelt es sich doch auch nur um individuellen Geschmack- Und mit welchem Recht?
Wie vorhin schon von mir geschrieben, jemanden Stillosigkeit vorzuwerfen ist etwas anderes als zu sagen, mir gefällt diese Art der Kleidung einfach nicht.
Daher mag ich keine Stilwächter, akzeptiere wenn sie sagen mir gefällt ihr Geschmack an Kleidung nicht.
Auch habe ich kein Problem damit ob jemand Markenkleidung (egal welche Marke)trägt oder keine Markenklamotten.
Es wikrt auf mich sehr befremdlich wenn Leute sich auf bestimmte Marken einschiessen. Bei Autos, Unterhaltungselektronik kann man ebefalls so ein Verhalten bobachten. Warum eigentlich nur? Welche Nichtigkeiten. Für mich kommt das einfach nur kleingeistig rüber.

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hansmaus 16.11.2010, 13:56
81. :( Hilfe

Oh mein Gott ich fühle mich so schlecht, so schuldig und seit den letzten Seiten irgendwie verantwortlich für das Leid der Welt :(
Ich bin extrem oft und lange draußen (Hund) und ....jetzt kommts....ziehe seit Jahren dezente Armeeklamotten also ohne Tarndruck in oliv an :(
Ich habe Festgestellt das der BW Nässeschutz mit Goretex (Jacke gibts ab sage und schreibe 19€) mal richtig gut gegen Regen ist!
Dazu noch ein gescheiter Wollpulli mit einem Baumwollunterhemd und es juckt mich auch nicht wenns draußen bei -20°C doch mal anfängt zu schneien.
Eine Jacke mit der Tatze hat mir meine Frau mal geschenkt, sack teuer das Teil aber die hatte mein Hund nach etwas intensiverem spielen im nu kaputt. Diese militaristische Killerjacke hält fast alles aus und die habe ich schon seit gut 6 Jahren.
Alles in allem sehe ich das so wie die meisten hier, Spiegel macht mal wieder Werbung (kennt man ja von Appleprodukten) für das was der "In"-Mensch von heute so braucht. Wirklich bemerkenswert/Lustig finde ich diese Outdoorseuche in den Innenstädten :D

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...ergo sum 16.11.2010, 15:31
82. ...

Scheint hier wirklich zur Glaubensfrage zu mutieren, allerdings habe ich eher den Eindruck das man hier (unbewußt ?) aneinander vorbei redet / schreibt.

Fassen wir doch eimal zusammen:

Wer sich bei irgendwelchen Extremwetterlagen in Mutter Natur tummelt, - ob nun Bergsteigen, lange Wanderwege, sportives Radfahren ect. pp. der hat allen guten Grund sich entsprechende Bekleidung dafür zuzulegen.
Würde ich diese Dinge machen in meiner Freizeit, dann hätte ich garantiert Spezialbekleidung dafür. Weshalb für diese Fälle nicht vom Fortschritt profitieren ?

Wer tagtäglich nur ! zur Arbeit geht / fährt, mitten in einer Stadt, sollte /darf sich allerdings dann nicht über verwunderte bis grinsende Gesichter ärgern wenn er / sie dermaßen ausgerüstet durch die Straßen zieht.
Da fragt man sich ob dieser Mensch gerade von einem 3000sender kommt oder gleich danach da drauf möchte. ^
Damit müssen diese Mitmenschen dann mit einer solchen Kleidungsentscheidung auch leben können.
Andererseits fragt man sich dann auch ob derjenige kein Geld mehr übrig hat für Stadtbekleidung, vielleicht weil diese Spezial-Freizeit-Kleidung eben für ihn bereits zu teuer gewesen ist. ^
Solche Gedanken sind dann für Andere auch opportun. Immer nach dem Motto "Aktion / Reaktion".

Niemand hat per sé etwas gegen Spezialbekleidung, - dort wo sie durchaus angebracht und auch notwendig ist.
Wann es jedoch albern wird diese zu tragen darf natürlich Jeder selber entscheiden.

Dasselbe gilt m.E. nach für Damen die im tiefsten Winter mit Bibbertemperaturen und dickem Schnee im Miniröckchen, zarten Strumpfhosen und ganz kurzem dünnem Jäckchen halb blau gefroren durch die Stadt ziehen, sich dabei unheimlich schön vorkommen und nicht merken wie der Rest der Bürger verständnislos den Kopf schüttelt. Das das weder schön aussieht noch klug ist, - irgendwann werden die das merken.

Meine Meinung, - machen Sie alle was immer Sie für sich als richtig und notwendig erachten. Es ist nicht zuletzt Ihre Gesundheit. Nur erlauben / akzeptieren Sie gleichermaßen das Andere sich ggf. darüber ihre Gedanken machen und eine andere Meinung haben als Sie selber.

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Johanna.1.15 16.11.2010, 17:41
83. ...

Zitat von meridiannet
Sorry, aber das ist Quatsch! Hab bisher noch keine Kunstfasser gesehen, die es in punkto Hautfreundlichkeit, Wärmeaustausch, Luftdurchlässigkeit oder Umweltverträglichkeit mit einer Baumwoll -oder Wollfaser aufgenommen hätte. Immer diese Technikgläubigkeit.
Also dann kann ich nur schlussfolgern, dass Sie nie etwas anderes als Baumwolle probiert haben. Nie gewandert und das schweissnasse, kalte T-Shirt klebte unter den Armen und am Rücken? Woraus unmittelbar die Auskühlung folgt?
Nie eine schon nach kurzem Tragen durchgescheuerte Wollhose gehabt - oder ein Kleidungsstück, dass seine Form verliert? Von Farbechtheit gar nicht zu reden...
Zitat von meridiannet
Das einzige was bei Baumwolle nicht geeignet ist, ist das Nass -bzw. Trockenverhalten. Die Faser verliert fast Ihre Eigenschaften wenn Nass. Aber dafür gibt es auch gute Lösungen wie z.B. wachsen.
Also ich stelle mir mit Grausen vor, wie ich mit einem gewachsten T-Shirt wandern gehe...

Zitat von meridiannet
Falls Sie die aufgezählten Eigenschaften an Ihren Kleidern vermissen, dann liegt es vielleicht an der Qualität der genannten Kleidungsstücke?
Es stimmt schon, teurer als Hugo Boss, Hilfiger und Calvin Klein kaufe ich gewöhnlich die Hemden für meine bessere Hälfte nicht ein. Anzüge dito. Aber sollte ich wirklich noch mehr als 140 Euro für ein einfaches Oberhemd ausgeben?

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derfflingert 17.11.2010, 21:44
84.

Zitat von meridiannet
und Sie aber auch nicht... früher hat man Extremsituationen im Bärenfell überlebt.
Und das schliessen Sie woraus? Oder ist das so ein Argument, wie Sie es in :
http://forum.spiegel.de/showpost.php...2&postcount=74
befürworten?
D

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derfflingert 17.11.2010, 22:08
85.

Zitat von hermanngaul
Jaja, ist ja gut. Ihr seid die wahren Abenteurer, die großen Individualisten (aus irgendeinem Grund müsst Ihr es aber reflexartig herausschreien). Die Wahrheit liegt bei -20° in einer Felsnische mit einem Baumwoll T-Shirt bekleidet und nem Mineralstein als Deo.
Werter Freund,
was hat Ihnen denn so die Suppe verhagelt, dass Sie hier so auf mich und vermutete andere "wahre Abenteurer" losgehen?
Zur Erklärung, da ich mich offensichtlich falsch ausgedrückt habe:
- Die Firma mit der Tatze macht das, was sinnvoll und nachvollziehbar ist. Sie produzieren Ihre Bekleidung für Leute, die im Offroader zum einkaufen fahren. Die haben nämlich das Geld für eine Jacke 250 bis 350€ auszugeben.
- Ich bin weit davon entfernt, meine Ansichten als letzte Wahrheit hier anzupreisen. Nur eine Erfahrung möchte ich weitergeben: bis man die individuell richtige und funktionierende Outdoor - Bekleidung gefunden hat, hat man meist eine Menge Geld unnütz ausgegeben. Deshalb ist es klug, die Erfahrung anderer zu nutzen und sich beraten zu lassen. Ich habe ausgesprochen gute Erfahrungen mit einem grossen Ausrüster in Hamburg gemacht ( Nein, ich stehe nicht auf deren Gehaltsliste!)
- Nochmals: Ich bin kein Gegner guter Funktionskleidung, ich halte Sie für manche Vorhaben für unverzichtbar.

D

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AlpinCommunity 19.01.2011, 14:02
86. was mir in dieser Diskussion fehlt...

sind die Auswirkungen von diesem, ich sag mal Hype. Zumindest mein Eindruck ist, dass die Funktionskleidung nicht nur teurer wird, sondern auch an Funktionalität verliert. Und das beobachte ich bei zahlreichen Funktionskleidungsstücken, die oftmals mehr auf designerisches Chic als auf Funktion ausgelegt sind. Ist ja an sich nicht verkehrt, aber gerade namhafte Marken "verkommen" immer mehr zu teuren in der Fußgängerzone tragbaren Funktionsjacken, die funktionell dann aber schwächen aufweisen. Oder liege ich da falsch mit meiner Meinung?

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