Forum: Reise
Pacific Crest Trail an der US-Westküste: Vom Glück der Schinderei
Ryan Weidert/ Pacific Crest Trail Association/ TMN

4280 Kilometer, 20 Kilo Gepäck, sechs Monate Zeit und ein Ziel: einfach ankommen. Tausende Menschen machen sich jährlich auf, um den Pacific Crest Trail an der US-Westküste zu gehen - durch die Wüste, Schnee und Bärenland.

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p-touch 14.09.2018, 12:39
10.

Zitat von deufin
Wer sich mal anschauen will, wie das Leben auf dem PCT so aussieht, dann gibt es mittlerweile jede Menge an Kanälen auf Youtube, die die komplette Wanderung in täglichen Videos zeigen. Meiner Meinung nach kann man die Trails in den USA aber vergessen, da sie mehr mit Querfeld-Ein zu tun haben als mit Wandern. Dann gibt es haufenweise Regeln und Bestimmungen, die einem die Lust vermisen. Das fängt bei den ganzen Berechtigungen an, die man beantragen muß, um.....
Der E1 ist zumindest im mitteleuropäischen Teil eine gut ausgebaute Wanderautobahn. Da sind die amerikanischen Fernwanderweg eine ganz andere Liga und nichts für Anfänger. Das mit denn Berechtigungen hat durchaus seinen Sinn, sonst wären die Weg ähnlich überlaufen wie der ach so tolle Jakobsweg.

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hup 14.09.2018, 16:19
11. Weitwanderwege sind super

Natürlich kann nicht jeder jeden Weg voll durchwandern - aber wer sich eine mehrmonatige Aus(nahme)zeit nehmen kann um z.B. den Jakobsweg, der Appalachian Trail , den PCT oder andere Fernwanderwege in dieser Welt wenigsten in Teilen zu gehen, der wird sein Leben lang glücklich darauf zurückblicken.

Aber getreu dem Motto: Der Weg ist das Ziel ist es IMO völlig unsinnig sich enge Zeitgrenzen zu stecken und damit wieder ein Leistungs-Hamsterrad aus dem Wandern zu machen, wie hier beschrieben. Man muss in seinem eigenen individuellen Tempo laufen, innehalten und sich auch mal erholen. Allein das macht gemeinsames Wandern immens schwierig. Kommt der Winter, dann pausiert man eben und macht den Rest im Jahr darauf - oder plant das am besten gleich mit ein.

Schon wenn ich nur eine mehrtägige Wanderung mache, leidet mein Tempo bereits allein unter meinem Drang zu Fotografieren - im Gegensatz zum Knipsen muss man dafür in Kauf nehmen mal zu warten bis das Licht stimmt, oder man muss einen kleinen Umweg laufen um eine bessere Perspektive zu finden.
Und ich muss sagen, dass ich alleine zu zu wandern auch präferiere - denn so lernt man einfacher neue Menschen auf dem Weg kennen und erfährt mehr über sie. Vielleicht geht man ein Stück zusammen, und dann wieder allein - alles geht aber nichts muss erzwungen werden. Fernwandern ist Freiheit, wie es sie sonst selten noch gibt.
Man plant, aber nicht zu weit voraus, man erreicht und leistet jeden Tag etwas, wenn sich etwas ändert, dann nimmt man das hin - und mit der Zeit, nach einigen Tagen leben nach der inneren Uhr und relativ befreit von hohen Konsumbedürfnissen - stellt sich eine Zufriedenheit und glückliche Genügsamkeit ein, die viele nicht in jahrelangem medieren finden.

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