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Passagierrekord: Kreuzfahrten bei Deutschen so beliebt wie nie
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Der Boom kennt keine Grenzen: 2018 reisten so viele deutsche Urlauber wie noch nie an Bord von Kreuzfahrtschiffen - 2,26 Millionen waren es. Das beliebteste Ziel war nicht das Mittelmeer.

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Mardor 07.03.2019, 15:46
10. Ahnungslos

Zitat von betonklotz
Das habe ich nie verstanden. Von den Ländern und Leuten sieht man ja nichts, im Wesentlichen hängt man auf dem Schiff rum und kriegt Bespaßung aus der Konserve. So eine Art Zauberberg auf dem Wasser und teuer noch dazu.
Nichts, was Sie da schreiben, ist richtig, sondern vielmehr offensichtlicher Unkenntnis geschuldet.

Wenn man bspw. eine Woche durchs westliche Mittelmeer fährt, hat man gerade EINEN reinen Seetag dabei. Wie man die Landausflüge gestaltet, kann man durchaus selbst gestalten. An Bord selbst wiederum gibt es unendlich viele Möglichkeiten, sich die Zeit kurz werden zu lassen - nix da mit "Bespaßung aus der Konserve"! Usw. usf.

Fazit: Sie sollten sich kein Urteil über etwas anmaßen, das Sie offensichtlich nicht kennen.

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Mardor 07.03.2019, 15:51
11. Jein

Zitat von janne2109
ich gönne jedem soviel Urlaub wie er sich leisten kann -- aberrrr es freut mich gar nicht, dass immer mehr Menschen Schiffsreisen machen. der dicke Bauch schiebt sich ans Bufett, die Teller werden geknallt bis zum runterfallen der Lebensmittel einschließlich der Garnitur, die auch noch mitgeschaufelt wird. Wogende Massen lassen sich vom Animateur zum schunkeln bringen, es gibt keinen Ort an Bord ( außer die Kabine und der kleine Balkon) auf dem es mal ruhig und beschaulich ist. AIDA-nie wieda, für sehr teure Reisen ( z. B. MS Europa) reicht leider mein Geld nicht.
Zu Aida kann ich nichts sagen, da ich bisher nur auf italienischen Schiffen unterwegs war.

Diejenigen Passagiere, die durch das von Ihnen beschriebene Verhalten unangenehm auffielen, waren allerdings in der Tat meist Deutsche (oder Russen).

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ctreber 07.03.2019, 16:04
12. Mein Traum

Urlaub im schwimmenden Apartment-Block und stundenlanges Warten, bis 3000 Leute ausgebootet sind, dazu festes durchdekliniertes Programm....

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Nania 07.03.2019, 16:10
13.

Zitat von lab61
Doch. Das Kreuzfahrtschiff ist, was die ökologische Belastung angeht, eben doch das ausschlaggebende Problem. Würden die Leute lediglich in das von Ihnen erwähnte All-Inclusive-Hotel an die Ostsee fahren, würde die Umwelt aufatmen. Das sei der Familie auch meinetwegen die Anreise mit dem eigenen PKW gegönnt.
Wie Sie bemerkt hätten, wenn Sie meinen und den vorherigen Kommentar ausführlich gelesen hätten: es war kein Dialog über die ökologische Belastung durch Kreuzfahrtschiffe, die zwar im Artikel angerissen wird, aber nicht Teil meiner Antwort gewesen ist.

Ich bezog mit auf das von janne2109 beschriebene Verhalten von Menschen an Bord und habe darauf erwidert, dass das kein Problem von Kreuzfahrten ist, sondern von der Mentalität dieser Menschen. Und das findet man dann auch an der Ostsee.

Und mal ganz davon ab:
Ich sehe es durchaus problematisch an, über den Urlaub anderer Menschen zu richten. Nein, es sollte nicht immer eine Kreuzfahrt oder ein Langstreckenflug sein - dass heißt aber nicht, dass wir Leute verurteilen sollten, die ihre Entspannung und ihren Urlaub nicht in einem Hotel an der deutschen Ostsee suchen, sondern eher in fernen Ländern oder eben auf Schiffen.
Genau wie beim Fliegen können hier politisch bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden, durch neue Gesetze und Steuern (die es beim Flugbenzin nun mal gar nicht gibt) und Anreize geschaffen werden, an neuen Technologien zu forschen. Gleichzeitig kann man für das Problem sensibilisieren - ohne direkt mit der Keule auf den Urlaub der Leute einzudreschen.

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Nania 07.03.2019, 16:13
14.

Zitat von ctreber
Urlaub im schwimmenden Apartment-Block und stundenlanges Warten, bis 3000 Leute ausgebootet sind, dazu festes durchdekliniertes Programm....
Wie kommen Sie denn darauf, es gäbe ein "durchdekliniertes Programm"? Ich habe einige Menschen in meinem Umfeld, die schon auf Kreuzfahrten waren und NIEMAND von denen hatte ein durchdekliniertes Programm, sondern konnte den Urlaub so gestalten, wie er sich das gedacht hat.

Klar, wer lieber die Einsamkeit, das Dörfliche und die tiefe Ruhe sucht, der wird auf einem Kreuzfahrtschiff genauso wenig glücklich wie in einem "Party-All-Inclusive-Clubhotel", aber die Menschen sind nun einmal unterschiedlich.

Jemand sprach hier schon von "Individualität" bzw. vom auf der Strecke bleibenden Individuum. Diese Aussage kann man aber gar nicht treffen: die Individualentscheidung fängt schon beim Einzelnen an - und der eine ist eben eher für die Partyburg, wo er rund um die Uhr vom Entertainer bespaßt werden kann, wohingegen der andere die Einsamkeit einer Almhütte ohne Stromanschluss sucht. Und beides ist völlig legitim (Achtung, für die, die hier über die ökologischen Faktoren reden wollen: Um die geht es mir in diesem Beitrag nicht!)

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radioactiveman80 07.03.2019, 16:21
15. Ein weiterer Rekord der Deutschen:

voller Neid und mittels vorgeschobener Pseudo-Umweltmoral ihren Mitbürgern den Urlaub madig reden. Alles ausser Fahrradfahren in Brandenburg wird mittlerweile an den scheinheiligen Umweltpranger gestellt. Als ob Ihr alle in Klimaneutralen Häusern lebt, nie Plastik benutzt und reine Elektrokarren fahrt... Meine Frau und ich arbeiten bestimmt nicht das ganze Jahr um uns dann 3 Wochen lang vom heimischen Balkon aus die miesepetrigen Gesichter unserer Landsleute anzuschauen, die glauben mit zwei kritischen Forumsbeiträgen oder einem Einkauf im Fair-Trade-Bioladen irgendwas für die Umwelt getan zu haben.

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haarer.15 07.03.2019, 16:21
16. Wer es verträgt ?

Und ich dachte immer, das ist die 65+ Altersgruppe. Erstaunlich viele Jüngere, die sich auf sowas einlassen. Wobei ich durchaus glaube, dass man da viele Eindrücke gewinnt. Die Landgänge machen's - und man sitzt nicht 14 Tage an einem Ort. Von Strandurlauben nehme ich auch gerade Abstand. So prickelnd ist das nicht - nur noch für junge Leute, die auf Halligalli aus sind oder Familien mit kleinen Kindern. Man ist nur unter sich und das ist langweilig. Um Land, Leute und andere Kulturen kennenzulernen, braucht es was Anderes. Für eine Fluss-Kreuzfahrt durch mehrere Länder oder Regionen könnt ich mich also schon erwärmen - ja. Die Preise sind allerdings gehoben.

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sponuser936 07.03.2019, 16:42
17. Daumen hoch

Zitat von radioactiveman80
voller Neid und mittels vorgeschobener Pseudo-Umweltmoral ihren Mitbürgern den Urlaub madig reden. Alles ausser Fahrradfahren in Brandenburg wird mittlerweile an den scheinheiligen Umweltpranger gestellt. Als ob Ihr alle in Klimaneutralen Häusern lebt, nie Plastik benutzt und reine Elektrokarren fahrt... Meine Frau und ich arbeiten bestimmt nicht das ganze Jahr um uns dann 3 Wochen lang vom heimischen Balkon aus die miesepetrigen Gesichter unserer Landsleute anzuschauen, die glauben mit zwei kritischen Forumsbeiträgen oder einem Einkauf im Fair-Trade-Bioladen irgendwas für die Umwelt getan zu haben.
Ich kann zwar Kreuzfahrten absolut nichts abgewinnen, aber dieser Beitrag hätte von mir sein können. Hier wird ständig derart heuchlerisch der grosse CO2-Zeigefinger bei jedem Mist geschwungen, dass es einfach nur noch nervt.

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lab61 07.03.2019, 17:56
18.

Zitat von Nania
Wie Sie bemerkt hätten, wenn Sie meinen und den vorherigen Kommentar ausführlich gelesen hätten: es war kein Dialog über die ökologische Belastung durch Kreuzfahrtschiffe, die zwar im Artikel angerissen wird, aber nicht Teil meiner Antwort gewesen ist. Ich bezog mit auf das von janne2109 beschriebene Verhalten von Menschen an Bord und habe darauf erwidert, dass das kein Problem von Kreuzfahrten ist, sondern von der Mentalität dieser Menschen. Und das findet man dann auch an der Ostsee.
Und genau darauf hatte ich auch geantwortet.
Dass das Verhalten zwar sozial problematisch ist, dann aber zumidnets in einem deutlich weniger umweltbelastenden Kontext geschieht.

Und im Gegensatz zu Ihnen denke ich schon, dass man das Urlausbverhalten anderer Menschen durchaus auch kritisch hinterfragen oder gar verurteilen darf. Vor allem, wenn es ökologisch oder auch aus anderen Gründen mit solch verheereden Schäden einhergeht.

Das betrifft das genauso das Mountain-Biking in bestimmten Gegenden, Bergtouren auf den Mount Everest, der mittlerweile zur Müllhalde verkommen ist, Bergwiesen, die wegen ihrer winterlichen Nutzung als Skipisten kaum noch asl Bergwiesen zu bezeichnen sind, weil da nichts mehr wächst im Sommer, das Zertrampeln historischer Städten durch ignorante Massentouristen usw.

Ich wend emich gar nicht generell gegen Fernreise. Mache ich auch.
Aber wenn ich nach Malaga für eine zweiwöchige Andalusienrundfahrt mit dem Mietwagen fliege, besteht die von mir und meiner Frau verursachte Umweltbelastung nach Erreichen des Flugziels im Großen und Ganzen lediglich noch im Verbrennen von weniger als 100 Liter Benzin. Währenddessen bei Ihnen - ich unterstelle mal, sie reisen (gern)= auf Kreuzfahrten - Nach dem Umstieg vom Flieger aufs Schiff die Umweltverpestung erst richtig losgeht. Und das ist bei praktisch allen Kreuzfahrten so, die nicht in Hamburg, Bremerhaven, Warnemünde der dergleichen starten.

Wenn ich die eine Hafenstadt mit dem Auto besuch, stelle ich den Wagen ab und gehe zu Fuß. Sie, wen Sie denn eine Kreuzfahrt machen, verlassen den weiterhin mit qualmendem Schlot am Pier liegenden Kreuzfahrtdampfer, der dann die ganze Hafenluft verpestet, damit sie abends, wenn Sie vom Rundgang zurück kommen, warmes Essen auf dem Tisch und saubere Wäsche auf dem Bett vorfinden.

Und der Stadt, die sie besichtigen, wie z.B. Venedig, bringen Sie nicht einmal nennenswerte Einnahmen, weil sie vom Schiff gleich noch mit einem Lunchpaket ausgestattet werden, dessen Müll Sie dann in der Stadt zurücklassen. Es bleibt ein Espresso im Straßen-Caffé, eine kleines Souvenier und eine billige Louis-Vuitton-Fake-Handtasche vom nigerianischen Straßenverkäufer... und die Schäden an den Lagunen durch den Wellengang Ihres Superpotts.

Keine Hotelübernachtung. Keine Kurtaxe, keine Restaurantbesuche, keine nennenswerte anderen Umsätze. Nur Schaden und Dreck.

D

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Europa! 07.03.2019, 18:00
19. Warum bewegen?

Kreuzfahrten sind ein klarer Beweis dafür, dass ein großer Teil die Käfighaltung jeder anderer Lebensform vorzieht.

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