Forum: Reise
Phänomen "Begpacking": "In ein armes Land zu reisen und dann auch noch Geld zu erbett
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Ohne Geld die Welt bereisen: Begpacker glauben, dass das geht - und ziehen scharfe Kritik auf sich. Einige Länder gehen bereits gegen die bettelnden Touristen vor.

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Andreas P. 09.07.2019, 16:16
1. Verhalten ist respektlos

Wer reist (ob mit großem oder kleinen Budget) sollte die Kulturen, Sitten und Situation des Gastlandes berücksichtigen, einhalten und schätzen. Das trifft leider auf den Massentourismus auch nicht immer zu.
Sich aber hier als "Begpacker" auf die Straße zu setzten und Geld für die Weiterreise zur erbetteln, wenn Leute im Land für Essen betteln müssen, dann ist das geschmacklos. Mich wundert nur, warum die Behörden - beispielsweise in Thailand - nicht konsequent durchgreifen und diese Typen von der Straße zerren. Die sind doch sonst auch nicht zimperlich. Ich wundere mich überhaupt, wer diesen Schachmatten auch noch Geld gibt. Die Dame aus Bali hat völlig recht. Deren Aussage trifft es.

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lesheinen 09.07.2019, 16:17
2.

Für mich sind begpacker Egoisten, die sich auf Kosten anderer - egal. ob arm oder reich - ein schönes Leben machen. Schmarotzer eben. Ausgenommen von dieser Einschätzung sind echte backpacker, die diesen Namen verdienen, also auf eigene Kosten reisen,und genügend Geld ziur Verfügung haben. Oder die an Ort und Stelle durch Arbeit Geld verdienen, ohne einem Einheimischen die Verdienstmöglichkeit zu nehmen.

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Rodini 09.07.2019, 16:22
3. Junge Leute aus den reichsten Ländern der Erde

schnorren sich bei den ärmsten durch. Kranker gehts wohl kaum noch. Am besten nicht einreisen lassen, wie in Indien (die wollen bei Einreise Sicherheiten sehn) oder gleich abschieben. Das ist eine pervertierte "Geiz ist Geil"-Mentalität. Ich bin als junger Mann auch viel in Südeuropa unterwegs gewesen und hatte wenig Geld, aber zum betteln war ich zu stolz. Da wäre ich lieber daheim geblieben.

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medfield,ma 09.07.2019, 16:28
4. @1

Was für ein Desaster haben wir denn in Deutschland?

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Bärthold 09.07.2019, 16:30
5. Schamgefühl

Manchmal habe ich das Gefühl, in gewissen Kreisen ist jegliches Schamgefühl abhanden gekommen. Mir als privilegiertem Bewohner Europas wäre es peinlich, auf diese Weise Kosten anderer zu leben. Wir haben unsere Privilegien sowieso schon durch die Ausbeutung ergaunert, dann noch dieses Sahnehäubchen.

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swnf 09.07.2019, 16:33
6. Begpacker in Deutschland??

Zitat von hevopi
die Begpacker haben es hier nicht leicht, denn sie erhalten nur wenig Geld von kranken Urlaubern. Der "normale" Thailänder unterstützt seine Familie und hilft in den armen Gegenden auch Farmern, die z.B. eine schlechte Ernte hatten. Die meisten Thailänder wissen, dass die Begpacker verlogene Abstauber sind und so ein Desaster, wie wir es zur Zeit in Deutschland haben, gibt es hier nicht.
Ich habe in Deutschland noch keinen einzigen Begpacker gesehen (was nicht heißen soll, dass es sie gar nicht gibt)! Wie kommen Sie dazu, dieses scheinbar so gut wie nicht vorkommende Phänomen als Desaster zu bezeichnen?

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t_mcmillan 09.07.2019, 16:51
7. Das mit dem reichen Westen ist so eine Sache

Es gibt halt auch im reichen Westen einen Haufen Leute, insbesondere junge Leute, die kein Geld haben. Und es ist auch nicht einfach, Geld für einen Trip zusammenzusparen, wenn man kaum das nötigste verdient. Reich sind diese Leute nur aus der Perspektive Ostasiens. Hier sieht's anders aus. Ja, ich weiß, Reisen ist halt Luxus. Sagt sich leicht, wenn man genug Kohle hat. Nein, ich heiße das Begpacking nicht gut. Ich habe auch kein Geld zum Reisen und lasse es deswegen schlicht bleiben. Aber durchaus nicht ohne großes Bedauern, denn ich sehe nicht, dass sich das zu meinen Lebzeiten ändern wird.

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hartmannulrich 09.07.2019, 16:55
8. Das Phänomen ist nicht neu

Ich meine mich zu erinnern, daß es vor gut vierzig Jahren als offener Geheimtip galt, nach Griechenland zu reisen. Die Menschen dort seien so gastfreundlich und so neugierig auf Fremde, daß man ohne Geld durchkäme. Nachdem zu viele das probiert hatten, ging das wohl nicht mehr.

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ninita7 09.07.2019, 16:57
9.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bevölkerung in den Gastländern so dämlich ist, und diesen Leuten noch Geld gibt. Mag ja sein, dass sie mit den Spenden von anderen Reisenden halbwegs über die Runden kommen, denen ist dann leider auch nicht mehr zu helfen.
Ich finde das in höchstem Maße dekadent.

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