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Plagne statt La Plagne: Navi-Irrtum - Busfahrer fährt 1200 Kilometer Umweg
Studio Brussel

Eigentlich wollte er in die Alpen - und landete in den Pyrenäen: Ein Busfahrer nahm seine Passagiere mit auf eine unfreiwillige Odyssee. Grund war ein Fehler bei der Navi-Programmierung.

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nebenbeigesagt 10.03.2015, 22:58
50. Und zusätzlich

50 jugendliche Belgier ohne jegliche geographische Kenntnisse über die Region wenige 100 km südlich ihres Landes. Keiner hat etwas gemerkt trotz der sicher noch vorhandenen Schilder an der Autobahn oder die sicher zahlreich vorhandenen APP´s im Handy mit Ortungsfunktion verstanden.

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Stefan_G 10.03.2015, 23:53
51. zu #15

Zitat von Paul Panda
unfassbar - Es ist mir unerklärlich, wie ein Busfahrer anhand von Hinweisschildern am Straßenrand und anhand der allgemeinen Umgebung nicht erkennen kann, ob er in Richtung Pyrenäen oder in Richtung Alpen unterwegs ist. Wenn ich mich den Pyrenäen nähere, kommen solche Hinweisschilder wie Nîmes, Perpignan usw., die Sprache auf den Schildern ist französisch und die Vegetation wird südländisch, von der wesentlich längeren Strecke ganz zu schweigen. Spätestens bei der Péage oder an der Tankstelle hätte es doch auffallen müssen? Ist der Fahrer bisher nie aus seinem Dorf herausgekommen?
Also ich habe noch nirgendwo Schilder gesehen, die die Richtung zu Gebirgen angezeigt hätten z.B. in Bayern welche mit "Richtung Harz hier entlang".
Und die Sprache der Schilder? Auch das gewünschte Ziel liegt in Frankreich.
Außerdem: Das Problem ist hier wohl, dass es ein Skigebiet namens "La Plagne" gibt, aber keine Ortschaft dort, die diesen Namen hat. Und in Navis sind gewöhnlich eben keine Skigebiete verzeichnet.

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bert_baller 11.03.2015, 02:52
52.

Komisch, dass immer wieder ausgerechnet belgische Busfahrer sich von ihrem Navi verwirren lassen. Im Mittelrheingebiet zwischen Koblenz und Mainz landeten schon mehrere Fahrer in steilen Weinbergen am Rheinufer statt auf der anderen Seite. Dort gibt es nur Fähren statt Brücken, und sie mussten sich jedes Mal mit schwerem Gerät aus der festgefahrenen Lage herausziehen lassen...

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krise0815 11.03.2015, 07:51
53. Gut sind auch Navis,

die seit 12 Jahren nicht aktualisiert wurden. Lag auch an den unverschämten Preisen. Da biegt man dann in 20 Minuten 3 x rechts ab, gefolgt von bitte wenden , bis einem die Gegend letztlich bekannt vorkommt (Straße wurde komplett verlegt).
Natürlich keine Karte dabei...

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Trondesson 11.03.2015, 07:55
54.

Zitat von Trainspotter
Gut, man muss sich nicht jede Route 100% auswendig merken, aber wenigstens bestimmte Punkte, an denen man sich orientieren kann. So sollte man dann doch merken, dass man in eine völlig falsche Richtung unterwegs ist, bevor man fast am falschen Zielort angekommen ist.
Früher hat es schon geholfen, wenn man einfach nur eine Karte lesen konnte und wußte, daß Norden darauf "oben" ist. Aber heute scheint selbst das die Menschen schon vor unüberwindbare Probleme zu stellen. Nur ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Idiokratie...

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Trondesson 11.03.2015, 08:42
55.

Zitat von makromizer
Immer dieser neumodische Krempel. Ich schau einfach in den Himmel und orientier mich an den Sternen, alles andere ist nur übertechnologisierter Schund.
So wird auf See die GPS-Position auch heute noch überprüft (sollte sie jedenfalls), denn die Himmelskörper können nicht einfach mal ausfallen.
Aber falls Sie das ironisch gemeint haben sollten, war es doch ein wenig daneben.

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bruno09 11.03.2015, 09:11
56. Verfahren haben sich die Leute auch schon ohne Navi!

In meiner Jugend mussten wir immer wieder LKWs aus der Innenstadt von Heilsbronn (Mittelfranken) rausschicken, die eigentlich nach Heilbronn (Baden-Württemberg) - auch nur ca. 150 km daneben.

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bruno09 11.03.2015, 09:13
57. Vermutlich kennt er sich einfach in Frankreich nicht aus.

Zitat von rmuekno
Dass er in die Alpen sollte, wusste er wohl, aber vermutlich keine Plan wo die Alpen sind. Spätestens als es von Lyon weiter in den Süden geht hätte er das merken müssen. Bei Google steht hinter dem richtigen la Plagne sogar in Klammern "Paradiski" Ich hab trotz Navi immer noch ne Karte dabei und hab zumindest ne Ahnung wo das Ziel in etwa liegt
und hatte keine Lust sich mit ausländischen Karten zu beschäftigen.

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OskarVernon 11.03.2015, 09:31
58.

Zitat von nebenbeigesagt
50 jugendliche Belgier ohne jegliche geographische Kenntnisse über die Region wenige 100 km südlich ihres Landes.
Das wissen wir doch gar nicht: Es ist schlicht nicht deren Aufgabe gewesen, darauf zu achten - die werden wohl legitimerweise besseres zu tun gehabt haben als dem Fahrer auf die Finger zu schauen. Für den als Berufskraftfahrer ist so ein Missgriff freilich ein Armutszeugnis allererster Güte...

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frenchdiabolo 11.03.2015, 09:35
59. Departements

Wenn ich mich professionell auf eine solche Reise begebe, mache ich mich doch vorher schlau. In Deutschland gibt es etwa Neustadt auch häufig genug. Dann sollte ich das Bundesland zumindest kennen, welches ich erreichen möchte. Da kann dann immer noch etwas passieren, stimmt. In Frankreich haben die Departements die ersten beiden Ziffern der Postleitzahl auf dem Kennzeichen. Also einfach in der Karte (auch im Internet) schauen, welche Ziffern vorne stehen müssen. Dann den Ort wählen, der am nächsten liegt. Er ist jetzt praktisch nach BW gefahren, obwohl er nach TH wollte. Die Route würde mich aber auch mal interessieren. Der muss an den Alpen in Richtung Mittelmeer vorbeigefahren sein. Der Abzweig bei Avignon sollte einem spätestens zu denken geben. Cote d'Azur, oder Spanien. In Lyon wäre es wohl schon angebracht gewesen, zu stoppen. Das Navi zeigt ja auch eine Reisezeit an. Auch dann kann man mal nachdenken, bei mehr als 2 Stunden Differenz.

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