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Preiserhöhungen ab Sonntag: Deutsche Bahn streicht Sparpreis-Angebote

Zum Fahrplanwechsel am Sonntag erhöht die Deutsche Bahn ihre Preise deutlich - im Schnitt*3,9 Prozent*im Nah- und Fernverkehr. Zudem werden Angebote wie Sparpreis 50 und 25 gestrichen. Eine Übersicht über die neuen Preise und wo Sparen dennoch möglich ist.

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john.do 11.12.2011, 02:41
50.

Zitat von Robert_Rostock
Wieso ist Wettbewerb verhindert? Wieso fahren denn im Nahverkehr immer mehr "bunte Züge" durch die Gegend? Ob nun Metronom, ODEG, die verschiedenen Bahnen von veolia usw, usf? Und was wäre für Sie "sinnvoller Wettbewerb" bei der Bahn?
Na 2 oder gleich 5 Gleise nebeneinander zb ;-)

Die Bahn ist immer ein Monopolist und wird es immer sein, das geht gar nicht anders. Die Bahn darf nicht als gewinnorientierter Betrieb geführt werden, sondern als Dienst am Volk (öffentlicher Dienst) und dieses muss auch konkret umgesetzt werden. Es darf nicht Ziel der Bahn sein Menschen gewinnbringend zu befördern, sondern möglichst viele Menschen zu möglichst geringen Kosten und bei größtmöglicher Sicherheit zu befördern, das wäre der eigentliche Auftrag der Staatsbahn.

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john.do 11.12.2011, 02:52
51. Blödsinn

Zitat von ohno
Auch, wenn es ein wenig gebetsmühlenhaft wirkt: Nein, Sie müssen nicht. Sie wollen.
Auf dem Land müssen sie ein Auto haben.
Öffentlicher Nahverkehr ist unzureichend ausgebaut.
Kinder zum Arzt, wäre sonst ne Tagesreise.
Früh oder Spätdienste mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen bzw. keine Heimfahrt möglich.
Wollen sie vor der Firma zelten oder was?

So ein Spruch kann nur entweder ein Großstädter labern oder ein Selbstständiger (Künstler oder sowas).

Freilich kann man auch in den Wald ziehen und sich von Wurzeln ernähren, meinten sie das etwa so?

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Crom 11.12.2011, 03:45
52.

Zitat von kommentor
Daß ein PKW-TCO-km je nach Fahrzeug zwischen 40 und 80 Cent liegt, werden solche Leute nie kapieren. Auch, weil sie es gar nicht wollen.
Ich komm bei mir auf 25 - 30 Cent. Jede weitere Person kostet zudem nicht extra, bzw. nur minimal mehr. Zudem kann man nicht alle Kosten eines PKWs einfach auf die Kilometer herunter rechnen. Die Bahn kann einen PKW eben nicht zu 100% ersetzen. Daher schaffen sich viele Menschen ein Auto an und die Kosten sind erst einmal da, egal wie viel Kilometer man fährt.

Schauen Sie sich einfach an, was man für eine Mitfahrgelegenheit bezahlt. Da kommt kein Sparpreis der Bahn ran.

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Crom 11.12.2011, 03:52
53.

Zitat von ohno
Das ist natürlich reingerechnet. Auch _Ihr_ Aufwand, genau diese vier Leute zu finden, die gemeinsam mit Ihnen die gleiche Strecke zur gleichen Zeit fahren wollen.
Im Internetzeitalter ist das ganz einfach. Mitfahrgelegenheit im Internet anbieten und dann melden sich die Interessenten schon.

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geisterhoernchen 11.12.2011, 11:06
54. oh doch!

Zitat von Robert_Rostock
Wie das? Tut mir leid, da komme ich nicht ganz mit. Darf man Ihrer Meinung nach nur mit der Bahn fahren, wenn man ein Auto hat? Da muss ich Sie enttäuschen: Ich habe kein Auto, und fahre trotzdem Bahn. Ergo kommen für mich keine Kosten für Anschaffung und Versicherung eines Autos dazu.
Wegen den minütlichen Fahrpreisänderungen: Bei Sparpreisen am Automaten ändern sich die Fahrpreise sehr wohl minütlich und nicht nur bei Flugverkehrsbetrieben. Einmal stand ich am Automaten in der Halle in Reutlingen und wollte das Ticket lösen, das ich mir am Rechner zuhause ausersehen hatte. Es kostete 19 Euro. Ich musste schnell wohin, kam zurück und sah die selbe Verbindung bei 24 Euro. Dann musste ich noch ein paar Parameter im Reservierungssystem verändern, dadurch änderte sich der Preis bei einer bestimmten Verbindung aber nicht und dann waren es 29 Euro !! Nach meiner Einschätzung war ich etwa 15 Minuten am Automaten und in dieser Zeit erhöhte sich der Preis als um 10 Euro von 19 auf 29.

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volkerriegel@aol.com 11.12.2011, 11:08
55. ich fahre fast nur Auto

Die Bahn ist einfach zu teuer für das, was Sie bietet. Wenn man zu zweit oder dritt im Auto fährt, dann ist man zudem am Zielort wesentlich flexibler und es ist auch wesentlich günstiger. So bin ich auch nicht der Preiswillkür der Bahn ausgeliefert.

Meiner Meinung nach gehört die Bahn als Staatsbetrieb erhalten. Ein Börsengang darf nicht sein. Wohin zu starke Privatisierung, insbesondere durch kapitalistisch orientierte Unternehmen führt, sieht man ja in England.

Da ist mir das sschweizer Modell wesentlich lieber. Falls man, wegen EU-harmonisierung oder so dennoch privatisieren muss, dann wäre es drignend nötig, dass man die Bahn zerschlägt. Einmal Infrastruktur mit Bahnhöfen und Schienenwege etc. und zum anderen die Züge selber.

Den Güterverkehr sollte man dagegen wesentlich stärker auf die Schiene bringen. Vor allem im Fernverkehr. Dann wären weniger Brummies auf der Autobahn und man könnte auch tagsüber wieder etwas komfortabler reisen.

Die Bahn nutze ich gerne für Sondersituationen, z.B. für eine Urlaubsreise mit dem Flugzeug. Leider muss man des öfteren von Stuttgart nach Frankfurt Flughafen fahren. Die Rail & Fly Tickets wurden vor knapp 2 Jahren auch von 19 auf 25 € erhöht. Knapp 30 % (!!!) auf einen Schlag. Bei der nächsten Erhöhung werde ich nur noch fliegen.

Aber ich sehe natürlich ein, dass viele Menschen die Bahn täglich nutzen müssen für Fahrten zur Arbeit usw. Und ich bin ja froh über jeden, der kein Auto hat und damit nicht noch mehr die Autobahnen verstopft. Allein deswegen wäre ich für deutlich günstigere Fahrkarten.

Als Staatsbetrieb scheint das übrigens zu funktionieren. Da muss man nur mal in die Schweiz schauen, was dort die Billets kosten. Aber dort baut man auch sinnvolle Bahnhöfe zu akzeptablen Kosten. Nicht so wie hier in Stuttgart z.B.

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geisterhoernchen 11.12.2011, 11:14
56. Hinweis

Liebe Freunde, die Deutsche Bahn ist auch deswegen so teuer, weil in Deutschland bisher kein Fernbusnetz bestand, weil ein Gesetz es verhinderte. Dieses Gesetz wurde im 3 Reich beschlossen und bestand bis vor kurzem. Dieses Gesetz aus dem Nationalsozialismus gab vor, der Bahn ein Alleinstellungsmerkmal, also ein umfassendes Monopol auf Fernverbindungen zu sichern.

Man mag sich nun wundern, aber dieses Gesetz aus der Zeit Hitlers wurde gekappt! Es werden nun Fernbuslinien gegründet und dann MUSS die Bahn zwangsläufig billiger werden.

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geisterhoernchen 11.12.2011, 11:21
57.

Zitat von rock-o-holic
Merkwürdig, dass ich verschiedene Strecken regelmäßig fahre (1-2 Mal im Monat hin und zurück) und auf jeder dieser Strecken eigentlich stets den gleichen Preis bezahle. Trotz Onlinebuchung. Könnte es sein dass Sie eigentlich noch nie online gebucht haben, aber halt auch irgendwas sagen wollten und sich irgendwas aus den Fingern gesaugt haben? Bahn-Bashing geht schließlich immer.
Wahrscheinlich fahren sie immer stets mit Normalpreisen. Ich hingegen zahle immer Sparpreise und zahle immer unterschiedliche Preise. Sparpreise ändern sich unter Umständen minütlich, wenn eine gewisse Dekade wieder überschritten wurde.

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geisterhoernchen 11.12.2011, 11:24
58.

Zitat von john.do
Na 2 oder gleich 5 Gleise nebeneinander zb ;-) Die Bahn ist immer ein Monopolist und wird es immer sein, das geht gar nicht anders. Die Bahn darf nicht als gewinnorientierter Betrieb geführt werden, sondern als Dienst am Volk (öffentlicher Dienst) und dieses muss auch konkret umgesetzt werden. Es darf nicht Ziel der Bahn sein Menschen gewinnbringend zu befördern, sondern möglichst viele Menschen zu möglichst geringen Kosten und bei größtmöglicher Sicherheit zu befördern, das wäre der eigentliche Auftrag der Staatsbahn.
Die Bahn WAR ein Monopolist und wird es nie mehr sein, sorry! Nachrichten! Stichwort: Fernbuslinien. Was das Gleis angeht, mögen sie mit Einschränkung recht haben, ändert sich aber auch ständig.

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volkerriegel@aol.com 11.12.2011, 11:26
59. staatsbetrieb hat andere Aufgaben als wirtschaftlichkeit!

Zitat von Robert_Rostock
Da verwechseln Sie was. Die mit den sich minütlich ändernden Preisen sind die Fluggesellschaften. Wie schon ein anderer Forist schrieb: Ich bezahle für die von mir regelmäßig befahrene Strecke bei der Bahn jedes Mal denselben Preis. Ob online oder am Automatenoder am Schalter. Zumindest bis zur nächsten Preiserhöhung, über die ich mich natürlich auch ärgere. Ja, schrieb ich doch?! Vielleicht lesen Sie meinen Beitrag nochmal durch? Ja, so ist das nunmal beim Nahverkehr. Die Züge halten überall. Wat denn nun? Entweder sucht sich die DB die Strecken aus, die die größte Wirtschaftlichkeit versprechen, oder diejenigen, wo sich partout kein Mitbewerber findet. Denn die Mitbewerber werden sich doch wohl auch die Strecken aussuchen, wo sie am meisten verdienen können. Wie z.B. den Nahverkehr zwischen Hamburg und Hannover. Schließlich sind die Mitbewerbe ja auch gewinnorientierte Unternehmen, z.T. sogar börsennotierte Aktiengesellschaften (veolia).
Die Aufgabe der Bahn sollte es sein auch und gerade den Zugverkehr in ländlichen Regionen zu fördern. Nichts gegen die Langstrecken auf denen man guten Gewinn macht. Den sollte man aber dann investeiren (MÜSSEN!) für die weniger rentablen Strecken.

Dahe wäre es sicehr besser, wenn man Züge und Gleise separiert, so dass der Staat überall Bahnhöfe und Gleise unterhält und die Strecken ausschreibt. Weniger rentable Strecken werden dann vom Steuerzahler subventioniert, bzw. von den Einnahmen der Nutzungsgebühren, wenn man das ordentlich macht, funktioniert das auch (siehe Schweiz).

Aber bei uns gibt es zuviel Filz in Politik und Wirtschaft. Da werden Entscheidungen nicht zum Wohle des Bürgers, sondern zum Vorteil der Wirtschaft getroffen. Leider haben die Leute in BW die Volksabstimmung nicht genutzt, sondern sich sogar vor den Karren der Lobbyisten spannen lassen. So dumm ist das Volk hier also tatsächlich..

ich behaupte mal wenn die Bahn nicht Richtung börsennotierung orientiert wäre, sondern zum Wohle des Volkes, dann wären die Preise sicher ein drittel günstiger. Dann würde man sich vermutlich auch solche Projekte, wie S 21 zweimal überlegen, bzw. wenn schon unterirdisch, dann ausgerichtet am Optimum für die Bahnreisenden und nicht an anderen Vorteilsnehmern...

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