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Preiserhöhungen ab Sonntag: Deutsche Bahn streicht Sparpreis-Angebote

Zum Fahrplanwechsel am Sonntag erhöht die Deutsche Bahn ihre Preise deutlich - im Schnitt*3,9 Prozent*im Nah- und Fernverkehr. Zudem werden Angebote wie Sparpreis 50 und 25 gestrichen. Eine Übersicht über die neuen Preise und wo Sparen dennoch möglich ist.

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geisterhoernchen 11.12.2011, 11:29
60. Bahn macht bei S21 sogar noch PLUS!

Zitat von herr_kowalski
sollen denn sonst Prestigeprojekte wie Stuttgart finanziert werden ?? Das muss man doch verstehen. Es wird zwar an verdreckten und überalterten Zügen nicht viel geändert aber wir investieren lieber im Ausland als in Deutschland. Im Rhein-und Moseltal werden die Anwohner vom Lärm der Steinzeit- Güterzüge langsam taub, aber nach knapp140 Jahren mit einer doppelgleisigen Tunnelröhre bei Cochem ist die 2. für ca. 250 Millionen alternativlos. Selbst schuld wer immer noch Bahn fährt wenn er nicht muss.
Die Bahn zahlt bei S21 NICHTS!! Ich möchte mir langes blabla sparen und verweise direkt auf ein Video:

Wer finanziert Stuttgart21? - YouTube

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geisterhoernchen 11.12.2011, 11:32
61.

Zitat von gast100100
Die Sparpreise schafft die Bahn ab, weil sie zu selten genutzt werden. Mmh, dann kann der Konzern die Preise trotzdem beibehalten, er macht doch keinen Verlust, weil sie angeblich kaum einer nutzt.
Richtig, sie haben die leere Worthülse durchschaut. Es ist ja nicht so, als ob wegen diesen Sparpreisen extra Gleise und Hallen gebaut werden mussten. Es war nur ein Wert im Computer, dessen Anzeige keine weitere Kostensteigerung nach sich zog. Es ist wie in der Politik, es ist einfach nur Bla bla!

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geisterhoernchen 11.12.2011, 11:33
62.

Zitat von meinmein
Sparpreisfinder - ich habe damit noch nie eine verbilligte Fahrt gefunden, es sei denn nachts mit doppelter Fahrdauer. Ich bin mittlerweile sowieso kurz davor aufs Geld und aufs Sparen zu schei... Wenn ich ein Ticket brauche, kaufe ich es einfach -egal was es kostet. Dafür werde ich mir nie wieder Möbel, Fernseher oder Kleidung kaufen. So kann man auch sparen.
Sparpreisfinder, hihi! Einmal ausprobiert, 44 Euro, einfache Suche 42 Euro Danke auch!

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sb1 11.12.2011, 11:38
63. Abzocke

Habe vorgestern noch für ein Ticket Hamburg-Nordfriesland 118 €(Sparpreis ohne Bahncard) gezahlt, heute kostet es 158 €(Sparpreis ohne Bahncard).Erhöhung ca. satte 30%!!!Die Bahn schafft die Sparpreise 25 und 50 MANGELS Nachfrage ab?!Diese mangelnde Nachfrage glaube ich einfach nicht denn oftmals waren gerade diese Sparpreiskontingente ausverkauft?!Es sieht danach aus, daß die Bahn viele Kunden zum Kauf einer Bahncard "nötigen" will.Nicht mit mir, guter Mietwagen kostet in meinem Fall(für vereinzelte monatliche Fernfahrten) incl. Benzinkosten nur nen Klacks mehr und zudem ist man mit nem Mietwagen jederzeit flexibel.Ist nicht gerade Öko aber der Bund als Bahn-Eigentümer will es offensichtlich nicht anders?!

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geisterhoernchen 11.12.2011, 11:39
64.

Zitat von hjm
Sehr tapfer von Ihnen. Unsere Wirtschaft wird es Ihnen danken, denn wie wir alle wissen, können wir die nur retten, indem wir alle ganz ganz viel sparen. Genau wie die Griechen, die halt nur noch eiserner sparen müssen, um wieder in den grünen Bereich zu kommen. Die Chinesen machen es uns doch vor. Deren Wirtschaft wird bald die Welt regieren, und das schaffen die nur, weil dort jeder Mensch und jede Firma, und natürlich auch der Staat, ganz ganz eisern spart.
Sie wissen wie der Hase läuft. Das meine ich ausdrücklich NICHT ironisch! Ich gehe sogar davon aus, dass die Abtragung der Schuldenberge in Deutschland und in allen anderen EU-Ländern NICHT VORGESEHEN ist! Sie können zudem auch nicht abgetragen werden. Das geht im Zinseszins-System einfach nicht. Schauen sie mal nach Videos mit den Stichworten Geldsystem, Zinseszins usw. Aber bei ihnen laufe ich wahrscheinlich offene Türen ein. Viel Spaß!

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Robert_Rostock 11.12.2011, 11:43
65.

Zitat von volkerriegel@aol.com
... Als Staatsbetrieb scheint das übrigens zu funktionieren. Da muss man nur mal in die Schweiz schauen, was dort die Billets kosten. Aber dort baut man auch sinnvolle Bahnhöfe zu akzeptablen Kosten. Nicht so wie hier in Stuttgart z.B.
Die [url=http://de.wikipedia.org/wiki/SBB]Schweizerische Bundesbahn ist eine Aktiengesellschaft, deren Aktien sich deren Aktien sich vollumfänglich im Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft befinden.

Die Aktiengesellschaft ist nach unternehmerischen Gesichtspunkten zu führen.

Seit dem 1. Januar 2009 gilt eine neue Konzernstruktur mit den vier Divisionen Personenverkehr, Güterverkehr, Infrastruktur und Immobilien./url]

Also eine ganz ähnliche Organisation und Struktur wie die Deutsche Bahn.
CEO der SBB ist übrigens der ehemalige Deutsche-Bahn-Manager Andreas Meyer.

Man sollte außerdem nicht vergessen, dass es in der Schweiz neben der SBB eine ganze Reihe weiterer Bahngesellschaften gibt, die zum größten Teil ebenfalls privatwirtschaftlich organisiert sind. Zum Beispiel die BLS AG, die Südostbahn AG, die Rhätische Bahn, die Matterhorn-Gotthard-Bahn, um nur ein paar zu nennen.

Und was die Fahrpreise angeht:
Basel-Zürich, ca. 115 km, Normalpreis ohne Halbtax: 31 CHF

zum Vergleich:
Freiburg-Karlsruhe, ca. 120 km, Normalpreis ohne ICE/IC: 24,70 EUR

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geisterhoernchen 11.12.2011, 11:43
66.

Zitat von andynm
Lenken Sie mal nicht vom Thema ab. Die Frage ist doch, warum es in den letzen zehn Jahren fast zweimal jährlich eine spürbare Preiserhöhung gegeben hat. Und das kann man sehr wohl als Abzocke bezeichnen, insbesondere wenn man die Mondgehälter der Bahn-Vorstände beachtet. Die konsequente Beendigung des Quasi-Monoposl kann nur durch eine Trennung von Netz und Betrieb geleistet werden und ist längst überfällig. Leider kann sich die Bahn einige Politiker-Versorgungsposten leisten.
Zum Glück gab es wenigstens im allgemeinen Fernverkehr eine Monopol-Aufhebung. Das Gesetz aus dem 3.Reich bezüglich Bahn-Monopol auf Fernverkehr wurde gekippt. Ich finde das wurde auch Zeit! Nun können Busfernlinien gegründet werden. =)

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volkerriegel@aol.com 11.12.2011, 11:48
67. Manchmal ist staatlicher Dirigismus besser...

Zitat von mibarina
... aber unbestreitbar ist, dass sinnvoller Wettbewerb überhaupt die Existenz von Wettbewerb voraussetzt. Also mindestens zwei konkurrierende Angebote, aus denen der Kunde auswählen kann. Ganz einfach.
..grundsätzlich ist es immer besser, wenn jemand nur für das Wohl des Volkes entscheidet. Die Könige früherer Zeiten waren ja auch nicht alle schlecht. Das Problem ist nur, wenn der, der danach kommt weniger gut ist, wird man ihn leider nicht mehr los. Also Demokratie ist doch die beste Regierungsform. Zumindest wenn man sie auch wahrnimmt und sie nicht durch Abstimmhansel, die mehr ihrem eigenen Geldbeutel sich verpflichtet fühlen, als dem Wohle des Volkes, ad absurdum geführt wird.

Der Einfluss der Wirtschafts- und sonstiger Lobbys im Bund, in den Ländern und insbesondere auch auf EU-Ebene ist erschreckend. Wettbewerb kann zwar zu günstigeren Presien führen. Beim Strom und beim Gas hat es aber eher zum Gegenteil geführt. Und zuviel Wettbewerb kann auf Kosten der Sicherheit gehen. Und wie das bei dan Banken ist, wenn man da zuwenig die Finger drauf hat, erleben wir ja gerade...

Dann lieber kein gewinnorientierter Bahnbetrieb, aber natürlich auch kein Beamtentum dort. man kann einen Staatsbetrieb auch vernünftig führen. Man braucht nur die richtigen Leute dafür. Hauptsache keine Beamten, dann funktioniert auch ein Staatsbetrieb ganz passabel.

Dann kann man auch andere Proiritäten setzen. Und ganz wichtig ist, dass man dem Lobbyismus Grenzen setzen kann. Aus meiner Sicht geht das nur mit mehr direkter Demokratie. Leider ist das deutsche Volk da nicht mehr wirklich in der Lage dazu. (siehe Abstimmung zu S21. das war eine reine Parteienvertretungsabstimmung).

Mir ist eine Bahn als Staatsbetrieb lieber, zumindest was die Infrastruktur betrifft. Die Züge können gerne privatisiert werden. Das darf der Grube dann gerne machen sich in Konkurrenz mit anderen Betreibern auch auf der einen oder anderen Strecke messen. Prinzipiell sollten die Strecken aber von einer (leider staatlichen, aber muss wohl so ein) Regulierungsbehörde vergeben, damit auch eine flächendeckende Anbindung gegeben wird. Notfalls muss man gewisse Strecken eben durch die Gewinne aus den Gebühren quer subventionieren. Zum Wohle der Allgemeinheit eben und nicht der börsennotierten Konzerne. Die Schweiz zeigt, wie es geht. Und dort gibt es auch erfolgreiche Weltkonzerne. Also alles kein Grund den Staat immer mehr zurück zu drängen.

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Robert_Rostock 11.12.2011, 11:49
68.

Zitat von geisterhoernchen
... Man mag sich nun wundern, aber dieses Gesetz aus der Zeit Hitlers wurde gekappt! Es werden nun Fernbuslinien gegründet und dann MUSS die Bahn zwangsläufig billiger werden.
Ich bin mir da nicht so sicher.
Denn es gibt ja jetzt bereits mehrere Fernbuslinien, die Relikte aus den Zeiten der deutschen Teilung sind.
Z.B. Berlin-Hamburg, Berlin-Dresden
Die Fahrpreise der Bahn hat das nicht beeinflusst.

Außerdem sollte man beachten, wer in Deutschland der größte Betreiber von Buslinien ist, mit den Unternehmen Bayern-Express, Berlin-Linien-Bus, Autokraft sowie einer großen Zahl regionaler Busunternehmen:
Nämlich die Deutsche Bahn AG.

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volkerriegel@aol.com 11.12.2011, 11:51
69. genau richtig - und das trifft vermutlich

Zitat von ohno
Einige Leute werden auch nie kapieren, dass manchmal im Preisvergleich Bahn/Auto die Versicherungs- und Steuerkosten nichts zu suchen haben. Wenn ich als Gelegenheitsautofahrer überlege, eine bestimmte Strecke mit Bahn oder Auto zurückzulegen, wobei die Bahncard 100 schon in meiner Tasche steckt - da bezahle ich doch lieber bei der Bahn -- genau gar nichts.
...auch auf kanpp 99 % der anderen Bahnfahrer zu, oder?

ich fahre selten mit der Bahn, daher kenne ich mich da nicht ganz so gut aus... :-)

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