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Protest gegen Touristen in Südeuropa: "Dein Luxustrip ist mein Unglück"
AFP

Ob in Athen, Barcelona, Venedig oder Palma de Mallorca - in Südeuropa steigt der Unmut über eine zu große Zahl an Besuchern. Die Proteste werden aggressiver. Nun schlägt auch die Uno Alarm.

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rainerwäscher 16.08.2017, 14:50
1. Wer nicht will, der hat schon

Tourismus ist in diesen Ländern ein wichtiger Wirtschaftszweig. Wenn man damit kein Geld mehr verdienen will, sollte man sich nach Alternativen umsehen. Wie wär's mit einer florierenden Automobilindustrie oder Maschinenbau?

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P.Josph 16.08.2017, 14:52
2. Ja, ja...

...die pöhsen Touris. Dass Politiker in diesen Ländern Gesetze und Verordnungen erlassen geht diesen "Protestlern" völlig ab. Und dass diese "Protestler" diese Politiker in ihr Amt brachten geht denen völlig ab. Protestiert gegen eure Politiker!!

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masc74 16.08.2017, 14:57
3. ... die Kritik hat den falschen Adressaten

"Tourist: Dein Luxustrip - mein tägliches Unglück" ist Unsinn, denn ganz im Gegenteil, viele Urlaubsregionen wären ohne Tourismus absolute Armenhäuser. Touristen spülen massiv Geld in private und öffentliche Haushalte, auch in die der unteren Lohnniveaus. Wäre das nicht so, müssten die Leute ja nicht im Tourismus arbeiten, sondern könnten Arbeiten mit höheren Löhnen annehmen, die aber offensichtlich nicht vorhanden sind. Das heißt im Klartext: Kein Tourismus - gar kein Job.... und das in Ländern, die bei weitem nicht die soziale Absicherung wie hier in Deutschland haben.
Es ist wohl kein intelligenter Schachzug, genau diejenigen anzugreifen, die einen bezahlen. Vielmehr müssen sich diejenigen, die meinen, abgehängt zu sein, an Arbeitgeber und Politik wenden und dort um faire Konditionen und Rahmenbedingungen verhandeln. Das selbe gilt für den Umweltschutz, Mieten, etc. Der einzelne Tourist kann ja nichts dafür und kann auch nichts bewirken, außer, nicht mehr zu kommen. Und das dürfte wohl nicht im Interesse der meisten Protestierenden sein.

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hcbruns 16.08.2017, 15:00
4. Es wird gegen die falschen demonstriert!

Dass einige Einwohner in den überlaufenen Urlaubsstädten ihren Unmut kundtun, ist nur allzu verständlich. Nur haben die Demonstranten sich die falschen Adressaten ausgesucht: Schuld sind ja nicht die einzelnen Touristen. Schuld sind vielmehr die unfähigen und/oder korrupten regionalen und lokalen Behörden, die nicht in der Lage sind, die Touristenströme zu lenken und kanalsieren. Venedig hätte längst die Kreuzfahrtschiffe (die nicht nur Touristen bringen, sondern durch ihre riesigen Schrauben, die Stadt unterspülen) verbannen können. Auf Mallorca hätte man schon längst eine ÖPNV einrichten können. Usw. usf. Warum ist das nicht passiert? Weil es offenbar finanzielle Interesse von einigen Unternehmen gibt, die die regionalen und lokalen Behörden beeinflussen. Das nennt man Korruption.

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iffelsine 16.08.2017, 15:04
5. Völlig richtig !

Wir wollen hier in Berlin auch keine 4 Millionen Touristen im Jahr ! Die sind alle laut und hinterlassen überall nur Dreck. Und auch hier verdienen nur wenige 10.000 Geschäftsleute an den Touristen ! Und dann dieser Herr Schäuble -was der alleine an Mehrwehrt- und Touristensteuer bekommt...

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granhuevos 16.08.2017, 15:06
6. Sich erfolgreich selbst den Ast absägen

Bestimmte Länder bereise ich schon gar nicht mehr. Durch die Hilfspakete der EU und EZB hat man es dort in letzter Zeit ohnehin nicht mehr nötig, richtig zu wirtschaften. Wenn dem Land das Geld aus geht, dann wird halt auf die Tränendrüse gedrückt und Milliarden Hilfsgelder wandern von Nord nach Süd.

Alleine die Mentalität solcher Völker ist schon mehr als abstoßend. Es ist richtig erbärmlich.

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Rechtsanwalt_Luxemburg 16.08.2017, 15:12
7. Falsche Adressaten - Touristen statt Lokal-Politiker

Die Proteste sind in einigen Städten und Regionen sicherlich eine gute Sache, um auf Fehlentwicklungen hinzuweisen. Sie treffen jedoch den falschen Adressaten - die Touristen anstatt lokale Politiker. Letztere sind schliesslich für die Rahmenbedingungen des Tourismus vor Ort verantwortlich und haben auch - im Gegensatz zu den Touristen - viele Möglichkeiten an der Hand, um gegen Misstände vorzugehen. Das ist bei den Touristen überhaupt nicht der Fall, sieht man mal von den üblichen individuellen Fehlverhalten ab. Pauschal zu sagen, Tourismus bringt Elend, ist nicht nur dumm, sondern auch grundfalsch. Tourismus ist in vielen Regionen der einzige Faktor von Beschäftigung - wie man ja gerade in Griechenland sieht, hat das Land ja alles daran gesetzt, jegliche andere Art von (legaler) Beschäftigung ins Ausland zu treiben und zu unterbinden. Da sind also in vielen Fällen Trump-ähnliche Gestalten am Werk, die sich ihre Welt einfach reden und die tatsächliche Komplexität durch Vogel-Strauss-Gehabe negieren. So wird man aber nicht weiterkommen und den durch Tourismus geschaffenen Wohlstand und Arbeitsplätze beibehalten, bei gleichzeitiger Wahrung der berechtigten Interessen der betroffenen Anwohner.

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cor 16.08.2017, 15:21
8.

Zitat von iffelsine
Und auch hier verdienen nur wenige 10.000 Geschäftsleute an den Touristen !
"nur wenige 10.000 Geschäftsleute"....Sie haben keine Ahnung, wie wichtig Tourismus für eine Region ist, oder? Auch Sie "verdienen" am Tourismus, wenn auch nicht direkt.

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DerBlicker 16.08.2017, 15:26
9. das zeigt nur

So abgehoben sind einige Bürger in den Touristenländern schon, dass sie nicht mehr wissen, wer ihnen den Lebensunterhalt finanziert. Kämen die Touristen nicht mehr, würden sie unter Brücken schlafen, von was wollen die denn leben, wenn nicht von Touristen? Wer vom Tourismus lebt, der muss sich mit Lärm und Verkehr abfinden, das ist eben nun mal so.

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