Forum: Reise
Protest gegen Touristen in Südeuropa: "Dein Luxustrip ist mein Unglück"
AFP

Ob in Athen, Barcelona, Venedig oder Palma de Mallorca - in Südeuropa steigt der Unmut über eine zu große Zahl an Besuchern. Die Proteste werden aggressiver. Nun schlägt auch die Uno Alarm.

Seite 11 von 16
sven2016 17.08.2017, 05:19
100.

Touristen sind die Schuldigen an korrupter und unfähiger Lokalpolitik in einigen Urlaubsgebieten, Hilfsorganisationen, die Flüchtlinge in Seenot retten, verursachen die Flüchtlingsströme ...

Wird nicht von allen Seiten gerne die billigste und einfachste Problemlösung vorgespielt?

Die Bildungsferne verhindert offenbar auch eine inhaltliche Analyse von Problemen, die gelöst, nicht eskaliert werden sollten.

Andernfalls bekommen wir noch mehr richtig dumme Präsidenten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fluxus08 17.08.2017, 05:53
101. Warum,

wenden sich die Demonstranten nicht direkt an ihre Landsleute? Wem gehören oder gehörten denn die inländischen Häuser und Wohnungen, bevor man sie höchstbietend verkaufte - doch nicht etwa Inländern?
Und wer vermietet denn an Touristen, um sich damit eine goldene Nase zu verdienen - doch nicht etwa Inländer?
Und last but not least: der Umstand, dass viele südeuropäische Regionen prosperieren, ist dem Tourismus zu verdanken. Dann sollten wir doch viel öfter im Inland unseren Urlaub verbringen, um den armen, gestressten Menschen dort wieder ihr altes Leben zu ermöglichen - dann aber bitte ohne Demonstrationen, weil die Arbeitslosigkeit und Armut ansteigt und man wieder gerne mehr Touristen im eigenen Land hätte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
observerlbg 17.08.2017, 06:58
102. Dann bitte nicht nur Pauschalbeleidigung,

Zitat von i.dietz
Das ist pure Milchmädchenrechung !
sondern konkrete Zahlen hinterher liefern. So macht man sich nur unglaubwürdig. Natürlich verdienen viel mehr am Tourismus, als die Geschäftsleute und Vermieter. Die betroffenen Einheimischen müssen aber ihren Einfluss geltend machen und dafür sorgen, dass die Tourismuseinahmen nicht in den Taschen korrupter Politiker und mafiöser Geschäftsleute verschwindet, sondern der Allgemeinheit dient. Ich als Tourist habe nur eine Einflussmöglichkeit: ich komme zu Besuch oder lasse es. Und derzeit lasse ich es. In meinem Umfeld und in Deutschland gibt es viele Ziele, an denen ich freundlich empfangen werde. Da gebe ich auch gern etwas mehr Geld aus. Selbst meine Heimatstadt ist ein Touristenziel. Hier profitieren viele am wirtschaftlichen Aufstieg. Und das sieht man. Da nehme ich auch gern in Kauf, dass unsere Innenstadt gelegentlich etwas überlaufen ist. Ja, und auch hier steigen die Mieten und Immobilienpreise aufgrund der hohen Nachfrage. Dafür ist aber auch genug Geld für Sannierung und Rennovierung vorhanden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mundusvultdecipi 17.08.2017, 07:38
103. Nicht ganz..

Zitat von OskarVernon
Nicht erst heute: Die Balearen hatten sich schon vor 50 Jahren den Spitznamen "Putzfraueninseln" erworben.
..Mallorca schon aber nicht Ibiza und Formentera.Gerade auf Formentera konnte man herrlichen Urlaub an leeren Stränden verbringen.Seit 10 Jahren nicht mehr.Die reichen Norditaliener haben mittlerweile diie Insel überflutet und enorm verteuert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hup 17.08.2017, 07:50
104. Mit Respektlosigkeit Respekt einfordern

Während man die Ziele an sich verstehen oder zumindest nachvollziehen kann, sind die Mittel um auf diese aufmerksam zu machen verheerend. Das sind interne politische Konflikte die in der jeweiligen Gesellschaft gelöst werden müssen, Touristen anzugreifen, die nicht mal verstehen können (Sprache, Hintergrund, Kontext) um was es geht ist schlicht kriminell und menschenverachtend. Wo Aufklärung und das Schaffen von Verständnis bei den Besuchern angesagt wäre wird einfach verkürzt Gewalt angewendet und damit nachhaltig das Gegenteil erreicht. Wenn ich nicht vom Tourismus profitiere, dann schlage ich deine Einnahmequelle - wortwörtlich - und mache dir dein Geschäft kaputt.
Was vor allem niederträchtig wirkt ist, dass die Geldbeutel auf zwei Beinen, die hier nicht mehr als Menschen (gar Gäste, die man eingeladen hat) wahrgenommen werden, zwar wegbleiben sollen, aber natürlich erwarten die Angreifer dass der finanzielle Nachteil daraus von der EU ausgeglichen werden soll - ihr bleibt weg, euer Geld wollen wir trotzdem...
Das sind schlicht terroristischte Methoden, wenn auch (noch) relativ milde. Die Idee ist die gleiche wie beim Hardcore Terror: Mit Gewalt gegen Dritte auf politische Probleme aufmerksam machen.
Die einzig sinnvolle Antwort einer rechtstaatlichen Gesellschaft kann nur hartes rechtliches Durchgreifen mit hohen Haftstrafen sein. Wenn sich diese Methoden breit machen und akzeptiert werden wird man in Zukunft keinen politischen Diskurs mehr haben, sondern immer mehr Möchtegern-Terroristen die mit Gewalt ihre Partikularinteressen durchsetzen wollen - mit Gewalt als Ersatz für Argumente.
Die Logik für Touristen sollte so oder so klar sein: Vorher informieren ob man wirklich willkommen ist und Gegenden komplett meiden in denen Terroristen Tourismus sabotieren wollen. Aber davon abgesehen gilt für Touristen immer, dass sie sich im Gastland auch wie Gäste verhalten sollten: Respektvoll und nicht als fordernde Invasoren. Nur, dass ist nicht das Problem hier, die Angriffe sind innenpolitisch motiviert und richten sich nicht gegen Pöbel-Touristen, sondern gegen jeden Touristen, auch solche die sich respektvoll verhalten. Absolut wichtig: Wenn der Tourismus und die Wirtschaft in den Regionen wegen solcher terroristischer Angriffe zurückgeht, darf dass keinesfalls zu Ausgleichszahlungen der EU in den Regionen führen, sonst wird Gewalt belohnt, was fatal wäre und weitere Gewalt fördert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fatherted98 17.08.2017, 08:01
105. Spanien...

...hat 40% Jugendarbeitslosigkeit, 25% allg. Arbeitslosigkeit...eine Besserung ist nicht in Sicht. Außer Landwirtschaft...in denen meist illegale aus Nord- und Schwarzafrika beschäftigt sind, hat Spanien als großen Industriezweig nur den Tourismus (ein einziger Großkonzern: SEAT...von VWs Gnaden).
Ich kapier beim besten Willen nicht warum die Spanier so einen Aufstand machen....sie leben von den Touristen....sollten sie ausbleiben reicht ein Blick in die Türkei was dann mit Hotel- und Gastgewerbe passiert...eine Arbeitslosigkeit von über 40% (für alle) wäre dann die Folge...gepaart mit Massenverarmung und sozialen Unruhen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
henrikw 17.08.2017, 08:04
106. Berufs-Echauffierer

Alle paar Jahre zieht die professionelle Protestlerherde weiter und treibt eine neue Sau durch Dorf. Seit einigen Jahren ist der böse Tourismus das Thema.

Durch geschickte Manipulation der Massen schaffen die (in diesem Fall) linken Demagogen ein Unzufreidenheitspotenzial, dass ihnen die Macht sichert, um ihre Ideologie auf dem Rücken der Menschen auszutoben.

Es darf keinesfalls sein, dass es den Menschen durch den Tourismus besser geht. Auf unzufrieden manipulierte Menschen sind die Basis für den Machtgewinn und - erhalt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
qoderrat 17.08.2017, 08:06
107.

Zitat von sogos
Gruesse aus Amsterdam, mit 7.5mio Touristen/Jahr bei 850k Einwohnern. Ganz ehrlich - wo ist deren Problem? Barcelona hat doppelt so viele Einwohner bei der gleichen Menge and Touristen/Jahr.
Das mögen jetzt meine ganz persönlichen Vorurteile sein, aber da ich auch schon in den Niederlanden, auch in Amsterdam, Urlaub gemacht habe, habe ich den Eindruck bekommen dass das Publikum im Schnitt ein anderes Niveau hat. Und die Orga ist in NL halt so viel besser, da kann ich jeden Tag im Touri-Büro eine andere Führung oder Busfahrt buchen und sehe viel mehr ohne selbst viel Aufwand zu haben. Ob dieses Modell aber im Süden funktionieren wird, da bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher, mit All-Inclusive zieht man jetzt unbedingt kulturell interessierte Menschen an.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hup 17.08.2017, 08:13
108. Eure Armut kotzt mich an, Prolls!

Zitat von jorgos
Die Billigmentalität in Deutschland findet sich im Einkaufsverhalten (Schweinebauch-Werbeblätter einschlägiger Discounter) und im Urlaubsverhalten. 299 Euro eine Woche Mallorca inklusive Flug und Hotel - was für ein Wahnsinn. Das Problem sind aber auch die Veranstalter, die mit dieser Massenware Kohle machen wollen. Da kommen dann halt die Prolls vom Stamm der Flodders. Stoppen können das nur die Urlaubsländer selbst: Keine Bettenburgen, keine Billigunterkünfte, und knackige Preise für Slots auf den Flughäfen. Dann ist Ende mit " Malle für alle"!
Haben Sie eigentlich ein Monokel aufgesetzt, wenn sie solchen Murks verfassen? Ich hab dieses Bild vor Augen wenn ich diesen durchweg arroganten, pseudokritischen Text lese, der in Wirklichkeit nur unkritisches Widerkäuen von bürgerlich-"alternativen" Klischees ist.
Mit Ihren Tipps wird die Welt nicht besser, aber man kann bestimmte Regionen wieder in Armenhäuser verwandeln, die Pseudo-Sophistos wie Sie dann gerne wieder teuer Individualbeglücken um nach dem Urlaub im Club zu Hause den anderen vom tollen Lokalkolorit der armen aber lebensfrohen und so gastfreundlichen indigenen Mallorquiner oder Griechen zu berichten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
InesH 17.08.2017, 08:22
109. AirBNB

Zitat von polltroll
Gerade Plattformen wie AirBNB machen es ja quasi jedem möglich zum FeWo Vermieter zu werden. Wenn das so viele im Süden tun, müssten es ja auch viele dort gut finden. Alternativ gibt es ja auch schon Orte wo es verboten ist unterzuvermieten.
Guten Morgen,
also das ständige Norgeln an AirBNB kann ich gerade nicht nachvollziehen. FeWo-direkt macht nichts anderes und so einige andere Plattformen auch nicht. Auch Wolters und Interchalet vemieten Ferienhäuser und Wohnungen, welche Privatleuten gehören. Und verdienen daran, genau wie AirBNB, das ist schon lange nicht mehr kostenlos, weder für Mieter noch für Vermieter.
Mit Untervermietung hat das auch nur selten etwas zu tun, da es ja im Artikel nicht um *ich nutze meine Abstellkammer optimal*, sondern um den Jahresurlaub geht.
Wer ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung besitzt, hat das Recht, sie zu vermieten. Egal wo, egal über wen.
Das sind steuerpflichtige Einkommen.

LG
InesH

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 11 von 16