Forum: Reise
Proteste gegen Party-Touristen: Barcelona hat genug

Lautes Gröhlen zu jeder Uhrzeit, nackt einkaufen gehen, steigende Mieten: Im Stadtteil Barceloneta machen zu viele Touristen den Anwohnern das Leben schwer. Die wollen sich das nicht länger bieten lassen.

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ja-sager 08.09.2014, 17:05
50. tja...

ich würd mal sagen, ohne Angebot keine Nachfrage...Wie immer, die Knete wollen sie gerne haben, aber nicht die Unannehmlichkeiten... Wasch mich, aber mach mich nicht nass...

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jupiter_jones 08.09.2014, 17:10
51.

Zitat von Setzergott
... aber das Verhalten ist nicht schlimmer/besser als das Verhalten der italienischen/spanischen/englischen/... Touristen hier in Berlin-Mitte...
Naja soooooo viele Engländer wird es wohl nicht in BER geben. Ist mir jedenfalls nicht so aufgefallen. Dann vlt eher Amis.

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StefanXX 08.09.2014, 17:15
52.

Zitat von CultureChamaelaeon
"Dass sich die englischen Touristen oft und die russischen Touristen grundsätzlich daneben benehmen ist ein weltweites Problem." Oh ja, wir Deutschen sind ja soooooo toll... ich hatte ein einziges Mal auf einem Flug das Problem von 15 (!) sturzbesoffenen Jugendlichen denen vom Flugpersonal Polizeigewahrsam nach der Landung angedroht wurde: Auf einem Rückflug von Barcelona. Nachdem der Ballermann entschärft wurde hat sich Barcelona offensichtlich als gleichwertiger Ersatz etabliert. Vielleicht sollte man die Stadt mal (wieder?) besuchen bevor man über sie spricht?
Natürlich gibt es auch mehr als genug deutsche Touristen die sich daneben benehmen. Und es gibt auch russische Touristen die sich korrekt verhalten. Aber dass in Summe sich Russische Touristen mehr rausnehmen als Deutsche, diese Erfahrung habe ich auch gemacht .. und zwar in vielen Ländern, angefangen über Ibiza, Rhodos, Rom bis hin zu Kuba. Das heißt aber nicht dass "Der Russe" an sich ungehobelter ist als der Deutsche. Ich denke das Problem liegt daran, dass man als Russe i.d.R. schon gut betucht sein muss wenn man sich so eine Reise leiten kann. Und die gut Betuchten haben leider oftmals so an sich dass Sie glauben Ihnen gehört die Welt und der Rest ist "Personal". Ich kann Ihnen Stories erzählen von - offenbar reichen und verzogenen - Russen, die ausgeflippt sind nur weil sie wie alle anderen Touristen mal 10 Min. in einer Wasrteschlange stehen mussten ...

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lachina 08.09.2014, 17:15
53. Wer möchte schon...

saufende, pöbelnde, nackte, sich ständig daneben benehmende Nachbarn? Ich nicht - da wäre mir egal, Einheimische oder Touristen ( Wer spanische Jugendliche beim botellón kennt, weiß: Das sind auch keine Engel) Immer fand ich das spanische Volk das Toleranteste auf Erden. Wenn denen der Geduldsfaden reißt - muss es wirklich knüppeldick gekommen sein. Privaten Wohnraum nicht nur ab und an, sondern dauerzuvermieten - dagegen gibt es Gesetze, oder?

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thecop 08.09.2014, 17:32
54. Parkhaus

Ich sag nur: ein Tag Parkhaus 28 Euro. Das ist doch schönes Schmerzensgeld, hat nur die einfache Bevölkerung wenig von...

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hk378 08.09.2014, 17:34
55. Ja, die Touris nerven, aber wer hat Schuld?

Als Bewohner Barcelonas kann man auf jeden Fall zustimmen: Ja - die Touris nerven, und ja, es werden jedes Jahr mehr. Nur - wer hat denn Schuld daran? Wer lässt denn zu, dass jeden Tag riesige Kreuzfahrtschiffe in Barcelons Hafen anlegen oder in einigen Stadtvierteln ein Hostal nach dem anderen aufmacht? Kommentar zum Thema: "Touristen, haut bloß ab: (Not) welcome to Barcelona" bit.ly/1lR5b3M

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veremont 08.09.2014, 18:19
56. Willkommen?

Zitat von toledo
Kürzentreten... was sonst? Ich jedenfalls, der gerne in Barcelona zu Gast war, fühle mich nach diesem Artikel dort nicht mehr als Gast willkommen. Wer mich als Tourist als 'Horde' oder 'sozialen Misstand' tituliert, soll sich nach anderen Gästen umsehen! Ich ziehe einfach weiter!
Na wenn Sie sich da direkt angesprochen fühlen (saufen, herumbrüllen, nackt im Supermarkt einkaufen etc. dann sollten Sie wirklich weiterziehen und zwar am besten in den tiefsten russischen Wald wo Sie niemanden nerven.


Dieses Verhalten lässt sich auch in deutschen Innenstädten beobachten. Besoffene laufen grölend unter der Woche um halb 2 durch die Gassen. Pinkeln alles voll, kotzen in die Ecken und machen Krach. Dieses Scheißargument "feiert doch mit" ist ebenfalls so dermaßen daneben, schlimmer geht es nicht. Die Leute die in den Städten leben und täglich mit der Anwesenheit von Menschen belästigt werden die einfach keine Erziehung genossen haben tun mir leid. Diese Leute müssen arbeiten, früh aufstehen und sind eben keine arbeitslosen Studenten mit zu viel Zeit und Geld von Papi. Wer nachts auf der Straße steht - egal wo - und herumbrüllt ist einfach nur asozial und definitiv nirgends willkommen.

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flyforcash 08.09.2014, 18:43
57. Wurde dort selbst schon abgezockt...

...Gin Tonic ohne Gin für 8 Euro und dann die Polizei rufen wenn man nicht bezahlen will. Da kommt dann natürlich nur noch der Touristenschrott.
Die nackten Deppen sollten das mal übrigens in Singapur oder Marakesch probieren, dann würde mich der Auftritt echt beeindrucken.

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Leon Night 08.09.2014, 23:17
58. Katalanisches Ressentiment

Zitat von giftzwerg
Über die "Eigentümlichkeit" der Katalanen (ich drücke mich mal vorsichtig aus), ärgere ich mich immer mehr. So führt beispielsweise das Wahlprogramm von 2012 der wichtigsten katalanischen Partei CiU auf, dass die EU Katalonien im Falle der Unabhängigkeit nicht aus der EU werfen könne, weil Katalonien der einzige Teil der iberischen Halbinsel gewesen sei, der schon damals Teil des Reiches von Karl dem Großen war und deswegen vieeeel europäischer sei als der Rest. Na, Prost!
Trifft den Kern absolut. Ich arbeite seit einem Jahr in Barcelona und mit der "Eigentümlichkeit" (respektvoller kann man es kaum ausdrücken) der Katatanen ist wirklich schwer umzugehen. Ich empfinde ihr Ressentiment gegenüber quasi fast Allem nicht Katalanischem als peinlich und super konservatic. Seien es nun die Ausländer ("Guiris"), die Spanier ("Faschisten") oder eine modern-multikulturell-tolerante Lebensart in Vierteln wie El Born oder El Raval, sehr oft höre ich, die einheimischen Werte gingen verloren, die katalanische Sprache werde nicht genug gewertschätzt, die Ausländer würden sich nicht integrieren.

Das Problem ist für mich die sehr dörflich-provinzielle Geisteshaltung viele Einwohner: Man wohnt in einem 3,5 Millionen Ballungsgebiet, der zweitdichtbesiedelsten Stadt und zweitgröten Nicht-Haupstadt Europas und will es haben wie im katalanischen Dorf: Ruhig, catalan-only und pikkobello sauber. Ich empfinde diese Mentalität als scheinheilig, es erinnert mich an die konservativen Teile Bayerns (da habe ich ebenfalls mal kurzzeitig gelebt).

Unter den Katalanen selbst herrscht ein Friede-Freude-Eierkuchen Umgangston, Ausenstehende werden hingegen mismutig beäugt und Ausländer oftmals gleich als die "putas Guiris" (verhurte Zuris) verteufelt. Gleichzeitig wird man für öffentliches Urinieren mit 150 Euro bestraft, für Biertrinken im öffentlichen Raum mit 50 Euro, für Polizistenbeleidigung geht es mittlerweile kann es mittlerweile sechststellig werden. Dagegen geht niemand auf die Straße.

Oh well! Mit dem Slogan VOTAR ES NORMAL (wählen ist normal) wird es jedenfalls schwer werden im Unabhängigkeitskampf für Catalunya. Solange müssen sie sich wohl mit den Umständen vor Ort anfreunden und den Funk ihrer Stadt neu entdecken (den gibt es tatsächlich an einigen wenigen Orten).

"Ich habe mich in Barcelona nie zu Hause gefühlt. Hier geht man in einen Bäcker, und der Angestelle kann nicht einmal Katalanisch. In meiner Grundschule in Lleida haben alle Katalanisch gesprochen." Bekannter, der sich seit langem in Berlin sehr heimisch fühlt

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trulla 09.09.2014, 06:51
59. Touristen?

Die Nackten auf dem Foto sehen eher aus wie sportliche Spanier, nicht wie deutsche oder englische Touris. Auch das Strandbild zeigt: hier scheinen sich einheimische (arbeitslose?) junge Leute zu tummeln, keine Touris. Und es gibt wahrlich Schlimmeres als ein paar Leute mit Rollkoffern in der City. Immerhin rollen damit auch die Rubel ins Land - worauf doch gerade Katalonien so stolz ist. Und gegeb die Partys der einheimischen Jugendlichen am Strand helfen ein paar Ausbildungsplätze und mehr Arbeitsstellen - vielleicht im Tourismus?

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