Forum: Reise
Recherche in 13 Ländern: Ist die Welt gerade verrückt geworden?
simonkr/ E+/ Getty Images

Wo verändert sich die Welt zurzeit am stärksten? Wie werden wir unsere Zukunft gestalten? Der Berliner Publizist Georg Milde reiste in 13 Länder und sprach mit hundert Menschen über ihren Alltag und ihre Träume.

hps 13.06.2019, 11:40
1. Worüber es keinen Zweifel gibt

Davon kann man in Deutschland nur träumen. In einen so umfassenden staatlichen Kokon, wie es China vormacht, leben zu können. Für sich weiter entwickeln wollende Zivilisationen ist das der richtige Weg. Die notwendige Freiheit für Individualisten, für Erneuerer und für die Avantgarde wird davon nicht beeinträchtigt, eher ist sie diesen förderlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
newbie99 13.06.2019, 12:59
2. Habe ich das jetzt richtig verstanden?????

Zitat von hps
Davon kann man in Deutschland nur träumen. In einen so umfassenden staatlichen Kokon, wie es China vormacht, leben zu können. Für sich weiter entwickeln wollende Zivilisationen ist das der richtige Weg. Die notwendige Freiheit für Individualisten, für Erneuerer und für die Avantgarde wird davon nicht beeinträchtigt, eher ist sie diesen förderlich.
Der chinesische Weg ist zu begrüßen? D. h. auch wir sollten 10.000 Kameras überall installieren, die per Gesichtserkennung unsere Aktivitäten komplett-überwachen und wenn wir uns im Sinne einer demokratisch nicht legitimierten Regierung nicht vernünftig verhalten, dann werden in der Nachbarschaft Pranger-Plakate von einem aufgehängt?

Davon zu träumen wäre wohl ein schlimmer Albtraum! Und wie das für Individualisten und Erneuerer gar förderlich sein soll, das bleibt wohl das Geheimnis des Autors dieses Posts.

Vermutlich sind es nicht selten die selben Leute, die zu anderer Gelegenheit in Deutschland den totalen Überwachungsstaat postulieren und allen politisch Handelnden schlimmste Absichten unterstellen und dann hier im chinesischen Weg das größte Paradies erkennen wollen.

Verstehe es, wer will!

PS: Warum haben die Absender solcher Beiträge stets immer nur diesen einen Beitrag geschrieben????

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Steakesser 13.06.2019, 13:01
3. Also außer in Deutschland eigentlich nicht

Also außer in Deutschland steht man eigentlich überall fest mit den Füssen auf dem Boden der Realität. Nur wenn man hier her kommt, ist halt alles voller Windmühlen, gleichen die Straßen in den Städten inzwischen Schnittmustern mit ihren Bemalungen, fährt man keine 20 Autobahnkilometer ohne Stau oder Baustelle und muss man täglich mit der Stilllegung seines Diesels rechnen und ist daneben gehalten, die Migration zu preisen. Ich bin jedenfalls immer froh, wenn ich z.B. raus nach Frankreich oder Dänemark komme. Dort mag es auch Veränderungen geben aber wenn dann, fallen sie nicht auf oder nerven nicht und will dort auch niemand die Welt retten bzw. allen erzählen, wie das geht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
In-Golf 13.06.2019, 13:11
4. Sie irren gewaltig

Zitat von hps
Davon kann man in Deutschland nur träumen. In einen so umfassenden staatlichen Kokon, wie es China vormacht, leben zu können. Für sich weiter entwickeln wollende Zivilisationen ist das der richtige Weg. Die notwendige Freiheit für Individualisten, für Erneuerer und für die Avantgarde wird davon nicht beeinträchtigt, eher ist sie diesen förderlich.
Im Extremen sind Verhaltungsnormierungen nicht dialektisch ausgelegt, sondern Gegensätze. Und führen zu Konflikten - in der Steigung also zu Krieg oder Bürgerkrieg. Konstruktiv läuft das nie ab. Siehe: Religionskriege sogar von Religionen, die sich "das Lieben" auf´s Panier geschrieben haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jujo 13.06.2019, 14:09
5. ...

Es ist immer lohnend und erweitert den eigenen Horizont den heimischen Sprengel zu verlassen und sich anzuhören, anzuschauen wie es in der Welt so zu geht.
Ich kann für mich nur sagen, das wir in Nordeuropa z.Z. auf einer Insel des Glücks leben. Wir genießen Previlegien von denen in vielen Gegenden der Welt die Menschen nicht einmal die Bezeichnungen kennen. Selbst in "gods own country" (USA) sind viele uns
selbstverständlich gewordenen Dinge völlig unbekannt und fern der dort gelebten Realität.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Braveheart Jr. 13.06.2019, 16:09
6. Wir haben die letzten fünfzig Jahre ...

... in Saus und Braus gelebt. Die biblischen sieben fetten Jahre. Jetzt kommen die mageren Jahre. Weil wir die Umwelt kaputt gemacht haben, gibt es Naturkatastrophen - Trockenheiten, Feuerbrünste, Überschwemmungen, und der Meeresspiegel steigt. Das zieht wiederum Migrationsbewegungen in ungeahntem Ausmaß nach sich, weil ganze Landstriche unproduktiv/unbewohnbar werden (der Beitrag nennt den Balkan als Beispiel). Diese Wanderbewegungen destabilisieren die sozialen Netze der noch intakten Regionen (erleben wir gerade in Deutschland) und löschen die einheimische Bevölkerung aus. Diese Phase, an deren Anfang wir uns befinden, wird noch zehn bis fünfzehn Jahre dauern. Als einziges Land hat die Volksrepublik China die Zeichen der Zeit erkannt, und arbeitet an der transkontinentalen Durchsetzung seiner Hegemonie (Seidenstraßen-Projekt, Afrikapolitik). Ein letztes Aufbäumen, ehe alles den Bach runtergeht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
NewYork76 13.06.2019, 18:48
7. Darauf

Zitat von hps
Davon kann man in Deutschland nur träumen. In einen so umfassenden staatlichen Kokon, wie es China vormacht, leben zu können. Für sich weiter entwickeln wollende Zivilisationen ist das der richtige Weg. Die notwendige Freiheit für Individualisten, für Erneuerer und für die Avantgarde wird davon nicht beeinträchtigt, eher ist sie diesen förderlich.
Auf Ihren Kommentar kann man eigentlich nur eines Antworten: Hail Hydra!

Aber mal im Ernst. Auch wenn Herrn Milde's Reiserefahrungen natuerlich auch nicht unbedingt representativ sein muessen, so zeigen sie wohl doch einige Trends auf.

Und vielen Menschen taete dieser "Blick ueber den Tellerrand" wirklich mal gut um eine gesunde Perspektive auf ihr eigenes Leben zu bekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren